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Nur wenige Tage nach Christian Gratzei hat auch ein zweiter Leistungsträger von Sturm Graz seinen Vertrag verlängert. Manuel Weber organisiert und stabilisiert seit zwei Jahren das Mittelfeld der Grazer. Und er wird es noch für drei weitere Jahre tun.
Sturm12.at sprach mit ihm über Graz, Michael Ballack und warum er so selten aus der Distanz schießt.
Manuel, vor deinem Wechsel zu Sturm Graz ist es turbulent zugegangen – Stichwort Magna Wr. Neustadt. Wie war das jetzt vor der Verlängerung?
Ganz anders. Ich fühle mich hier sehr wohl und habe noch einiges vor mit Sturm.
Es wurde immer wieder von Rapid gesprochen. Nicht ganz abwegig, da Peter Pacult schon in Kärnten große Stücke auf dich gehalten hat.
Das mag sein, letztendlich steht meine Entschluss aber fest. Ich habe mich für Sturm entschieden.
Gibt es außer dem Wohlfühlfaktor noch einen anderen Grund, dass du bis 2014 unterschrieben hast? Das ist ja doch ein recht langer Vertrag.
Es passt hier einfach alles. Ich fühle mich wohl, die Mannschaft ist sehr gut. Die Stimmung im Team ist ausgezeichnet, die Harmonie passt und ich habe mich in Graz sehr gut eingelebt. All das sind Gründe, aber der Wohlfühlfaktor beschreibt es vielleicht am besten.
Wenn man sich an einen Verein bindet, erwartet man sich auch was. Was sind deine Ziele mit Sturm für die nächsten Jahre?
Der Cup-Titel war sehr schön. Das ist sicher etwas, was wir noch einmal erreichen möchten. In der Meisterschaft möchten wir natürlich auch ganz vorne dabei sein. Und die Europa League-Quali möchten wir selbstredend auch wieder schaffen.
Jetzt hat, wenige Tage vor dir, mit Christian Gratzei ein Top-Tormann für die österreichische Bundesliga unterschrieben. Hatte das einen Einfluss auf deine Entscheidung?
Natürlich ist es wichtig, wenn solche Stützen im Verein bleiben, es erleichtert die Entscheidung enorm. Deswegen wäre es jetzt schön und wichtig, dass weitere Stützen nachziehen könnten und ebenfalls einen Vertrag bekommen.
Reden wir kurz über deine Form. Wir sehen dich Jahr für Jahr in den Testspielen in ausgezeichneter Verfassung, sogar als den Spieler, der das Spiel von Sturm prägt. Man hat den Eindruck, es gelingt dir noch nicht diese Form auf die Bewerbsspiele zu übertragen. Siehst du das auch so?
Das sehe ich überhaupt nicht so. Ich glaube, dass ich als Stammspieler eine Stütze der Mannschaft bin. Natürlich hat man Höhen und Tiefen in der Meisterschaft, aber ich meine, die letzten eineinhalb Jahre waren insgesamt ganz okay. Natürlich geht es immer besser, eine Steigerung ist immer noch drinnen, daran muss man arbeiten. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.
Wo siehst du am Fußballer Manuel Weber den größten Handlungsbedarf?
Für mich persönlich steht das Ziel im Vordergrund, im Offensivspiel noch präsenter zu werden. Ich möchte einfach noch mehr entscheidende Szenen mitbestimmen.
Wenn man mit Didi Constantini spricht, bezeichnet er dich als defensiven Mittelfeldspieler. Wie siehst du dich selbst?
Ich glaube in meinem Fall, und auch bei Mario Kienzl, ist es einfach so, dass wir in der Mannschaft beide Bereiche abdecken müssen. Und da ergänzen wir uns sehr gut. Einer spielt offensiver, der andere defensiver – wie es die Spielsituation eben verlangt.
Hast du dir in deinem Offensivspiel leichter getan, als du den defensiveren Peter Hlinka an deiner Seite gehabt hast?
Nein, das würde ich so nicht sagen. Ich habe mich mit Peter am Feld sehr gut verstanden, das gleiche gilt aber auch aktuell für Mario.
Wie funktioniert da die Abstimmung? Wenn der eine nach vorne geht, bleibt der andere weiter hinten?Oder gibt es da konkretere Aufgaben?
Wie es das Spiel verlangt. In manchen Spielen ist man dominanter, dann ist klar, dass beide zentralen Mittelfeldspieler mehr in der Offensive präsent sind. Es gibt aber keine konkrete Abstimmung, wer der Offensivere und wer der Defensivere ist.
Frenkie Schinkels hat dich einmal als den österreichischen Michael Ballack bezeichnet. Wirst du diesem Vergleich bei Sturm gerecht?
Ich vergleiche mich eigentlich mit niemandem. Es gibt Spieler, an denen ich mich orientiere, aber man sollte keinen Spieler kopieren, man sollte sein eigenes Spiel haben.
Ist Michael Ballack ein Spieler, an dem du dich orientierst?
Eigentlich nicht, nein.
Wer wäre ein solcher Spieler?
Für mich war es lange Zeit Zinedine Zidane, mit seiner Art Fußball zu spielen. Zur Zeit ist es Cesc Fabregas von Arsenal, sein Spiel imponiert mir.
Das sind alles offensiv ausgerichtete Spieler.
Ja. Ich bin als Kind schon eher Stürmer gewesen bzw. hängende Spitze. Ich habe aber kein Problem mit der Defensive, habe in Kärnten sogar 20 Partien als Innenverteidiger gespielt, was ich davor nie getan habe.
Kannst du dir das auch bei Sturm vorstellen?
Vorstellen schon, aber es ist nicht unbedingt meine Lieblingsposition.
Gibt es dafür einen bestimmten Grund? Weil dir die Praxis fehlt?
Ich habe die Position in Kärnten damals angenommen, mein bestes gegeben. Das ist mir recht gut gelungen. Damals, an der Seite eines Carlos Chaille, der mich sehr gut geführt hat. Aber Sturm hat mich als Mittelfeldspieler geholt und das möchte ich auch bleiben.
Vor einem halben Jahr hast du in einem Sturm12.at-Interview gesagt, du möchtest für das Sturm-Spiel prägender werden. Ist dir das inzwischen gelungen?
Ich glaube schon, dass mir das ganz gut gelungen ist. Immerhin bin ich mit sieben Assists ganz vorne dabei. Das ist ja eigentlich der beste Beweis, dass ich am Offensivspiel mitwirke. Persönlich möchte ich noch öfter zum Abschluss kommen und mehr Tore erzielen. Das fehlt meinem Spiel noch. Daran muss ich noch arbeiten.
Uns fällt in der Redaktion immer wieder etwas auf: Du hast einen super Schuss, schießt aber sehr selten aus der Distanz. Woran liegt das? Ist das eine Frage des Selbstvertrauens?
Nein. Überhaupt nicht. Bei mir ist es einfach so, wenn jemand frei ist, dann wähle ich meistens die Option, den Ball noch einmal weiterzuspielen. In der Hinsicht könnte, oder sollte, ich vielleicht sogar egoistischer werden. Das höre ich auch immer wieder vom Trainer.
Dein Partner im zentralen Mittelfeld, Mario Kienzl, hat noch keinen neuen Vertrag. Wie wichtig wäre sein Verbleib in Graz für dich?
Das habe ich bereits zu Beginn des Interviews erwähnt. Es wäre enorm wichtig, dass weitere Stützen des Vereins einen neuen Vertrag bekommen. Kienzl ist eine solche Stütze. Persönlich verstehe ich mich ausgezeichnet mit ihm und auch für die Mannschaft ist er sehr wichtig, weil er eine Identifikationsfigur in Graz ist. Er ist hier aufgewachsen, hat alle Stationen im Verein durchgemacht. Er ist auch abseits des Platzes für die Mannschaft von großer Bedeutung. Das gleiche gilt für einen Ferdl Feldhofer. Solche Charaktere braucht jede Mannschaft.
Das Interview in Belek führten Clemens Ticar und Fabian Zerche
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Sehr sympathisch!
Zur Zeit lauft echt viel gut was die Verlängerungen betrifft, wichtige Spieler können für mehrere Jahre gebunden werden, sowas hatten wir vor eingier Zeit schon mal, man darf gespannt sein
Danke Manuel Weber, dass du geblieben bist. Meines Erachtens die wichtigste Vertragsverlängerung dieses Winters!
Also, einem Weber vorzuwerfen, er könne Trainingsleistungen nicht umsetzen, und gleichzeitig einem Kienzl Honig ums Maul zu schmieren, lässt wirklich an eurer Objektivität zweifeln.
da muss ich baldur zustimmen..
wichtige verlängerung!
Um das noch einmal fest zu halten: Wir sind nicht objektiv, weil wir Weber fragen ob er der Meinung ist, dass er in Pflicht- und Testspielen ähnliche Leistungen abruft? Und wo schmieren wir Kienzl bitte Honig ums Maul?
Also
a) Ihr verlangt etwas “aggressivere” Fragen bei den meisten Interviews – nun habt ihr eine, passt auch nicht?
b) Sehe ich auch nicht, dass Kienzls Leistung von Sturm12 irgendwo angesprochen wird?!
Mit Weber & Gratzei hat man die zwei wichtigsten Verlängerungen unter Dach und Fach. Feldhofer und Kienzl wären natürlich auch noch gut!
Die Interviews sind in letzter Zeit sowohl qualititativ als auch quantitativ besser geworden. Das passt schon, dass versucht wird, aus den Befragten etwas mehr herauszuholen.
Zu Weber: Ich sehe ihn beim Training nicht, aber in der Buli habe ich trotzdem oft das gefühl, dass da in diesem Spieler einfach noch mehr drinnen steckt, das nur darauf wartet herauszuplatzen. Aber es passiert einfach nicht… Von den Anlagen her müsste er ein absoluter Führungsspieler sein, der dem Spiel permanent seinen Stempel aufdrückt. Vielleicht gibt ihm diese Vertagsverlängerung mehr Selbstvertauen und ein besseres Standing im Kader.
@baldur: wo du ein honig ums maul schmieren bei kienzl siehst, erschließt sich mir auch nicht. und dass beim spieler weber von den anlagen her noch viel mehr drinnen wäre, als er im moment abruft ist auch meine meinung. er ist möglicherweise der beste fußballer in dieser mannschaft, zeigt das im moment aber nur auszugsweise. er spielt auf hohem niveau, ja, er könnte aber noch mehr – auf das spielen die kollegen beim interview auch an
Nun, das wäre ja per se noch in Ordnung, im Interview mit Kienzl wird dieser mit “du hast im Herbst nicht schlecht gespielt” hofiert….wenn man nun objektiv die Leistungen der beiden Spieler gegenüberstellt, wäre es wohl eher angebracht gewesen, Kienzl zu kritisieren, und nicht zu streicheln. Dass nahezu jeder Spieler Luft nach oben hat, ist wohl klar. Weber war aber im Herbst weitaus besser als Kienzl, und alles kann man nicht auf eine alte Verletzung schieben.
@baldur: klar war weber in der bisherigen saison besser als kienzl, aber weil ein redakteur “du hast im Herbst nicht schlecht gespielt” an kienzl richtet, bezweifelst du die objektive berichterstattung hier auf der seite – alles mit maß und ziel bitte und am boden bleiben
Jaja, dennoch, wenn man das gegenüberstellt, wirkt es einfach seltsam, dass Kienzl so ganz ohne Kritik davonkommt.
aber mir kommts ein bisschen komisch vor das weber sagt es gibt keine genaue aufgaben wer von den beiden zentralen mittelfeld spieler was macht..das klingt nach jugendmannschaft..
normalerweise sollte im profi bereich jeder seine exakten aufgaben haben..was ist da mit foda los?
Das Interview handelt von Weber und nicht von Kienzl!!! Manche hier checken es nicht
Die anderen Spieler sind natürlich auch sehr wichtig.
Ein sehr sympathischer und super Spieler!!!
Ich sehe es auch so: Die zwei allerwichtigsten Spieler haben einen neuen Vertrag!
Hoffe schon noch dass der ein oder andere Spieler einen neuen Vertrag bekommt!
Es gibt mehr als einen Artikel…St. PISA, schau oba.
Vertragsverlängerung gut und schön, va die von Gratzei war sehr wichtig; wenn man bedenkt was sich da in Graz nach Sidourzuk alles als Torwart tituliert hat und wie schwer es ist eine echt gute NR 1 zu kriegen. Aber bezüglich Weber muss man schon sagen, dass er sich für keinen besser situierten Verein aufgedrängt hat. Aber vielleicht kann er ja schon in diesem Frühjahr sein Potential erstmals halbwegs abrufen.
@ Baldur: “Reden wir noch kurz über deine Form: Du hast im Herbst nicht schlecht gespielt. Trotzdem hatte man den Eindruck, das ist nicht der Mario Kienzl, den es schon gab.” So lautete die vollständige Frage. Damit hier keine Halbwahrheiten stehen..
meine Güte, regts euch net immer so künstlich auf…
Die Fragen waren sowohl bei Kienzl, als auch bei Weber absolut in Ordnung!