12 Meter: Salmutters letzte Chance

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Einen Heimkehrer gilt es also in letzter Sekunde der Transferzeit noch zu begrüßen. Der “verlorene Sohn” Klaus Salmutter ist wieder ein Blackie und ich denke er ist sehr froh darüber. Für ihn ist es sicher im Moment die bestmögliche Lösung und ich meine auch für den SK Sturm könnte sich dieser Transfer auszahlen.
Trotzdem muss sich Salmutter darüber im Klaren sein, dass das möglicherweise seine letzte Chance im Profi-Fußball ist. Setzt er sich bei Sturm nicht durch, wird er es nach dieser Saison schwer haben noch einmal einen Erstliga-Verein zu finden. An mangelnder Motivation sollte es also nicht scheitern…
Supertalent mit Riesenpotential, das beschreibt wohl die Erwartungshaltung zu Klaus Salmutter damals am besten. Damals 2003, als Salmutter mit dem U19-Nationalteam gerade bei der Europameisterschaft in Liechtenstein dritter und zum “Spieler des Turniers” gewählt wurde. Er war eben erst von Schalke 04, wohin er als Jugendlicher von Sturm gewechselt war, nach Graz zurückgekehrt, um sich in der Kampfmannschaft der Blackies zu beweisen. Sein früherer Förderer Franco Foda hat ihn zurückgeholt, nachdem er bei den “Knappen” in Gelsenkirchen eine beeindruckende Entwicklung hingelegt hatte. Unter anderem stellte er dort, dem Vernehmen nach, einen gewissen Mike Hanke in den Schatten, später 12facher deutscher Nationalspieler.
Salmutter setzte sich dann auch bei Sturm nach und nach als Profi durch, avancierte in der Saison 2005/06 zur fixen Größe in Graz und schaffte im Mai 2006 gegen Kroatien auch seine erste Einberufung ins A-Nationalteam, im November darauf sollte der erste Einsatz gegen Trinidad-Tobago folgen. Inzwischen verlief die Karriere allerdings schon das erste Mal ein wenig aus den Fugen, eine langwierige Verletzung, unsteter Lebenswandel und schließlich eine Verurteilung wegen Sachbeschädigung in betrunkenem Zustand, bremsten die Entwicklung des großen Talents.
2007/08 schließlich spielte Salmutter 30 Partien für die Schwarz-Weißen und erzielte sechs Tore. Am Ende der Saison wechselte er allerdings, für viele unverständlich, nach Linz zum Lask. Er hätte eine Veränderung gebraucht, hieß es offiziell. Inoffiziell machten viele Gerüchte die Runde, er hätte sich nicht mehr mit Foda verstanden oder die Nicht-Berücksichtigung für die Heim-Europameisterschaft hätte ihn maßlos enttäuscht und er wäre deshalb auf der Suche nach einer neuen Herausforderung gewesen, hieß es da unter anderem. Auch das Bestehen einiger Spieler, darunter Salmutter, auf mündliche Brutto-für-Netto-Vereinbarungen noch aus der Ära Kartnig, sollen zum Abschied des Grazer Urgesteins beigetragen haben.
Damals dann zum Lask zu gehen kann im Nachhinein als, gelinde gesagt, nicht sehr schlau bezeichnet werden. So wie dieser Verein geführt wurde und wird, da müssten bei einem Spieler doch alle Alarmglocken schrillen. Salmutter wurde in Linz jedenfalls nicht glücklich und geriet auch sportlich immer mehr aufs Abstellgleis. Die Gelegenheit zu bekommen, bei Sturm noch einmal durchstarten zu können, muss sich für ihn wie ein warmer Sommerregen anfühlen. Mit mittlerweile 26 Jahren ist Klaus Salmutter kein Talent mehr. Er muss vielmehr aufpassen, nicht bald als “gescheitertes Genie” abgestempelt zu werden. Schafft er es nicht, bei Sturm im Frühjahr an alte Leistungen anzuknüpfen, ist das sehr wahrscheinlich der Fall.
Es ist also seine letzte Chance, die er gerade von Sturm gerade erhält. Jetzt liegt es, so er von Verletzungen verschont bleibt, allein bei ihm. Sauftouren, unprofessionelle Einstellung und Wehleidigkeit würden wohl das Ende des Profi-Fußballers Klaus Salmutter bedeuten. Durchbeißen und das, definitiv vorhandene, Potential ausschöpfen, heißt die Devise ab sofort. Die Voraussetzungen sind nicht so schlecht, das Umfeld sollte für ihn passen, er hat noch immer viel Kredit bei den Fans und seine fußballerischen Fähigkeiten sind allgemein bekannt. Gelingt Salmutter die Kehrtwende, könnte dieser Transfer eine sehr gelungene Sache werden, für Sturm und den Spieler…
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Spielerprofil
Geboren 1978 im Spannungsfeld von DSV Alpine und KSV in Bruck an der Mur. Mit den ortsansässigen Fußballvereinen allerdings nichts anzufangen gewusst und bald nach Graz gestürmt. Dort den Fußballklub des Herzens entdeckt und, obwohl die Farbe der Liebe rot ist, war der Verein doch der Schwarze. Nach dem Ausscheiden im Finale des AHS-Cups fünf Jahre als CAD-Techniker Beton angerührt. 2005 wieder in die Offensive gegangen, gereift und aus politischen Gründen einen Vertrag bei Uni Wien unterschrieben. Seither Exil-Schwarzweißer, dafür momentan auf einem UEFA-Cup-Platz in der Uni-Liga, der Meistertitel in greifbarer Nähe. Auch als Rasenpfleger vermehrt aktiv und seit Frühjahr 2008 Redakteur beim Fußballmagazin Null Acht. An dieser Stelle schließlich kehrt die Seele heim und man lässt ihn einmal wöchentlich nur über die in Graz zurückgelassene Liebe schreiben.
Kommentare ( 10 )
[...] Starkes Comeback von Mario Kienzl am Sonntag in Wien, Respekt. Und hat da gestern einer die letzte Chance [...]
Sturm12.at | 12 Meter: Der Mann an der Linie und die Nachwehen am 15. April 2010 um 11:29scheli06 am 4. Februar 2010 um 14:15Sehr guter bericht, kann ich nur zu 100% zustimmen!!!
Ich hoffe Auch der Klausi schaut a und zu auf diese Seite und liest das hier ganz genau durch!!!
Gib Gas Klausi!!!
bl09ck am 4. Februar 2010 um 14:34Er soll sich Roman Wallner zum Vorbild nehmen. Dann steht einer Karriere bei den Dosen nichts mehr im Weg
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pacino6225 am 4. Februar 2010 um 16:08100% agree!
Also ich muss euch allen (Redaktion) wirklich einmal ein Kompliment aussprechen! Ihr seit der beste Lückenfüller für die Winterpause, so manche “Zeitungs-Redaktion” kann sich eine Scheibe abschneiden.Also bitte nur weiter so.
@ Klausi: Ich glaube die Brigata hat nicht ganz auf dich vergessen.
superivo am 4. Februar 2010 um 22:52Gib Vollgas Klausi!!!!
Einmal Blacky immer Blacky
BlackLuke am 5. Februar 2010 um 11:16immer wieder eine freude die Kolummne zu lesen auch wenn ich diesmal in einem punkt nicht einverstanden bin:
“er hat noch immer viel Kredit bei den Fans” glaube ich nicht.
er sollte schon merken, dass er nicht zurückkommen kann und alles ist wie früher. bringt er allerdings seine leistung bin ich der erste der wieder klausi-chöre anstimmt
Tom205GTi am 5. Februar 2010 um 13:46klausi wird und sicher wieder begeistern!!!!!!
Bitte nehmt euch 4 minuten zeit um für einen STURM Fan bei der bandwahl zu voten.
Danke ich weiss es zu schätzen, die sturmfans sind ja die besten oder??http://www.forwardst.org/index.php?open0=registration
vote for InEarSystem !!!!!!!!!!!!!
zu erst registrieren und dann auf eure mail gehen, die e-meil öffnen auf HIER KLICKEN drücken und dann seit ihr regiestriert und dann nur mehr einloggen!!!(eure daten kennwort oben eingeben) und voten für INEARSYSTEM ( zur zeit platz 5!!!)
mit freundlichen grüßen Gary
euer IF Litenborg tormann
beatrice am 5. Februar 2010 um 14:53sehr guter, ausführlicher Bericht!
Alles Gute für Salmutter! Er hätte das Zeug, wieder eine wichtige Stütze für unsere Mannschaft zu werden.
Kristandl17 am 5. Februar 2010 um 21:26Guter bericht…ich hoffe dass er wida an di mannschaft herankommt und wir dan wieder: “Klausi, Klausi Salmutter” schreien können…Wobei er muss mal einen bukva und einen klem hinter sich lassen dass er an hölzl und jantscher herankommen könnte
swg aus kumberg
jorgito am 6. Februar 2010 um 19:06soweit ich was davon versteh, ist obenstehender text ein kommentar, aber ok. seh’ das jedenfalls genauso wie der herr pucher. diese ungebrochene klausi-euphorie kann ich allerdings überhaupt nicht verstehen. unfassbar ist das. wenn der beichler nur den beiersdorfer zurückruft, bekommt er schon droh-sms und wenn dann ein geldgeiler saufkopf als gnadenakt zurückkommt, jubeln alle. “wenn österreich, dann nur der sk sturm”, hats zuerst geheißen und dann war ratz-fatz die unterschrift beim lask da- haben das schon alle vergessen??
die seite finde ich – vor allem wegen der hervorragenden berichterstattung – ja wirklich grandios! die kommentarfunktion allerdings wirklich entbehrlich.
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