Glanzparade

Schwindelig

Die ersten Wochen auf Betriebstemparatur sind vorbei. Die erfrischende Stadionbeschallung, die instabile Defensive, der mysteriöse „Sechser“, eilige Transfers, der unterstützende Sportkoordinator und die fragwürdige Preisgestaltung lösen Verwirrung aus.

© Sturm12.at

6:13, 7:17, 6:19 und 5:18. Es liest sich wie die Ergebnisse der Österreichischen Football-Nationalmannschaft bei der WM vor wenigen Tagen, ist aber die Statistik zu den Torschüssen von Sturm gegen Zestafoni, Mattersburg, Videoton und Ried. Sturms Spiel steckt von hinten bis vorne in ganz massiver Sch…uhpaste derzeit. Zur weitverbreiteten Formschwäche (Mura, Kienast oder Koch) hinterlässt auch die intensive Foda’sche Vorbereitung, sowie die (zu) kurze Regenerationsphase ihre Spuren. Auch die englischen Wochen tragen dazu bei. Spieler wie Szabics, Bukva, Standfest, Feldhofer und Hölzl kämpfen folgetechnisch mit Blessuren und Verletzungen. Dazu kommt, dass die wenigen Abgewanderten an allen Ecken und Enden fehlen (teils mehr als vermutet). Die Neuen wiederum sind trotz eiligster Transferaktivitäten in die Warteschleife verfrachtet worden bzw. haben sich noch nicht als nachhaltige Verstärkungen bewiesen. Darüberhinaus wirken die Kreativposten verunsichert und obwohl die Offensive bemüht ist, schweben die Protagonisten oft schwerfällig im luftleeren Raum. Und die Defensiveabteilung – vergangenene Saison Fels in der Sturmbrandung – holpert von einer Unsicherheit in die nächste und wird von ganz und gar nicht furchteinflösenden Gegnern teils schwindelig gespielt.

Ach ja – schwindelig – zu allererst fällt mir da das Schlagerkarussell-Vorspiel zum samstägigen Mattersburg-Match ein. Zur Einstimmung musste sich die Nordkurve wieder mit Andreas Gabaliers scheußlicher Sturmanbiederung abärgern (und ich dachte wir alle hätten diesen üblen Schunkel-Schmarrn schon überstanden). Dass es so ganz und gar nicht toll wirkt, wenn Heimspiele der Blackies mit minutenlangen Pfeifkonzerten seitens der Fans begonnen werden, muss dem Vereins-DJ anscheinend erstmal klargemacht werden. Die Schunkelmafia scheint eine Lobby bei den Verantwortlichen zu haben, denn es ist unerklärlich, dass der eindeutigen Ablehnung der eingefleischten Fans diesbezüglich bewusst zuwider gehandelt wird. Es will ja niemand das Training diktieren, jegliches Belustigungsdesaster muss man sich aber auch nicht bieten lassen. Und trotzdem müssen es die Fans – möglicherweise als kleines Dankeschön für den rekordverdächtigen Dauerkartenverkauf – ertragen. Kräftemessen auf unnötiger Ebene. Komische Welt…

Was dann am Rasen geschah, war nicht minder eigenartig. 20 Minuten durfte man hoffen – man lag in Führung, die Offensivabteilung kombinierte besser als bislang in dieser Saison – bis es dann gar nimmer in Ordnung war und die Mattersburger die Blackies schwindelig spielten (ja, die Mattersburger). Dem Ausgleich der Burgenländer folgten nämlich deren rollende Angriffe, die Aberkennung eines (meiner Meinung nach) regulären Treffers, ein nicht-gegebener Elfmeter, ein Lattenkopfball, einige Glanztaten von Christian Gratzei und ein Defensiv-Tohuwabohu in schwarz-weiß. Sturm war, wie schon in Ried vergangene Woche und auch im Europacup gegen Videoton, klar unterlegen und ähnlich farblos wie die neuen ausgewaschenen Heimdressen. Dass sich die Mannschaft mit aller Macht gegen die Niederlage zu stemmen versuchte, war ihr allerdings hoch anzurechnen.

Gegen Zestafoni gabs ein ähnliches Bild. Vor allem die Defensiv-Unsicherheit (wenn auch weit geringer als gegen Ried oder Mattersburg) und kaum vorhandene Offensivaktionen geben zu denken. In manchen, auch weniger brenzligen Phasen, wurden die Bälle vom Grazer Verteidigungswall einfach nur aus der Gefahrenzone gedroschen. Ziellos. Das Tor der Blackies entstand dann auch eher zufällig, weil Patrick Wolf toll antizipierte und einen Abwehrschnitzer der mittlerweile müden Georgier durch sein Pressing provozierte. Eine Einzelaktion. Mehr war da nicht. Und trotzdem durften die eiligst getätigten Transfers nicht als Optionen dienen. Was hätte zum Beispiel nach der Partie gegen Mattersburg schon schiefer laufen können? So wurde gegen Zestafoni der eingespielte Jüngling in die Hitzeschlacht geschickt, und nicht die arrivierte Neuverpflichtung. Neuhold hat sich schon lange eine Chance verdient, fiel auch nicht ab, spielte brav, unauffällig, aber auch ihm war die gesamtmannschaftliche Unsicherheit anzumerken. Auch Darko Bodul wäre dabei gewesen und der hatte ja schon einige Testspielminuten mit Sturm in den Beinen. Nun bleibt die Frage im Raum stehen, warum man sich für so eilige Transfers entschließt um dann, selbst in Situationen höchster Personalnot, nicht genügend Vertrauen in die Neuverpflichtungen zu stecken.

Und dann ist da noch das Thema mit der „6“. Diese unscheinbare Arbeitsbiene, die wie ein Kreisläufer im Handball gefühlte 1000 Mal pro Spiel um die eigene Achse rotiert und all das erledigt was anderen zu unästhetisch ist. Bei Sturm ist diese Position gleich noch unscheinbarer, weil derzeit beim besten Willen keine lupenreine „6“ auszumachen ist. Der junge Herr Koch ist bemüht und rackert emsigst, ist auch 1,86 groß, aber wahrlich keine Defensivmacht und ein klassischer zentraler Mittelfeldmann mit Drang nach vorne. Ähnlich ist es mit Manuel Weber – einem der wenigen die derzeit auf gutem Level agieren. Weber ist Verteiler, hat Spielmacher-Fähigkeiten, ist aber kein klassischer Abräumer. Dann bleibt eben noch Sandro Foda. Und so sehr ich mich auch bemühe und mir wünschen würde, Positives in seinen Einsätzen zu finden – ich schaff’s nicht. Fest steht: Sturm hat nach dem Abgängen von Kienzl und Mevoungou keinen wirklichen Sechser in seinen Reihen. Kein Wunder, dass in den ohnehin versunsicherten Abwehrreihen noch mehr Chaos herrschen muss.

Und weil wir immer noch beim Thema schwindelig sind – der neue Sportma… Halt! …der erste „Sportkoordinator“ in der Geschichte von Sturm Graz stellt sich auch schon auf beschwingte Zeiten ein: Als „Drehscheibe“ und Ansprechpartner für alle Ebenen des Klubs sieht sich der 57-jährige Hans Lang, der Franco Foda „administrativ und organisatorisch“ unterstützen will. Ist das alles? Klingt fußball-mittelalterlich für mich – und nach gemachter Arbeit darf sich der Knappe am Heuboden bis zum ersten Hahnenschrei schlafen legen. Wahrscheinlich ist das die Variante, die man sich schon zu Oliver Kreuzers Zeiten vorgestellt hatte: Billig und nicht aufmümpfig. Nur dazu war der nach Karlsruhe abgewanderte Sportmanager zu professionell, zu entscheidungsfreudig, zu smart. Alleinherrschaft auf allen Ebenen – auf die scheint man derzeit wieder abzuzielen.

Und zu guter Letzt wären da noch die schwindelerregenden Kartenpreise gegen Zestafoni. Was ist den werten Damen/Herren denn da wieder eingefallen?! Mit dem Hintergrund der beeindruckenden Fanfahrt nach Klagenfurt hätte man kartenpreistechnisch moderater sein können. Fantreue soll sich ja bezahlt machen (anscheinend versteht das der Vorstand anders). Hat da vielleicht der Sturm-DJ, dieser leidenschaftlich volksmusikalische Scheibendreher, vielleicht ein Wörtchen mitgeredet? „In da Vuiksmusi kaun ma jo ois verlaungan“. Von den Sturm-Fans aber nicht. Nebst nervenaufreibender Computerpannen beim gestrigen Vorverkaufsbeginn, ließen auch die Massen aus. Von wegen Ansturm auf die CL-Karten (wie in der Online-Ticketing-Fehlermeldung publiziert wurde). Nach zünftiger Erhöhung der Dauerkartenpreise und spielerischer Schonkost eine äußerst feindselige Signalsetzung im Gegenzug für die unbeugsame Treue der Fans…

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Michael Pelitz (mp)

1977 in Graz geboren, in Mürzzuschlag aufgewachsen und mit ca. 14 Jahren der dortigen schwarz-weißen Eisenbahner-Jugend als stets einsatzwilliger, aber minder talentierter Offensivgeist er- bzw. entwachsen. Zumindest die Knipserqualitäten sind ihm bis heute geblieben. Ab da an stand der Tennissport - bis heute große Leidenschaft und Ausgleichsbeschäftigung - im Mittelpunkt des sportlich-aktiven Interesses. Nach einem Austauschjahr im pazifischen Nordwesten der Vereinigten Staaten gings über Umwege ans Anglistik/Amerikanistik- und Medienstudium, daneben erste (weniger) (erfolgreiche) musikalische Gehversuche. Durchs Bruderherz zum wahren Sturm-Afficionado mutiert und bis zum Fansektortransport leidenschaftlicher "22er"-Dauerkartenbesitzer (an selber Stelle mit JD eine Freundschaft erstritten - Anmerkung: MP hatte zumeist recht...). Nach Studienabschluß, Co-Leitung der Musikplattform "Platoo", die vom schwarz-weißen Lieblingsbelgier Jan-Pieter Martens gegründet wurde, weitere Musikprojekte und noch viel viel mehr...



Kommentare

saurons_mouth says:

BAM. richtig gut hingesetzt, diese glanzparade!
man kann nicht mehr machen, als immer und immer wieder auf diverse schwächen aufmerksam zu machen..
aber das ist wie euro..äh eulen nach athen tragen…diesbezüglich wird sich gar nix tun in nächster zeit, vermute ich einmal…

kreativitätspunkte für “euro..äh eulen nach athen tragen” – sehr lustig…

saurons_mouth says:

trotz aller traurigkeit, die dieses wortspiel, sowohl auf sturm, als auch auf griechenland bezogen, beinhaltet, ist es lustig:)) aber das aus deiner feder zu lesen, ehrt mich natürlich ;)

Schon wieder dieses Bashing: “Dann bleibt eben noch Sandro Foda. Und so sehr ich mich auch bemühe und mir wünschen würde Positives in seinen Einsätzen zu finden – ich schaff’s nicht.”

Das ist wenigstens seine Meinung. Was du schreibst, ist dagegen nicht sehr produktiv.

Ich glaub, wir müssen dem Sandro bissl Zeit geben. Er arbeitet hart, das sieht man. Wer weiß, ob aus ihm nicht ein vergleichbar guter 6er wie einst unser Abwehrchef Franco Foda wird, ich trau es ihm zu.

saurons_mouth says:

regst DU dich grad über s.foda-bashing auf, yksi?? du bist doch der fodabasher no1!!!

lieber yksi… ich glaube nicht, dass ich sandro irgendwie unter gürtellinie angegriffen habe. ich denke, dass ich mich wie jeder hier über eine gute leistung seinerseits freuen würde, weil man dann darauf aufbauen könnte und das auch wertvoll für sturm wäre. tatsächlich kann ich mich aber nicht an eine für die mannschaft gewinnbringende vorstellung von ihm in jüngerer vergangenheit erinnern (testspiele ausgeschlossen). sollte das in naher zukunft eintreffen, werde ich der erste sein der in jubelgeschrei ausbricht…

Der haut sich wohl grad ab dass er “schon wieder dieses Bashing” geschrieben hat :)

@ mp – gut gemacht – besonders der Hinweis auf den fehlenden “6er”, denn meiner Meinung, wenn diese Position zufriedenstellend besetzt wäre, wäre eventuell viel von den jetzigen Unsicherheiten kompensierbar: hier ist (noch immer, schon seit Jahren) dringenster Personalbedarf, denn, wie du richtig beschreibst, auch die aktuellen Akteure decken diese Position auch zu wenig, sollten diese in Normal-Form sein; aber dafür haben wir 8 Offensiv-Kräfte; aber was glaubst denn du, warum gerät der Verein in so einen multifaktorellen Schwindel und wie wieder heraus kommen?

Liest sich sehr gut und bringt alles auf den Punkt. Wieso ein Bodul und Dudic nicht eingesetzt werden, vermute ich eher wegen fehlender Spielpraxis und/oder Kondition?! Will sagen, ist für mich noch der am ehesten nachvollziehbare Punkt.
@Kienzl: Da muss ich leider zugeben, dass ich seine Arbeit schlicht und einfach unterschätzt habe und man muss wirklich sagen, dass er an allen Ecken und Enden fehlt. Ich hoffe, FF bekommt das in den Griff.
-
Zu guter letzt ein wenig prikäres: Wieso war eigentlich Manu Weber Kapitän gegen Zestafoni? Ich wünsch es ihm und er hat es sich redlich verdient, aber wäre doch wohl Gratzei der nominelle Kapitän nach unserem Ferdl, oder?? Liegt das vl an dem Interview, wo er sich über den Abgang Kienzls aufgeregt hat? wäre interessant zu wissen…

Ich glaube Foda hat es nicht gerne, wenn der Tormann Kapitän ist – er will den am Feld stehen haben. Ist nur eine Vermutung meinerseits :) *g*

SK Sturm Graz – ein Fall für Anonymous und LulzSec.

schmidii says:

Eine sehr gut gelungene Glanzparade!
Ich kann dem nur zustimmen, die derzeitige Kartenpolitik ist angesichts der (leider) nicht sehr guten Leistung komplett fehl am Platz.
Wir können nur hoffen, dass Dudic eine Stütze in der Verteidigung wird, wie Schildenfeld eine war!

Mr. Monk says:

Guter Artikel! Trifft die Situation in der die Mannschaft steckt sehr gut. Zum Lederhosenstripper ist zu sagen, dass die Geschmäcker verschieden sind und das Lied vielen Sturmfans auch gefällt. Das Stadion besteht halt nicht nur aus der Nordtribüne, auch wenn hier eine resolute und lautstarke Lobby existiert. Man darf auch nicht ignorieren, dass Punk/Hardcore wie zB Cocksparrer sicher auch nicht jedermanns Geschmack trifft (Ganz abgesehen von den Lyrics).

In der Nordkurve sitzen die Fans, die immer und überall dabei sind und dieses Gsanglwerk aus dem Schlagerkeller ist meiner Meinung nach wie eine Watschn in das Gesicht jener, die sich in großer Überzahl unter Ihresgleichen gegen diese Anbiederung (sehr gute Formulierung von MP) lauststark ausdrücken, während sich die Band Cock Sparrer offensichtlich an größerer Beliebtheit erfreuen kann.

saurons_mouth says:

agree, keiner braucht diesen gabelroller!

Zwar ist es wahr, dass die Nordkurve immer für Stimmung sorgt, jedoch gibt es auch noch 10.000 andere Fans im Stadion, wovon wahrscheinlich 70% kein Problem mit der Musik von Gaballier haben bzw. diese sogar mögen. Es wäre vl sogar ein sehr reifes Zeichen hier Akzeptanz walten zu lassen, bringen diese Fans auch Geld in die Vereinstasche und machen genauso Stimmung (wenn auch nicht in dieser Professionalität wie die Nord, eh klar). Daher sollte man hier, wie auch im Artikel, nicht mit zweierlei Maß messen und hätte eigentlich gedacht, dass er Redakteur doch weit genug voraus sieht.
Keine Frage, die Musik mag nicht jedem gefallen, aber nur weil 2000-3000 Fans lauter sind als der Rest, heißt das nicht, dass Demokratie so funktioniert – auch wenn in der Vergangenheit immer öfter so gehandhabt wird.

chris1909 says:

Ich bin nicht in der Nordkurve und auch kein Abobesitzer, gehe aber regelmäßig ins Stadion, vorallem wieder seit der Post-Kartnig Ära. Auch ich finde dieses Schlager- und Volksmusikgesülze absolut abstoßend und ich kann es nicht verstehen, wieviel Potenzial hier auf dem Weg zu einem absoluten Kult- und Traditionsverein liegen gelassen wird. Ich bin mir sicher, dass man der „breiten Masse“ anderes zumuten kann als Urzeit-Stoakogler, Vollgas-Prolo Rock oder diesen Gabalier – mir läufts jedesmal kalt den Rücken runter. Ich glaube, da fehlt einfach Mut und Wille, hier mal was Neues und zumindest etwas Zeitgemäßeres zu probieren.

@chris1909: fein formuliert!

Sry, aber die Stoanis sind kult..das ist ganz was anderes :)

@ flachzange

Wenn es darum geht, einfach ein Lied nicht zu spielen, das den Fans, die auch auswärts eigentlich immer dabei sind, vor den Kopf stößt, dann sehe ich das Gebahren des Vereins nicht ein und dass dieses Lied 70% der anderen Stadionbesucher gefällt, halte ich für sehr, sehr weit hergeholt.

Diesem kleinproviziellen Image, dem der Verein anscheinend nicht zu entfliehen versucht wird auf jeden Fall Genüge getan, so viel ist sicher.
Das ist aber nur symptomatisch dafür, dass es in vielen anderen Bereichen des Vereins auch so läuft.
Und wenn es sportlich so weitergeht, wie es momentan aussieht, dann werden diejenigen, die den Gabalier so gerne hören ohnehin noch weniger im Stadion vertreten sein und übrig bleiben jene, die über so etwas Unangenehmes wie diese Gehörmalträtierung einfach einmal aus Liebe zu Sturm Graz hinweghören!

exilim916 says:

ich habe zu FF größtes vertauen! er wird das wieder hinbekommen!

Roland13 says:

Dem Artikel ist nichts mehr hinzuzufügen. Unterschreibe ich hundertprozentig und wurde von mir auch schon in manchem Kommentar an anderer Stelle erwähnt.
Traurig eigentlich, dass man als Meister und mit einem Bein fast im CL Play Off sich über all diese Dinge aufregen und ärgern muss. Die Fussballwelt könnte so schön sein, wenn unser “Management” zur Vernunft käme…

archaeopterix says:

bei diesem Personalmangel habe ich sicher erwartet ,daß Bodul wenigstens eingetauscht wird für Muratovic, der ja stehend KO war !! Außerdem könnte er auf mehreren Positionen spielen, was ich schon gesehen habe !! Sandro betrachte ich als Nachwuchs der etwa gleich gut wie andere ist ! Ich glaube es sehen aus Vorurteil die wenigsten ,daß er von allen Spielern die besten Passbälle bringen kann !! …….

mautner-markhof says:

aha…der archaeopterix is also ausgestorben, weil er blind war … jetzt wissen wir das auch >>
“die besten passbälle” … da 95% seiner pässe 4m zum nebenmann gehen und/oder 8m zurück zum nächsten IV um die verantwortung wo anders zu parken, is es recht wenig wunder, dass er die “besten” bälle spielt.
wäre halt noch zu definieren was jetzt “die besten” sind???

aber ansonsten hat der MP das da schön zusammen gefasst.
jaja.

cafcarde says:

warum hat man eigentlich mevoungou gehen lassen?

eine glanzparade im otto-konrad-stil (…der immer dann besonders akrobatisch war, wenn keine gefahr für sein tor bestand.) unreflektiertes gesudere auf allen linien. dass weber die sechs nicht spielen kann, ist mMn völliger unsinn, hat er doch letzte saison auch allein gespielt. (und kienzl jetzt nachzutrauern, der die ganze meistersaison unterirdisch gespielt hat, zeugt einfach von inkompetenz..)

und wenn sich die herren aus der nordkurve jetzt über den musikantenstadl beschweren, dann erinner’ ich nur an die spiele im frühjahr, als der fanblock begeistert die stoanis unterstützt hat…

..letztlich bleibt auch nach dem meistertitel (und cupsieg ’10) alles beim alten: hauptsache jammer!

eine glanzparade der unteren 10%…

ich weiss auch nicht was jetzt genau zb eintrittspreise mit der mannschaftsleistung zu tun haben? soll ich jetzt gegen barcelona nur 7€ verlangen, nur weil ich schon vorher weiss, dass sturm [wahrscheinlich ;) ] völlig unterlegen sein wird und ganz schlecht aussehen wird?!

letzte saison waren kienzls leistungen unterirdisch eines kapitäns und führungsspielers absolut unwürdig und jetzt wird ihm nachgeweint? als beispiel: bei hitzlsperger in stuttgart wars nicht anders nur hat man dem leiden nicht so lange zugeschaut und ihn schneller abgegeben!

warum wird kritisiert, dass dudic nicht gespielt hat, wenn neuhold solide war? hätte er so viel ruhe ins spiel gebracht nach gefühlten 15 min taktiktraining?

das wichtigste: Alleinherrschaft auf allen Eben??? was soll das eigentlich? ja, die AG sollte kommen! aber foda macht jetzt den teammanager, wie magath wie ALLE klubs in england! was in der besten liga der welt usus ist wird kritisiert als wär es der weltuntergang! vl ist es kein vorteil aber wohl auch kein nachteil! wenger, ferguson und co werden sich schon was dabei denken…

und auch foda wird nicht wollen, dass sturm so spielt wie jetzt, abwarten und ins stadion gehn – chance 4 auf die gruppenphase wegen 5 euro boykottieren? ist doch gleich lächerlich wie die nichtunterstützung der rapid-fans im moment…. LEIDER!

Wenn Barca kommt, würde ich wahrscheinlich sogar 100-200 € für das Ticket hinlegen…
Für Zestafoni sind 17 Euro genug :)

Was alle immer vergessen is das da ferguson und da wenger geschätzte 15 scouts und talentsichter zur verfügung hat..soll da foda spieler suche und gleichzeitig trainieren? Moment..man kann nicht zur gleichen zeit ein 2 verschiedenen orten sein..

Verweigerer says:

Ich stehe auf englische Wochen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen! Ich sehe auch den nächsten Wochen mit erhobenem Haupte entgegen. Warum? Kienast braucht ob seiner Knöchelgeschichte noch ein bisserl Zeit und Selbstvertrauen (welches mit Sicherheit zurückkehren wird). Standfest, Hölzl werden im Bälde (max. 1 Woche) wieder greifbar sein. Die Sperre vom Pürcher hat sich erledigt, er braucht genauso noch ein paar Einsatzminuten wie Kainz und Neuhold. Das Heranführen passt schon so. Ebenso denke ich, dass Dudic und Bodul in den nächsten 1 – 2 Wochen auf einem einsatzbereiten Level stehen werden. Klem, der macht ja die Hitzekur und den Rhytmus einer WM mit, trotz seiner momentanen Scheißerei (Magen-Darm-Infekt). Bukva in ca. 1 Monat, danach darf er sich gleich wieder reinhängen, ein bisschen ein Gerangel ums Leibchen schadet nie. Zum Sandro: Hier sind voreilige Schlüsse fehl am Platz, der Junge rackert, läuft auch ihm wird der Knopf noch augehen. Er benötigt ebenso seine Einsatzminuten wie alle anderen auch. Cuppartien würden sich am Anfang zusätzlich dafür eignen. Ich meine, er ist weder ein Meterprügel noch der Kopfballstärkste, aber er könnte durchaus in den nächsten Monaten (wenn er sich weiter so reinhängt, Stichwort Training) schön langsam zu einer Arbeitsbiene entwickeln. Zumindest ein interessanter Ansatz im Talon. Wenn ich an andere, “kleine” Mittelfeldmotoren denke wie zB den Mählich, Artner (anno dazumals, aber eine wahre Pferdelunge), findet sich nach Oben hin noch immer genügend Spielraum. Und seien wir uns ehrlich, im besten Falle übertrumpft er den Level eines Mario Kienzl. Schade um den Mario, oftmals sind die unscheinbarsten Rackerer dennoch die Wichtigsten. Aber auch Kienzl war in seiner Leistungskurve launisch wie eine Katze. Noch einmal, ich sehe die Zukunft rosiger als so manch` ein anderer hier, was ja nicht unbedingt gleich etwas Negatives bedeuten muss…

Eine abschließende Fürbitte hätte ich aber schon jetzt, ob der nächsten Zukunft: Man weiß heute schon, dass ein Mura und ein Supermario sich verabschieden werden. Man hätte bereits jetzt eine geschätzte Ewigkeit zur Verfügung, um mal Ansatzweise zeitgerecht einen angemessenen Ersatz zu suchen. Zumindest die Äuglein offen zu halten, soviel Weitblick setze ich voraus.

Gott zum Gruße.

Ich weiss net was ihr habts, ich habe gegen Videoton “beste Kategorie” einen 20er bezahlt… bei einam anderen Verein voriges Jahr (im Ausland) – 60 Euro… Was regts euch da auf wegen der Zesatafonipreise… verstehe ich nicht,.

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