Thomas Lang: “Dass wir es im Griff haben, interessiert keinen”

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Seit 1. Jänner 2010 ist das neue Pyrotechnikgesetz von Innenministerin Maria Fekter in Kraft. Bereits im Herbst starteten österreichweit die Proteste gegen dieses Gesetz. Ihren vorzeitigen Höhepunkt fanden sie in den Spielen Sturm Graz gegen Red Bull Salzburg und LASK gegen Rapid Wien. Sturm12.at traf Thomas Lang, Capo der Brigata Graz, und sprach mit ihm über Bengalen und Böller, warum das Fanservice bei Sturm Graz ausbaufähig wäre und erfuhr, warum die österreichweite Vernetzung der organisierten Fanszenen erst jetzt funktioniert.
Das neue Pyrotechnikgesetz ist seit Anfang des Jahres in Kraft und löst bei den Fans in Österreich Proteststürme aus. Wo siehst du die Problematik hinter der Entscheidung?
Egal wer über Fans redet und urteilt, egal ob Georg Pangl (Bundesliga-Vorstand, Anm.) oder Maria Fekter – sie haben keine Ahnung, was hinter den Fanszenen steckt. Das ist eine kulturelle Bewegung und kein Haufen Asozialer, der nur Radau machen will. Das ist das Problem, welches aber ganz Österreich und nicht nur den Fußball betrifft. Leute mit Entscheidungsbefugnis haben in Wahrheit keine Ahnung. Jeder, der sich mit dem Wesen Fußballfans befasst, wird Gegenargumente bringen können, wobei ich mir nicht sicher bin hier mit Argumenten und Diskussionen etwas bewirken zu können. Das wäre, wie wenn ich ein Gesetz der Metaphysik beschließen würde und ein Metaphysiker sagt mir, dass das ein Blödsinn ist. Er erklärt mir das, aber ich verstehe es nicht – weil ich keine Ahnung von der Materie habe. Ich würde mir allerdings nie das Recht herausnehmen, hier ein Wort mitreden zu dürfen.
Die Sturm-Fans haben im Cup gegen Red Bull Salzburg 45 Minuten geschwiegen. Was war die Idee hinter dem Protest?
Da haben mehrere Faktoren mitgespielt. Zum Einen war es der Spieltermin, der den Fans einfach vor die Nase gesetzt wurde. In meinen Augen war das eine völlige Idiotie, egal ob du am Dienstag um 19 Uhr gespielt hättest oder am Mittwoch um 20:30 Uhr. Das Sahnehäubchen war dann, dass das Spiel im ORF zu sehen war. Da reibt sich unsere Marketingabteilung die Hände, weil wir dann mehr ORF-Präsenz aufweisen können. Daran, dass man dabei aber die Fans vor den Kopf gestoßen hat, denkt aber niemand. Ich frage mich, was man sich dabei gedacht hat. Wir haben vor viereinhalbtausend Zuschauern gespielt – so einen Anspruch darf Sturm Graz nicht haben! Aber leider: Wenn das Geld vom ORF kommt, sind die Fans nebensächlich, das stimmt mich bedenklich. Schöner hätte man das Diktat des Fernsehens nicht präsentieren können. Uns Fans ist es dann darum gegangen zu zeigen: “Das kommt dabei raus, macht eure Augen auf!”
Der zweite Gedankengang war – und das hat perfekt dazu gepasst – das neue Pyrotechnikgesetz. Das ist der Weg, der uns blüht. Natürlich, das Pyrotechnikverbot gab es schon immer, jedoch ist es jetzt mit massiven Einschränkungen und Eingriffen in die persönliche Freiheit eines jeden Fußballfans versehen worden. In Deutschland, in Italien, überall hat es so angefangen. Als Nächstes kommt man dann vielleicht auf die Idee eine Fancard einzuführen. Am Ende wird wie in Italien einfach alles verboten. Man sieht dort, was dabei rauskommt.
Wenn man sich die Stimmen in den eigenen Reihen unter Sturm-Fans angesehen hat, hat man oft gehört: “Um Himmels willen, wie kommt die Nordkurve ausgerechnet beim so wichtigen Spiel gegen Salzburg auf die Idee diesen stillen Protest zu machen. Hätte man das nicht kürzer oder gegen Mattersburg machen können?” Warum habt ihr euch entschieden gegen Red Bull diese Aktion zu machen?
Es ist nicht unser Auftrag die Mannschaft dann zu unterstützen, wenn sie es für wichtig empfindet. Wir machen das, weil wir es gerne tun, aber wir machen uns auch gewisse Gedanken. Wir haben ein Fanwesen und eine Fankultur, mit denen auch Werte verbunden sind. Wenn wir diese nicht hätten, wären wir nie dort hingekommen, wo wir heute sind. Diese Werte gilt es zu verteidigen – in diesem Falle mit einer sehr entschlossenen Maßnahme, die der Mannschaft nicht gut getan hat. Uns hat der Spieltermin aber auch nicht gut getan, wenn wir mit sieben Schichten im Stadion stehen müssen, um nicht zu erfrieren. Gefragt hat uns vorher jedoch auch niemand. Wenn wir aber nicht unsere Rechte und Werte verteidigen, dann gibt es sie irgendwann nicht mehr. Deswegen haben wir uns entschieden eine Halbzeit zu opfern. Zehn Minuten hätte doch niemanden interessiert…
Bei der vereinsseitigen Beschlussfassung haben bis auf Wacker Innsbruck alle Klubs für das neue Pyrotechnikgesetz gestimmt. Wie enttäuscht wart ihr als Kurve vom eigenen Verein nicht unterstützt worden zu sein?
Ich möchte nicht zu sehr ins Detail bezüglich Fanservice gehen. Das ist eine Diskussion, die wir tagtäglich hinter den Kulissen mit dem Verein führen. Es sind einfach die Ressourcen nicht da. Dazu zwei Beispiele. Wir wollten die Organisation von Shuttlebussen, die von den Bezirkshauptstädten die Fans nach Graz führen, über den Verein abwickeln, da dieser einfach mehr Möglichkeiten hat. Das wäre sympathisch und die Leute würde es mit Sicherheit freuen. Ich bin mir sicher, wenn das gut gemacht wird, bringt man zehn bis fünfzehn Busse zu Stande. Wir diskutieren mit dem Verein seit zwei Jahren darüber, sind immer nur vertröstet worden und im Endeffekt müssen wir das jetzt mit Fangruppierungen vor Ort selbst organisieren. Bei Austria Kärnten würde aus jedem Dorf ein Postbus fahren. Bei Sturm interessiert es aber einfach keinen, weil das nicht ad hoc Geld bringt. Nachhaltiges Aufbauen gibts nicht.
Zweites Beispiel: Wir haben seit längerer Zeit dieses Audioservice für Sehbehinderte, die im Stadion mit Kopfhörern sitzen und in Form einer Radioübertragung das Spiel kommentiert bekommen. Wir wollten das auf die Sturm-Homepage ins Internet bringen, schon vor gut einem Jahr. Jetzt macht es die Bundesliga und verkauft es als ihre Idee. Sowas ärgert uns. Auf der einen Seite sagt man wir seien die besten Fans und auf der anderen Seite rührt keiner einen Finger für uns. Wenn es wichtig wäre, macht keiner den Mund für uns auf. Das wird bei nächster Gelegenheit wieder diskutiert werden.
Meinst du damit in internem Rahmen?
Ja klar. Es gibt von Zeit zu Zeit Treffen, wo mit den Fangruppierungen diskutiert wird. Jetzt wäre wieder ein Treffen angesagt, aufgrund der aktuellen Entwicklungen. Wir wollen aber nicht über vereinsinterne Themen diskutieren. Wir brauchen nur über das zu diskutieren, was wir sehen. Vereinsinterna interessieren nicht. Es geht vielmehr darum, was am Ende dabei rauskommt. Ich verstehe nicht, wie zum Beispiel die Leute in Internetforen auf die Barrikaden steigen, wenn Franco Foda und Oliver Kreuzer Roman Kienast holen. Glauben die Leute, dass sich die beiden nichts dabei denken? Das hat alles Pro und Contra, es gibt finanzielle Rahmenbedingungen und die Leute glauben, sie müssen mitdiskutieren? Mitdiskutieren okay, aber nicht einmischen. Wir können bei jenen Dingen mitreden, die uns betreffen. Beispielsweise das Pyrotechnikverbot. Da wäre es schon nett gewesen, wenn man mit Experten darüber spricht und das sind jene, die das veranstalten und nicht einer, der im Polizeikammerl sitzt.
Auf Seite 2 spricht Thomas Lang über die problematische Vermischung der Themen “Böller” und “Bengalen” sowie über die österreichweite Vernetzung der organisierten Fanszenen gegen das neue Pyrotechnikgesetz.
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Kommentare ( 35 )
http://www.pyrotechnik-ist-kein-verbrechen.at ist online…
Die österreichischen Fankurven reagieren mit einer vereinsübergreifenden Initiative auf die Verschärfung des Pyrotechnikverbots: Auf der nun veröffentlichten Internet-Plattform http://www.pyrotechnik-ist-kein-verbrechen.at werden sämtliche Informationen zur K…
SturmTifo.com .:. offizielle Foto & Videosite der Fangruppen des SK Sturm Graz am 17. Februar 2010 um 13:22Vampy99 am 16. Februar 2010 um 18:57Also ich wäre nicht für ein Verbot (wies derzeit ist) sondern für eine Einschränkung. Jetzt gibts ja sogar einen Hundeführerschein, also wärs auch ok, wenns einen Pyroschein gäbe. Dass leute (aus dem Fansektor) eine kurz und günstige einschulung machen können, und einen schein bekommen. Beim eintritt ins stadion mit bengale muss der schein vorgezeigt werden und der name wird notiert. Am besten sollte das auch nur im Fansektor erlaut sein, weil dort machen die Pyros auch sinn (Choreo). Es sollte verhindert werden, dass möchtegern Pyrotechniker damit herumhantieren.
Somit sollte klargestellt werden, dass
Sattledter am 16. Februar 2010 um 19:01Gutes Interview.
Das mit den Bus aus allen Bezirken würd bestimmt noch mehr Sturm “Fans” in das Stadion locken.
Ich hoffe nur das sich auch in OÖ mal was tut bei den Sturm Fans, potenzial wäre vorhanden, “motivierte” Fans sind jedoch die Seltenheit was ich sehr schade finde. Es gibt derzeit auch keinen FC aus OÖ, im Aufbau ist einer, ob das was wird bezweifle ich. Vielleicht könnte man wieder mal eine Sektion machen, würd sicher einiges bewirken unter den OÖ Sturm Fans (GSF früher in Steyr).
jd am 16. Februar 2010 um 19:01Eine Ausbildung zum Pyrotechniker gibt es schon lange…
Vampy99 am 16. Februar 2010 um 19:16Naja, das ist denk ich eher beruflich, oder? Um ein schönes feuerwerk etc. zu machen. Das is dan doch wieder zu viel
jd am 16. Februar 2010 um 19:27Nein. Wenn ich zB nur spaßhalber eine Rakete der Klasse 3 schießen will, brauch ich eine Ausbildung zum Pyrotechniker, einerseits um die Rakete erwerben zu dürfen und danach, um sie abfeuern zu dürfen (abgesehen davon, dass man auch dafür eine behördliche Genehmigung braucht). Auch Bengalen fallen in diese pyrotechnischen Beschränkungen, das heißt: Eigentlich dürften die Fans auch ohne dem neuen Gesetz gar keine Bengalen abfeuern. Halte deinen Vorschlag aber für gut und hab auch schon daran gedacht: Ein paar Fans sollen – unter der Auflage eine pyrotechnische Ausbildung gemacht zu haben – unter gewissen Rahmenbedingungen im Stadion Bengalen abfackeln dürfen…
jd am 16. Februar 2010 um 19:38Korrektur: Vor dem 1. Jänner war das Abfackeln von Bengalen für Personen ab 15 Jahren erlaubt.
Vampy99 am 16. Februar 2010 um 20:01Naja, dass das gesetz geändert werden musste ist dan verständlich. Würde nicht gerade gerne neben einem 15 jährigen stehen, der sowas abfackelt. Aber ein generelles verbot ist einfach zu kompromisslos.
janpanaiasch am 16. Februar 2010 um 20:12Ich sehen den Thomas Lang bei fast jedem Spiel und frag mich wie er sich das leisten kann und wie er immer frei bekommt,
es interessiert mich schon länger was er arbeit?wär nett wenn mir, das wer beantworten könnte.
Hyperion am 16. Februar 2010 um 20:20Ich möchte mich an dieser Stelle einmal bei Thomas Lang bedanken für seinen Einsatz und seine Arbeit für die Kurve.
Bei dem interview kann ich eigentlich nur in allen punkten zustimmen
DANKE THOMAS LANG !
Sturmmani am 16. Februar 2010 um 20:45Sehr gutes Interview, dass ganz klar aufzeigt, was den SK Sturm in punkto Fanbetreuung z.B. von Rapid unterscheidet.
Protestaktion: Wenn man sich das durchliest, versteht man die Maßnahmen und deren Durchführung um einiges besser. Ich hoffe, dass sich die Vereine, deren Fans und Leute des Innenministeriums nochmal an einen Tisch setzen und die momentane Situation, die durch dieses komische Gesetz entstanden ist, nochmals durchdiskutieren.
*nachdenklichamkopfkratz*
Kristandl17 am 16. Februar 2010 um 21:13WIR SINGEN FREIHEIT FÜR PYRO…PYROTECHNIK IST KEIN VERBRECHEN…oida de scheiß fekter…sogar da darabos wer für emotion und corteos im fussballleben…fekter sollte sich mal ein beispiel nehmen an darabos…Und nocha nehmens imma so a beispiel her wos höchstens in 100jahren in österreich passiert…dass ist jene aktion diese an georg koch mit dem knallkörper und den scheis…wobei ich bin dafür…dass der des mocht…kert eingsperrt a leben lang…nur bengalen und diese sachen di keinen gefährden könnten soltten unbedingt vorhanden sein…und auch nicht verboten sein…Schaut nur mal…mehr fans verltetzen sich am herumklettern an zäunen und sowas awa nicht an bengalen…WIR WOLLEN UNSRE PYROS WIEDER ZURÜCK…Jz her amoi zua Fekter du blede H…´
SWG aus Kumberg
Keeev1000 am 16. Februar 2010 um 21:36VIDEO ZUM THEMA PYROTECHNIKGESETZ:
Sashlyrics am 16. Februar 2010 um 23:27die sollen sich weniger über die fans die sich üer kienast und co. gedanken machen aufregen, sondern mehr schauen, dass sie selbst endlich mal ein wörtchen im verein mitreden können. denn anscheinend hat man ja eh kein standing..
Schwarzerdoscom am 17. Februar 2010 um 04:32Ach wie Recht er mir dem letzten absatz doch hat !!!!
Unsere Kontrollsüchtigen Politiker können die finger einfach von nix lassen !
Aber wie heisst es so schön ?
WER WIND SÄHT WIRD STURM ERNTEN !!!!!
andik83 am 17. Februar 2010 um 06:38Hab beim youtube video gelesen, dass Fekter meint – Pyrotechnik und ähnliches macht den Familien mit Kindern bzw. Kindern Angst vor der Fankurve.
Kann dazu eines sagen. Ich bin beim Spiel Sturm gegen Salzburg neben den Fansektor in der Kurve gesessen. Und folgendes ist passiert. Die Fankurve war still und ein paar junge Bengel (bzw. Kinder) hinter uns haben die Schimpfwörter und Ähnlichen blödsinn aufgenommen den ein paar lustige Stadionbesucher rein geprbrüllt haben. Die Folge war, dass diese “Kinder” in einer Tur nur scheiß Beschimpfungen rein geschrien haben (ohne irgendeinen Fußballerischen Sinn). Hätte die Fankurve normal ihre Stimmung gemacht – hätten diese Kinder einfach mit denen mitgesungen. Ich frage mich da nur: Was mehr schaden bei kindern macht – eine funktionierende Fankurve wie Sturm es hat (und auch mit Pyrotechnik) – oder manche Sinnlosen Beschimpfungen einiger nichts denkenden Personen.
…
Zur Pyrotechnik – die pyropass-idee finde ich gut.
LG
Baldurinho am 17. Februar 2010 um 09:00Bekannte Prügler, die sich nun hinter dem Pyrotechnikverbot verstecken, interessante Wandlung vom Hrn. Ober…
tool_king am 17. Februar 2010 um 11:10“Es ist nicht unser Auftrag, die Mannschaft dann zu unterstützen, wenn sie es für wichtig empfindet.”? Wenn das wirklich das Selbstverständnis der Brigata ist, dann Gute Nacht!
BierfuXX am 17. Februar 2010 um 12:46Zum Thema Fanbusse. Die Idee ist seit längerem bekannt. Jedoch hat es von seitens des Vereins nicht funktioniert bisher. Für einige Bezirke haben sich nun Fanclub gefunden bzw. formiert um diesen Zweck zu erfüllen.
Für das Murtal hat sich etwa die Murtalfront gebildet. Für nähere Infos auf bzw. bei Interesse des Mitfahren einfach auf http://www.murtalfront.at klicken. swg
welldone am 17. Februar 2010 um 13:11Einige Aussagen von Thom Lang sind wenigstens ehrlich, so auch, dass Vereinsinterna nicht interessieren. Damit wird auch mit dem Gerücht der Wächter ein für allemal aufgeräumt. Danke für diese unmissverständliche Aussage.
Was das Pyrotechnik Verbot angeht kann ich mich mit der Reaktion der Kurve nicht identifizieren. Ein Gesetz, egal wie sinnvoll oder sinnlos er erscheinen mag, zu ignorieren, die Identität verschleiern und so die Strafen auf die Allgemeinheit zu lenken, find ich nicht sonderlich sozial und wenig intelligent Mir taugen auch z.B. einige 80er oder 100er Beschränkungen auf 2-3 spurigen Autobahnen nicht, trotzdem vermumme ich mich nicht und fahr weiter 130. Außerdem wird bei der ganzen Diskussion vergessen, dass Pyrotechnik schon länger Verboten sind, was nichts anderes heißt, dass das Verwenden von Pyrotechnik schon vorher illegal war! Dass die Kurve mit Bengalen umgehen kann, hat man ja z.B. in Budapest gesehen. Vielen Dank nochmal an den umsichtigen, veranwortungsvollen Bengalenwerfer!
Vielleicht gelingt es sturm12 sich auch einmal um wirklich wichtige und zukunftsträchtige Themen wie z.B. die Ausbildungsschiene bei Sturm zu widmen.
12ter Mann am 17. Februar 2010 um 13:57Ein sehr geiles Interview und gute Idee, mal mit den Fangruppen darüber zu reden. Ich würd mir öfter Interviews mit den Fangruppen über aktuelle Themen wünschen, is ganz interessant.
Keine_Flaute am 17. Februar 2010 um 14:44@welldone
Sehr richtig. Bedenklich finde ich vor allem, sich selbst als Kulturbewegung und dergleichen zu sehen, an Überheblichkeit hat es aber vor allem einer BG nie gemangelt. Diverse Medienberichte über ihre Prügelein will ich ja gar nicht kommentieren, aber hauptsache von einer Hetz-Kampagne sprechen, reiner Zufall, dass es immer wieder die gleiche Gruppe erwischt…
GazzaII am 17. Februar 2010 um 14:48Gutes Interview von Thomas, die Idee mit einem Pyropass finde ich sehr gut, denn das er jetzt in dem Interview die “Gefahr” von Bengalen runterspielt ist klar, bei mir sind bei dem Ganzen schon einige Jacken bzw. T-Shirts draufgegangen aber gut, bin trotzdem für Bengalen, weil sie vor allem bei uns dazugehören!!! Das sich Forenbenutzer und FC Mitglieder nicht immer “leiden” können ist klar, nur es geht beides!!! Ich finde es schön, dass auch Thomas sieht, dass einiges schiefläuft, ich mache mir eben um den SkSturm als GANZES meine Gedanken und befürchte, dass nicht nur punkto “Fanunterstützung” nicht mehr viel von dem über ist, was uns bei der Rettung großmundig verkündet wurde und wir uns daher auf einen gefährlichen Weg in die falsche Richtung befinden!
BlackLuke am 17. Februar 2010 um 15:33bezüglich kinder und familienschutz:
1. kinder und familien sind in der fankurve fast bis gar nicht vorhanden. von demher sind bengalen schon ungefährlch für kinder
2. vor allem kinder sind von pyros fasziniert. ich erinnere mich noch an mein erstes buli spiel (8 jahre alt, vorwärts steyr) und alles was ich nach dem match im kopf hatte, warn die roten fackeln.
2. andik83 hat recht. kinder schnappen vor allem schimpfwörter auf und mir wäre lieber die kinder die aufm platz waren reden beim heimgehen über die pyros der supporter als singen nur “schwule wiener, linzer schweine, salzburger = arschlöcher”
selten so gelacht wie bei den kronenzeitungsausschnitten auf http://www.pyrotechnik-ist-kein-verbrechen.at/
tolle seite
haunes am 17. Februar 2010 um 15:33@welldone: dein vergleich mit den geschwindigkeitsbeschränkungen ist derart lächerlich und in keinster weise zutreffend. die beschränkungen auf den straßen sind da um leben zu schützen. wie thomas im interview erwähnt hat ist das zünden von bengalen in verantwortungsvoller weise absolut ungefährlich. diejenigen unter euch die das gesetz unterstützen oder “führerscheine” für bengalen fordern, haben das fanwesen und die fankultur nicht verstanden.
mightyg am 17. Februar 2010 um 15:59@janpanaiasch
Wenns dich so interessiert frag ihn doch einfach, der mann is arrogant, aber sehr nett und absolut korrekt. Danke für das sehr gute Interview, Thomas Lang und Sturm12!
Aber bez. deiner Frage, wie man sich das leisten und die Zeit dafür aufbringen kann: ich z.B. indem ich normal 8h arbeite, fast jeden Urlaub und ZA für Spiele aufspare, und Geld eben auch etwas sparen dann geht das schon@haunes
es geht hier um einen kompromiss, das heißt keiner is wirklich zufrieden aber jeder kann damit leben.
Sollte man so einen lächerlichen Pyro-führerschein benötigen um die Innenmitzi zu besänftigen, dann machen einige leute bei uns das eben und wir dürfeln wieder fackeln!
tool_king am 17. Februar 2010 um 16:14seltsam, dass man neuerdings soviel wert auf das pyrotechnik-zeugs legt. ich kann mich noch bestens an meine ersten spiele in der gruabn erinnern, da war es oft dermaßen gesteckt voll, dass für sowas wie bengalen gar kein platz gewesen ist. und die stimmung war damals trotzdem immer fantastisch.
mich stört das gezündle nicht. nur find ich es traurig, dass die brigata & co sich offenbar nicht zutrauen, ohne pyrotechnische hilfsmittel eine ordentliche stimmung zu erzeugen.
enzo am 17. Februar 2010 um 16:46@tool_king: Du hast nichts verstanden! Ich denke vielen hier fehlt einfach der nötige Blick über den Tellerrand!!!
Heute sind es die Bengalen, morgen die Fahnen und übermorgen sitzen alle und konsumieren das Event!
Baldurinho am 17. Februar 2010 um 16:56@hau-nes
Garnicht so lächerlich, wie du oder Grande Capo es versuchen darzustellen. Auch in einer 30 Zone kann ich argumentieren, dass doch bitte nichts passiert wenn ich 40kmh fahre. So einfach ist ein Sozialstaat dsbzgl. aber nicht. Vielleicht Synergien sinnvoller einsetzen. Ich hoffe ja, dass es baldigst zu einer öffentlich einsehbaren Hooligandatei kommt, Recht wem Recht gebührt und da sowieso niemand was zu befürchten hat, gehe ich hier davon aus, dass keiner etwas dagegen hat!
ch am 17. Februar 2010 um 17:00@Baldurinho: “da sowieso niemand was zu befürchten hat, gehe ich hier davon aus, dass keiner etwas dagegen hat!” – mit genau den selben Argumenten werden tagtäglich persönliche Freiheiten beschnitten, der Überwachungsstaat ausgebaut, neue Überwachungskameras in Betrieb genommen …
FLEURQUIN am 17. Februar 2010 um 22:58Ein interessantes, ehrliches und authentisches Interview ohne Verstellung und Taktik. Ein Dankeschön den Herrn Lang und Houben. Ansonsten das in jüngster Zeit übliche Bild: die sogennante Sturmfamilie verzettelt sich in von Neid, Mißgunst und Eitelkeiten bestimmte Familienstreitigkeiten und scheint mehr und mehr das große Ganze zu vergessen. Nett auch jene kritischen Geister, die inzwischen Orkanen gleich von Jakomini aus agieren und agitieren und dabei ganz vergessen, dass vor wenigen Jahren noch die klügsten und hehrsten “Aufdecker” sehr gern auf die kräftigen Stimmen der FCs setzten, um ihre Ziele zu erreichen.
Black Warriors am 18. Februar 2010 um 12:42Thomas, du hast vollkommen recht!!!
Die Überschrift sagt alles!!!
Auf der Nord und eigentlich in ganz Österreich haben wir es im Griff!!! Es gab zwa schon Vorfälle aber dass kommt vor, man muss immer damit rechnen das etwas passieren kann!!! Aber bitte so dumm ist doch kein Einziger Mensch jemanden Andrem wie Thomas schon erwähnte eine Bengale z.b. in die Haare zu fahren oder jemanden damit mutwillig zu verletzten!!! Das Gesetz ist echt idiotisch, die Proteste sollen weiter gehen aber was ich für eine echt “Frechheit” halte ist dass die eigene Mannschaft nicht hinter den Fans steht!!! Ohne Fans würde es keinen Verein geben oder nur sehr schwer, dass Selbe wäre wenn wir im Stadion für Rapid singen würden und nicht für Sturm aber das machen wir nicht!!!
Aber wir müssen alle zu einer Lösung finden, sonst wird es noch schlimmer, wir dürfen uns das einfach nicht gefallen lassen!!!
mightyg am 18. Februar 2010 um 16:01@Baldurinho,
keiner was zu befürchten hat? Du verwendest ziemlich gehobene Sprache für eine, in meinen Augen, absolut dumme Meinung. Was heute Recht ist kann morgen schon unrecht sein, bei heutigen politischen strukturen kann das sehr schnell gehen.
Durch Überwachung und Datenspeicherung (Internet!) kann man mittlerweile politische Einstellungen zuordnen, z.B. durch dein Surfverhalten, mit welchen leuten du telefonierst, in welchen Läden du einkaufst, usw..Wenn die falschen Leute an solche Daten kommen kann das sehr schlimm ausgehen, denk mal daran was im Dritten Reich passiert wäre wenn man von jedem Bürger gewusst hätte wie er politisch denkt.
Und du kannst nicht wissen wie die Lage bei uns in 10, 20 oder 30 Jahren aussieht, dann wirst du vielleicht für etwas verfolgt, das heute selbstverständlich ist – weit hergeholt aber man kann nie wissen.Deshalb halte ich Überwachung und (Vorrats-)Datenspeicherung grundlegent für falsch und gefährlich.
Baldurinho am 18. Februar 2010 um 17:01Ich schrieb davon, dass auf der Nord keiner etwas vor einer HOOLIGANDATENBANK mit Angaben, Arbeitsgeber etc. zu befürchten hätte, deshalb wäre ich für eine solche Überlegung. Das der gläserne Mensch in vielerlei Hinsicht Probleme mitsich bringt, ist nicht erst seit dem Pyroverbot bekannt, hier hängt man sich meiner Meinung nach nur auf ein weit verbreitetes Diskussionsthema, damit der Randbereich der Bangalen wichtiger erscheint. Zum Thema war dies hier sehr interessant: http://www.datensicherheit.de/aktuelles/der-ds-fernsehtip-der-glaeserne-mensch-auswege-aus-der-datenfalle-auf-rtl2-8502
TDH am 18. Februar 2010 um 18:53Nur dass sich die Frage stellt, wie bzw. wofür man in diese Datenbank aufgenommen wird. Ich kanns nicht brauchen dass man mich kündigt bzw. ich eine attraktive Stelle nicht annehmen kann, weil ich auf absurden Umwegen (siehe Deutschland) in einer Hooligandatei gelandet bin, ohne je im Umfeld des Stadions randaliert zu haben.
Und selbst im Falle dass man wirkliche Täter zu fassen kriegt: Eine Datenbank, in welcher diese Leute dann (möglicherweise auch noch auf Lebenszeit) landen, ist der falsche Weg. Man denke nur an die tolle Kinderschänderdatei in den USA…
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