Pressespiegel: Sturm – Dinamo Bukarest

© 2008 Alex Barth (flickr)
Das Sommermärchen ist zu Ende: Nach zwei tollen Monaten – Sturm feierte im Juli und August schöne Erfolge – werden die Blackies nun im September auf den Boden der Realität zurückgeholt.
Alle Tageszeitungen vom Freitag sind sich einig: Der Sieg von Dinamo Bukarest war verdient, Sturm hatte vor allem in der ersten Hälfte eine Leistung gezeigt, die einer Europa League nicht würdig ist.
Als Erklärung für die über weite Strecken schwache Darbietung wird immer wieder der nach dem Regen glitischige Rasen erwähnt. Das zögerliche Auftreten der Schwarz-Weißen kann dadurch aber nicht begründet werden – das sehen auch die Medien so.
Der vermeintlich leichteste Gegner verhagelte Sturm den Einstand in der Europa League. Dinamo Bukarest kam von Beginn an weit besser mit dem bei Regen glitschigen Boden zurecht. Mit Härte im Zweikampf und Pressing über das ganze Feld wurden die behäbig vorgetragenen Aktionen der Grazer im Keim erstickt. (…) Nach Seitenwechsel steckte Dinamo etwas zurück, kam Sturm gut ins Spiel. (Der Standard, Wien-Ausgabe)
Hans Rinner eineinhalb Stunden vor Spielbeginn: “Wenn wir heute gegen Dinamo Bukarest gewinnen, dann marschieren wir durch.” (…) Die Gäste aus Rumänien drückten ab dem Anpfiff. Sturm selbst fand bei strömendem Regen keinen Spielfluss. (…) Die Herren von Dinamo standen und bewegten sich gut – nicht nur der an der Seitenlinie auf und ab hüpfende Coach Dario Bonetti. Der Italiener im feinen Zwirn war eine große Attraktion in der ausverkauften UPC-Arena. (…) Spätabends war die Faust des Präsidenten dann verschwunden. (Kurier)
Dinamo Bukarest war besser als der SK Sturm und hat verdient gewonnen. Für das schnelle Kurz-Pass-Spiel von Sturm war vor allem der Acker (vormals: Rasen) in Liebenau ein gewaltiges Hemmnis. Heute wird das Rasen-Reparatur-Team auf neun Mann aufgestockt. Die 300 Kilo Rasensamen, die zuletzt gestreut wurden, werden aber erst in zwei Wochen grün sein. Es dauert also noch, bis wirklich Gras über dieses 0:1 gewachsen ist. (Kleine Zeitung, Kommentar von Günter Sagmeister)
Der SK Sturm hat gestern Abend in der Europa League einen Fehlstart hingelegt. (…) Es war die erste Niederlage nach 90 Minuten auf europäischer Ebene seit dem 1:3 gegen Wolfsburg am 9. Juli 2005. Die Grazer agierten von Beginn an vorsichtig, nervös und unsicher. Irgendwie verständlich. Schließlich konnten sie ihr schnelles Kombinationsspiel auf dem durchweichten, mitgenommenen Rasen – der mit Fortdauer des Spiels zum Acker mutierte – nicht richtig aufziehen. Ihr Selbstvertrauen schien wie weggeblasen. Die Rumänen wirkten sicherer und angriffslustiger. (…) In den zweiten 45 Minuten ging’s etwas besser in Richtung gegnerisches Tor. Ein Offensiv-Spektakel blieb aber aus, weil die Gäste kompakt standen. (…) Sie (die Grazer, Anm.) sind zu spät aufgewacht. (Kleine Zeitung)
Von der Parole “Auf Sieg spielen”, die Sturm-Trainer Franco Foda zum Europa-League-Auftakt gegen Dinamo Bukarest ausgegeben hatte, war in Graz nicht viel zu sehen. Das 0:1 ist ein Dämpfer für die vor allem in Hälfte eins zu zaghaften Steirer. Zahlreiche Scouts sahen dem Trio Jantscher, Beichler, Hölzl auf die Beine, aber das gewohnt flotte Zuspiel kam nur phasenweise auf. (Salzburger Nachrichten)
Bissig wie Kettenhunde waren die “Red Dogs”, rüttelten von der ersten Minute an gewaltig an der Kette. Dass ihre Abwehr gut steht, wusste man von den zwei Spionagen (und den nur zwei Gegentreffern in sechs Meisterschaftsspielen) – aber auch der “Rest” machte der Foda-Truppe lange Zeit gehörig zu schaffen. Aggressiv in den Zweikämpfen, immer einen Tick schneller am Ball – Muratovic, Jantscher und Co. konnten in der ersten Hälfte ihr Kurzpassspiel, mit dem sie zuletzt Charkow genervt und ausgeschaltet hatten, nicht entfalten und mit der giftigen Offensive hatte auch die Abwehr ihre liebe Not. (Kronen Zeitung)
Als “Lichtblick” bezeichneten die Salzburger Nachrichten den slowenischen Stürmer Klemens Lavric: “Mit seinem ersten Einsatz spielte sich Neuzugang Lavric in die Herzen der Fans: bestechender Körpereinsatz und Zug zum Tor.”
Sturm12.at
Spielbericht: Die Harmlosigkeit wurde nach 80 Minuten bestraft
Audio-Stimmen nach dem Spiel
Sturm12.at-Zeugnis
Live-Ticker zum Nachlesen
Kommentare ( 8 )
WolfiKrenn am 18. September 2009 um 09:28Laut ORF Teletext hatte Bukarest Pech da zwei Abseitstore nicht gegeben wurden. In diesem Sinne NIE MEHR ORF!!!
SturmGraz1909 am 18. September 2009 um 11:53@salzburger nachrichten: ich finde auch das klemen lavric gestern schon gezeigt hat das er der stürmer ist den sturm gesucht hat.. er ist in diesen 20 minuten in denen er gespielt hat oft gefährlich geworden und sein schuß war auch gut angesetzt.. also ich freue mich schon wenn er das nächste mal spielt.. hoffentlich bleibt seine leistung so überzeugend wie es gestern der fall war
charlyk am 18. September 2009 um 13:27jup, lavric scheint uns gut zu tun
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und Abseitstore die klar abseits waren als Pech zu bezeichnen find ich schon echt schwach vom ORF. Wenn Elfer zu unrecht nicht gegeben werden oder Tore zu unrecht aberkannt werden, dann kann man von Pech sprechen. Aber bei zwei so klaren Abseitsstellungen von Pech sprechen…pfff..
Aber der ORF kanns ja net besser wissen, der kann ja nur die Berichte von anderen nachzitieren nachdem sie ja keine Übertragungsrechte haben. Und ich glaub kaum das der Wrabetz sich ein Skyabo für den Orf leistet *hihi* [Achtung: Ironie enthalten]
sabinemartin am 18. September 2009 um 13:29“… eine Leistung gezeigt, die einer Europa League nicht würdig ist”. – Natürlich ist diese knappe Niederlage enttäuschend, aber diese Aussage finde ich schon überzogen. Die Erwartungen bzgl. Meisterschaft und Europa League sind viel zu hoch. Bei Siegen wird die Mannschaft von den Medien hochgejubelt und bei Niederlagen zu Grunde gerichtet; wo ist hier das reelle Maß, grundsätzlich kann man mit den Leistungen unserer Mannschaft sehr zufrieden sein. SWG Grüße
beatrice am 18. September 2009 um 15:28Wenn man als Favorit in das Spiel geht und dann 0:1 verliert,
weil die erste Halbzeit verschlafen wird, gehört schon extrem viel Optimismus dazu um zufrieden oder gar noch mehr zu sein!
Den Rasen als Ausrede herzunehmen, ist schlichtweg eine dumme Ausrede – ist er doch für beide Mannschaften gleich schlecht!
KING_LUI am 18. September 2009 um 16:24den unterschied hat gestern das mittelfeld der rumänen ausgemacht, vorallem n’doye und kone, da hat man gesehen dass ein weber und auch hlinka nicht mithalten konnten…verteidigung hat gut gespielt, bis auf das gegentor… noch ein wort zu weber: das einzige mal ist er mir “aufgefallen” als er ausgewechselt wurde…
außerdem glaube ich, war die erwartungshaltung zu hoch… foda hat zwar gepusht was geht, aber auf die mannschaft ist das nicht übergesprungen… dinamo ist nicht umsonst 17.mal rum. meister geworden…
dennoch glaube ich an unsre chance wenn da mario wieder back is und lavric wird uns sicherlich auch noch helfen können…weil er einfach körperlich stärker ist als beichler und richtiger stürmer…
deshalb wünsche ich mir in zukunft (solange kienzi und haas verletzt sind) die aufstellung ohne weber dafür mit beichler und mura offensiv mf und lavric vorne…
einen versuch wäre es wert…
mit swg lukas
waldigraz am 18. September 2009 um 16:31wann wacht herr foda endlich auf? gegen austria verloren- wir waren gut bin zufrieden,gegen lask- wir waren besser mit 70 prozent gespielt kann man nicht gewinnen , bukarest wir waren gut und mit pech verloren? war herr foda nicht im stadion?
3 gegentore in 80 minuten keine tor chanche in 80 min.
und er sagt bin zufrieden mit was ?
themanwhowasntthere am 18. September 2009 um 17:19danke fürs dreifachposten waldi
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