Pressevorschau: Sturm gegen Brijeg

Keinen Zweifel haben die Tageszeitungen von Donnerstag an Sturms Favoritenrolle im Europacup-Heimspiel gegen Siroki Brijeg. Für die Kronen Zeitung ist ein Sieg sogar „absolute Pflicht”. Etwas vorsichtiger ist Der Standard: Er titelt „vermeintliche Jausengegner” und bezieht sich neben Brjeg auch auf Rapids albanischen Gegner Schkodra. Brijeg-Trainer Ivica Barbaric sieht Sturm laut Krone ebenfalls als Favorit. Die [...]

© 2008 Alex Barth (flickr)

© 2008 Alex Barth (flickr)

Keinen Zweifel haben die Tageszeitungen von Donnerstag an Sturms Favoritenrolle im Europacup-Heimspiel gegen Siroki Brijeg. Für die Kronen Zeitung ist ein Sieg sogar „absolute Pflicht”. Etwas vorsichtiger ist Der Standard: Er titelt „vermeintliche Jausengegner” und bezieht sich neben Brjeg auch auf Rapids albanischen Gegner Schkodra.

Brijeg-Trainer Ivica Barbaric sieht Sturm laut Krone ebenfalls als Favorit. Die Grazer schätze er als „spielfreudiges, diszipliniertes Team”. Auch Mario Bazina hat im Interview mit Sturm12.at die Außenseiterrolle der Bosnier betont.

Weit lehnt sich Sturms Samir Muratovic im Gespräch mit der Kleinen Zeitung aus dem Fenster: Sturm sei „70:30″-Favoirt, so der bosnische Spielmacher. “Wir sind zwar nach der Vorbereitung ein bisschen müde, aber wenn wir unser Spiel spielen, sollte es keine Probleme geben”, wird er zitiert. Durch die Neuverpflichtungen habe Sturm „die beste Mannschaft”, seitdem er bei den Blackys spiele. Ein wenig Respekt vor Brijeg, einer „technischen guten Mannschaft”, hat Mura aber doch:

“Siroki Brijeg ist aktuell die beste Mannschaft in Bosnien”, erklärt Muratovic, der Trainer Ivan Katalinic “und zwei, drei Spieler” kennt. Die Entwicklung des bosnischen Fußballs verfolgt er aufmerksam. “Die Liga ist schlecht und wird jedes Jahr noch schlechter.” Das liegt aber nicht daran, dass es in Bosnien keine guten Spieler gibt. “Es liegt daran, dass es kein Geld für den Fußball gibt, obwohl Fußball die Sportart Nummer 1 ist. Die guten Spieler gehen daher gleich ins Ausland.” (…)
“Auswärts sind unsere Chancen sogar größer als heute zu Hause. In Graz werden sie wahrscheinlich etwas defensiver spielen”, rechnet Muratovic, der auch sein Motivationstief überwunden hat. “Jetzt bin ich wieder top motiviert und will die letzten zwei Jahre meiner Karriere für Sturm spielen.”

Vorsichtig wie gewohnt ist Sturm-Trainer Franco Foda, der in verschiedenen Zeitungen zitiert wird:

Sturm-Coach Franco Foda wünscht sich vor allem “einen Sieg ohne Gegentor” und die Fortsetzung der “ausgezeichneten Vorbereitung”. (Der Standard)

“Das ist eine gute Mannschaft, die man nicht ins Spiel kommen lassen darf. Unser Mittel heißt: Druck nach vorn und hohes Tempo machen. Mit diesen Attributen können wir den Gegner schlagen. Aber es wird kein Spaziergang”, warnte Foda (…). (Salzburger Nachrichten)

Trainer Franco Foda rechnet (…) mit Gästen, die auf Konter spielen. Er warnt aber: “Ihre brasilianischen Legionäre können auch technisch was. Wir müssen das Tempo auf jeden Fall hoch halten.” (Kurier)

Ebenso wie Sturm12.at war die Kronen Zeitung beim gestrigen Abschlusstraining von Sturm in Messendorf vor Ort:

Sturms Platzwart (Samir Kostic, Anm.) beobachtete mit Argusaugen, wer sich für das Abschlusstraining von Sturm in Messendorf interessierte. Denn das wurde von “Foda-007″ zur Geheimsache erklärt. Lediglich Journalisten hatten Zutritt zum Gelände, Trainings-Kiebitze wurden höflich, aber bestimmt hinter die Absperrung verwiesen. Damit wollte Foda eventuellen “Spionageversuchen” von Siroki Brijeg einen Riegel vorschieben. Aber die Gegenseite hätte ohnehin nicht viel zu sehen bekommen. Foda ließ zwar verschiedene Standardsituationen üben, aber beim Trainingsmatch deckte er seine Startelf für das Europacupduell nicht auf. “Auf sieben, acht Positionen steht die Mannschaft”, sagte Foda nach dem Training, Fix ist: Prettenthaler und Schildenfeld haben noch Aufholbedarf, werden heute vorerst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Allein die Tatsache, dass Foda erstmals beim Training keine ungebetenen Gäste dabei haben wollte, zeigt, wie ernst der Coach Sturms 83. Europacupspiel nimmt.

Interessantes berichtet die Krone über Schiedsrichter Mauro Bergonzi, der heute sein internationales Debüt feiert:

Der 38-Jährige hat bereits 54 Spiele in der Serie A gepfiffen – aber es wären bereits deutlich mehr, hätte es vor zwei Jahren nicht das Match Napoli gegen Juventus gegeben. Damals pfiff er für Napoli zwei höchst fragwürdige Elfmeter – und war dann für drei Monate aus dem Verkehr gezogen worden.

Sturm12.at
Letzte Informationen, bevor es ernst wird
Siroki Brijeg im Porträt
Mario Bazina: “Wir sind gegen Sturm sicher Außenseiter”
Liveticker: Sturm Graz gegen Siroki Brijeg
Sturm gegen Siroki Brijeg in voller Länge auf Laola1.tv

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