Ein schmerzhaftes Déjà-vu-Erlebnis

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Der SK Sturm war vor dem Spiel Favorit und der SK Sturm spielte im Kapfenberger Franz-Fekete-Stadion auch von Beginn an wie der Favorit.
Beweglich, mit gutem Kurzpassspiel und traumhaften Toren setzte man den obersteirischen Gegner in der ersten Halbzeit gehörig unter Druck. Aber wie schon eine Woche zuvor gegen die Wiener Austria, brachte ein Tor des Gegners, knapp vor der Halbzeit, die Grazer völlig aus dem Konzept.
So reichte es schlussendlich nur zu einem 3:3 vor 11.500, großteils schwarz-weißen, Zusehern.
Die Bengalen der Sturm-Fans waren kaum erloschen, durften schon die nächsten angezündet werden. Nach einem weiten Pass von Fabian Lamotte lässt Samir Muratovic den Ball mit der Brust auf Andreas Hölzl prallen und dieser bedient Jakob Jantscher mit einem gefühlvollen Heber.
Der 20-jährige lässt sich die Chance nicht entgehen und bringt Sturm mit einem satten Linksschuss bereits in Minute 5 in Führung.
Nur zwei Minuten später gibt es einen Freistoß für Kapfenberg und die Gregoritsch-Truppe stellt eindrucksvoll unter Beweis, warum sie als jene Mannschaft gilt, die ligaweit die meisten Tore aus Standardsituationen erzielt.
Nach einer Flanke von Patrik Siegl netzt Milan Fukal per Kopf – Tor Nummer 22 für die Kapfenberger nach einer Standardsituation. Georgi Shashiashvili und Ilia Kandelaki machten bei diesem Treffer allerdings alles andere als eine gute Figur.
Sturm zeigte sich jedoch nicht wirklich geschockt, sondern fand immer besser ins Spiel. Die Kapfenberger standen sehr tief in der eigenen Hälfte und Sturm konnte im Mittelfeld ungestört kombinieren.
In der 25. Minute erwischt Hölzl einen Pass von Muratovic noch knapp vor der Outlinie und überrascht damit Kapfenberg-Torhüter Martin Eisl, der den Ball zur 2:1-Führung für Sturm ins Netz kollern lässt.
Von diesem Zeitpunkt an spielte sich Sturm in einen wahren Spielrausch, ließ Ball und Gegner laufen und kam zu einigen guten Chancen. Für die Grazer Abwehr wurde es nur dann gefährlich, wenn sich der Tscheche Siegl den Ball zu einem Freistoß auflegte.
Große Probleme hatten die Kapfenberger vor allem mit den enorm starken Außenspielern Jantscher und Hölzl. So war es auch wenig verwunderlich, dass Jantscher nach schönem Hölzl-Zuspiel sein 5. Saisontor erzielte. Nach 33 Minuten durften die zahlreichen Grazer Fans also bereits das dritte Mal jubeln und die Gewissheit, dieses Spiel zu gewinnen, war den meisten Schwarz-Weißen ins Gesicht geschrieben.
Doch dann kam die 43. Minute und der große Auftritt des Patrik Siegl. Der schussgewaltige Tscheche nimmt eine Flanke von Michael Liendl volley und trifft unhaltbar zum 2:3. Lamotte hatte zuvor Liendl den Ball auf den Fuß gelegt und diesem so überhaupt erst die mustergültige Flanke ermöglicht.
Die zweite Halbzeit ähnelte jener vor einer Woche gegen die Austria bis ins kleinste Detail.
Sturm nahm das Tempo aus dem Spiel, ob gewollt oder nicht sei dahingestellt, und vergab Konterchancen kläglich. So holt sich Kapitän Mario Haas nach einem Eckball für Kapfenberg die Kugel und legt nach einem 40-Meter-Sprint ideal für Hölzl auf. Der Tiroler verzieht zum Ärger von Sturm-Trainer Franco Foda aber knapp.
Damit ließ man schwache Kapfenberger am Leben und es kam, wie es kommen musste. Nach einem Gestocher trifft der erst 19-jährige Deni Alar in der 91. Minute zum 3:3. Mario Sonnleitner hatte im Zweikampf mit dem eingewechselten Stürmer das Nachsehen und ermöglichte diesem sein erstes Tor in der höchsten österreichischen Spielklasse.
Nach diesem unglücklichen Unentschieden hat es Sturm nicht mehr selbst in der Hand, sich für die Europa League zu qualifizieren und muss auf einen Umfaller der Austria oder aber einen Cupsieg der Wiener hoffen.
Schwerer wiegt aber wohl das Faktum, das abermals in einem wichtigen Spiel ein 2-Tore-Vorsprung leichtfertig aus der Hand gegeben wurde.
Kapfenberg – Sturm Graz 3:3 (2:3)
Franz-Fekete-Stadion, Kapfenberg – 11.500 Zuschauer – SR: Plautz
Tore
0:1 (5.) Jantscher
1:1 (7.) Fukal
1:2 (25.) Hölzl
1:3 (33.) Jantscher
2:3 (43.) Siegl
3:3 (91.) Alar
Kapfenberg
Eisl – Taboga, Fukal, Akoto, Osoinik – Siegl, Hüttenbrenner (55. Lienhart), Liendl, Schellander – Sencar (46. Pavlov), Kozelsky (68. Alar)
Sturm Graz
Gratzei – Lamotte, Shashiashvili, Sonnleitner, Kandelaki – Hölzl (90. Sereinig), Kienzl, Hlinka, Jantscher – Muratovic – Haas (82. Hassler)
Gelbe Karten
Akoto, Hüttenbrenner, Osoinik bzw. Jantscher
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Zum Nachlesen: Liveticker: Kapfenberg – Sturm Graz
Analyse: Probleme keine Momentaufnahme
Audio: Stimmen zum 3:3 in Kapfenberg
Pressespiegel: Kapfenberg gegen Sturm
Kommentare ( 12 )
[...] Den ganzen Kommentar könnt ihr hier nachlesen: http://www.sturm12.at/../ [...]
Hochitom’s Weblog ;) » Steirerderby: KSV - Sturm Graz | mein Fanbericht am 16. Mai 2009 um 15:51Baldur am 16. Mai 2009 um 10:29Gestern war in dreierlei Hinsicht ein rabenschwarzer Tag.
1.) Sportlich
Nach einer furiosen ersten Hälfte (zumindest bis zur 40. Minute), hat die Mannschaft wieder einmal das Fussballspielen eingestellt, die zweite Halbzeit allerdings war ein Armutszeugnis, man hätte glauben können, Gußwerk spielt gegen St. Radegund. Dass einige sich tatsächlich noch Applaus abholen wollten, grenzt ja an Debilität. Zweimal hintereinander sichere Vorsprünge so zu versemmeln, das ist ja schon ein Talent, eine Kunst, unglaublich! Wir können nur beten dass Ried nicht gegen Rapid punktet, wobei, so ein Hühnerhaufen hat in Europa wirklich nichts verloren.2.) Die Polizei
In England käme es niemals vor, dass mehrere Hundert Personen zu einem Minitor vordringen können, wo sich alles staut, damit die Situation ja nur hochgeschaukelt wird. Es hätte ja schon viel weiter hinten eine normale Schlange produziert werden müssen, wie das in anderen Ländern und bei anderen Großveranstaltungen Usus ist. So staute sich ein Pfropfen Sturmfans, alt und jung, normal bis Kategorie C, vor dem Tor. Direkt vor mir kam es zu einem Gerangel unter Sturmfans….als dann die Tore aufgingen, passierten unglaubliche Szenen:
Alles drängte nach vor, die Menschen an den Rändern konnten sich kaum auf den Beinen halten, die Gitterabsperrungen fielen, und was tat die Polizei, als haufenweise Personen am Boden lagen, gleichzeitig in mehrere Richtungen gedrängt wurden, sich kaum auf den Beinen halten konnten, in den Gittern eingeklemmt waren?Sie griffen zum Pfefferspray.
Ich war recht weit links im Strom, wurde immer weiter Richtung Gitter gedrängt, als ich mich einmal kurz umdrehte, sah ich nur, wie etwas daherschoss…und da hats dann schon schön gebrannt in den Augen….und so gings sehr vielen, die dann, im ersten Moment ja nichts sehend, noch viel schneller nach links und rechts, vom Tor weg, drängten, sich somit an den Gittern sammelten, wo schon mehrere Leute eingeklemmt waren. Mir gelang es mit Glück, links an einem Polizisten vorbei zu den Rettungswägen zu gelangen, wo man mir nach mehrminütigem Warten die Augen ausspülte….was ich dort sah, war kaum zu fassen. Haufenweise Menschen mit ebenso roten und geschwollenen Augen, des panikauslösenden Pfeffersprays wegen. Der Höhepunkt war eine Frau, die sich offensichtlich das Bein gebrochen hatte, sie lag auf einer Bahre, es war schön zu erkennen, dass da was gebrochen war. Mehrere, die es besonders schlimm erwischt hatte, wurden ins Krankenhaus gebracht, auf die Augenklinik.
Man muss sich wirklich fragen, ob es im Sinn der Sache ist, und in den Vorschriften für derartige Einsätze der Polizei vorgesehen ist, in solchen Situationen eine Panik und einen Fluchtreflex noch mehr zu verstärken, indem man die involvierten Personen mit Pfefferspray panisch macht. Dass auf schon am Boden liegende Personen eingeschlagen wurde, war ebenso mit freiem Auge (trotz Pfefferspray) zu sehen, das Gewaltpotential der Polizei, die ich sonst immer verteidigte, war gestern äußerst hoch, grundlos wurden da Maßnahmen gesetzt, die einfach nicht der Situation angepasst waren.
Hätte ich gesehen, wer mir da genau ins Auge geschossen hat, ich hätte mir die Dienstnummer geholt, und umgehend eine Anzeige erstattet, direkt beim Bezirksanwalt bei Gericht, damit man sich auf der Wache nicht noch was blödes anhören muss. Eine Beschwerde bei diversen Stellen, auch wenn es fruchtlos bleibt, wird folgen. Unglaubliche Szenen waren das gestern, und das in Kapfenberg.
3.) Die “Fans”
Die Heuchlerei ist grenzenlos.
Wenn im Block ein nicht der selbsternannten Elite angehöriger Fan einen Bengalen zündet, wenn ein Feuerwerkskörper aufs Feld fliegt, oder der Gegner auf politisch inkorrekte Weise verhöhnt wird, schreitet die Garde ein.
Aber, wenn man nach einem Spiel wie gestern, dann mit der Polizei, die, wie oben beschrieben, auch absolut danebengegriffen hat, eine kleine Schlacht anfängt, in der Stadt zu randalieren beginnt, den Bahnhof verwüstet (Scheiben wurden eingeschlagen), den Sonderzug über eine Stunde am Abfahren hindert, demoliert, verdreckt, und zerstört, muss man sich einfach fragen, was in den Köpfen der handelnden Personen vor sich geht.
Natürlich, es war eine aufgeheizte Stimmung, aber nur, weil die Polizei im Vorfeld aggressiv agierte, muss man die Situation nicht noch auf die Spitze treiben, indem man sich extra mit der Exekutive anlegt. Erwachsenen Menschen würde man zutrauen, nicht so zu handeln, aber, wie Ray es bereits auf den Punkt brachte, da war gestern viel “Ruaß”, und alen voran die Köpfe der Kurve, die sich offensichtlich hier sehr gut produzieren konnten, nicht beruhigend auf die Masse einwirkten und somit die Lage nicht entspannten.
Gestern konnte man sich nur schämen, für den marodierenden Mob, der sich Sturmfans und Schwarze schimpft. Man konnte nur entsetzt zusehen, wie ein Haufen wildgewordener Affen sich gebärdete, als wären wir noch alle Nüsse knackende Steppenbewohner. Die Hirnrissigkeit war gestern zum Greifen.Es ist durch absolut nichts zu entschuldigen, wie die Polizei mit harmlosen Menschen vor dem Match umsprang. Das exkulpiert aber nicht den Mob, der, wohl im Glauben dass es lässig und hart sei, sich wie ein Urmensch zu gebärden, randalierte und gewalttätig wurde. Wieviele gestern ihre Anschlußzüge aufgrund der von den ach so lässigen Schlägern verursachten Verspätung verpassten und daher bis zum Morgengrauen am Hauptbahnhof in Graz ausharren mussten, möchte ich gar nicht wissen. Das war gestern einfach eine asoziale Haltung aller. Gewisse, allen der hier vertretenen Personen bekannte Herrschaften kleingewachsener Statur aus allen Fangruppen, beleidigten noch Fans, die sich beschwerten, dass sie an der Heimfahrt gehindert wurden.
Da konnten manche wieder das einzige das ihrem Leben Sinn gibt, zelebrieren, wie es scheint. Denn im normalen Leben kann jemand, der ein so asoziales Verhalten an den Tag legt, ja nur scheitern. Unglaublich, was da passierte. Die Capos, vom Lebensalter her alles eigentlich als erwachsen Einzustufende, hätten auf die Masse der Teenager einwirken müssen, beruhigen, nicht diese auch noch anstacheln, sich aufzuführen wie wildgewordene Tiere. Traurig. Einfach peinlich, zum Schämen. Ob es sowas bei anderen Vereinen gibt?
Da schimpfen wir uns “Kultverein”, zelebrieren unseren Hunderter, und dann kommt so ein Haufen wildgewordener hirnloser Clowns, und zieht den Ruf unseres Vereins, der ja auch durch die Fans repräsentiert wird, in den Dreck. Man konnte sich gestern nur schämen, mit den Leuten von BG und Co in einen Topf geworfen zu werden, denn genau das wird medial wieder passieren. “Die Sturmfans” haben Sachbeschädigung begangen, “die Sturmfans” haben in der Obersteiermark ihre hässliche Fratze gezeigt. Wer sich so gebärdet hat nur Verachtung verdient, nichts weiter. So ein Verhalten ist durch nichts zu entschuldigen, auch nicht durch eine aggressive Exekutive, wer die Konfrontation nicht sucht, wird wohl, wie ich selbst, als “Kollateralschaden” Opfer eines Angriffs, aber wenn man nach dem Match, als es absolut keine Platzprobleme mehr gab, aggressiv die Begegnung mit der Polizei sucht, darf sich bitte nicht wundern, wenn diese eingreift. Und sich dann, einem internen “Kodex” verpflichtet fühlend, mitmacht, und die Lage weiter hochschaukelt, hat bitte nicht auf die böse Polizei zu schimpfen, denn die ist ja dazu da, dass solche Mobster zur Räson gebracht werden.
Das Aug’ um Aug’ haben wir hinter uns gelassen, zumindest dachte ich das bis gestern.
Einfach nur traurig, aber ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s gänzlich ungeniert. Der neue Wahrspruch der tollen “Fanköpfe”.
Robert am 16. Mai 2009 um 14:07@Baldur
Vielen Dank für deinen Bericht, hätt das sonst gar nicht mitbekommen.
Bleibt nur zu hoffen, dass das eine Ausnahme bleibt!
Fredl am 16. Mai 2009 um 15:09@Baldur
Deine Ausführungen in Ehren, aber man muss teilweise auch Verständnis für das Verhalten der handelnden Personen haben.
1.) Wie du bereits selbst geschrieben hast, war das Verhalten der Polizei gegenüber Personen aus dem Lager der Schwarz-Weißen gestern mehr als unangebracht. Teilweise haarsträubende Aktionen gegen Grazer Fans (Pfefferspray, Zurückdrängen vor dem Sektor, um nur einige zu nennen…) waren mit ein Grund, warum die Stimmung gestern so geladen war. Vereinzelt musste man sogar Angst haben, mit einem Sturmschal in die Nähe eines Polizisten zu geraten, so gebärdeten sich einige der so-genannten Ordnungshüter (nicht Alle!).
2.)Provokationen seitens einiger Kapfenberger waren gestern ebenso dabei, die sich, brav hinter der Polizei versteckend, ebenfalls wie “Tiere”, so wie du das ‘nett’ formuliert hast, aufgeführt haben.
Aber eines muss allen klar sein, die nicht auf die “gute Stimmung” im Fansektor verzichten wollen. Der Bereich des harten Kerns ist kein Kindergeburtstag, deshalb sind deine Ausführungen über das Verhalten der Fanclubs überzogen und teilweise nicht der Wahrheit entsprechend… Ich selbst war Zeuge, wie Mitglieder der BG beruhigend auf einige wirkliche “Affen” eingewirkt haben, um sie zur Räson zu bringen!
Die gestrigen “Vorfälle” waren nicht schön anzuschauen und ich billige sie keineswegs, aber wer mit der Ruhe Fußball schauen will der sollte dich eine Karte in den Familiensektoren kaufen (gilt meiner Meinung nach für Heim- als auch Auswärtsspiele).
Was mich ganz besonders stört, ist deine allgemeine Verurteilung der Fanclubs, die die meiste Zeit wirklich tolle Arbeit leisten und sich auch um den Verein verdient machen!
Im Übrigen teile ich aber deine Meinung am Anfang deines 3.Punktes, mit dem “Einschreiten der Garde” usw… Da muss man ich ganz ehrlich sein, diese Doppelmoral stört mich auch.
Nochmal, ich bin keineswegs für die Konfrontation, aber das Verhalten der Exekutive war gestern zum Vergessen, da das in erheblichem Ausmaß zu den gestrigen Vorfällen beigetragen hat!
Aber nochmals, im Fansektor herrschen andere Verhältnisse, als im Familiensektor und das hat meiner Meinung nach jeder, der sich zum harten Kern zählen will zu akzeptieren!! Nicht immer alle gleich pauschal verurteilen!!
Baldur am 16. Mai 2009 um 18:02@fredl
Wer will sich seit gestern zu einem sogenannten “harten Kern” zählen, der mit seinem Verhalten die Polizei fürs nächste Auswärtsmatch auf ähnliche Vorfälle vorbereitet?? Wer will mit solchen radikalen Subjekten in einen Topf geworfen werden? Ich nicht. Mit Fussball hat das alles nichts zu tun, auch nicht mit Support, diese ganze “3.Halbzeit”-Idiotie hat mit Sport nichts gemein, das zeugt nur von der Idiotie der Szene.
Wenn sich andere falsch verhalten, kann ich mir als zivilisierter Mensch dennoch nicht die Freiheit nehmen, mich ebenso wie ein wildgewordener Irrer aufzuführen. Das sollte seit Kant Allgemeingut in unserer zivilisierten (???) Gesellschaft sein.
Baldur am 16. Mai 2009 um 18:04Eines habe ich noch vergessen: Inwiefern machen sich Telefonzellenanzünder und derartige Figuren deiner Meinung nach “um den Verein verdient”??? Die Ehrungen der Gartenzwerge war ja ein Hohn, gestern hat man gesehen, dass diese ihre “Vorbildfunktion” nicht gerade wirklich ernst nehmen, wenn ein über 30-jähriger nicht so klug ist, mäßigend auf seine “Anhängerschaft” einzuwirken, darf man von einem Teenager kein reifes Verhalten einfordern.
Philipp am 16. Mai 2009 um 19:04In diesem fall waere wohl ein etwas kritischeres interview auf dieser seite mit handelnden personen recht sinnvoll. Die angesprochenen dynamiken, nicht bloss die kritisierte doppelmoral, haben schon ganz andere kurven zu einem schatten ihrer selbst werden lassen.
ich am 16. Mai 2009 um 22:48@baldur:
möchte hier jetzt nicht einen text mit 1000enden wörtern schreiben und beschreiben was gestern los war, möchte nur die ein oder andere sache kurz klar/darstellen
bei diesem sogenannten “derby” (für mich ist es keines!) war mMn wirklich viel (möchte keinesfalls beleidigend wirken) “Bauern” unterwegs… diese leute aus der ländlichen gegend kommen vl. zu 1, 2 oder maximal 3 sturmspielen im jahr.. die meisten halt zu so einem “kracher” wie gegen kapfenberg. mit bedauern konnte so ziemlich jeder feststellen, dass der alkoholpegel gestern bei den “ausflüglern/gloryhuntern” vom lande sehr hoch war. auch die angereisten grazer waren alkoholisiert, dennoch konnten sich diese am riemen reißen.
worauf ich jetzt eig raus will –> du verurteilst die fanclubs, dass diese falsch gehandelt hätten, zum teil richtig, aber größtenteils blödsinn
im bereich der größeren fanclubs (BG gsf jewels) wurden die alkoholisierten leut stets aufmerksam gemacht (auf welche art auch immer) sich am riemen zu reißen, was größtenteils auch funktionierte.
am rand, wo sich nicht fanclub leute aufhielten kam es untereinander zu ausschreitungen, und das nicht nur 1 mal, leider.könnte jetzt eig doch noch eine ganze menge mehr schreiben, doch die motivation fehlt mir.
nur ich bitte dich, baldur, betrachte die angelegenheit aus allen blickwinkeln, und urteile erst DANN über fanklubs usw…
und bez der heimreise und anschlusszüge…
1) waren nicht alle leut im zug, und ohne diese fährt man auch nicht weg, soviel zum thema zusammenhalt…
2) waren genug züge (S1) die von kapfenberg nach graz gefahren sind, in der zeit wo man aum bahnhof stand (sovile zum thema eigenverantwortung)so es reicht, wird sonst zu lang der sche**s
liberace am 17. Mai 2009 um 09:56dass jetzt die kurvenneurotiker aus ihren löchern kommen und sich freuen den ach so bösen fanclubs eine reinzuwürgen, wundert wirklich niemanden. da wird wieder herrlich alles in einen topf geworfen, ohne dass man nur ein mindestmaß an sachkenntnis hat, da wird dann auch gern mal wieder honved aus dem kollektiven gedächtnis herausgezogen und selbst, wenns gut zupass ist, eine idiotenversion von kant zum besten gegeben, nur um den unmut, nicht bei den großen buben mitspielen zu dürfen, zum ausdruck bringen zu können… alles das geht aber auf kosten der grazer fanszene, um die es im moment eh nicht wirklich gut steht…
Baldur am 17. Mai 2009 um 14:39Es scheint, dass ihr beiden absolut keine Ahnung von den Vorfällen am Freitag habt. Das hat mit Fanszene absolut gar nichts mehr zu tun.
liberace am 17. Mai 2009 um 17:43kollege, ich hab – inklusive ksv am freitag – schon genug away-spiele gesehen, um solche dinge bewerten zu können.
FLEURQUIN am 17. Mai 2009 um 18:51@Baldur;
Und ich dachte eigentlich, Pauschaldiffamierungen und
“geifernde” Untergriffe sind eher die Spezialität bestimmter
Medien und rechter Politik(er).
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