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Die Ungewissheit vor dem Bundesliga-Saisonstart war groß. Wie wirken sich insgesamt 14 Abgänge auf die Spielstärke von Sturm Graz aus? Wie schnell können die Grazer Leistungsträger wie Jakob Jantscher, Klemen Lavric oder Peter Hlinka ersetzen? Antworten auf diese Fragen konnte natürlich auch der erste Spieltag nicht endgültig geben. Dennoch ist die Erleichterung nach dem spielerisch nicht immer überzeugenden, aber dennoch deutlichen 3:0-Auswärtssieg in Ried groß. Zumal sich Rückkehrer Imre Szabics an diesem regnerischen Abend im Innvertiel gleich zweimal in die Trefferliste eintragen konnte. Den dritten Treffer steuerte ebenfalls ein Neuzugang bei. Rechtsverteidiger Joachim Standfest erzielte das zwischenzeitliche 2:0.
Keine Überraschungen zu Saisonbeginn
Herrscht zu Saisonstart meist besonders großes Rätselraten über die erste Elf, so brachte die Aufstellung von Sturm diesmal keine Überraschungen. Trainer Franco Foda schickte seine Mannschaft in der gleichen Formation aufs Feld wie bereits im letzten Test gegen Blackburn. Drei der fünf Neuzugänge fanden sich gleich im ersten Saisonspiel in der Startformation wieder. Neben Rechtsverteidiger Joachim Standfest und Imre Szabics, der zusammen mit dem etwas zurückhängenden Roman Kienast den Angriff im 4-4-2 der Grazer bildete, durfte auch Dominic Pürcher von Beginn an auflaufen. Der 22-Jährige Linksverteidiger feierte gegen Ried ein gelungenes Bundesligadebüt.
In der Innenverteidigung erhielt Ferdinand Feldhofer auch diesmal den Vorzug gegenüber Neuzugang Thomas Burgstaller, der ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein nicht zum Einsatz kam. Im linken Mittelfeld nahm Haris Bukva nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Klaus Salmutter (Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel) den Platz des nach Salzburg abgewanderten Jakob Jantscher ein.
Dynamischer Start der Rieder
Von Beginn an versuchten die Hausherren in der Offensive ihre Akzente zu setzen. Vor allem über die Flügel sorgten die Oberösterreicher immer wieder für Gefahr und konnten bereits in den ersten Minuten die Sturm-Defensive mehrmals in Verlegenheit bringen. Während Stefan Lexa wie gewohnt über die rechte Seite für Druck sorgte, beeindruckte vor allem die dynamische Vorstellung von Philipp Huspek, mit dem Neuzugang Joachim Standfest vor allem in den ersten 45 Minuten immer wieder Probleme bekommen sollte.
Nicht mal eine Minute verging bis zur ersten Großchance der Rieder. Lexa bringt mit einem langen Ball Neuzugang Marti Misut Guillem in Spiel. Der Spanier schüttelt Gordon Schildenfeld ab, so dass schließlich Keeper Christian Gratzei seine Mannschaft per Glanzparade vor einem frühen Rückstand bewahren muss.
Szabics eröffnet Bundesliga-Saison
Den ersten Treffer der Partie erzielte dann aber doch Sturm Graz. In der siebenten Minute verliert der Rieder Abwehspieler Anel Hadzic ünnötig den Ball. Kienast, der wiederum zwei Rieder Verteidiger überspielt trifft mit einem Rechtschuss von der Strafraumgrenze zunächst nur die Latte. Szabics reagiert am schnellsten und versenkt den Ball per Kopf zur frühen 1:0-Führung der Blackies. Der Ungar trug sich somit bereits in seinem ersten Pflichtspiel nach seiner Rückkehr in die Trefferliste ein. Gleichzeitig war es auch das erste Tor der Bundesliga-Saison 2010/2011.
In weiterer Folge verlegten sich die Grazer aufs Kontern. Das Spiel bestimmten hingegen die Oberösterreicher, die zu deutlich mehr Ballbesitz kamen. In dieser Phase können sich die Grazer nur vereinzelt aus der eigenen Hälfte befreien. Ried kommt zu zahlreichen – wenn auch nicht immer zwingenden – Gelegenheiten auf den Ausgleichstreffer. Eine kurze Entlastung bringt Bukva in der 19. Minute. Seine präzise Flanke kommt zu Szabics, der per Kopf beinahe das 2:0 erzielt.
Ried weiter spielbestimmend, doch Standfest erhöht auf 2:0
Nur eine Minute später kommt die Mannschaft von Trainer Paul Gludovatz zu einer Riesenchance auf den Ausgleich. Wieder einmal leitet Huspek einen Angriff ein. Die anschließende Flanke von rechts kann aber Nacho freistehend vor dem Tor nicht verwerten. In der 26. Minute herrscht abermals Aufregung im Strafraum der Grazer. Schildenfeld stoppt Guillem im Sechzehner. Die Keine Sorgen Arena tobt, aber Schiedsrichter Thomas Gangl sieht keinen Strafstoß.
Auch wenn sich die Sturm-Abwehr vor allem in der ersten halben Stunde nicht immer sattelfest erweist, gelingt es dennoch einen Gegentreffer zu verhindern. Im Gegenzug agieren die Grazer eiskalt. Ihre erst dritte Chance der Partie verwerten die Schwarz-Weißen zum wohl bereits vorentscheidenden 2:0. Joachim Standfest verlängert in der 33. Minute eine Weber-Flanke von links mit der Ferse – zum Erstaunen aller – ins kurze Eck.
Enttäuschung lähmt Rieder
Der zweite Gegentreffer lähmte die Rieder endgültig. Bis zur Halbzeit konnten die Oberösterreicher nicht mehr nachsetzen und blieben in weiterer Folge ungefährlich. Durch die Hereinnahme von Ewald Brenner, der nach der Pause für Nacho ins Spiel kam, versuchte Trainer Gludovatz nochmals Einfluss auf das Spiel seiner Mannschaft zu nehmen. Der Erfolg dieser Maßnahme hielt sich aber in Grenzen.
Was sich bereits in der Viertelstunde vor dem Seitenwechsel abgezeichnet hatte, fand auch in den zweiten 45 Minuten seine Fortsetzung. Der Kombinationsfluss der Rieder war gebrochen. Anstelle von schönen Spielzügen traten immer mehr Abspielfehler. Auch wenn sich die Sturm-Defensive weit – manchmal wohl zu weit – zurückzog, konnten die Innviertler nur mit Weitschüssen gefährlich werden. Vor allem Florian Mader versuchte es bei nassen Verhältnissen immer wieder aus der Distanz. Entweder agierte Ried dabei aber zu unpräzise oder scheiterte am sicheren Sturm-Keeper Gratzei.
Kienzl und Hölzl verletzt
Gut 25 Minuten vor Schluss sollte der ansonsten erfolgreiche Auswärtstrip nach Ried kurzzeitig einen schalen Beigeschmack bekommen. Innerhalb von nur fünf Minuten müssen Mario Kienzl (leichte Gehirnerschütterung) und Andreas Hölzl (Hüftprellung) verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Wie sich nach der Partie herausstellte werden beide Mittelfeldspieler aber nicht langfristig ausfallen. Sturm-Sportdirektor Oliver Kreuzer erklärte gegenüber Sturm12.at: “Ich rechne damit, dass sie bereits nächste Woche wieder einsatzbereit sind.”
Den Schlusspunkt in einer – über weite Strecken flotten und spielerisch durchwegs hochwertigen – Partie setzte Imre Szabics. Mit einem Gewaltschuss aus gut 30 Metern stellt der Ungar den 3:0-Endstand her. Sein zweiter Treffer der Partie sollte gleichzeitig sein insgesamt 25. Bundesliga-Treffer für Sturm sein.
War man bis Sommer 2009 insgesamt sieben Jahre lang ohne Auswärtserfolg in Ried geblieben, konnte Sturm nun bereits den vierten Sieg im Innvertiel in Folge feiern. Ebenso war das 3:0 bereits der dritte Bundesliga-Auftaktsieg der Grazer in Serie.
SV Ried – SK Sturm Graz 0:3 (0:2)
Bundesliga – 1. Runde
Samstag, 17.7.2010, 18:30 – Keine Sorgen Arena, Ried – 4.800 Zuschauer – SR: Gangl
Tore
Szabics (7. – Kienast)
Standfest (33. – Weber)
Szabics (90. – Bukva)
Gelbe Karten
Kienast (78. – Foulspiel)
Foda (92. – Foulspiel)
SV Ried (4-4-1-1)
Gebauer – Hadzic, Riegler, Stocklasa, Schrammel – Lexa, Mader, Carril, Huspek (71. Royer) – Nacho (46. Brenner) – Guillem (64. Hammerer)
Ersatz: Auer – Prettenthaler, Royer, Brenner, Hackmair, Hammerer, Sammer
Sturm Graz (4-4-2)
Gratzei – Standfest, Feldhofer, Schildenfeld, Pürcher – Hölzl (67. Ehrenreich), Weber, Kienzl (65. Foda), Bukva – Kienast (82. Muratovic), Szabics
Ersatz: Cavlina – Haas, Muratovic, Burgstaller, Ehrenreich, Weinberger, Foda
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“über weite Strecken flotten und spielerisch durchwegs hochwertigen Partie”
ein Scherzerl für’s Herzerl, oder wie? So eine schwache Partie wie gestern war ja fast nicht mehr anzusehen, einzig die Tore waren positiv – sonst nichts!
Toller Artikel, allerdings hab ich noch einen kleinen Typo gefunden: Zumal sich Rückkehrer Imre Szabics an diesem regnerischen Abend im Innvertiel gleich zweimal in die Trefferliste eintragen konnte.
gibts auf laola1.at keine torvideos mehr? wo kann man die sonst sehen??
Gute Frage, habe mich auch schon gewundert warum da nichts mehr da ist.
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Zum Spiel: Bin froh dass wir gewonnen haben, Ried war doch recht dominant. Da müssen wir uns gegen die Top 3 schon noch ordentlich steigern.
http://www.sky.at/web/cms/de/sport-sport-oesterreich.jsp
Rechts der Videoplayer…laola1 dauert immer etwas..
@ Lightning
Steigerung ist sicher noch notwendig, aber wenn man bedenkt, dass da quasi eine neue Mannschaft am Feld stand, kann man die gestrige Leistung durchaus positiv bewerten.
Sicherlich gibt es e…sie sind nur nocht ba channels und saison 2010/2011 drinnen…einfach auf home klicken und unten sinds e und weiterdrückn am pfeil…da ist sogar das ganze spiel zusammengeschnitten
http://www.laola1.tv/de/at/home/
Keine_Flaute was bist du für a Klopfer. Zum Saisonstart 3:0 gewonnen und das auswärts und trotzdem deppat herumsudern.
Geh zum Laola Talk dort kannst meckern aber net auf einer Sturm Fanseite!!!
“Ebenso war das 3:0 bereits der dritte Bundesliga-Auftaktsieg der Grazer in Serie.”
Letzte Saison haben wir theoretisch den Auftakt in Hütteldorf verloren, auch wenn das Spiel erst später gespielt wurde
wann gibts das sturm12 zeugnis?
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, mit der Leistung jedoch noch nicht. Aber Sturm wird sich steigern.
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Gegen KSV wird es sicher nicht leichter ( 0:0 gegen RBS) als gegen Ried.
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Diese Spiele (hoffentlich auch Ergebnisse) werden sich häufen. FF hat die Mannschaft vom spielerischen total umgekrempelt, das bei uns schöner Fussball gespielt wird kann man so nicht mehr sagen, erfolgreich ist es ja gottseidank. Im ersten Spiel zumindest.
Zuhause werden wir nachwievor vorallem gegen defensive Teams viele punkte liegen lassen, da unser vormals gefürchtetes Offensivspiel aufgrund der neuen Taktik und/oder der fluktuation im Kader nicht mehr verwirklichbar ist.
Vielleicht kommt das ja im Laufe der Saison noch…
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