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Nach exakt 65 Tagen Pause ist es am kommenden Samstag soweit: In Ried starten die Blackies in die neue Bundesliga-Saison 2010/2011. Hätte vor einem Jahr diese Tatsache noch für starkes Bauchweh gesorgt, so braucht sich Sturm Graz dieses Mal nicht vor der Fahrt ins Innviertel fürchten, denn seit 30. August 2009 hat Sturm in Ried alle drei Pflichtspiele gewonnen.
Vieles neu bei Sturm
Wie eigentlich üblich bei den Blackies, startet man in die neue Bundesliga-Saison mit zahlreichen Veränderungen. So gibt es nicht nur neue Trikots (zu Hause spielt man im mittlerweile bekannten Schwarz, auswärts in weiß, alternativ in azurblau), sondern auch, zum Leidwesen der Kontinuität, zahlreiche neue Spieler und einige Abgänge. Doch Sturm-Coach Franco Foda bewies einmal mehr, dass er Neuzugänge sehr rasch in die Mannschaft integrieren kann.
So merkt man Heimkehrer Imre Szabics nicht an, dass er erst seit Juni wieder in Diensten der Blackies steht. Der Ungar hat seit seinem Abgang 2003 in Deutschland viel dazugelernt und dürfte – speziell nach dem Abgang von Klemen Lavric – der erhoffte Knipser sein. In den Testspielen geigte Szabics jedenfalls auf, was bei den Rieder Defensivmännern zumindest die Vorwarn-Sirenen läuten lassen sollte.
Warum ein Debütsieg wichtig wäre
Viel wichtiger als ein einzelner Spieler ist es für Sturm Graz jedoch, einen guten Saisonstart hinzulegen. Dass das klappen könnte, zeigen zwei Fakten. Auf der einen Seite steht eine Serie: In letzten drei Pflichtspielen, zweimal Meisterschaft und einmal Cup, war Sturm im Innviertel immer siegreich – dies will man logischerweise prolongieren. Auf der anderen Seite steht eine durchaus brauchbare Saisonstart-Bilanz. Seit 2003/2004 stand Sturm zu Bundesliga-Beginn nur zwei Mal ohne Punkte da (2003/2004: 1:3-Auswärtsniederlage in Mattersburg und 2006/2007: 2:3-Heimniederlage gegen Wacker Tirol). Einmal trennte man sich von der Wiener Austria 2:2-Unentschieden (2007/2008), die restlichen vier Partien (davon zwei in der Fremde) konnte man für sich entscheiden.
Wie wichtig ein Debüt-Sieg für Schwarz-Weiß sein kann, hat man zuletzt im Februar gesehen, als man das Frühjahrsauftakt-Match bei dichtem Schneefall (2:0-Achtelfinalsieg im Cup gegen Salzburg) für sich entscheiden konnte und erst fünf Begegnungen später erstmals wieder Pflichtspiel-Punkte liegen lassen musste (0:0 in Wiener Neustadt). Doch – und so ehrlich muss man sein, ohne Pessimismus durchklingen zu lassen – eine Niederlage in Ried, speziell im Auftaktspiel, wäre wohl kein Beinbruch, auch angesichts des nachfolgenden Gegners in Bundesliga-Runde zwei: Kapfenberg.
Wie eingespielt Sturm ist
Ein großes Fragezeichen – meinen manche – steht hinter der Eingespieltheit des amtierenden Cupsiegers. Mit Jakob Jantscher (Red Bull Salzburg), Peter Hlinka (Austria Wien), Ilia Kandelaki (Inter Baku), Fabian Lamotte (unbekannt) und Klemen Lavric (vereinslos) verlor man ganze fünf Stammspieler. Dem gegenüber stehen vier Neuzugänge, von denen gleich Imre Szabics und Joachim Standfest gesetzt sind und mit Dominic Pürcher auch auf der linken Außenverteidigerposition ein neuer Mann spielt – dies könnte, so möchte man vielleicht meinen, in Summe auf Kosten des Spielflusses und -aufbaus gehen.
In den Testspielen konnte man jedoch rasch sehen, dass die Integration der neuen Spieler bereits bestens geklappt hat, großartige Kommunikationsprobleme dürfte es nicht geben. Zwar braucht der “neue” SK Sturm Graz noch mit Sicherheit einige Partien, um den endgültigen Rhythmus zu finden, Sorgen braucht man sich aber wohl keine zu machen. Die beste Draufgabe ist die weiße Auswärtsdressen-Farbe, in der Sturm in Ried vermutlich einlaufen wird. Das schwer schön zu findende Türkis hat endgültig ausgedient.
Die Rieder Situation
Auch die Rieder mussten – eigentlich ungewöhnlich – einige Abgänge hinnehmen. So verließ sie Stamm-Innenverteidiger Thomas Burgstaller in Richtung Sturm und Oldie Herwig Drechsel musste unfreiwillig sein Ried-Trikot an den Nagel hängen. Insgesamt verloren die Innviertler neun Spieler, sieben wurden neu geholt. Für Sturm-Fans am bekanntesten sind wohl die Zugänge Mark Prettenthaler, der beim LASK keinen neuen Vertrag erhielt, sowie Zukunftshoffnung Daniel Royer, der zuletzt in der Regionalliga Mitte beim FC Pasching sein Geld verdiente und 2009 Sturm Graz aus Mangel an Perspektiven verließ.
Prettenthaler wird übrigens den Saisonauftakt verpassen – der Grazer knöchelte in der Vorbereitung um und laboriert noch immer an der Verletzung. Es ist schwer, die Rieder für die kommende Saison und speziell für Samstag richtig einzuschätzen. Fakt ist jedenfalls: Ein Spaziergang wird es in Ried definitv nicht. Betrachtet man aber die Qualität von Sturm Graz, so muss man klar sagen, dass Sturm Favorit ist und eine Auftaktniederlage mit Sicherheit eine Enttäuschung wäre (wenn auch kein Weltuntergang).
Die Zielsetzung für 2010/2011
Sportlich ist in Graz wieder zumindest Platz vier als Saisonziel vorgegeben, einige Spieler jedoch – speziell Joachim Standfest (“Ich bin nicht nach Graz gegangen, damit ich Vierter werde.”), Imre Szabics (“Das internationale Geschäft muss jedes Jahr das Ziel sein.”) und Gordon Schildenfeld (“Meine sportlichen Ziele sind das Erreichen der Gruppenphase der Europa-League und natürlich der Meistertitel.”) – wollen das 2009/2010 Erreichte wieder schaffen und sogar überbieten – unrealistisch ist es bis auf den Meistertitel nicht, dieser wird entweder in Salzburg bleiben oder nach Wien wandern.
Der Schlüssel zum Sieg
Sturm Graz ist bekanntermaßen eine Mannschaft, die mit Kurzpassspiel und Kombinationsfußball arbeitet. Gegen die einst heimstarken Rieder wird es wichtig sein, diese Tugenden so schnell wie möglich greifen zu lassen. Idealerweise sollten sich die Gastgeber von der ersten Sekunde an schwer tun ins Spiel zu finden – mit Imre Szabics und Roman Kienast hat man einen spritzigen, flinken (Szabics) und einen technisch und physisch starken (Kienast) Stürmer, die bei entsprechenden Hereingaben bzw. Zuspielen von Haris Bukva (links), Andreas Hölzl (rechts) oder Manuel Weber/Mario Kienzl (Mitte) die Rieder zum Verzweifeln bringen könnten.
Spieldaten
SV Ried – Sturm Graz
Bundesliga – 1. Runde
Samstag, 17. Juli 2010, 18:30 Uhr – Stadion Ried
Wettervorhersage
Witterung: Bedeckt und Regen (Unwetter und Hagel möglich)
Höchsttemperatur: +28 bis 32° C
Tiefsttemperatur: +18 bis 21° C
Offizielle
Schiedsrichter: Thomas Gangl
1. Assistent: Christian Trunner
2. Assistent: Hüseyin Ayhan
4. Offizieller: Markus Hameter
Schiedsrichter-Beobachter: Alois Pemmer
SV Ried (3-3-3-1)
Gebauer – Riegler, Stocklasa, Schrammel – Brenner, Hackmair, Sammer – Lexa, Mader, Nacho – Guillem
Ersatz
Auer – Hadzic, Huspek, Royer, Carril, Hammerer, Zulj
Es fehlen
Glasner, Prettenthaler (umgeknöchelt)
Sturm Graz (4-4-2)
Gratzei – Standfest, Schildenfeld, Feldhofer, Pürcher – Hölzl, Weber, Kienzl, Bukva – Szabics, Kienast
Ersatz
Cavlina – Ehrenreich, Burgstaller, Muratovic, Foda, Weinberger, Haas
Es fehlt
Salmutter (Muskelfaserriss)
TV
sky sport austria (Einzelspiel und Konferenzschaltung, ab 18:00 Uhr live)
Die letzten drei Bundesliga-Spiele 2009/2010
| SV Ried | Sturm Graz |
|---|---|
| vs. Austria Wien 0:2 (auswärts) | vs. Red Bull Salzburg 0:2 (heim) |
| vs. Austria Kärnten 3:1 (heim) | vs. Rapid Wien 1:4 (auswärts) |
| vs. Mattersburg 1:3 (auswärts) | vs. Wr. Neustadt 1:0 (heim) |
Die letzten fünf Duelle aus Sturm-Sicht
| Datum | Ergebnis | Ort |
|---|---|---|
| 1. Mai 2010 | 2:1 (0:1) | Ried |
| 21. April 2010 | 1:0 (1:0) | Ried |
| 6. März 2010 | 1:0 (1:0) | Graz |
| 21. November 2009 | 0:2 (0:0) | Graz |
| 30. August 2009 | 2:1 (1:0) | Ried |
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Kann mir nicht vorstellen, dass dies so leicht wird wie hier beschrieben. Zur Serie muss man wissen, dass Ried im Frühjahr in einer kollektiven Krise und im Niemandsland der Tabelle war. Mit Beginn der neuen Saison hat sich dies sicher geändert. Trotzdem hoffe ich natürlich auf einen Sturm-Sieg!
aufällig ist dass kein spieler für die linke seite auf der bank sitzt
Mein Tipp: Sturm gewinnt 2:0
Ich hätte Mura irgendwie gerne in der Startformation, aber wo?
Wo ist Hassler?
Gibts keinen Tipp eurerseits?
@reto1991
Wer sollte da auch sitzen? Wir haben ja sonst niemanden.
Ist Kujabi noch im Probetraining ?
leicht wird’s sicher nicht, aber wir schaffen das.
Mein Tipp: 2:1 für Sturm.
Beichler wäre sicher gut gewesen für das Spiel.
Beichler nun fix bei der Hertha, gerade im Orf Sport
haas kann auch links spielen, oder nicht?
das beste wird das wetter werden, regen. diese brütende hitze ist nicht nur für die fans heftig, sondern auch oder vorallem für die spieler und das spiel. da is ne schöne regenschlacht sicher lässiger
Ich hab die Mannschaft bis jz nur beim Spiel gegen die Blackburn Rovers gesehen und da haben sie mir eig ganz gut gefallen, sie kamen mir schon ziemlich eingespielt vor, für die kurze Zeit.
Vor allem Mittelfeld und Sturm harmonieren schon ganz gut, bei der Verteidigung bin ich mir nicht ganz sicher, wie eingespielt die schon ist.