Pressevorschau: SV Mattersburg – Sturm Graz

Serien sind das Salz in einer Spielvorschau-Suppe. Siehe als aktuelles Beispiel SV Mattersburg gegen SK Sturm: Gerne wird betont, wie lange die Burgenländer schon nicht mehr gegen die Grazer gewonnen haben (vier Jahre) und wie lange die Grünen sogar schon auf einen Torerfolg gegen Christian Gratzei warten (zwei Jahre). Von noch einer Serie berichtet die [...]

© 2008 Alex Barth (flickr)

Serien sind das Salz in einer Spielvorschau-Suppe. Siehe als aktuelles Beispiel SV Mattersburg gegen SK Sturm: Gerne wird betont, wie lange die Burgenländer schon nicht mehr gegen die Grazer gewonnen haben (vier Jahre) und wie lange die Grünen sogar schon auf einen Torerfolg gegen Christian Gratzei warten (zwei Jahre).

Von noch einer Serie berichtet die Kronen Zeitung: Im Pappelstadion sei noch nie ein Match abgesagt worde. Trotz der fehlenden Rasenheizung sollte der Wintereinbruch also das Spiel nicht gefährden, zudem stehen Räumkommandos bereit.

Timo Perthel kann heute nicht an eine Verlängerung der Serien mitwirken: Der Außenverteidiger krachte im Training auf die Schulter und erlitt eine Prellung sowie eine teilweise Sprengung des Schultereck-Gelenks. Klubarzt Athanasius Puskuris zur “Krone”: “Wie lange er ausfällt, ist offen. Es hängt davon ab, ob auch in der Schulter etwas kaputt ist.”

Nach Wr.Neustadt und Salzburg geht Sturms Auswärts-Tournee heute in Mattersburg zu Ende: Vom Angstgegner aus der Mozartstadt zum Lieblingsgegner ins Pappelstadion. Denn so rabenschwarz die Serie gegen die “Bullen” ist, so verheißungsvoll ist jene von Haas & Co. gegen die Burgenländer: 14 Partien in Folge hat Sturm gegen Mattersburg nicht mehr verloren! (…) Am 9. Dezember ’06 verlor man auswärts mit 0:1 – seit damals gab’s neun Siege und fünf Unentschieden. Nicht die einzige Serie, die den Mattersburgern heute Kopfschmerzen bereitet. (…) In den letzten sieben Duellen litt man unter permanenter Ladehemmung, der bislang letzte Treffer gelang Ilco Naumoski beim legendären 6:5-Sieg von Sturm am 18. Oktober 2008. Aber Hölzl & Co. lassen sich von ihren zwei Super-Serien nicht blenden, sind auf der Hut. “Mattersburg hat mit zwei Mann weniger gegen Rapid ein 2:2 erreicht, auch in Salzburg stark gespielt”, sagt Foda, der fordert: “Die Mannschaft muss wie in der zweiten Hälfte in Salzburg auftreten, sie muss vom Start weg bereit sein.” (….) Foda: “Mattersburg wird bissig auftreten, da müssen wir uns wehren.” (Kronen Zeitung)

Die Kleine Zeitung würdigt heute in ihrem Porträt das Wirken von Franco Foda in Graz. Im Gespräch zeigt sich der Trainer verärgert über “Heckenschützen, die versuchen, funktionierende Vereinsstrukturen zu zerstören“: “Damals  (nach dem Zwangsausgleich, Anm.) waren genau jene Leute, die jetzt hinter den Kulissen Unruhe stiften, nicht zu sehen. Jetzt wo der Klub gut dasteht, wollen sie plötzlich was werden.”

Am Samstag, wenn die Mannschaft des SK Sturm in Mattersburg aufläuft, wird man wieder einen konzentrierten und emotionalen Franco Foda in der Coaching-Zone sehen. Jenen Franco Foda, der mit dem schwarz-weißen Traditionsklub alle Höhen und Tiefen durchgemacht hat. Seit 13 Jahren ist der Deutsche bei Sturm und wohl der Einzige, der die im Jahr 1998 mit dem Meistertitel begonnene Achterbahnfahrt mitgemacht hat. (…) “Ich habe den Zwangsausgleich nie wirklich als Krise angesehen, mehr als Herausforderung. Wir sind ruhig geblieben und haben uns auf den Sport konzentriert”, sagt Foda. Den Herren, die damals den SK Sturm gerettet haben, zollt er auch noch heute Respekt. “Egal ob Rinner, Fedl, Niederl oder Jauk – sie haben alle Mut bewiesen, Geld in die Hand genommen und an die Sache geglaubt”, erinnert sich Foda. Die wirtschaftlich schwierigste Zeit war überstanden, sportlich aber war Sturm weiterhin eine Baustelle. Die jungen Talente wurden abgeworben. Aufgrund der finanziell nicht leichten Situation musste man sie ziehen lassen. Jahr für Jahr musste Foda eine neue Mannschaft aus dem Boden stampfen (…). Bis heute halten die Grazer sportlich ein hohes Niveau. Nur intern hakt es ein wenig. Wegen mangelnder Kommunikation, wie es scheint. Aber auch das ist für Foda keine Krise: “Ich tausche mich immer aus mit Präsidium und dem Finanzchef. Klar ist aber auch, dass man nur Erfolg haben kann, wenn alle Mechanismen zueinanderpassen.”

Aus dem kuriosen Eck berichtet der Kurier: Mattersburg verkauft im Fanshop einen Adventkalender mit den Bildern der Kicker.

Die Burgenländer wollen den Fans die Liebe zum Verein versüßen. Michael Mörz muss man sich einfach auf der Zunge zergehen lassen. Wenn schon nicht heute im Pappelstadion, dann zumindest am Mittwoch. Denn auf dem Mattersburger Adventkalender verbirgt sich hinter dem Konterfei des Kapitäns am 1. Dezember ein süßes Stückchen. (…) Wie in Mattersburg üblich, hat der Trainer die späteste Ablaufzeit, Franz Lederer ist bis 24. Dezember haltbar. Im Gegensatz zum Adventpräsent gab es für die Fans im Pappelstadion bittere Kost. In der Heimtabelle liegt Mattersburg an letzter Stelle, feierte erst einen Sieg und spielte zwei Mal remis. Sturm Graz hingegen ist in der Auswärtstabelle Zweiter hinter der Austria. Zudem sind die Steirer Angstgegner der Burgenländer. (…) Vor zwei Wochen hat Mattersburg gegen Rapid 2:2 gespielt, allerdings zwei Mann mit gelbrot verloren. “Mir müssen ungeschickte taktische Fouls und Naivitäten im Zweikampfverhalten zu vermeiden”, sagt Trainer Franz Lederer.

Sturm12.at
Spielvorschau: Nach dem Angst- wartet der Lieblingsgegner
Gegnercheck: SV Mattersburg
Liveticker ab 18.15 Uhr

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Kommentare

Sattledter says:

Die Mayr könnt man als Kommunikationsberaterin anstellen und dafür einen neuen Mitarbeiter für ihren jetzigen Beruf anstellen (weiß nicht in welchen Beruf sie angestellt ist). Das Geld ist ja jetzt mit Stronach da!

das schönste ist wenn fans, die keine ahnung von der vereinsstruktur haben gleichmal umkoordinieren wollen, einfach herrlich =)

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