Schwaches Spiel ohne Tore

Heute stand ein weiteres Testspiel am Vorbereitungsprogramm des SK Sturm. Die Bedingungen – perfekt. Alles war angerichtet. Bei milden Temperaturen und untergehender Abendsonne betraten die Grazer sowie der Sechzehnte der ukrainischen Liga, Metalurg Saporoschje, das Spielfeld. Beide Mannschaften ließen im Laufe der Partie jedoch einiges offen. Passable erste Halbzeit Schäfchen zählen ist im Vergleich zu [...]

© 2011 Sturm12.at

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Heute stand ein weiteres Testspiel am Vorbereitungsprogramm des SK Sturm. Die Bedingungen – perfekt. Alles war angerichtet. Bei milden Temperaturen und untergehender Abendsonne betraten die Grazer sowie der Sechzehnte der ukrainischen Liga, Metalurg Saporoschje, das Spielfeld. Beide Mannschaften ließen im Laufe der Partie jedoch einiges offen.

Passable erste Halbzeit
Schäfchen zählen ist im Vergleich zu diesem Spiel noch harmlos. Dabei gestalten sich die ersten 45 Minuten noch relativ ansehnlich. Franco Foda schickt eine starke Formation aufs Spielfeld. Statt Joachim Standfest kam der offensiver orientierte Martin Ehrenreich zum Einsatz. Vorne, neben Roman Kienast, wühlt der prädestinierte Imre Szabics-Ersatz Marvin Weinberger.

Die Grazer zeigen sich gegenüber der Partie gegen Neftchi Baku etwas verbessert. Die Defensive steht sicher. Kaum gefordert ist Ehrenreich in der Lage, sich ins Angriffspiel des SK Sturm einzubauen. Sein Gegenüber, Dominic Pürcher, ist diesmal dazu nicht in der Lage. Er zeigt sich eher fehleranfällig.

Vorne ist der führende der Torschützenliste, Roman Kienast, völlig isoliert. Er muss sich immer wieder einige Meter zurückfallen lassen, um am Spiel auch aktiv teilnehmen zu können. In der 20. Minute gelingt ihm das besonders gut. Er schnappt sich den Ball an der Mittellinie, schupft ihn ein paar Meter nach vorne, ein, zwei Übersteiger und ein Schuss aus 22 Meter. Knapp am rechten Kreuzeck vorbei.

In dieser Phase ist Sturm Graz am stärksten. Der Ball läuft über ein paar Stationen, zehn Meter vor dem Strafraum ist jedoch Endstation. Die Schaltzentrale rund um Manuel Weber ist zu ideenlos, der entscheidende Pass gelingt niemandem. Auch Klaus Salmutter, der die Bälle immer wieder gut verteilt, findet das Loch in der gegnerischen Abwehr nicht. In der 29. Minute dann die Idee – die Ausführung des Publikumsliebling ist jedoch zu schlampig, der Ball rollt am alleinstehenden Weinberger vorbei.

Leider gestalten sich nicht alle Angriffsbemühungen der Grazer so ambitioniert. Ein Volley-Versuch von Marvin Weinberger wird vom Verteidiger abgeblockt.  Das Schema der Grazer ist diesmal zu durchschaubar. Klaus Salmutter zieht in die Mitte, weiter Pass auf Andreas Hölzl, der aber zumeist überfordert den Ball Richtung Stürmer flankt. Noch harmloser jedoch Metalurg, angeführt von Junior, von dem sich Christian Gratzei in der Halbzeit besonders begeistert gibt.

Die zweite Halbzeit: Im Angriff nichts Neues
Was Sturm jedoch in der zweiten Hälfte abliefert, ist schlichtweg zum Einschlafen. Franco Foda wechselt bis auf Dominic Pürcher die gesamte Elf aus. Und in dieser ist lediglich Dominic Hassler in der Lage, Akzente zu setzen. Robust stellt er sich in die Zweikämpfe und kreiert aus Eigeninitiative immer wieder Torchancen.

Patrick Wolf kann auf der rechten Seite zwar immer wieder seine Schnelligkeit ausspielen, etwas Zählbares kommt dabei jedoch nicht heraus. Wie schon in Hälfte eins Roman Kienast hängt auch der Kapitän, Mario Haas, vollkommen in der Luft. Die Anzahl der brauchbaren Pässe in seine Richtung lassen sich gut und gerne an einer Hand abzählen. Auch die Abwehr steht nach wie vor bombensicher. Alexander Schachner, der in Hälfte zwei zwischen den Pfosten steht, wird kaum geprüft.

So endete eine ereignislose Partie mit 0:0, bei der sogar die ausgewechselten Spieler der ersten Halbzeit glücklich waren, als nach 90 Minuten der Schlusspfiff ertönte.

Aus Belek berichten Clemens Ticar und Fabian Zerche.

Spieldaten
Sturm Graz – Metalurg Saporoschje 0:0 (0:0)
Testspiel
1. Februar, 16:30 Uhr MEZTrainingsplatz – 50 Zuschauer

Tor:
Fehlanzeige

Sturm Graz (1. HZ)
Gratzei – Ehrenreich, Schildenfeld, Burgstaller, Pürcher – Hölzl, Weber, Kienzl, Salmutter – Weinberger, Kienast

Sturm Graz (2. HZ)
Schachner – Standfest, Neuhold, Feldhofer, Pürcher – Wolf, Foda, Mevoungou, Kainz – Haas, Hassler

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Kommentare

Exilsteirer says:

im liveticker zuvor habt ihr noch versprochen das ihr “TOOOOOOOOOOR” schreiben werdet.das blieb ja wohl wieder aus ;)

11mariohaas11 says:

sorry aber noch was zu bukva;
besitzt der lask ne kaufoption oder wie schaut das genau aus?

flachzange1987 says:

Eventuell schon Müdigkeitserscheinungen vom Training??
Ich hab’ ein bisserl das Gefühl, dass sich solche Leistungen leider im Frühjahr noch wiederholen werden…

Der LASK besitzt eine Kaufoption, mehr dazu aber im Kreuzer-Interview, welches morgen auf Sturm12 erscheinen wird.

Mann oh mann, kanns gar nicht mehr erwarten! Jetzt hab ich schon 3 mal nachgesehen ob das
kreuzer-interview schon on ist…..

Rainer zufall says:

@lini
Is anscheinend no net vorbei – hat wahrscheinlich viel zu erzählen!

Christoph says:

“Hölzl, Weber, Kienzl, Salmutter – Weinberger, Kienast”

hmm, auch wenn das bedeutet, dass Wolf trotz des Bukva-Abgangs nur auf der Bank sitzt, glaube ich, dass das gegen Kapfenberg unsere Startformation für MF und Angriff sein wird.

Bin auch gespannt wie die Startformation gegen den KSV aussieht, vor allem im Mittelfeld.
Aber so wie Christoph angedeutet hat, wird sie denke ich auch sein.
Oder vielleicht setzt sich der Wolf durch gegen Hölzl oder eventuell auch gegen den Klaus. ;)
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Hoffe das wir heuer keine Frühjahreskriese haben. ;)

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