Patrick Wolf: “Sturm ist ein geiler Verein”

Patrick Wolf begann seine Fußball-Karriere bei einem Verein, mit dessen Namen man im Moment vorsichtig umgehen sollte. Der mittlerweile 28-Jährige startete nämlich bei der Hertha. Allerdings nicht bei dem aktuellen Tabellenletzten der Deutschen Bundesliga, sondern bei jener Hertha aus Graz. Der Hertha aus seiner Heimatstadt. 2002 kam der Mittelfeldspieler schließlich über das BNZ Sturm Graz [...]

© 2009 Scmagna.at

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Patrick Wolf begann seine Fußball-Karriere bei einem Verein, mit dessen Namen man im Moment vorsichtig umgehen sollte. Der mittlerweile 28-Jährige startete nämlich bei der Hertha. Allerdings nicht bei dem aktuellen Tabellenletzten der Deutschen Bundesliga, sondern bei jener Hertha aus Graz. Der Hertha aus seiner Heimatstadt.

2002 kam der Mittelfeldspieler schließlich über das BNZ Sturm Graz und den Grazer SC nach Gratkorn, wo er drei Jahre verbrachte und den Aufstieg in die zweite Liga schaffte.

Nach Stationen in Ried und Klagenfurt begann er im Jänner dieses Jahres das Abenteuer SC Magna.

Mit Sturm12.at sprach der Steirer über das erste Jahr in Wiener Neustadt, seine ganz speziellen Beziehungen zu Sturm Graz und das Bundesliga-Spiel am Sonntag.


Der SC Magna Wiener Neustadt existiert in dieser Form seit eineinhalb Jahren. Du bist seit Jänner in Niederösterreich. Wie weit ist der Verein?
Es ist noch immer alles ziemlich neu, wir sind noch mitten im Aufbau. So gesehen würde ich sagen, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis wir uns als richtiger Verein bezeichnen können. Man sieht das leider auch an den Zuseherzahlen, die nicht besonders hoch sind.

Frank Stronach wollte über den SC Magna hauptsächlich jungen Akademie-Spielern Spielpraxis geben. Im Endeffekt wurden zahlreiche arrivierte Bundesliga-Spieler geholt.
Eines ist klar: Wenn man in der ersten Liga bestehen will, kann man nicht nur mit jungen Spielern spielen. Man braucht eine gute Mischung aus alt und jung.

Beim SC Magna passt diese Mischung?
Ich glaub wirklich, dass wir eine gute Mannschaft haben. Aber im Moment läuft es halt einfach nicht so richtig. Natürlich haben wir einige routinierte Spieler, wir haben aber auch einige Spieler, die heuer ihre Debütsaison in der ersten Liga spielen. Die haben dann oft noch Probleme. Der Unterschied zwischen den beiden höchsten Ligen in Österreich ist nicht zu verleugnen.

Du hast bereits die geringen Zuseherzahlen in Wiener Neustadt angesprochen. Wie erklärst du sie dir?
Das ist schwer zu erklären. Natürlich ist Mattersburg nicht weit weg und vorallem Wien sehr nahe. Man kennt das Fanpotential von Austria und Rapid. Da ist es für uns sehr schwierig, Fans in das Stadion zu locken. Fairerweise muss man zugeben, dass wir in letzter Zeit auch keinen guten Fußball gespielt haben. Das animiert die Leute auch nicht unbedingt, uns zuzusehen. Aber ich glaube trotzdem, dass das Potential vorhanden ist.

Eure drei Saisonsiege habt ihr alle zu Hause gefeiert. Was macht ihr in Wiener Neustadt anders als im Rest Österreichs?
Wir spielen mutiger, trauen uns mehr zu. Auswärts wirken wir einfach gehemmt. Wir haben letzte Woche den erste Auswärtspunkt gemacht. Gegen Austria Kärnten in Runde elf. Mehr muss man da wohl nicht hinzufügen. So gesehen bin ich froh, dass wir am Sonntag gegen Sturm Heimrecht haben. Wir wissen, dass es nicht leicht wird. Sturm ist spielerisch sehr stark. Aber wir wollen morgen drei Punkte machen.

Du bist gebürtiger Grazer und hast in der Jugend auch bei Sturm gespielt. Ist ein Spiel gegen die Schwarz-Weißen ein Match wie jedes andere?
Nein, für mich sind die Spiele gegen Sturm besondere Spiele. Sturm ist einfach ein geiler Club und als Grazer kenn ich natürlich viele Spieler und vor allem viele Fans sehr gut.

Einen Patrick Wolf bei Sturm Graz könntest du dir sehr gut vorstellen?
Ich war ja bereits einige Male im Gespräch bei Sturm. Leider hat es noch nie geklappt. Für mich wäre Sturm auf alle Fälle eine tolle Sache.

Dein Tipp für das Spiel am Sonntag?
Ich sag 1:0 für Wiener Neustadt.

Patrick, danke für das Gespräch.

Das Interview führte Markus Zottler

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Kommentare

der wolfi ist ein super spieler den sturm im moment leider nicht wirklich brauchen könnte denn an andi hölzl kommt er wohl nicht vorbei.. beide sind aber auf der rechten außenbahn absolut österreich-spitze! sollte andi jetzt doch nicht verlängern wäre es schön sich wieder um den wolfi zu bemühen! da sein vertrag allerdings bis 2012 läuft wie ich gerade gesehen habe wird er wohl kein thema für sturm sein.. ein sympathischer spieler der sehr viel potential hat!!

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