Pressevorschau: Dinamo Tiflis – Sturm Graz

Nicht nur bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Dinamo Tiflis lautet die Devise der Sturm-Verantwortlichen: Vorsicht, auf dem Vorsprung ausruhen wäre ein Fehler. Auch über die Tageszeitungen wird diese Botschaft verbreitet. “Wir haben vor einer Woche zu viele Chancen ausgelassen,…

© 2008 Alex Barth (flickr)

Nicht nur bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Dinamo Tiflis lautet die Devise der Sturm-Verantwortlichen: Vorsicht, auf dem Vorsprung ausruhen wäre ein Fehler. Auch über die Tageszeitungen wird diese Botschaft verbreitet. “Wir haben vor einer Woche zu viele Chancen ausgelassen, deshalb sind wir noch nicht durch“, wird Franco Foda etwa im Kurier zitiert.

Warnungen gibt es auch vor einer “Hitzeschlacht” (Österreich) – der “Kurier” weiß gar von Temperaturen um die 40 Grad zu berichten. Mut macht hingegen die Kronen Zeitung. Sie präsentiert drei Serien, die allesamt für einen schwarz-weißen Aufstieg sprechen.

Serie Nummer 1: Falls sich Sturm im Boris-Paichadze-Stadion die Butter noch vom Brot nehmen lässt, dann wäre das eine bittere Premiere! Denn noch nie in der Klubgeschichte gab Sturm einen 2:0-Heimsieg aus dem Hinspiel noch aus der Hand. Gegen Szombathely reichte 1975 in Ungarn ein 1:1, gegen Lok Leipzig kam man 1983 trotz 0:1-Niederlage weiter und vor zwei Jahren schaffte Sturm nach einem 0:0 in Soligorsk locker den Aufstieg. (…) . Serie Nummer 2: Sturm ist in der Europacup-Qualifikation schon 13 Spiele in Folge ungeschlagen. Die letzte Pleite in der “Knochenmühle” gab’s am 9. Juli 2005 – 1:3 im UI-Cup daheim gegen Wolfsburg. (…) Serie Nummer 3: Wenn die “Schwarzen” in der Vergangenheit ihr Europacup-Heimspiel gewannen, dann ließ man seit 1975 im Rückspiel nichts mehr anbrennen.

Die Kleine Zeitung sprach vor dem Spiel mit Joachim Standfest, jenem Sturm-Spieler mit der größten Europacup-Erfahrung:

Für Joachim Standfest stellt die Hitze ebenso wenig ein Problem dar wie die Anpassung an den Fußball-Osten. Mit knapp hundert internationalen Einsätzen ist Standfest Sturms “Mister Europacup”. Seit 1999 spielte er nur in der Saison 2006/07 nicht auf internationaler Bühne. (…) Beim 5:0-Sieg des GAK über Klaksvik im August 1999 erzielte Standfest drei Tore. “Wahrscheinlich bin ich der einzige Österreicher mit positiven Erinnerungen an die Färöer”, sagt der Obersteirer mit einem spitzbübischen Lächeln. Im Sommer dieses Jahres “hat für mich ein neues Leben angefangen”, sagt Standfest. Der Wechsel von der Austria zu Sturm ist “die beste Entscheidung gewesen, die ich je gefällt habe”. Erstens, weil das Viermäderl-Haus – Frau Daniela und die Töchter Lara, Lea und Lenia – wieder einen Mann im Haus hat. Zweitens, weil die 60.000 Autobahn-Kilometer pro Jahr nach Wien Vergangenheit sind. Und drittens, weil Standfest bei Sturm innerhalb kürzester Zeit bestens aufgenommen wurde.

Die Devise für das Spiel lautet für Trainer Foda: “Tiflis wird alles riskieren und offensiv spielen. Wir dürfen nicht nur abwarten und Tee trinken, müssen selbst die Initiative ergreifen.” Optimistisch gibt sich auch Mario Kienzl: “Wenn wir ein Tor machen, ist Tiflis erledigt. Vier Stück machen die uns nicht. Dafür sind wir zu gut.” (Quelle: “Kronen Zeitung”). Doch auch Tiflis-Trainer Kakha Kachavara hat den Aufstieg laut “Österreich” noch nicht abgeschrieben:  “Vielleicht gelingt uns eine Sensation.”

Sturm12.at
Spielvorschau: Vorsicht vor dem Rückspiel gegen Dinamo Tiflis 
Liveticker ab 18.15 Uhr 
Bericht und Stimmen aus Tiflis