Bukva, Mura und etwas mehr als eine Halbzeit Fußball

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Mit Mattersburg war heute eine Mannschaft zu Gast im Stadion Liebenau, die in den ersten beiden Runden zwei Eindrücke hinterlassen hat: Spielt eine Mannschaft locker und befreit offensiv wie der LASK in der ersten Runde, dann gewinnt diese Mannschaft 4:0. Lässt sich eine Mannschaft auf den Ringkampf ein, wie Rapid Wien in der zweiten Runde, dann gewinnt Mattersburg 2:1. An und für sich Vorzeichen die Sturm-Fans optimistisch in dieses Spiel gehen ließen.
Sturm Graz startete ambitioniert. Mattersburg konnte sich kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Trotzdem dauerte es bis zur 10. Minute ehe wirklich Gefahr vor dem Tor der Gäste erzeugt werden konnte. Daniel Beichler mit einem schönen Pass auf Andreas Hölzl. Hölzl spielte den Ball zur Mitte wo Mario Haas lauerte, Haas schoss den Ball in Richtung Tor – Mattersburg Schlussmann Stefan Bliem vermutete den Ball drüber, der Ball sank jedoch an die Latte.
Danach rollten einige Minuten lang Angriffe in Richtung Tor der Burgenländer, wirklich gefährlich wurde Sturm allerdings nur nach Standardsituationen. Immer wieder sorgten die von Andreas Hölzl zur Mitte getretenen Eckbälle für Gefahr vor dem Gästetor.
Mattersburg fiel in der ersten Hälfte lediglich durch auffällig häufiges am Boden liegen bleiben auf. Die einzige gelbe Karte der ersten Hälfte kassierte trotzdem ein Burgenländer. Cem Atan wollte nach einem Foul von Haris Bukva mehr als nur einen Freistoß. Nachdem ihm der Schiedsrichter Harald Lecher kein Gehör mehr schenkte, teilte er seinen Unmut dem Sturm-Youngster mit – Gelb.
Bukva war es auch, der in der ersten Hälfte für den größten Wirbel sorgte. Sowohl über links als auch rechts sorgte er für Schwung. Seine unwiderstehlichen Vorstöße erinnerten an seine Leistung gegen OFK Petrovac und ließen die eher schwache Vorstellung gegen Magna Wr. Neustadt in Vergessenheit geraten.
Er war es auch, der sich in der 39. Minute den Ball erkämpfte und Andreas Hölzl mit einem traumhaften Pass in Szene setzte. Hölzl stand alleine vor Stefan Bliem – er umkurvte ihn und erzielte das 1:0.
Nicht zum ersten Mal kamen die Grazer nach der Halbzeit verändert aus der Pause. Sturm Graz zeigte nicht mehr den Drang in Richtung Tor der Gegner, ganz im Gegenteil eigentlich. Michael Mörz kam zwei Mal im Strafraum zum Kopfball, wirklich gefährden konnte er das Grazer Tor nicht. Wie schwach Mattersburg wirklich spielte, zeigte ein Solo von Innenverteidiger Mario Sonnleitner. Der Steirer ist wohl seitdem er schwarz-weiß trägt das erste Mal am gegnerischen Strafraum aufgetaucht, Standardsituationen ausgenommen.
Die Angriffsbemühungen von Sturm ließen aber auch merklich nach, wohl auch weil der Aktivposten der ersten Hälfte, Haris Bukva, merklich müder wurde. In der 74. Minute erlöste ihn Trainer Franco Foda und brachte Samir Muratovic ins Spiel. Muratovic wirkte derart motiviert und bemüht, dass das Herz eines jeden Sturm-Fans zu lachen beginnen musste.
Auch wenn das 2:0 von Dominic Hassler, ein strammer Schuss ins linke untere Eck vom Sechzehner, nicht direkt auf die Einwechslung von Muratovic zurückzuführen ist, so sorgte die Nummer 10 für anständig Aufregung im Strafraum der Mattersburger.
Pässe von ihm ermöglichten sowohl Dominic Hassler als auch Manuel Weber Einschussmöglichkeiten, die eigentlich genützt werden müssen.
Bemerkenswert ist, dass Sturm Graz in 180 Minuten Bundesliga keinen einzigen Torschuss zuließ. Das lässt auf größere Aufgaben hoffen. Und wenn dann ein Bukva und ein Muratovic derart gute Leistungen bringen, auch wenn der Bosnier nur 20 Minuten gespielt hat, dann werden Daniel Beichler und Jakob Jantscher wohl auch an ihren Leistungen arbeiten müssen. Diese Kaderdichte macht Lust auf mehr.
Sturm Graz – Mattersburg 2:0 (1:0)
Stadion Liebenau, Graz – 9.700 Zuschauer – SR: Lechner
Tore
1:0 Hölzl (39.)
2:0 Hassler (76.)
Gelbe Karten
Atan (29.)
Hamouz (54.)
Sturm Graz
Gratzei – Lamotte, Schildenfeld, Sonnleitner, Kandelaki – Hölzl, Kienzl, Hlinka, Bukva (74. Muratovic) – Beichler (84. Weber), Haas (52. Hassler)
Mattersburg
Bliem – Sedloski, Malic, Pauschenwein – Mörz, Hamouz, Sedlak, Seidl (46. Stjepanovic)- Schmidt (76. Wagner), Atan (46. Spuller), Waltner
Kommentare ( 9 )
GottesHand am 2. August 2009 um 23:50Super Burschen 1. Platz =)
Europa-League so gut wie weiter und dann die MASSE auf nach Kärnten!
lexx am 2. August 2009 um 23:50naja dass mitm sonnleitner habt ihr schon ein bisschen abwertend geschrieben.. es war ein gutes solo, vl zeigt er ja jetzt seine technischen fähigkeiten… die konkurrenz tut ihm jedenfalls gut
nardras am 3. August 2009 um 00:11wirkliche sorgen bereiten mir bisher nur unsere rav, weder ehrenreich in den vorbereitungsspielen noch lamotte in den letzten spielen machen einen bundesliga-tauglichen eindruck.
Nightey am 3. August 2009 um 03:32Murat ist ein türkischer Name und beim Training sagt Foda zu ihm auch nur deswegen “Murat” um ihn zu denunzieren. Bitte das auszubessern, ein so perfekter Fußballer wie er hat so eine Demütigung nicht verdient. Danke um die Ausbesserung!
Nightey am 3. August 2009 um 03:33PS: für alle, dies nicht wissen, er heißt mit Spitznamen Mura
wirbelsturm am 3. August 2009 um 10:22@nightey: ziemlicher blödsinn! das ist ganz sicher nicht als demütigung gemeint, der ff hat das nur vom kreuzer übernommen, der den mura so nennt.
“Bemerkenswert ist, dass Sturm Graz in 180 Minuten Bundesliga keinen einzigen Torschuss zuließ.” Vielleicht ETWAS übertrieben…
ct am 3. August 2009 um 11:03@wirbelsturm: Ich muss sagen, ich finde das nicht übertrieben und habe das ganz bewusst so geschrieben. Fällt dir eine Aktion ein, bei der sich Gratzei schmutzig machen musste um sein Tor zu hüten? Mir nicht.
Nightey am 3. August 2009 um 22:00@wirbelsturm: falsch, Foda hat dies zum Mura schon vor der Kreuzer-Ära in den Trainings gesagt.
Die ganze Truppe von nördlich der Donau wird mir von Mal zu Mal suspekter. Heut im Training hat Foda ihn zB wieder auch öfters grundlos angeschnauzt und seinen Sohn, der im Training auch wiedermal Null Leistung gezeigt hat, hat er in den Himmel gelobt.
aufpasser am 3. August 2009 um 22:25Danke an das Team von Sturm12, dass ihr die Überschrift so schnell geändert habt! Der Mura ist vor einigen Monaten schon mal an den Gerstner herangetreten und hat ihm mitgeteilt, dass er nicht Murat genannt werden will.
Für mich völlig verständlich, da er ja wirklich kein Türke ist. Wäre ja das gleiche wenn man den Franco mit Franz anreden würde – dass würde ihm sicher auch nicht gefallen– toller Seitenhieb übrigens vom Skyreporter am Sonntag.
Leider fühlte sich der Franz Foda dann erst recht dazu “angestachelt” den Mura mindestens 20 mal pro Training mit Murat anzuschreien. Einzig Thomas Gerstner (der war menschlich wirklich top!!) machte bei diesem Spiel (gemein hin wird sowas mobbing genannt) nicht mit und musste von da an selbst, teilweise, den Zorn von Franz fühlen.
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