Die Nerven blockierten diesmal nicht: Sturm Graz schaffte im 10. Steirischen Derby in Kapfenberg mit einem klaren 4:0-Auswärtssieg den vorläufigen Sprung an die heimische Tabellenspitze.
Wie auch schon im Spiel gegen die SV Ried war die Leistungen der Mannschaft gestern wieder etwas zwiespältig. In der ersten Halbzeit präsentierten sich die Blackies über weite Strecken harmlos. Erst durch das Eigentor von Milan Fukal zeigte man wieder aktiveren Fußball. Doppelpack-Kienast schlug erneut zu und Verteidiger Thomas Burgstaller netzte in den Schlussminuten zum Endstand von 0:4 ein.
Sturm12.at analysierte wieder die Leistungen der Grazer und bestimmte Roman Kienast zum gestrigen Blacky of the Match.
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Roman Kienast
Der stärkste Grazer am gestrigen Tag war Roman Kienast. Der gebürtige Salzburger kann getrost als Derby-Schreck bezeichnet werden. In seinen bisherigen drei Begegnungen mit den Kapfenbergern beförderte der Stürmer insgesamt fünf Mal den Ball ins gegnerische Tor. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison traf der 26-Jährige doppelt gegen den KSV.
Christian Klem
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Haris Bukva, schenkte Trainer Franco Foda dem Sturm-Youngstar gegen Kapfenberg das Vertrauen, welches Klem mit seiner Leistung bestätigte. Der 19-Jährige war sowohl beim 1:0, wo er mit einem herrlichen Solo das Spiel in die richtige Richtung lenkte, als auch beim 2:0 federführend. Auch gestern glänzte der Grazer Wirbelwind im Mittelfeld mit einer überzeugenden Offensivleistung. Einziger Wermutstropfen: Defensiv ist noch etwas Luft nach oben.
Christian Gratzei
Wieder eine tolle Leistung des Leobeners. Bereits nach wenigen Augenblicken konnte sich der Goalie der Grazer erstmals auszeichnen, als Deni Alar alleine auf ihn zulief. Vor allem in der Anfangsphase rettete er Sturm Graz vor einem frühen Rückstand. In Folge wurde der Nationalteamgoalie immer wieder gefordert und lieferte über weite Strecken eine fehlerlose Leistung ab.
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Imre Szabics
Das ungarische “Lauftier” ist aus dem Grazer Angriff nicht mehr wegzudenken. Der 29-Jährige arbeitete im gestrigen Derby wieder immens viel im Offensiv-, aber auch im Defensivspiel. Wie bereits gegen Ried, holte Imre Szabics sich sehr viele Bälle aus dem Mittelfeld und überzeugte mit einer guten Verteilung. Das 3:0 durch Sturmpartner Roman Kienast legte er perfekt vor.
Thomas Burgstaller
Der gebürtige Linzer bekam im Derby in der Innenverteidigung den Vorzug gegenüber Geburtstagskind Ferdinand Feldhofer und konnte den Erwartungen gerecht werden. Als stärkster Verteidiger des Abends krönte er seine Leistung noch mit dem Tor zum 4:0-Endstand. Vor allem in luftigen Höhen gewinnt der 1,92 Meter-Hüne viele Zweikämpfe. Im Vergleich zum Innenverteidigerkollegen Gordon Schildenfeld spielte er gestern sicherer heraus und stabilisierte so auch das Spiel der Blackies.
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Andreas Hölzl
Der Tiroler lieferte insgesamt eine spritzige Partie ab und war oft in der Offensive der Grazer anzufinden. Gerade in der ersten Halbzeit überzeugte die Nummer 8 der Blackies mit einigen guten Aktionen. In Durchgang zwei gelang jedoch wieder deutlich weniger. Unterm Strich also eine Leistung ohne großartige Ausreißer nach oben oder unten.
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Manuel Weber
Der Villacher war wieder der stärkere der beiden “Sechser” und wirkte sehr bemüht. Vor allem im Offensivspiel war er ein wichtiger Part. Dennoch, zwei No-Look-Pässe sind für einen Spieler mit seiner Qualität und Position in einem Spiel zu wenig.
Timo Perthel
Der deutsche Linksverteidiger aus Bremen wirkte das gesamte Spiel hindurch recht bemüht. Wirklich viel zu tun hatte er allerdings nicht, da die meisten Angriffe der Kapfenberger über die rechte Seite und somit Joachim Standfest liefen. Perthel versuchte sich einige Male relativ erfolgreich an Offensivaktionen und spielt immer wieder schöne Flanken vor das gegnerische Tor. Besonders seine Schuss-/Passkraft gefällt.
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Gordon Schildenfeld
Der kroatische Nationalspieler erwischte, wie bereits gegen Ried, nicht seinen besten Tag. Bereits nach wenigen Augenblicken leistete sich der sonst so sichere Innenverteidiger einen schweren Fehler, der eigentlich zur 1:0-Führung der Kapfenberger führen hätte müssen, wäre nicht Gratzei auf dem Posten gewesen. Seine Pässe aus der eigenen Hälfte waren öfter unkontrolliert und überhastet.
Joachim Standfest
Der Rechtsverteidiger hatte mit Elsneg und vor allem Ex-Blacky Kröpfl seine liebe Not und stand meistens unter starkem Druck. Nach vorne brachte Standfest wenig Impulse. Erst als sich Kapfenberg aufgab, wurde Standfest offensiv auffälliger.
Mario Kienzl
Etwas besser als gegen Ried, konnte der Kapitän dennoch nicht überzeugen. Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe schlichen sich auch gegen Kapfenberg wieder ein. Offensiv kam er kaum zur Geltung, defensiv war er häufig den einen Schritt zu spät.
Zu kurz eingesetzt
Florian Kainz
Mario Haas
Dominic Pürcher
Ein Spielercheck von Jakob Dohr, Clemens Ticar und Julia Wendl.
Anmerkungen
Das Ergebnis ergibt sich dabei aus der gemeinsamen Diskussion der beim Spiel anwesenden Sturm12.at-Redakteure, bleibt aber subjektiv.
Die Auszeichnung als Blacky of the Match wird jenem Spieler zuteil, der nach Meinung der Sturm12.at-Redakteure am wichtigsten für Sturm Graz war. Dafür kann unter Umständen nur eine einzige Aktion (z.B. ein entscheidendes Tor, ein gehaltener Elfmeter) ausschlaggebend sein.
Sturm12.at
Blacky of the Match – Archiv

Sturm12.at ist ein privates und unabhängiges, journalistisches Medium, das seinen Fokus auf die Berichterstattung über den Fußballklub SK Sturm Graz gerichtet hat. Gegründet wurde Sturm12.at am 20. Februar 2009 von Christopher Houben und Julia Wendl. Das Hauptaugenmerk der Arbeit bei Sturm12.at liegt auf der tiefgreifenden Analyse von Sturm Graz und des österreichischen Fußballs.
kienzl braucht endlich eine lange pause, selbiges gilt für standfest.
Kann meinem vorposter leider nur zustimmen, obwohl dass schon ein großer einschnitt in die mannschaft ist, zwei spieler auf einmal auszuwechseln, vor allem wenn der nächste Gegner Rapid heißt.
Vor allem im bezug zu diesem spiel gefällt mir garnicht was Schildenfeld die letzten zwei spiele geleistet hat, das war viel zu wenig!!
Ich hoffe das es ein dummer zufall war, dass er zwei spiele hintereinander so schlecht immer stand und er die nächsten spiele wieder zeigt warum er einer unserer Lieblinge ist!
Mit zwei herrlichen Toren (auch wenn eins Abseits war) und einer Vorlage ist Kienast absolut verdient BotM. Top Tag auch für Gratzei und Klem, die sich auch in toller Form präsentierten. Kienzl sollte dringend mal auf die Bank gesetzt werden und endlich Mevoungou von Beginn an… das bisher von ihm gezeigte lässt auf einen wirklich tollen Fang hoffen, und das soll er auch mal über die gesamte Spielzeit zeigen können. Standfest schaut bisher auch meistens nicht gerade gut aus, und Schildenfeld kann hoffentlich bis zu den nächsten schwierigen Runden wieder zu seiner richtigen Form finden.
@scheli06 der nächste Gegner ist Innsbruck und nicht Rapid
Ergebnis passt – Leistung wie fast immer fast nicht. Kienast macht zwar seine Tore, aber dann greift man sich wieder auf den Kopf bei so mancher Aktion. Darum war für mich auch Klem der beste Mann, auch wenn er, wie richtig beschrieben, er defensiv noch seine Schwächen hat. Auf jeden Fall das um einiges größere Talent als Bukva.
meine güte man muss auch immer was zum jammern haben beim kienast. schei….egal was er macht, man findet immer ein haar in der suppe! aber naja, er macht ja nur seine tore
“Und der Name des Sterns heißt Wermut. Und der dritte Teil der Wasser ward Wermut; und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie waren so bitter geworden.”
dagegen kann sich keiner wehren
Daher der Wermutstropfen
Kienzl braucht wirklich dringend eine Pause…Mevoungou braucht seine Chance!
Ach ja, Offenbarung des Johannes, 8:11, der Vollständigkeit halber.
1:) Ich finde Standfest hatte nur in den ersten 20-30 Minuten Probleme mit Kröpfl ( der super war) und Elsnegg.
Danach war er aber gut, daher würde ich ihm auch 3 Bälle geben.
2.) Klem war bärig stark Kienzl leider enttäuschend.
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Hoffentlich gegen Wacker so:
Gratzei-
Standfest/Ehrenreich, Gordon, Burgstaller, Perthel-
Hölzl, Weber, Mevoungou, Klem-
Kienast, Szabics
Obwohl ich glaube, Foda wird nichts verändern an der Aufstellung.
Cool würde ich auch finden, wenn Pürcher beginnen würde.
Gottseidank hat Foda einen halbwegs grossen Kader und die Aufstellung muss er allein verantworten ! Hier spielt auch der Gegner , die Taktik u.a. eine Rolle ! Die Aufstellung KLEM war ein Volltreffer, Mevoungou haetten wir auch schon gerne einmal fuer 90 min. gesehen . Er koennte das technische Niveau heben – dagegen steht : never change a winning team !?
Aber bitte, Pürcher ist mit viel gutem Willen gerade mal ein Backup, was der sich bis dato geleistet hat, spottet jeder Beschreibung.
TABELLENFÜHRER jetzt auch nach verlustpunkten
D
salzburg bezwingt innsbruck 1:0…
1:1 wär mir lieber gewesen. Naja, immerhin Rapid unentschieden, Pacult wieder für eine Lacheinlage gut beim Interview nach dem Match
Langsam aber sicher wird Roman Kienast echt eine Option für’s Nationalteam. Ich find auch, dass unsere Christians, nämlich sowohl Gratzei als auch Klem, ihre Chance verdient hätten …
@ sturmfan: Klem – im Nationalteam?
@ sturmfan: da hätten wir dann wieder das einmal mit dem arsch wackeln…….
Laut Statistik war Burgstaller herausragend:
http://www.laola1.at/429+M5f277401440.html