Sturm12.at-Zeugnis: Sturm Graz – Ried

Sturm siegt und siegt und siegt … Mit einem 1:0-Arbeitssieg gegen Ried und den gleichzeitigen Ausrutschern von Red Bull Salzburg und Austria Wien rücken die Grazer wieder näher an die Tabellenspitze. Garant des Erfolgs ist neben Klemen Lavric vor allem…

© 2010 SturmTifo.com
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Sturm siegt und siegt und siegt … Mit einem 1:0-Arbeitssieg gegen Ried und den gleichzeitigen Ausrutschern von Red Bull Salzburg und Austria Wien rücken die Grazer wieder näher an die Tabellenspitze.

Garant des Erfolgs ist neben Klemen Lavric vor allem Mittelfeldspieler Jakob Jantscher, der in den letzten vier Spielen für insgesamt fünf Torvorlagen sorgen konnte und zum gefährlichsten Einfädler in den Reihen der Blackies mutierte. Besonders verbessert zeigte sich der Youngster zuletzt bei Standards. Auch gegen die Rieder war es wieder ein Freistoß, den Lavric per Kopf zum wichtigen 1:0 verwandeln konnte. Mit seiner starken Vorstellung sichert sich der 21-Jährige zum insgesamt vierten Mal in dieser Saison die Auszeichnung als Blacky of the Match.

Christian Gratzei: 2
Der Grazer Keeper hatte maßgeblichen Anteil daran, dass es für Sturm gegen Ried schließlich zu drei Punkten reichte. Hätte Gratzei nach rund 20. Minuten nicht mit einer Glanzparade gegen Thomas Schrammel einen frühen Rückstand seiner Mannschaft verhindert, hätte die Partie wohl einen anderen Verlauf genommen. Auch sonst präsentierte sich der 28-Jährige meist sicher, zeigte in zwei Situationen der zweiten Halbzeit aber auch vereinzelte Schwächen, als er die letzte Entschlossenheit vermissen ließ und kurzzeitig die Strafraumhochheit verlor.

Fabian Lamotte: 4
Konnte gegen den LASK noch ein hervorragender Assist über die Defensivschwächen von Fabian Lamotte – zumindest ein wenig – hinwegtäuschen, so enttäuschte der Deutsche gegen Ried auf ganzer Linie. Ein Stellungsfehler von Lamotte hatte in der 22. Minute beinahe den 0:1-Rückstand zur Folge. Auch im weiteren Spielverlauf wirkte der 27-Jährige immer wieder unsicher. Offensiv konnte Lamotte ebenfalls nur wenig beitragen. Sturms Probleme auf der rechten Seite lösten sich erst, als der Ex-Münchner in der 78. Minute für Martin Ehrenreich ausgewechselt wurde. Kann Lamotte sein Formtief (Sturm12.at-Durchschnittsnote im Frühjahr: 3,3) nicht überwinden, ist sein Stammplatz wohl in Gefahr.

Gordon Schildenfeld: 3,5
Auffallend unsicher agierte Gordon Schildenfeld gegen Ried. Vor allem sein Fehler in der 54. Minute, als er den Ball im eigenen Strafraum unnötig verlor, hätte beinahe zum Ausgleich durch Nuhiu geführt. Auch ansonsten ließ der Kroate seine gewohnte Sicherheit gelegentlich vermissen. Kurz vor Ende der Partie hatte Schildenfeld dann aber beinahe noch die Möglichkeit per Kopf auf 2:0 zu stellen. Obwohl besser positioniert, schnappte ihm Klemen Lavric den Kopfball weg.

Mario Sonnleitner: 2,5
Mario Sonnleitner hatte gegen Ried einen wesentlichen Anteil an der abermals starken Abwehrleistung von Sturm (nur ein Gegentreffer in fünf Frühjahrs-Pflichtspielen). Während sein Kollege Gordon Schildenfeld mit Problemen zu kämpfen hatte, konnte der Vorauer seine leichten Unsicherheiten vom LASK-Spiel abschütteln und für die nötige Sicherheit im Grazer Rückraum sorgen.

Christian Prawda: 2,5
Auch in seinem dritten Bundesliga-Spiel für Sturm konnte Christian Prawda abermals unter Beweis stellen, warum er momentan der deutlich wertvollere Spieler auf der linken Abwehrseite ist, als es Ilia Kandelaki über weite Strecken der Herbstsaison war. Der abseits des Spielfelds so ruhige Neuzugang aus Kärnten zeichnet sich am Rasen vor allem durch seinen Mut im Offensivspiel aus. Auch wenn er gegen Ried sich nicht ganz so gefährlich wie noch gegen Mattersburg und den LASK präsentieren konnte, überzeugte der 27-Jährige durch präzises Flankenspiel, Zug zum Tor und seine Entschlossenheit zum Abschluss. Auch defensiv zeigte sich der gebürtige Wolfsberger wieder stark. Nur wenige Angriffe der Oberösterreicher nahmen über seine Seite ihren Ausgang.

Andreas Hölzl: 3
Zwar war Andreas Hölzl gegen Ried seine Schwächung aufgrund einer erst kürzlich überstandenen Magen-Darm-Grippe noch anzusehen, dennoch konnte der gebürtige Tiroler seine Aufstellung rechtfertigen. Auch wenn dem Nationalspieler bei weitem nicht alles gelang, überzeugte der Kapitän sowohl als Vorbereiter als auch im Abschluss durch hohe Laufbereitschaft und großen Einsatz. Erst in der zweiten Halbzeit wurde ließen die Kräfte des 24-Jährigen deutlich nach. Hölzl blieb dennoch bis zur 81. Minute im Spiel. Erst dann wurde er von Trainer Franco Foda für Samir Muratovic vom Feld genommen.

Manuel Weber: 2,5
Auch wenn Manuel Weber in den bisherigen zwei Bundesliga-Heimspielen im Frühjahr noch nicht alles gelingen will, präsentiert sich der Ex-Kärntner doch auf einem deutlichen höheren Niveau als noch in der Herbstsaison. Liefen vor der Winterpause regelmäßig ganze Spiele am 24-jährigen Villacher vorbei, so agiert Weber mittlerweile als wichtigster Ballverteiler im Spiel der Grazer. Der Mittelfeldspieler fordert – so auch gegen Ried – vor allem in kritischen Situationen den Ball und bringt gleichzeitig eine hohe Laufbereitschaft mit.

Peter Hlinka: 3
Peter Hlinkas Anteil an der Kompaktheit und gleichzeitigen Defensivstärke von Sturm in dieser Frühjahrssaison ist nicht von der Hand zu weisen. Auch gegen Ried gewann der Slowake wieder zahlreiche wichtige Zweikämpfe und leistete ein wesentlichen Beitrag, dass die Oberösterreicher über 90 Minuten nur zu zwei hochwertigen Torchancen kamen. Gleichzeitig werden in Heimspielen gegen Mittelklasseteams aber auch seine Offensivschwächen sichtbar. Zwar zeigte sich der 31-Jährige gegen Ried teilweise mutiger und versuchte sich zumindest vereinzelt mit tiefen Bällen in die Spitze, dennoch verschleppte der Mittefeldspieler zu oft das Spiel und nahm dem Angriffsspiel der Grazer immer wieder die nötige Dynamik. Dazu gab es speziell in Halbzeit eins von ihm teilweise haarsträubende Abspielfehler zu beobachten.

Jakob Jantscher: 1,5
Die Formkurve des Nationalspielers zeigt eindeutig nach oben. Nachdem er bereits in den bisherigen Frühjahrspartien zumeist überzeugen konnte (Sturm12.at-Durchschnittsnote im Frühjahr: 2,3) war Jakob Jantscher gegen Ried der auffallendste Akteur in Schwarz-Weiß. Beinahe alle gefährlichen Aktionen der Grazer nahmen ihren Ausgang beim 21-Jährigen. Mit seinem insgesamt elften Bundesliga-Assist der Saison bereitete der Youngster auch Lavrics 1:0-Siegtreffer vor – eine Aktion, die Jantschers neue Gefährlichkeit als Standardschütze zum Ausdruck bringt. Auch im Flankenspiel zeigte sich der Nationalspieler zuletzt deutlich verbessert.

Daniel Beichler: 3,5
Für Daniel Beichler läuft es zur Zeit nicht rund. Nachdem er bereits in den bisherigen Frühjahrspartien zumeist seiner Form nachgelaufen war und er beim Nationalteam (1:2 gegen Dänemark) nicht überzeugen konnte, lief auch das Spiel gegen Ried meist am 21-Jährigen vorbei. Gerade im Strafraum ist Beichler seine momentane Verunsicherung anzusehen. Anstatt kosequent den Abschluss zu suchen, zögert der Nationalspieler oftmals zu lange und nimmt sich so selbst die Möglichkeit, mit wichtigen Treffern wieder Selbstvertrauen zu sammeln.

Klemen Lavric: 2
Klemen Lavric trifft – und das in jedem Spiel. Seit Beginn der Frühjahrssaison konnte sich der Slowene bereits sieben Mal – sechs Mal davon in der Bundesliga – in die Trefferliste der Grazer eintragen. Vor allem Lavrics Kopfballspiel stellt sich immer mehr als wichtige Waffe für Sturm Graz dar. Seitdem der Ex-Nationalspieler seine Form gefunden hat, kommen die Blackies auch über Standardsituationen zu Erfolg. So auch gegen Ried, als der 28-Jährige einen Jantscher-Freistoß zum wichtigen 1:0 verwandeln konnte. Zwar vergab Lavric gegen die Oberösterreicher auch eine hochkarätige Torchance als er eine Jantscher-Flanke per Kopf knapp am Tor vorbeisetzte, dennoch konnte er vor allem durch seine enorme Laufbereitschaft überzeugen.

Martin Ehrenreich: 0
zu kurz eingesetzt

Samir Muratovic: 0
zu kurz eingesetzt

Roman Kienast: 0
zu kurz eingesetzt

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