Analyse: Steiniger Weg nach Europa

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Die österliche Bundesligarunde brachte keine guten Gaben für Sturm Graz mit sich. Selbst kam man über ein 1:1 gegen Kapfenberg nicht hinaus, während die Konkurrenz aus Wien ihre Pflichtsiege einfuhr und somit den Vorsprung auf die Blackies weiter vergrößern konnte. Der Traum von Europa lebt zwar noch, in der Meisterschaft könnte allerdings kommenden Sonntag bereits eine Vorentscheidung fallen.
Der erwartet harte Kampf
Nicht umsonst war es klug sich vor der gestrigen Partie noch einmal die letzten Heimspiele gegen die Kapfenberger Sportvereinigung zu Gemüte zu führen. Das 0:0 im Herbst war ein echter Weggucker und zum 1:3 davor braucht man wohl nicht viele Worte verlieren. Warum die Obersteirer für Sturm gestern erneut so ein schwerer Brocken waren, ist schwer zu beantworten. Die Zahlen sprechen nämlich, auch was das Steckenpferd der Kapfenberger, nämlich die Zweikämpfe, betrifft, klar für die Grazer. So gewann Sturm 55% der Zweikämpfe und hatte mit Manuel Weber (75% gewonnene) den besten Zweikämpfer in den eigenen Reihen. Bei den Falken war es Marek Heinz mit lediglich 62% siegreichen Duellen.
Zu wenig Torchancen am Ende
Die Feldüberlegenheit, speziell gegen Ende des Spieles, vermochte Sturm nicht in ein zweites Tor umzumünzen. Das lag zum Teil mit Sicherheit auch am Pech in gewissen Situationen, beispielsweise beim Lattenknaller von Samir Muratovic. Als man jedoch drauf und dran war die Gäste regelrecht in den eigenen Sechzehner einzuschnüren, blieben die entscheidenden Aktionen, sprich der entschlossene Abschluss oder der entscheidende Pass in die Tiefe, aus. So hatte die Truppe von Werner Gregoritsch kaum Probleme sich hinten einzuigeln und den Punkt nach Hause zu schaukeln. Abgesehen von Muratovic mangelte es gestern an Spielern, welche die Initiative ergreifen und richtig Druck machen. Die Einstellung des Teams stimmte jedoch allemal. Auch nach 120 langen Minuten am Dienstag rackerten die Schwarz-Weißen bis zum Abpfiff.
Quo vadis Sonnleitner?
Acht Runden vor Schluss wirft schon das bevorstehende Transferfenster seine Schatten voraus – auch diesen Schluss kann man aus der gestrigen Partie ziehen. Anders ist einem wohl der schwere Fehler von Mario Sonnleitner vor dem 0:1 nicht zu erklären. Abgesehen von der Partie in Salzburg, als die Defensive generell einen schwarzen Tag erlebte, spielt er nämlich, ähnlich wie im Herbst, ein absolut solides Frühjahr.
Nun wurden aber vergangene Woche die Gerüchte um einen Wechsel in den Westen Wiens immer lauter, trotz seiner Ambitionen nur ins Ausland wechseln zu wollen. Es ist ihm und seinen Leistungen zu wünschen, dass sein bevorstehender Transfer, zu welchem Verein auch immer, so schnell wie möglich vollzogen wird, beziehungsweise, dass endlich Licht ins Dunkel kommt wohin die Reise geht. Die Sache liegt aber einzig und allein an Sonnleitner selbst – auch wenn sein Präsident ihm die Verkündigung, warum auch immer, offensichtlich schon abgenommen hat.
Um zum sportlichen Status quo zurück zu kommen: Will man über die Meisterschaft nach Europa, muss nächste Woche gegen Austria Wien ein Sieg her. Acht Zähler in den dann verbleibenden sieben Runden aufzuholen würde schon eines kleinen Wunders bedürfen. Der zweite Weg ist natürlich der Cup, in welchem nun mit Ried auswärts auch nicht die leichteste Aufgabe wartet, Sturm allerdings in dieser Saison schon gezeigt hat, wie man dort gewinnen kann. 810, im besten Falle noch mehr, Minuten sind für die Blackies noch zu absolvieren. Bevor man den Gipfel Europacup erreicht, legen sich einem jedoch noch viele Steine in den Weg.
Sturm Graz – Kapfenberger SV 1:1 (0:1)
Bundesliga – 28. Runde
Samstag, 3. April 2010, 18:00 Uhr – Stadion Liebenau – 10.738 Zuschauer – SR: Harald Lechner
Tore
0:1 Pavlov (35.)
1:1 Kienast (49. – Assist: Hölzl)
Gelbe Karten
Hüttenbrenner (2./Foul)
Schellander (20./Foul)
Felfernig (22./Foul)
Sencar (33./Foul)
Osoinik (43./Unsportlichkeit)
Hlinka (61./Foul)
Heinz (92./Unsportlichkeit)
Lavric (93./Kritik) – im nächsten Spiel gesperrt
Sturm Graz (4-4-2)
Gratzei – Lamotte (76. Lavric), Sonnleitner, Schildenfeld, Kandelaki – Hölzl, Weber, Hlinka (66. Muratovic), Jantscher – Beichler (83. Haas), Kienast
Kapfenberger SV (4-4-2)
Wolf – Osoinik, Schönberger, Rauscher, Schellander – Hüttenbrenner, Siegl, Sencar, Felfernig (66. Tieber) – Heinz (92. Alar), Pavlov (86. Schmid)
Kommentare ( 18 )
vierdreidrei am 4. April 2010 um 23:56ich werde langsam zum pessimisten. ich gebe uns eine 20% chance, nächstes jahr international zu spielen. und dann löst sich wohl auch der größte teil der mannschaft auf. rinner kann sich seine preiserhöhungen abschminken, und ich: gehe natürlich weiterhin ins stadion.
Grueni am 5. April 2010 um 00:19Auch ich habe ein ganz schlechtes Gefühl!! Mir wär Ales lieber gewesen als in Ried! Ich bin fix dabei, weiß wer wann sich entscheidet ob 20. Oder 21.???
Hab richtig Angst davor dass wir nächstes Jahr nicht euripaleague spieln
zuggi68 am 5. April 2010 um 00:41Mann kann eh nicht erwarten, dass wir uns für die EL wieder qualifizieren. Ried auswärts ist das 2. schwerste Los für uns wie ich finde. Ich bin optimistisch!
relient_k am 5. April 2010 um 00:49in der cup-saison habn wir schon so viel durchgemacht, 4:2 in st. johann n. V. wo sich bekanntlich ja haas und kienzl verletzt haben, 1:0 in wattens durch ein elfertor, dann die schneeballschlacht gegen die bullen und am dienstag der 1:0 erfolg nach verlängerung, wär sauschade wenn in ried endstation wär nach all dem.. bin aber auch sehr optimistisch!
rob am 5. April 2010 um 01:37sonnleitner baba…. setz für mich auch einen haufen in hanappistadion !! danke dasst abtankst …meine nerven werden es danken !!
bernd13 am 5. April 2010 um 02:25Ried Auswärts is m.M.n. das schwerste Los! Da heißts mindestens 140% zu geben. Um International spielen zu dürfen ist ansonsten dank Rapid für uns nicht mehr möglich, denn 3. werd ma bestimmt net mehr. Zum Thema Sonnleitner sag ich einfach gar nix mehr.
cartman1 am 5. April 2010 um 02:38sehr fair wie mit einem lügner umgegangen wird, denn auch wenns in wien 80% ausländer gibt zählt das nicht als auslandstransfer!
herwigre am 5. April 2010 um 09:02so groß darf die enttäuschung auch im falle bei nicht-erreichen eines europaplatz-startplatzes nicht sein. immerhin war es ein kleines wunder dann auch in die euro-leage gekommen zu sein, das wirds nicht jedes jahr spielen. und die runden davor bringen finanziell nichts ein (unattraktive gegner, halbleeres stadion, weite auswärtsfahrten usw.).
flachzange1987 am 5. April 2010 um 09:19Nüchtern betrachtet sind alle Gegner gleich bescheiden. Und bei den derzeitigen Heimleistungen kann man eigentlich froh sein, dass man auswärts spielen darf. Irgendwie denk ich mir, dass es Sturm derzeit einfach nicht gelingt das Spiel zu machen… bzw. wenn man es schon macht, auch was zählbares daraus zu machen.
Ich finde Ried ist eigentlich nur deshalb ein undankbarer Gegner, weil ich mitn Auto selbst 2,5h in das Kaff brauch….
lexx am 5. April 2010 um 10:37Die korrigierte und Wahre Tabelle
1. Salzburg 27 56 : 29 27 52
2. Austria Wien 27 45 : 32 13 52
3. Sturm 27 45 : 27 18 49
4. Rapid 27 62 : 34 28 48
5. Wr. Neustadt 27 45 : 46 -1 39
6. Mattersburg 27 40 : 53 -13 37
7. Ried 27 33 : 30 3 31
8. LASK 27 51 : 64 -13 31
9. Kapfenberg 27 34 : 55 -21 27
10. Kärnten 27 22 : 63 -41 9
SturmGraz29 am 5. April 2010 um 10:46@lexx
diese ganze wahretabelle.at seite ist eigendlich für die fisch!
denn die meisten fehlentscheidungen die hier abgestimmt werden sind elfmeter. und wenn jetzt eine mannschaft vielleicht zu unrecht keinen elfmeter bekommen hat und bei wahretabelle.at als fehlentscheidung abgestimmt wird, dann bekommt die mannschaft ein tor zugesprochen obwohl ja nicht sicher ist ob man diesen elfmeter auch wirklich gemacht hätte.
also meiner meinung nach ist diese seite sinnlos.swg
antitalent am 5. April 2010 um 10:47Wenn man es jetzt einmal rein sportlich betrachtet ist Ried von den drei möglichen Gegnern der Zweitstärkste bzw. Zweitschwächste. Also schon einmal nicht so schlecht. Und wir waren heuer die ganze Saison auswärts stärker als daheim. Vor allem gegen die Tabellenhinteren was man zueltzt erst gegen Kapfenberg aber heuer auch schon gegen Ried gesehen hat. Also sportlich gesehen ist das Auswärtsspiel vielleicht sogar ein kleiner Vorteil. Ried ist zurzeit außerdem komplett außer Form. Hoffentlich erfangen sie sich nicht bis zur Cup-Partie. Von der alten Heimstärke sind sie zurzeit auch weit weg. Gegen Austria Lustenau sind sie daheim erst im Elferschießen weitergekommen. Die einzige Möglichkeit die sie haben ist wohl ähnlich wie Admira lange auf ein 0:0 zu spielen. Daher würd ich mal zur Abwechslung ein wenig Elferschießen trainieren.
Das könnte heuer Millionen wert sein.
Auf jeden Fall ist alles besser als gegen Wr. Neustadt zu spielen. Die sind zurzeit echt stark drauf und außerdem wollen die unbedingt international spielen.
11mariohaas11 am 5. April 2010 um 10:48ich glaub auch schon langsam, dass es sehr schwer wird auch nächste saison int. zu spielen..
ich glaube wenn kärnten gegen rapid nicht gewonnen hätte, dann würde sturm zu 90 % dabeisein…
so aber muss in ried ein sieg her und dann auch in klagenfurt..
ich bin trotzdem optimistisch und natürlich in ried dabei.
taudi am 5. April 2010 um 11:03ich finde das die herren kreutzer und rinner mit offenen karten spielen sollten und uns fans einmal bekannt geben sollten wie es mit vertragsverhandlungen (-verlängerungen) aussieht…
superivo am 5. April 2010 um 17:40Wenn man gegen Kapfenberg oder Wr.Neustadt nicht gewinnen kann was will man dann in der EL erreichen?
fan2009 am 5. April 2010 um 18:37Wird das Heimspiel gegen Sk Kärnten im ORF übertragen????
Zur Cupauslosung: IN Ried wird noch 5 Mal so schwer wie in Wr. Neustadt!
Kämpfen Sturm Graz kämpfen und siegen
relient_k am 5. April 2010 um 18:45@fan2009: schätze dass Rapid – LASK das ORF live-spiel ist, weils einzelspiel am dienstag um 20.30 uhr ist.
relient_k am 6. April 2010 um 00:30so hab grad rausgefunden dass salzburg – ried dass ORF livespiel in dieser runde ist, naja ORF halt ^^ hoch lebe sky.
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