Hlinka: “Die Stimmung ist sehr gut”

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Drei Spiele im Frühjahr sind gespielt. Mit einem sensationellen Ergebnis von drei Siegen und einem Torverhältnis von 9:0 ist dieser für Sturm Graz mehr als nur geglückt. Auch Mittelfeldspieler Peter Hlinka hat seinen Teil dazu beigetragen.
Dementsprechend gut ist die Stimmung im Team. “Ja, die Stimmung ist wirklich gut, ich würde sogar sagen – sehr gut”, so Hlinka. Doch warum ist man heuer im Frühjahr bislang so erfolgreich? “Wir haben heuer alle Fehler, die wir in den vergangenen Jahren gemacht hatten, abgestellt”, so der Slowake und ergänzt: “Wenn man vorne mitspielen will, dann muss man solche Gegner, wie Kärnten und Mattersburg, einfach schlagen.”
In dieser Tonart kann es für Sturm Graz weitergehen. Mit dem LASK (auswärts), Ried (heim) und Wiener Neustadt (auswärts) warten in den kommenden drei Runden drei weitere schlagbare Gegner. Doch eine “gmahte Wiesn” sollte man nicht erwarten, wie auch Hlinka sagt.
Vorsicht vor den kommenden Gegnern
“Ich denke zwar, dass wir gegen LASK, Ried und Wiener Neustadt leichter Favorit sind, dennoch muss man aufpassen. Es ist alles möglich, die Spiele können sich auch in die andere Richtung entschieden”, stellt der 31-Jährige klar. “Wir wollen jedes Spiel gewinnen und ich denke, wir sind in der Lage auch gegen diese Gegner zu punkten.”
Ein Frühjahrsstart in dieser Art und Weise war nicht unbedingt zu erwarten, gerade nach jenen aus den beiden Vorjahren, die die Grazer weit zurückwarfen. Doch eine veränderte Frühjahrsvorbereitung, im Vergleich zu 2008 und 2009, konnte Peter Hlinka nicht ausmachen: “Unsere heurige Vorbereitung war nicht anders, als letztes Jahr. Franco Foda macht es so wie immer und zieht seine Linie durch.”
Konkurrenz belebt das Geschäft
Mit Klaus Salmutter und Christian Prawda wurde im Winter der Kader weiter aufgestockt. Ganze 29 Spieler umfasst dieser nun, zählt man Daniel Bartosch als vierten Goalie bereits dazu sind es sogar 30. Klar ist dabei, dass sich dabei einige Spieler nicht nur auf die Ersatzbank, sondern sogar auf Plätze auf der Tribüne einstellen müssen. “Jedem Spieler ist bewusst, wen wir im Kader haben. Ich denke, wir sind alle Profis und daher müssen wir das beste daraus machen”, so Hlinka, der damit klar macht, dass die aktuelle Konkurrenz im Kader die Spieler nicht belasten darf.
Seit vergangenen Herbst lässt Franco Foda auch im 4-4-2-System spielen. Dabei kommt eine Doppelsechs zum Einsatz, die aktuell vorallem Samir Muratovic nicht in die Hände spielt. Für Peter Hlinka ist es jedoch nicht von Bedeutung, in welchem System man spielt: “Man kann nicht unbedingt sagen, dass das 4-4-2 für Sturm das bessere System wäre und ich halte es auch für nicht so wichtig, in welchem System man spielt. Wichtiger ist, dass man das umsetzt, was der Trainer vorgibt. Franco Foda ist ein sehr erfahrener Mann, er bereitet sich immer gut auf die Gegner vor.”
Keine neuen Vertragsgespräche
Wie berichtet, führten Hlinka und Sportdirektor Oliver Kreuzer in Belek ein erstes Gespräch, da der Vertrag des Slowaken Ende der Saison ausläuft. “Bis jetzt gab es keine neuen Gespräche noch, es gibt also keinerlei Neuigkeiten zu berichten”, so Hlinka. Keine Sorgen muss man sich dafür über seinen Gesundheitszustand machen: “Meine Verletzung war eigentlich im Herbst bereits komplett ausgeheilt. Einzig der Kunstrasen, auf dem wir zuletzt oft trainiert haben, ist nicht gut für die Gelenke. Aber ich habe keine Beschweden, bin komplett fit.”
Dies ist auch zukünftig notwendig, will sich Peter Hlinka aufgrund der bald bevorstehenden Rückkehr Mario Kienzls für einen Platz im Mittelfeld beweisen. “Ich freue mich sehr für Mario. Bereits letzte Saison haben wir sehr gut harmoniert.” Man darf gespannt sein, wie sich Franco Foda entscheiden wird, wenn Kienzl erst hundertprozentig fit ist. Für Sturm ist dies jedoch gut, hat man doch einen extrem dichten Kader, in welchem auf jeder Position zumindest ein vollwertiger Backup vorhanden ist.
Kommentare ( 15 )
Chrisi95 am 22. Februar 2010 um 20:47hlinka ist ein wichtiger spieler und sollte unbedingt in Graz bleiben. Im Gegensatz zu Sandro Foda. er hat mich noch nicht wirklich überzeugt und ist noch dazu ein deutscher und ist für den österreicher-topf eine belastung…
johanson am 22. Februar 2010 um 20:53Ich will hier nicht als der oberschlaue i-tüpfelchen-reiter gelten, aber sein korrekter Name ist “Petr Hlinka” – danke
jd am 22. Februar 2010 um 21:02Nein ist es nicht. Ich habe mit ihm selbst darüber gesprochen. “Petr” ist die tschechische Version, Hlinka ist aber Slowake. Korrekt ist also einzig und allein “Peter Hlinka”.
johanson am 22. Februar 2010 um 21:14stimmt. hab jetzt auch gegoogelt. Möchte somit meine vorherige Aussage umgehend revidieren
dachte nur, weil Petr auch auf div. fußballseiten steht (uA transfermarkt.at). Aber: Peter Hlinka it is.
jd am 22. Februar 2010 um 21:16Auch ich habe es erst heute herausgefunden und Hlinka umgehend darauf angesprochen
Sattledter am 22. Februar 2010 um 21:36Hölzl-Kienzl-Weber-Jantscher
zuggi68 am 22. Februar 2010 um 21:42Ich fürchte für Hlinka ist nächstes Jahr kein Platz mehr, wenn wir NICHT international spielen. Ich denke mal Sturm kann sich so einen großen Kader nicht leisten, auch wenn da jetzt einige Amateurspieler dabei sind.
Ich glaube aber OK und FF wissen was sie tun!
Sattledter am 22. Februar 2010 um 22:05Lamotte, Kandelaki und Hlinka bringen einfach nicht die Leistungen die man von ihnen erwartet..nicht umsonst hat man Prawda geholt, dh. fürn Kanda wirds eng bei Sturm. Als Ersatzspieler ist er sicher nicht finanzierbar. Bei Ehrenreich seh ich auch Potenzial das er doch noch zu einer fixen Stammkraft wächst, kann aber gut möglich sein das man im Sommer nach einen neuen RV ausschau hält.
Nix gegen Hlinka, aber ich sehe für ihn keine Zukunft mehr bei Sturm.
Sturmmani am 22. Februar 2010 um 23:27@Chrisi95: Sandro Foda wird, so weit ich weiß, als Österreicher gezählt. Und wenn man Foda und Hlinka vergleicht, so ist zu sagen, dass der eine noch nicht mal 20 und der Andere schon 31 Jahre alt ist. Entwicklungspotential und Zukunftsperspektive sind hier also die Schlagwörter. Angeblich soll SF ja verliehen werden, womit er spielen könnte und die ewigen Nörgler, die auch Kienast, Lavric und Prawda als Fehlinvestitionen abtaten, befriedigt wären.
ch am 23. Februar 2010 um 00:06@Sturmmani: Sandro Foda zählt in der Bundesliga nicht als Österreicher (hier ist der Reisepass ausschlaggebend), in der Regionalliga ist er hingegen ein Fußball-Österreicher.
Chrisi2408 am 23. Februar 2010 um 00:06Ich finde der Unterschied zwischen Sturm und den anderen drei Topmannschaften ist, dass bei uns die Ausländer (bis auf Schildenfeld) nicht die Leistungsträger sind sondern eher Mitläufer. Und das sind auch die Punkte die uns noch zur absoluten Spitze fehlen.
peterd am 23. Februar 2010 um 09:15@ch: ist foda nicht einem österreicher gleichgestellt? hab da mal was gehört da er schon so lange in aut ist oder so
jd am 23. Februar 2010 um 12:38nein, wie ch schon erwähnte zählt bei der bundesliga der reisepass…
Sturmmani am 23. Februar 2010 um 14:43@ch: Danke für die Aufklärung. Diese Regelung ist, wie so einige, wieder ganz schön verwirrend.
@Chrisi2408: Das mag vielleicht momentan zutreffen, aber wenn du nur etwas mehr Weitblick haben würdest, müsstest du noch wissen, dass Mura, Kandelaki und der gute Fabian bis vor kurzem sehr wohl Leistungsträger waren.
aja, und was ist mit Lavric?
Man könnte behaupten, das Redbull gute qualitative Spieler aus dem Ausland geholt hat und das diese über diverse Spieler unserer Mannschaft zu stellen sind, aber bei Rapid oder der Austria würd ich mir persönlich schon schwerer tun, dies zu vertreten.SWG.
vierdreidrei am 23. Februar 2010 um 19:15Bezüglich Hlinkas Leistungen:
Man sollte nicht unterschätzen, wie wertvoll es für eine Mannschaft ist, einen zu haben, der in der Defensive immer dort ist wo´s brennt. immer. der sein gepflegtes sliding tackle anbringt, der luftduelle gewinnt und so weiter. wir haben in dieser saison eine großartige abwehr. und wenn ich mir die Spiele so durch den kopf gehen lasse, war Hlinka dafür genau so entscheidend wie Schildenfeld und der immer besser werdende Sonnleitner.
Klar würde nach vorne viel mehr gehen. Aber seit Weber begonnen hat, im 4-4-2 die Aufgabe des Spielgestalters zu übernehmen, stört das nicht mehr sosehr. Und: es ist nicht nur schlecht, dass er das Spiel beruhigt. Das muss man auch erst einmal können. Hlinka ist ballsicher und verlässlich, wenn es um die wahrung des Ballbesitzes geht. er kommt mit dem Pressing der gegnerischen Stürmer zurecht. Kurz: ist eine Bank mit riesiger Routine. Den zu ersetzen, wird nicht leicht. Auch wenn Kienzl wieder fit ist, brauchen wir doch zumindest drei zentrale Mittelfeldspieler von ähnlicher Qualität. Man muss sich nur vorstellen, Foda Jr. hätte den ganzen Herbst statt Kienzl gespielt…
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