Analyse: Die richtige Antwort

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0:0, 1:0, 3:3 – die letzten Duelle gegen Kapfenberg waren allesamt knappe und hart umkämpfte Spiele. Mit Erinnerungen an diese gingen wohl die meisten Fans in die gestrige Partie, speziell nach der bitter-deutlichen Niederlage in Salzburg rechneten viele mit einem ähnlich knappen Resultat. Sturm führte jedoch alle seine Stärken im heurigen Frühjahr zusammen und siegte in beeindruckender Manier.
Salzburg-Niederlage wie ausgeblendet
Harsche mediale Kritk hagelte es, nachdem die Blackies, als stärkste Frühjahrsmannschaft, so sang und klanglos 0:3 in Salzburg untergingen. Team und Kritiker waren sich uneins, ob es jetzt einfach eine schwache Leistung war, oder nur das Eregbnis nicht passte, wie es beispielsweise Jakob Jantscher gestern erneut betonte. Diese unterschiedlichen Meinungen waren wohl auch der Grund, warum Franco Foda gestern nach dem Spiel keinem Pressevertreter ein Interview gab. Als Grund nennt dieser in der morgigen Ausgabe der Kronen Zeitung die “Berichterstattung in elektronischen Medien”.
Unumstritten ist aber, dass die Reaktion gestern die richtige war. Niemals ließ man sich von den Falken in eine harte, kampfbetonte Partie verwickeln und so nervös machen. Am Resultat sieht man klar und deutlich, dass man in der Offensive clever seine Qualitäten ausspielte. Besonders dazu beigetragen hat erneut Samir Muratovic. Der gestrige Blacky-of-the-Match setzte, zusammen mit seinen Konsorten Jantscher und Andreas Hölzl, der KSV-Abwehr ein um das andere Mal ordentlich zu. Generell lief der Ball, speziell in der zweiten Halbzeit gut wie länger nicht mehr, auch Peter Hlinka und Manuel Weber konnten sich dahingehend auszeichnen.
Gratzei überragend – Offensive hart umkämpft
Doch in Halbzeit eins hätte es gut und gerne auch 1:0 beziehungsweise 2:1 stehen können, wäre Christian Gratzei nicht in absoluter Topform. Seine Glanzparade beim Kopfball von Pavlov sowie das routinierte Verhalten, als der KSV-Stürmer später alleine auf das Tor zulief, zeugt von der stetigen Weiterentwicklung des Leobners. Unachtsamkeiten in der Defensive konnten so eindrucksvoll kaschiert werden.
Überraschend aber letztlich wenig überzeugend war der Einsatz von Roman Kienast, der aber seine Leistung selber kritisch beäugte und es vor allem für wichtig empfand, einmal über lange Distanz spielen zu können. Die Stürmer aktuell bei Laune zu halten ist bestimmt keine einfache Aufgabe, der sich Franco Foda stellen muss, so luxuriös die Situation im Angriff auch ist. Daniel Beichler musste sich gestern mit der Ersatzbank anfreunden, Mario Haas soll bereits, wie auch von Werner Gregoritsch nach dem Spiel bestätigt mit den Falken in Kontakt stehen und schließlich wäre da auch noch Dominic Hassler, der heute beim 5:0 der Amateure über Bad Aussee vier Mal traf.
Wer bereits übermorgen im Cup gegen die Admira stürmen wird bleibt abzuwarten. Die Frequenz der Spiele bleibt jedenfalls gleichbleibend hoch. Mittwoch-Samstag-Dienstag-Samstag – durchwegs eine Herausforderung für die Physis. Mentale Stärke hat Sturm jedenfalls gestern schon bewiesen.
SV Kapfenberg – Sturm Graz 0:3 (0:2)
Bundesliga – 27. Runde
Samstag, 27. März 2010, 18:00 Uhr – Franz Fekete Stadion – 7.150 Zuschauer – SR: Rene Eisner
Tore
Schildenfeld (25.)
Jantscher (27.)
Hlinka (55.)
Gelbe Karten
Fukal (17. – Foulspiel)
Schildenfeld (25. – Unsportlichkeit)
Jantscher (27. – Unsportlichkeit)
Muratovic (30. – Unsportlichkeit)
Sencar (34. – Foulspiel)
SV Kapfenberg (4-4-1-1)
Wolf – Gansterer (62. Schmid), Schönberger, Fukal, Schellander– Hüttenbrenner (55. Tieber), Felfernig, Siegl, Sencar (55. Di Salvo) – Heinz – Pavlov
Ersatz
Eisl – di Salvo, Alar, Tieber, Rauscher, Schmid, Wendler
Sturm Graz (4-2-3-1)
Gratzei – Ehrenreich, Feldhofer, Schildenfeld, Prawda – Hlinka, Weber – Hölzl (72. Bukva), Muratovic (86. Foda), Jantscher (88. Haas) – Kienast
Ersatz
Lukse – Sonnleitner, Bukva, Haas, Beichler, Foda, Lavric
Kommentare ( 9 )
Berichte & Analysen zum Sieg in Kapfenberg…
Kapfenberger SV – Sturm 0:3
27.3.2010, Franz-Fekete-Stadion, 7.100 Zuseher, Schiedsrichter: Rene Eisner
Tore: 0:1 Schildenfeld (25.), 0:2 Jantscher (27.), 0:3 Hlinka (55.)
Spielbericht von District Six: LESEN
Analyse von Sturm12.at: LESEN
Spielb…
SKSturmfan55 am 28. März 2010 um 23:19Dienstag:
Gratzei
Ehrenreich-Schildenfeld-Feldhofer-Kandelaki
Bukva-Weber-Hlinka-Jantscher
Muratovic
LavricWas sagt ihr?
*Würde gerne mal sehen wie sich Kandelaki macht…
*Hölzl könnte die Pause gut vertragen! Zudem würde ich ihn als Kapitän ablösen und die Schleife Gratzei, Schildenfeld oder Weber geben, welche glaub ich eher dadurch beflügelt werden würden als es Hölzl ist!
*Muratovic unbedingt wieder in der Startelf
*Feldhofer wieder von Beginn, wobei der Sonni auch okay ist..
George am 29. März 2010 um 00:08kandelaki ist glaub ich noch verletzt oder? Außerdem hat er mich selten überzeugt… Prawda passt ganz gut auf die position und die spielpraxis tut ihm gut! würde muratovic (statt bukva) im offensiven mittelfeld spielen lassen und lavric mit kienast stürmen lassen auch wenn kienast gegen kapfenberg nicht so gut war vl. braucht er lavric als zweite spitze
one_punch_mickey am 29. März 2010 um 10:12Die Aufstellung von SKSturmfan55 ist exakt meine bevorzugte Variante!
alex am 29. März 2010 um 11:21würde mir haas vl nochmal in der startformation gegen die admira wünschen, er ist schnell und sicherlich nicht schlecht drauf.
SchwarzerRabe am 29. März 2010 um 12:17Haas in die Startformation, Kienast raus!
bene am 29. März 2010 um 13:47ich dachte Schildenfeld hat nach seinem Torjubel auch die gelbe Karte gesehen?
mightyg am 29. März 2010 um 15:43Jup, schildenfeld bekam in der 25. Minute Gelb, wegen “übertriebenen Torjubels” (Unsportlichkeit).
Passende Frage zum Thema: Weiß jemand ob es heuer wieder so ist, dass die vier fairsten (=wenigsten Karten) Mannschaften Europas von der Uefa einen Euro-League Startplatz bekommen?
fan2009 am 29. März 2010 um 18:39Ich würde so spielen lassen:
Gratzei-
Lamotte/Ehrenreich, Schildenfeld, Feldhofer/Sonnleitner, Kandelaki/Prawda-
Bukva, Hlinka, Weber, Jantscher-
Muratovic, Lavric/Haas
Mura und Haas haben auch schon gut zusammen gespielt.
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