Kommentar

Meistertitel als wirtschaftliches Risiko?

Kann sich der SK Sturm einen Meistertitel überhaupt leisten? Eine Frage, die niemals diskutiert hätte werden dürfen. Der Teller ist eine Chance, die Sturm aber auch nutzen muss. Kostenkontrolle allein reicht dafür nicht.

cc by 2.0 Public Domain Photos (flickr)

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Bei aller Euphorie, die in Graz nun bereits seit einigen Wochen rund um Sturm und einen möglichen dritten Meistertitel herrscht, mischen sich auch immer wieder kritische Stimmen: “Kann sich der SK Sturm einen Meistertitel überhaupt leisten?” Besonders angeheizt wurde die Debatte von Sturm-Sportdirektor Oliver Kreuzer, der in einem spornet.at-Interview mit der Aussage: “Der Titel wäre ein Verlustgeschäft für Sturm” aufhorchen ließ.

Im Falle eines tatsächlichen Titelgewinns, von dem die Grazer natürlich noch etwas mehr als einhundertundachtzig Minuten entfernt sind, müsste Sturm eine Meisterprämie an Spieler und Betreuer zahlen und eine Meisterfeier organisieren. Auch wenn die Kosten vor allem prämienseitig wenn überhaupt nur sehr grob zu quantifizieren sind, dürfte es sich dabei um keinen unerheblichen Posten handeln. Präsident Gerald Stockhenhuber spricht in einem Interview mit der Kleinen Zeitung von einer notwendigen Budgeterhöhung um fünf Prozent. Bei einem – ebenfalls von Stockenhuber bestätigten – Gesamtbudget würden sich aus einer einfachen Rechnung Kosten von rund 550.000 Euro ergeben. Ob darin auch eine eventuelle Meisterfeier enthalten ist, ließ der Topfunktionär der Schwarz-Weißen offen.

Fakt ist, dass der Meistertitel kurzfristig eine Belastung für das Sturm-Budget darstellt. Zudem gibt es kaum Möglichkeiten, diese Kosten zu reduzieren. Gut, bei der Meisterfeier könnte man an dem einen oder dem anderen Eck sparen, die Prämien sind jedoch vertraglich vereinbart und damit in ihrer Höhe fixiert.

Einnahmensseitig sind die kurzfristig erreichbaren positiven Effekte überschaubar. Natürlich profitiert der Verein von der höheren Stadionauslastung in den letzten Heimspielen. Zudem könnte ein Titelgewinn auch Auswirkungen auf den Dauerkarten- und Fanartikelverkauf haben. Besonders verlockend erscheint aber vor allem der Geldstrom, den eine Qualifikation für die Champions oder Europa League mit sich bringen würde. Das einzige Problem dabei – diese Einnahmen sind nicht kalkulierbar. Besonders die Europacup-Millionen stehen auf äußert wackligen Beinen. Sie in eine Budgetplanung für die Saison 2011/2012 aufzunehmen wäre nicht nur äußerst risikoreich, sondern einfach dumm. Sturm wird sich – sicher auch wegen der prägenden Erfahrungen aus der Kartnig-Ära – davor hüten dieses Risiko einzugehen, wie auch Sportdirektor Kreuzer gegenüber Journalisten mehrfach bestätigte.

Mit dem eingeschlagenen Weg Budgetüberschreitungen tunlichst zu vermeiden, sind die Grazer nicht alleine im österreichischen Fußball. So hat sich unter anderem auch Rapid Wien dazu verschrieben, keine neuen Schulden zu machen, auch wenn dies nicht immer Zuspruch unter den eigenen Anhängern findet. Zwar haben nachwievor einige Vereine mit finanziellen Problemen zu kämpfen, wie vor allem das Beispiel Wacker Innsbruck zeigt. Die Tiroler erhielten die Lizenz für die kommende Spielzeit erst in zweiter Instanz. Dennoch zeigen die letzten Jahre einen positiven Trend. Die Bundesliga-Klubs haben gelernt ihre Kosten unter Kontrolle zu halten und so Konkurse zu vermeiden.

Während man im Umgang mit Ausgaben also durchaus aus der Vergangenheit gelernt hat, fehlen einnahmenseitig nach wie vor die großen Ideen. Budgets werden auch heute noch viel zu oft als vorgegeben gesehen, auf die das kaufmännische Management der Klubs keinen Einfluss hat. Der Erfolg eines Fußballvereins wird aber nicht allein durch die Qualität der Arbeit am grünen Rasen determiniert. Er ist vielmehr das Ergebnis aus dem Zusammenspiel zwischen sportlicher und wirtschaftlicher Leistung.

Gerade bei Sturm hat sich in den letzten Jahren die Meinung etabliert, dass die Steuerhebel zur Verbesserung der Ergebnisse nur auf der sportlichen Seite zu suchen sind. Dies ist aus Sicht der sportlichen Leitung durchwegs verständlich, da ihre Aufgabe nun mal das Sportliche ist. In einer Gesamtbetrachtung greift diese Ansicht aber viel zu kurz.

Natürlich wird es den Grazern niemals gelingen auch nur ansatzweise an die zur Verfügung stehenden Geldmittel von Red Bull Salzburg heranzukommen. Auch die deutlich geringeren öffentlichen Förderungen, die Sturm im Vergleich mit den Wiener Vereinen erhält, stellen einen gewissen Wettbewerbsnachteil dar. Dennoch konzentriert sich die Vereinsführung viel zu oft auf das Suchen nach Ausreden, anstatt mit voller Entschlossenheit und Professionalität das Potential auf wirtschaftlicher Seite auszuschöpfen.

Auch unter Berücksichtigung der Vereinstradition und der damit verbundenen notwendigen Vorsicht in Sachen Kommerzialiserung wurden bisher bei weitem nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Man bedenke dabei vor allem die Sponsorenstruktur. Neben dem Hauptsponsor Puntigamer verfügen die Schwarz-Weißen über keinen weiteren potenten Großgeldgeber. Eine Pyramide, die die Sponsoren in klaren Kategorien einteilt und etwa in Deutschland gang und gäbe ist, sucht man bei den Blackies vergeblich.

An dieser Stelle werden – gerade am heutigen Tag – einige Einspruch erheben. Immerhin hat Sturm heute den Sponsorvertrag mit Magna offiziell bestätigt. Jetzt möchte ich an dieser Stelle nicht näher auf die Frage eingehen, ob eine Partnerschaft mit Frank Stronach nun tatsächlich eine gute Lösung für den Verein darstellt. Klar ist aber – und soweit lehne ich mich aus dem Fenster – dass die Zusammenarbeit mit Magna nicht unbedingt ein Produkt professioneller wirtschaftlicher Arbeit ist. Sie beruht vielmehr auf der Leistung einzelner Personen und vor allem dem Gönnertum des Austrokanadiers. Ohne den Einfluss des Wirtschaftsmagnaten wäre die Magna-Marketingabteilung wohl nicht darauf gekommen, die schwarz-weißen Fußballer zu unterstützen. Aus diesem Grund kann der Vertrag, der bis 2014 läuft, auch kein Gradmesser für die wirtschaftliche Leistung von Sturm sein.

Gerade wenn es den Grazern tatsächlich gelingt, den Titel nach 12 Jahren wieder in die steirische Landeshaupstadt zu holen, wird es an der wirtschaftlichen Führung liegen, daraus auch wirklich Profit zu ziehen. Dazu braucht Sturm die notwendige Professionalität, die richtigen Personen und vor allem die Bereitschaft alte Strukturen aufzubrechen und hart an Verbesserungen zu arbeiten.

Sollte Sturm in den nächsten Jahren nochmals in eine ähnliche Situation kommen, darf es keine Diskussion mehr darüber geben, ob der Meistertitel nun ein wirtschaftliches Risiko darstellt. Der Teller ist eine Chance. Die muss man aber auch nutzen.

Ein Kommentar von Christopher Houben

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Christopher Houben (ch)

1981 in Graz das Licht der Welt erblickt, entbrannte seine Fußballleidenschaft als Torhüter und nur äußerst selten eingesetzter Mittelfeldspieler seines Knirpsturnier-Teams. Kurzzeitig, aber doch nachhaltig der Versuchung des ledernen Football-Eis erlegen, konnte er auch der Anziehungskraft der legendären Gruabn nicht widerstehen. Mit dem Umzug nach Liebenau endgültig der schwarz-weißen Macht zugewandt, zog es ihn nach erfolgreich absolvierter Reifeprüfung in die verbotene Hauptstadt Österreichs, wo er seither als „in Wien lebender Grazer“ (wie er stets betont) seine Zelte aufgeschlagen hat. Inzwischen der Internationalen Betriebswirtschaft kenntlich in die Tiefen der Telekommunikation vorgedrungen, entschloss er sich im Frühjahr 2009 zur Gründung von Sturm12.at.



Kommentare

dalamma says:

Es wäre hoch an der Zeit, dass die TV-Gelder endlich nach 1.) Erfolg und 2.) Werbewert des Klubs verteilt werden. Aktuell bekommt jeder Klub von Mattersburg bis Sturm gleich viel, was eigentlich ein Wahnsinn ist. 1.) Erfolg, damit man sich es leisten kann, erfolgreich zu sein (ebenfalls ein Wahnsinn, dass das eventuell nicht vereinbar ist), und 2.) Werbewert, weil: attraktivere Klubs = attraktivere Liga = mehr TV-Geld …

cartman1 says:

Was? Willst dass die Kluft zu den Wienern noch größer wird!

sektor19 says:

es gibt 2 grossklubs in österreich…dem werbewert nach…und das sind salzburg und rapid.
demnach wäre eine aufteilung nach diesem schlüssel für sturm egal, da alles gleichbleiben würde, für die kleinen eine katastrophe und für rapid der grosse geldregen.
im übrigen versucht das der von uns allen geschätzte rudi edlinger schon seit langem durchzuboxen

dalamma says:

Wieso Kluft zu den Wienern? Recht aktuelle Studie: Rapid Wien 700.000, Salzburg 500.000, Sturm und Austria Wien jeweils 300.000, LASK 200.000 Fans. Das sind jene Teams in Österreich die eine Fananzahl oberhalb der Wahrnehmungsgrenze haben. Und da ist Sturm eh Dritter. Außerdem ist es ein ur-wirtschaftlicher Grundsatz, dass die die dafür sorgen, dass jemand Geld für TV-Recht zahlt im Endeffekt auch eine großen Teil bekommen. In Wahrheit lukrieren genau diese Klubs ja dieses Geld. Für eine Liga mit Kapfenberg, Mattersburg etc. ist niemand bereit, TV-Geld zu zahlen…

dalamma says:

Ist übrigens auch eine Möglichkeit um die ganzen Dorfklubs durch gscheite Vereine wie BW Linz, Austria Salzburg, Vorwärts Steyr und meinetwegen auch die Roten zu ersetzen …

cartman1 says:

@dalamma Diese zahlen sind wohl lächerlich. Fans sind die die regelmäßig ins Stadion pilgern auch wenns nicht so läuft und da hat Sturm so ca 10000 und RB liegt da fast auf WN Niveau. Trotzdem fließt auch jetzt schon genug Geld in die Bundeshauptstadt

dalamma says:

@cartman1: Na dann steht Sturm deiner Meinung nach ja noch besser da, müsste sich vor einer gerechten Aufteilung nicht fürchten. :-) Und zu meinen Zahlen: Diese Studie wurde von Sport+Markt erstellt, die liefern auch Zahlen für europ. Topligen. Und die gesamte Werbewirtschaft richtet ihre Investitionen nach solchen Studien, und glaub mir, die wissen, was sie tun!

Schön, wenn man die Arbeit von Gerald Stockenhuber, der den Deal mit Magna verhandelt hat, wirtschaftliche Kompetenz abspricht. Tatsächlich wurde nämlich in erster Linie mit Magna verhandelt und erst in zweiter Linie mit Stronach. Der ist nämlich, falls das manche noch nicht wissen, nicht mehr bei Magna zeichnungsberechtigt.
Ich bin der Meinung dass dies schon mal ein erster Schritt zu einer Alternative von Puntigamer ist und die ist dringend notwendig. Und Sponsortum an sich ist nun mal an eine gewisse Gönnerhaftigkeit gebunden. Wer gibt schon freiwillig viel Geld aus, dass er nicht zurück bekommt.

Ahm Dortmund macht auch keine Kohle mit dem Meistertitel, auf Grund der Tatsache, dass sie international nicht weiter gekommen sind. Im Vergleich dazu hat Schalke richtig Kohle gemacht… krebsen national aber im Niemandslandherum.
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Und ich bin mal so frech und behaupte, wenn wir uns für die CL/EL qualifizieren, das kein Problem sein wird. Sogar im schlimmsten Fall ohne EL wird uns der Meistertitel nicht ins Finanzchaos werfen…
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Im letzten Artikel des Autors war die Rede davon, dass solche Auswirkungen erst im Sommer besprochen werden, gerade jetzt in einer so heißen Phase, na sagen wir mal, “schlechte stimmung“ zu machen, ist IMHO nicht nötig…

systemfehler says:

Vorallem ist ein Meistertitel mehr Wert als ein kurzfristiges “Loch” in den Finanzen. Es ist ja nicht so, dass Sturm mit Eifer Geld zum Fenster rauswirft sondern wenn nur die Mannschaft für ihre Leistungen belohnt. Das wäre (falls wirklich zuwenig Geld da wäre) ein Einzelfall den Sturm über die nächsten Jahre sicher leicht ausbilanzieren könnte. Wir kaufen ja keinen Spieler um zig Tausend Euro der dann noch 4 Jahre Gehalt bekommt.

shadowhunter says:

Lässt Puntigamer für einen Meistertitel nichts extra springen? Bekommt man von der Liga eigentlich etwas (außer dieser Obstschale)?
Weiß nicht wie das so ist, kann mich da jemand aufklären, diese Dinge kenne ich nur vom “Fußball Manager” ;-)

eckerlkas says:

…den Titel nach 12 Jahren wieder in steirische Landeshaupstadt zu holen…
und was war vor 7 Jahren?

cartman1 says:

Das war nicht der Titel sondern der Größenwahn eines Sonnenkönigs…

ERZSCHWOAZA says:

Wenn sich die Frage stellt, ob man sich in der Bundesliga einen Meistertitel finanziel leisten kann oder nicht, sollte man mit dem Fußballspielen sofort aufhören und zur rythmischen Sportgymnastik oder zu Dreitageswanderungen überwechseln.

AUSSERDEM: wer sagt dass z.b.eine meisterfeier nur kosten muss? sie kann durchaus so organisiert sein dass sich damit was verdienen lässt. nur dann reicht halt nicht vom rathaus lächeln und winken. dass muss ein volksfest sein. (ich weürd 5 euro eintritt zahlen, wär mir echt egal) attraktionen müssen her: liveband bungeejumping Riesenwuzlerturnier hupfburg torwandschiessen ein bierstandl neben dem anderen und dazwischen fanartikelverkauf (natürlich ein neues “meisterdress”-schal -wimpel usw)…..
… aber jetzt müssen wir erstmal meister werden :)

ERZSCHWOAZA says:

Richtig ! Und wenn wir wirklich Meister werden sollten, eine Feier am Samstag und nicht wie angedacht mitten in der Woche.

Anonymous says:

So ein Blödsinn.
Was wollt ihr, eine emotionale Feier oder ein Feuerwehrfest? Wah- was ist das denn für eine blöde Idee….

SCHELMISH says:

Für eine Veranstaltung in der Innenstadt, egal welcher Art , braucht man Genehmigungen von sämtlichen Behörden. Allein der Sicherheitsaspekt ist ein erheblicher (eigentlich der größte) Teil von Events dieser Art ( denk an die UPC Arena !) . Als Veranstalter bekommt man Auflagen die zu erfüllen sind; passiert das nicht kanns entweder zu einer Absage kommen od. es wird so richtig teuer . Seit der Loveparade ist man auch hier in Ö sehr sensibilisiert bei Großveranstaltungen.
Eintritt schön + gut , nur wo rund um den Hauptplatz soll man Eintritt kassieren ?
Der Zeitfaktor ist eigentlich der Gegner in diesem Fall.
Glaub mir ich sprech aus eigener Erfahrung denn ich bin ausgebildeter Eventmanager.
Das aber eine Meisterfeier im Falle des Falles her muss ist unbestritten !!!!!!!

Der Meistertitel würde nicht nur die Quali zur CL bringen, die, so ehrlich muss man sein, mehr als schwer werden wird. Nein, es genügt zumindest einmal die erste QUali-Runde zu überstehen. Und das sollte machbar sein. Sollte es dann in der letzten Quali ein Hammerlos geben (und ja, auch die Bayern wären im Bereich des Möglichen) und man würde es nicht schaffen, so wäre man zumindest fix in der Gruppenphase der Europa League.

Alles in Allem wäre der Titel einfach ein Wahnsinn im positiven Sinne. Und die Kostenfrage sollte sich hierbei keine Minute stellen. So eine Chance werden wir wohl nicht mehr so bald bekommen. Und alleine die Gesichter in Wien und Salzburg bzw. die Goschen von Peter Linden möchte ich sehen, wenn tatsächlich Mario Haas am Mittwoch die Schale stemmt. Alleine dafür würde ich schon zahlen!!!! Das wäre eine Blamage für die “Großen”.

Das Sahnehäubchen wäre ja noch, wenn Ried noch einen aus dem Duo Salzburg und Austria überholt!!!!!

Soweit ich mich düster erinnere (mit Schauer an die Leistungen von RBS in der CL Quali) steigt der Ö Meister in der 2. Runde der CL Quali ein. Sturm ist dort – soweit ich weiß – gesetzt und spielt gegen Meister aus dem Ostblock. Falls diese Runde überstanden wird, gehts in der 3. Quali der CL weiter, da wird Sturm kaum mehr gesetzt sein, weil dort Meister der “stärkeren” Ligen warten. Falls man in dieser Runde ausscheidet, spielt man in der 4. Quali Runde der EL weiter (ist die letzte Runde, so wie heuer gegen Juve). Sollte man wider Erwarten, die 3. Quali Runde der CL auch schaffen, ist man in der 4. Quali Runde und bei einem Ausscheiden fix in der EL und bei einem (Wunsch)weiterkommen, fix in der CL. Ein Treffen mit Bayern ist -mMn- in der Quali nicht möglich, da diese als Nichtmeister (oooooooooh wie ist das schön) nicht in den Topf der Meisterqualifikation fallen.

Die Kostenfrage der Meisterschaft sollte trotzdem nicht außer Acht gelassen werden, da es schon alleine aufgrund der Prämien starke Belastungen gibt. Trotzdem, da bin ich bei deiner Meinung, diese Kosten sind im Vorhinein (aufgrund von Spielerverträgen und groben Schätzungen einer Meisterfeier) klar und sollten daher im Budget berücksichtigt werden und dementsprechend – an welchen Stellen auch immer – eingenommen werden. Wenn es dann nicht zum Titel reicht, ist man zumindest schon mal im gröberen Plus, das man danach immer noch – aufwandswirksam – drücken kann, um nicht zuviel Gewinn zu erzielen ;)

@Tooms
Richtig! Wir müssten 2 Quali-Runden überstehen. Wäre zwar nicht einfach,aber durchaus machbar. In der 4. und letzten Runde würde dann wohl ein Kracher warten, der zumindest für ein ausverkauftes Haus sorgen würde.

exilim916 says:

Sturmwarnung über Europa!

Eine Meisterfeier an einem Donnerstag um 17h anzusetzen…..
Was sind das eigentlich für geistige Einbahnstrassen im Vorstand und Marketing bei Sturm?

@SCHELMISH: klar gibt es Auflagen und Behörden, die alles verkomplizieren. Hätte Sturm Graz aber endlich mal das Interesse an einem professionellen Marketing und Fanservice könnte man auch solche Aufgaben meistern.

Wieder einmal wird das so riesige Fanpotential mit Füßen getreten.

SCHELMISH says:

Ganz deiner Meinung.
lies mal was ich schon letztes Jahr im Juli geschrieben hab:

http://www.sturm12.at/2010/07/28/12-meter-brennpunkt-fanservice/

manonegro says:

die diskussion um den titel ist ja ein wahnsinn eigentlich. wir können doch nicht den meistertitel in frage stellen. das entbehrt nicht nur jeder rationalen basis sonder auch jeder wirtschaftlichen. tatsächlich habe ich null ahnung vom schwarzen budget u weiß auch nicht welche kosten im falle des titels zu tragen sind. aber alleine der immaterielle wert(anstieg) des images, der durch den titel verbessert wird (national und vor allem international – dies wiederum lockruf für viele sponsoren ist) u die möglichkeit sich in europa wirtschaftlich von der meisterfeier zu rehabilitieren (wirtschaftlich) sind grund genug, diese anti-argumente vom tisch zu kehren.

blablubb says:

Wäre die Meisterfeier wirklich am Donnerstag?

sturmfan11 says:

wäre schon gespannt was der orf in der letzten runde zeigen würden… !
wsl. sehen die fans die nicht im stadion sind oder nicht sky haben dann keine sekunde vom möglichen meister live ! weil wenn noch alles offen iist nd austria : salzburg ist …

pxusa2010 says:

Gratulation zu diesem Bericht. Ich kann dem nur voll zustimmen und zweifle sehr an der wirtschaftlichen Kompetenz der Verantwortlichen. Was macht das auch für ein Bild in der Öffentlichkeit oder bei Spielertransfers wenn mann immer nur darüber spricht das das Budget sehr knapp ist und mann sich den einen oder anderen Spieler im Kader nicht mehr leisten kann. Das zeigt nicht von Weitblick und ist eigentlich eine Schande

karamelbaer07 says:

Bezüglich der Quali für die CL:
Falls man wirklich in die Play-Offs (4.Runde) kommt, wartet höchstwahrscheinlich kein Hammerlos auf Sturm, weil wir über die Champions-Route die Quali spielen. Und weil die Meister der besseren Länder sowieso schon fix in der Gruppenphase sind, kriegen wir irgendwen wie den Meister aus Israel, Ungarn, …usw…

11mousa says:

@ Karamelbaer: Ungarn fällt mal sicher weg, denn der ungarische Meister Fehervar könnte bereits in der 2. (also unserer 1.) Runde warten, zusammen mit Mannschaften wie Düdelingen oder Torshavn.

Der zweite Gegner hängt davon ab, ob wir gesetzt oder ungesetzt sind (steht noch auf der Kippe). Der schwerstmögliche Gegner dürfte wohl ungefähr auf dem Niveau von Dinamo Zagreb sein.

Und im Playoff warten zwar ausnahmslos schwere, aber keine übermächtigen Gegner: Schweiz, Dänemark, Israel, …

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