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Ivica Vastic, Roland Linz, Marko Stankovic: Mit all diesen (Ex-)Spielern sprachen die Zeitungen für ihre Spielvorschauen. Ein Beweis, wie eng auf Ebene der Spieler die Verknüpfung zwischen Sturm Graz und Austria Wien ist.
Die Frage, was sich die Fans heute erwarten können, wird unterschiedlich beantwortet. Vastic glaubt in der Kronen Zeitung eher an Rasenschach, laut sportnet.at wird die Austria hingegen voll stürmen. Auch der Kurier erhofft sich ein Offensivspektakel.
Ein kleines Rätsel ist auch Sturms Aufstellung: Während die Kleine Zeitung eher glaubt, dass Franco Foda wie gegen Ried vom 4-4-2-System abgeht, ist sich Karl Daxbacher auf sportnet.at sich, dass Sturm genau zu diesem System zurückkehrt – mit den Spitzen Imre Szabics und Marvin Weinberger.
Kleine Zeitung: Im Spitzenspiel der 23. Bundesligarunde stehen sich am Mittwoch in der Generali-Arena die beiden spielstärksten Mannschaften gegenüber. Das sagt Roland Linz. Er erwartet ein Aufeinandertreffen auf hohem spielerischen Niveau, “weil wir derzeit den besten Fußball bieten und Sturm im Herbst den schönsten Fußball gespielt hat”. (…) Wir spielen über ein Jahr zusammen, haben tolle Typen, die richtig kicken können, und haben nicht viele Leute gewechselt”, sagt Linz. Genau darin liegt der Unterschied. Sturm hat im Sommer 13 Spieler abgegeben und sechs geholt. (…) Nach dem hart erkämpften 1:0-Sieg über Ried geht Sturm-Trainer Franco Foda davon aus, dass seine Mannen mit dem entsprechenden Selbstvertrauen auftreten. “Wir waren gegen Ried spielerisch vielleicht nicht ganz so gut, die taktische Leistung meiner Mannschaft hat aber sehr gut gepasst”, sagt Foda. Das Spiel am Verteilerkreis wird ein ganz anderes als gegen die Rieder, weil “die Austria einen herzerfrischenden Fußball spielt” und nicht nur auf Zerstörung aus ist wie die Oberösterreicher in Graz. Foda: “Die Austria liegt uns mehr als Ried.”
Kronen Zeitung: Der Kampf um die Tabellenführung zwischen Austria und Sturm heute im Horr-Stadion ist der Knaller der Runde schlechthin. Am 7. November hat Sturm Platz eins nach nur zwei Runden in Wien wieder abgeben müssen (1:3 bei Rapid), heute wollen Salmutter & Co. in der Hauptstadt die Pole-Position nach vier Monaten wieder zurückerobern! (…) „Durch den Heimvorteil ist die Austria Favorit, aber Sturm hat in Wien meistens gute Spiele abgeliefert, kommt nach dem Ried-Sieg auch mit viel Selbstvertrauen“, betont Ivo Vastic, in dessen Brust heute zwei Herzen schlagen. „Aber als Trainer der Amateure drück‘ ich schon der Austria die Daumen. Sturm soll sich die Punkte woanders holen.“ Rasenschach oder doch Offensivspektakel – auch Vastic weiß nicht so recht, was den Fans im Schlager serviert wird. „Austria spielt wie Sturm offensiv, aber sie will sicher auch nicht ins offene Messer laufen. Es steht ja doch viel auf dem Spiel. Durchaus möglich also, dass es eine von Taktik geprägte Partie wie zuletzt Sturm gegen Ried wird, wo Torchancen Mangelware waren.“
Kurier: Austria und Sturm – zwei Mannschaften, zwei Trainer stehen für einen Spielstil: Offensiv ausgerichtet, technisch stark, Kombinationen suchend und mit Spaß bei der Sache. Dabei schlüpften Austrias Karl Daxbacher und Sturms Franco Foda als Kicker selten in die Spielmacherrolle, galten viel eher als Kämpfernaturen. (…) Der Vergleich macht Stankovic sicher: “Daxbacher ist viel ruhiger, Foda kann schon laut werden. Beide sind aber menschliche und zugängliche Typen und keine Schuldirektoren. Für die Anliegen der Spieler sind sie beide offen.” Die Fußball-Philosophien der Trainer ähneln einander, dafür gibt es im Training Unterschiede: “Foda geht mehr ins Detail bei Spielsituationen, Daxbacher legt großen Wert auf das Ballhalten in Spielformen.” Stankovic warnt vor Sturm: “Ich kann mich noch an die Besprechungen vor den Spielen gegen die Austria erinnern. Da wollten wir mit Sturm immer unser Spiel durchziehen.” (…) Geht es nach Foda, so darf man sich ein Offensivspektakel erwarten. “Zuhause gegen Ried zu spielen ist für uns schwieriger als auswärts gegen die Austria, weil wir dort mehr Räume für unsere Angriffe bekommen.”
sportnet.at: Geht es nach Austria-Coach Karl Daxbacher, sind auch vor dem Top-Duell der Liga Rechnereien und Meisterspekulationen unangebracht. (…) Viel wichtiger findet der Niederösterreicher, wie seine Mannschaft die Tatsache, erstmals seit 26. Oktober 2009 Tabellenführer zu sein, zurechtkommt. “Es wird auch für mich interessant, ob die Führung uns beflügelt oder hemmt.” (…) Das Motto gegen Sturm lautet wie schon zuletzt volle Offensive ohne Rücksicht auf den Gegner. “Wir müssen unsere Heimbilanz weiter verbessern”, sagt Sportvorstand Thomas Parits. Dass sich Sturm so wie die Austria in der Fremde leichter tut, ist für Daxbacher verständlich: “Im eigenen Stadion versucht man, das Geschehen zu bestimmen, macht hinten mehr auf und ist anfälliger für Konter.” (…) “Sie (Sturm, Anm.) werden zu ihrer alten, gewohnten 4-4-2-Formation zurückkehren”, weiß der FAK-Coach, der Marko Stankovic nach seiner Gelb-Sperre wohl vorerst auf der Bank lassen wird. “Haas dürfen wir den Ball eben nur nicht vor die Füße köpfeln.” (…) Neben Imre Szabics dürfte Marvin Weinberger oder etwas hängend Muratovic aufgeboten werden. “Weinberger braucht Räume, die er gegen Austria eher vorfinden wird”, glaubt Foda. (Link)
Sturm12.at
Spielvorschau: Gipfeltreffen am Verteilerkreis
Interview mit Marko Stankovic
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