12 Meter

Armer Meister

Der SK Sturm, heißt es, hätte derzeit weniger Sponsoreinnahmen auf der Habenseite als vor dem Meistertitel. Angesichts der gerade wieder aufflammenden Debatte um Puntigamerschriftzug im Logo und Vereinsnamen, eine brisante Angelegenheit. Der Vorstand verhält sich wie immer: Unbedarft.

&copy 2011 Sturm12.at

© 2011 Sturm12.at

“Aktuell hat Meister Sturm so wenig Geldgeber wie selten zuvor, hört man aus der Vorstandsetage”, heißt es ganz lapidar am Ende eines Berichtes der Kleinen Zeitung von gestern Abend. Dieser Satz verschwindet nahezu am Ende dieses Artikels. Den aufmerksamen Beobachter muss das allerdings mehr als stutzig machen. Man wurde Meister, das erste Mal seit mehr als zehn Jahren, und der Vorstand schafft es nicht, mehr Geld aus diesem Erfolg zu lukrieren?

Und offenbar macht man daraus auch gar kein Geheimnis, glaub man dem Beisatz “hört man aus der Vorstandsetage“. Das ist angesichts der aktuell wieder aufkeimenden Geschichte rund um die Initiative Freiheit für Sturm eine mehr als brisante Angelegenheit. So wird nämlich im gleichen Bericht Georg Kleinschuster, Mitglied der Initiative, wie folgt zitiert: “Wir sind der Meinung, dass ohne der Dominanz des Hauptsponsors, mehrere kleine Sponsoren einsteigen”. Fügt man die Gerüchte aus der Vorstandsetage und dieses Statement zusammen, scheint es nicht unwahrscheinlich, dass Sturm Graz im Moment mit einer schlechteren Sponsorperformance aufwartet, als vor dem Titel. Kein Ruhmesblatt für die derzeitige Führungsetage der Schwarz-Weißen, sollte das tatsächlich der Fall sein.

So ist es ja auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich potentielle Sponsoren durchaus abgeschreckt zeigen können, wenn ein Verein sogar so heißt, wie sein Hauptsponsor. Potentielle zusätzliche Geldgeber wie Imtech, damals Sponsor des Schildenfeld-Transfers, sind jedenfalls weit und breit keine zu sehen. Auch auf den Hosen der Blackies, der zweitwertvollsten Werbefläche nach der Brust, ist nicht mehr die Kleine Zeitung zu finden, sondern der steirische Energiekonzern ESTAG, der bereits davor im Nachwuchs und bei den Amateuren als Sponsor vertreten war. Ob es dabei zu einer Erhöhung des insgesamten Sponsorbeitrages kam, wurde noch nirgends bisher bestätigt. Nicht ausgeschlossen, dass das innerhalb des schon bestehenden Sponsorpakets passiert ist. Das alles sei hier einmal zur Disposition gestellt, eines kann es aber trotz allem nicht geben: Ein Verein, der gerade einen der größten Erfolge der Klubgeschichte eingefahren hat, soll hinsichtlich der Sponsorgelder nun schlechter da stehen als vorher? Und man bedenke: Da war ja auch noch ein gewisser Herr Stronach, der angeblich einen nicht unerheblichen Betrag in den Verein gesteckt hätte.

So oder so, es würde nur allzu gut ins Bild passen. Man betrachte nur die Performance, die Sturm-Präsident Gerald Stockenhuber und seine Kollegen rund um die jüngste Entwicklung bezüglich der Initiative Freiheit für Sturm abgeben. Bei der Generalversammlung im Jänner 2011 wurde der Antrag eingebracht, über die Entfernung des Sponsors (Puntigamer) aus dem Vereinsnamen und dem Logo abzustimmen. Der Verein bot eine Alternativlösung ein, die von den Antragsstellern akzeptiert wurde. Eine Arbeitsgruppe wurde ins Leben gerufen, zusammengesetzt aus Fanvertretern und Vorstandsmitgliedern. Diese sollte die Möglichkeiten ausloten und der Vorstand verpflichtete sich innerhalb eines Jahres eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Diese steht numehr quasi vor der Tür – passiert ist bis dato wenig. Drei Treffen gab es bisher, eine Koordinationssitzung, eine zur Erarbeitung der Rahmenbedingungen für eine Studie zum Werbewert und schließlich eine am letzten Freitag, wo der Verein eine von Sport und Markt erarbeitete Analyse zum Wert des Namens im Vereinslogo präsentiert hat.

Während der Vorstand im Anschluss von einer konstruktiven Zusammenkunft gesprochen hat, haben die Fanvertreter diese Termin als Farce wahrgenommen, wie den gesamten Prozess dieser Arbeitsgruppe seit Jänner diesen Jahres. Der Werbewert des Logos, der von Sport und Markt mit 230.000 Euro beziffert wird, sei nur ein Teil des vereinbarten Pakets und deshalb nicht zur Gänze aussagekräftig, monieren die Fanvertreter. Es sei hier von Seiten des Vereins bloß eine Studie vorgestellt worden, “die einen möglichen Einnahmenverlust beziffert. Nachdem diese Studie nur ein Teilergebnis darstellt, keine alternativen Einnahmequellen berücksichtigt (Fanartikelverkauf, zusätzliche PR-Arbeit, Zusatzsponsoren, etc.) oder Lösungsvorschläge beinhaltet, kann die Ausarbeitung nicht als repräsentativ angesehen werden”, heißt es in einer Stellungnahme von Freiheit für Sturm. Zudem sei diese Arbeit zum Logo heimlich in Auftrag gegeben worden und sie solle eben nicht dem ausgemachten Umfang der Analyse entsprechen, heißt es weiter.

Damit konfrontiert, reagiert Sturm-Präsident Stockenhuber ablehnend: “Eine solche Studie kann keiner erwarten, wir würden da von einem Preis im sechsstelligen Bereich reden, soviel Geld hat Sturm auch wieder nicht”. Die Vereinsvertreter halten dem entgegen, dass man einen Grazer Universitätsprofessor an der Angel habe, der eine solche Studie kostengünstiger durchgeführt hätte. Allein, Sturm Graz habe darauf fünf Monate lang nicht reagiert. Fakt ist jedenfalls, dass in der Generalversammlung vom Jänner 2011 vom gesamten Werbewert die Rede war, und nicht bloß vom Wert des Logos ohne Einbeziehung weiterer Komponenten. Daran kann sich Stockenhuber aber offenbar nicht mehr erinnern. Genauso, wie sich der Präse heute nicht mehr daran erinnern kann oder mag, dass auch Ex-Finanzvorstand Christian Jauk als Vermittler zwischen Verein und Fanvertretung an den Freiheit für Sturm-Treffen teilnehmen hätte sollen. Stockenhuber dazu lapidar: “In diesem Punkt kann ich mich aber auch irren.” Jedenfalls war Jauk bei den letzten Treffen nicht mehr eingeladen. Es ist ihnen nicht übel zu nehmen, dass eine Vielzahl von Leuten, und speziell die Vertreter von Freiheit für Sturm, das Gefühl bekommen, dass Sturm Graz ganz bewusst versucht dieses Thema zu verschleppen und mit so wenig Greifbarem wie möglich in eine Abstimmung bei der anstehenden Generalversammlung zu gehen.

Dieses, vorsichtig gesagt, merkwürdige Verhalten des Vereins in dieser Causa ist wiederum nur die Fortsetzung einer Reihe von Seltsamkeiten, Intransparenzen und  Versäumnissen, die unter diesem Vorstand immer wieder stattfinden. Seien das Transferangelegenheiten (Schildenfeld-Ersatz, Kreuzer), die Einsetzung einer professionellen Vereinsstruktur (das AG-Konzept liegt seit vielen Monaten in der Schublade) oder schlicht eine transparente, vernünftige Kommunikationspolitik in wichtigen Angelegenheiten. Was in der gerichtsanhängigen Causa Heinz Palme noch passiert, man wagt gar nicht daran zu denken. Und am Ende noch einmal zurück zum kolportierten Werbewert von 230.000 Euro des Puntigamer-Schriftzuges im Logo. Befragt man damit vertraute Personen, bekommt man zu hören, dass das ungefähr der Summe entspricht, die der Schriftzug auf der Hose des Trikots der Blackys wert sei. Sollte also die ESTAG diesen Platz ohne Erhöhung ihres Etats erhalten haben, wäre das gar nicht so schwer zu errechnen, wie man sich diese Live-Spielankündigung im Teletext zukünftig sparen könnte.

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Jürgen Pucher (jp)

Geboren 1978 im Spannungsfeld von DSV Alpine und KSV in Bruck an der Mur. Mit den ortsansässigen Fußballvereinen allerdings nichts anzufangen gewusst und bald nach Graz gestürmt. Dort den Fußballklub des Herzens entdeckt und, obwohl die Farbe der Liebe rot ist, war der Verein doch der Schwarze. Nach dem Ausscheiden im Finale des AHS-Cups fünf Jahre als CAD-Techniker Beton angerührt. 2005 wieder in die Offensive gegangen, gereift und aus politischen Gründen einen Vertrag bei Uni Wien unterschrieben. Inzwischen im Sold der ersten Geliebten des Zeus und immer noch Exil-Schwarzweißer zwischen Grünen und Violetten. Um nicht ganz farbenblind zu werden öfter mal in Dornbach beim Sportklub, an dieser Stelle jedoch kehrt die Seele heim und das Geschriebene dreht sich ausschließlich um den SK Sturm.



Kommentare

bianconero says:

Die Scheisse, Sorry dafür, ist: wir wissen das alles schon und können nichts machen. Der Verein macht was er will, lässt seine Anhänger im Regen stehen und verkauft uns auch noch für blöd. Inhaltlich mag das eine oder andere Statement sogar Sinn machen. Aber wir bekommen einfach keine Info um uns ein Bild zu machen. Auch wenn ich bisher immer meinte – Vertrauen und positiv denken – langsam ziehen schwarze Wolken auf.

Das in unserem Verein so wenig Wert auf Fachkompetenz gelegt wird… Unglaublich das Ganze!

muss ehrlich gestehen, dass ich immer ein war der dachte, der vorstand hätte schon alles im griff und seine gründe. aber ich zweifle immer mehr und mehr am realitätssinn unseres vorstandes. ich meine, dass wir als fans nicth alles wissen müssen ist für mich okay nur wenn man so ein auftreten an den tag legt dann noch von solch “erfahrenen personen”, da hört bei mir irgendwann das verständnis auf!! schade gibt es anscheinend keinen sponsor mit genug geld um sich der sache anzunehmen. nicht à la red bull, aber doch mit genügend geld und einem guten management. oder halt ne sponsoren-gruppe… nur bitte nicht mehr so alte konservative landeier!!

vorallem wenn ich mir das Foto dieser unsicheren heinis anschaue vom artikel “(K)Eine Stellungnahme von Gerald Stockenhuber” fängts mir an zu grausen! wer soll so leute ernst nehmen wenn sie einem gegenüberstehen…?? da war mir der hannes lieber… der ist hingestanden und hat gesagt: “so is es!” auch wenns nicht so war… :-) wenn mir einer ein herr stockenhuber gegenüberstehen würde und mir das sagt, würd ich dem sagen: “da hast a schaufel, a küberl… geh sandkasten spielen!”

Ein WICHTIGER Beitrag. Man muss schon sagen, was da in den letzten Wochen und Monaten passiert (oder besser nicht passiert) lässt Sorfgenfalten aufkommen und den Glauben an diesen Vorstand immer deutlicher schwinden!

Leider ist die Vereinsführung genauso weit weg vom Profifußball wei manche von unserer liga behaupten;)…
Ich hoffe dass unsere Fangruppe nach dem neuerlichen wenig erfolgreichen Treffen mit den Verantwortlichen in der Kausa Freiheit für Sturm über etwaige Konsequenzen nachdenken. Ich finde es wäre Zeit für einen Lautstarken Protest.

in zeiten der euro- und drohenden wirtschaftskrise ists anscheinend schwieriger geworden sponsoren zu finden, das sollte man meiner meinung nach berücksichtigen. bleibt zu hoffen, dass sich das ändert, bin mal gespannt, was sich in der causa noch tut.

Ja und nein. Der Pool ist durchaus kleiner geworden und auch hinsichtlich der Vertragslaufzeit wird man Einschnitte hin nehmen müssen, 5-10 Jahresverträge wird dir keiner mehr anbieten. Die Sponsorensuche ist sicher schwieriger geworden, mittlerweile sollte jeder Verein ein Team beschäftigen, welches nur mit dieser Aufgabe betraut ist. Internationale Konzerne haben kein Interesse den österreichischen Fußball zu unterstützen, zu klein ist der Markt, zu unterdurchschnittlich die Liga, zu gering sind die Erfolge, die sich der österreichische Fußball in internationalen Bewerben erspielen kann. Erfolgreiche österreichische Industriebetriebe scheiden auch aus, denn ihr Markt ist mittlerweile international geworden. Somit fallen einige Kapazunder raus. Deshalb muss der Verein alles daran setzen, sich so attraktiv zu verkaufen, ein Meistertitel ist ein gutes Argument. Und wenn mir jemand eine Million in die Hand drücken würde und sagen ich könnte damit jeden Verein in Österreich finanziell unterstützen, dann würde meine Wahl trotz meiner Verbundenheit mit Sturm, nicht auf Sturm fallen. Die Gründe dafür liegen beim Vorstand, dem übermächtigen Sponsor und einer Mannschaft, mit denen sich die Fans nur identifizieren können, wenn sie erfolgreich sind und so unbedingt von Meistertitel sollte man in den nächsten 5 Jahren nicht ausgehen dürfen.

ingraznursturm says:

@JP, guter Beitrag.

Eines hast du bei deiner Aufstellung der Puntigamer Sponsorleistungen vergessen. Puntigamer ist auch im Trainingszentrum Messendorf seit einigen Monaten vermehrt zu sehen – Gegenleistung bekannt? So sind zum Beispiel am Hauptspielfeld Werbebanden mit Sprüchen wie “Sturmfans samma Puntigamer”, “Gwinnen tamma Puntigamer” etc. angebracht worden. Es gibt im ganzen Trainingszentrum keinen Sponsorschriftzug außer Punitgamer zu sehen.
Das heißt Puntigamer ist im Vereinsnamen, im Logo, im gesamten Trainingszentrum, zig mal am Mannschaftsbus, auf jedem Fanartikel, zig mal am Dress etc. etc. zu sehen.
Was uns jetzt eigentlich (außer der tollen Fanszene) noch von Werksmannschaften wie Bayer Leverkusen oder Wolfsburg unterscheidet ist nicht mehr wirklich klar….!

Wer will lieber das alte Logo wieder haben?
Hier: http://www.pressetext.com/news/lowres//20051109018

Grafisch eine Zumutung, keine Ahnung wie das verbrochen hat, aber hoffentlich arbeitet er/sie mittlerweile nicht mehr im Grafik-Bereich. Selbst wenn es grafisch kein Verbrechen wäre, steht dieses Logo für Kartnig.

BlackFanatic92 says:

Man sollte auch folgendes beachten:

Ein “normaler” Hauptsponsor eines Fußballvereins, bekommt in erster Linie die Werbefläche des Brustdrucks auf dem Dress, und hat natürlich auch noch gesonderte Marketingrechte. (Bandenwerbung, Autogrammstunden usw.)
Dafür bekommt der Verein eine Summe x.

Jetzt nehmen wir den Fall SK Puntigamer her.
Puntigamer steht im Logo, steht im Namen (im ORF Teletext oft als SK Puntigamer!), und ist auch sonst sehr present.

Puntigamer steht bei Sturm für “langfristiger verlässlicher Hauptsponsor”, aber es pfeifen auch die Spatzen von den Dächern, das die Sponsorsumme nicht wirklich überwältigend sein soll.

Die “Studie” hat ergeben, der Sponsor im Logo ist 230.000 € wert. Weiters gibt die beauftrage Agentur an, der Sponsor im Namen des Vereins ist noch mehr wert (genannt wurden 300.000 €).

Zusammengerechnet ergibt das 530.000 €uro.

Zieht mann diesen Betrag von dem jährlichem sponsoring der Firma Puntigamer ab, sollte mann auf den Wert kommen, den Puntigamer als Dressenhauptsponsor zahlt, wie das bei 98% aller Fußballvereine Weltweit üblich ist (ausgenommen Werksteams wie z.B. PSV Eindhoven oder Bayer Leverkusen).

Ohne genau zu wissen wieviel jetzt Puntigamer wirklich zahlt, ergibts sich bei mir das Gefühl, das das zu wenig ist. Da ist es wohl nicht verwunderlich, das mann das Gefühl hat, Sturm verkauft sich “zu billig” und um jeden Preis.

Ich will auch einen Querverweis auf Austria Wien machen. Die werden seit einiger Zeit auch von Puntigamer gesponsert, allerdings weder als “Logosponsor”, “Namenssponsor” oder Dressenhauptsponsor, sonder als “einfacher Zusatzsponsor”.

Ich werde das Gefühl nicht los, das hier die Relation nicht stimmt……

Die Initiative “Freiheit für Sturm” sollte nicht als “unrealisierbare Phantasiewelt der Fans” abgetan werden, oder als eine Gruppe fanatischer Fans die von wirtschaft keine Ahnung hat. Sie will aufklären und auch auf dies Umstände aufmerksam machen.
Schließlich hat Sturm Graz eher die traurige traditionelle Rolle, das mann sich seit jeher total verkauft, und eben nicht MEHR Geld daraus lukrieren kann, wie auch der neueste Bericht zeigt.

…ansonsten hätte sich wohl von Arsenal London bis Zenit St. Petersburg jeder Fußballverein dieser Idee angenommen. Mann wird wohl nicht freiwillig auf Geld verzichten….und die Wappen der Europäischen Großklubs sind wohl mehr Wert als 230.000 €.

Schon mal darüber nachgedacht?

Arsenal, Zenit und Co nehmen deswegen keinen Sponsor ins Logo auf weil das in den meisten Ländern zb. Deutschland verboten ist. Außerdem ist ein Traditonsverein eine eigene Marke z.B. ManU. Meiner Meinung nach kann sich ein Traditionsverein nicht einfach ständig umbennen und das Logo ändern. Dann brauchen wir uns auch nicht wundern, warum unsere Liga als Operettenliga bezeichnet wird, denn nirgends auf der Welt soweit ich weiß gibt es eine Profifußballliga wo soetwas gemacht wird.

ingraznursturm says:

Das wir seit “jeher” den Sponsor im Namen und Logo haben ist nicht richtig. Dies wurde erst Ende der 60er Jahre durch den Präsidenten Dr. Herwig Brandstetter eingeführt.
Sturm war somit von 1909 bis 1969 sponsorfrei und das sollte bald wieder so sein.

Ritter2011 says:

Haben wir darüber nachgedacht – derzeit denke ich gerade über die Masse der Rechtschreibfehler nach, aber gut.

Der Artikel hat keine wirklich neuen Informationen, ist eine Zusammenfassung der letzten Tage. Wir wissen alle was nicht funktioniert und was nicht geht. Es fehlt an Leuten die aufstehen und sagen: “So geht es, packen wir es an”. Sehe ich nirgendwo.

Die Zeit der Präsidenten und Vorstände, die Zeit ihres Lebens noch nie einen Ball gesehen haben, brav in die Kamera winken, aber fest bei Entscheidungen mitreden wollen, sollte auch in Österreich endlich vorbei sein. Was fehlt, sind hauptamtliche Personen, welche sich professionell um alles kümmern. Vom Markteting, über Transfers, Wirtschaft und Aufstellung des gesamten Vereines bis hinunter in die Jugend. Das gibt es bei Sturm nicht! Deshalb lässt man sich von den Sponsoren auch über den Tisch ziehen. Zudem kommt, dass die öffentliche Hand in der Steiermark fast zur Gänze auslässt. Die Hauptsponsoren der Wiener Klubs sind staatsnahe Unternehmen…..

BlackFanatic92 says:

Ich kenne übrigens genug Fans die keine Fanartikel kaufen, weil Puntigamer drauf vor kommt.
Ich übrigens auch nicht.

Oder kenne die Kritiker der Initiative, Fanatikel von egal welchem europäischem Verein, etwa Schals in denen der Sponsor auch nur erwähnt wird?
Oder ist es nicht so, das mann sich (Sturm) zu sehr selbst verkauft, das die eigene “Marke Sturm” nicht weiter vermarktet werden kann, weil mann Geisel seines eigenen Sponorvertrages ist.

Stellt euch vor Rapid würde Wien Enegie Rapid Wien heißen und Real Madrid würde Real bwin Madrid heißen……..

Wir sind die Ausnahme mit dem Sponsor im Namen und im Logo, und hätte sich das gerechnet, wär’s schon seit den 60ern bei allen anderen auch so….

Jetzt eindeutig pro “Freiheit für Sturm”!
Der Sturmvorstand ist ja untragbar geworden!!
Könnte das nicht auch ein Grund sein für so viele schlechte Spiele diese Saison? Schliesslich fehlt uns ja jeder Einblick hinter die Kulissen.
Ist das Managemant schlecht, so wird das an den Spielern nicht spurlos vorbeigehen. Die werden vielleicht auch so ähnlich behandelt/abgehandelt wie die Fans.

jetzt noch die vereinsfarben und trikots auf blau-weiss ändern, dann stehen wir auf einer stufe mit salzburg. es ist so traurig was da läuft
tradition, fans, werte des vereins … alles verkauft für ein paar tausender

madschi1988 says:

Frank Stronach soll einfach mehr Geld hergeben!
Damit könnte man dann das fehlende Logo wieder reinbringen!

archaeopterix says:

” Geld stinkt nicht …” ist eine alte Weisheit eines römischen Kaisers , die er seinem Sohn mitgab !! Den Ruf nach Stronach finde ich heute interessant für die Denkweise vieler Fans, weil ich mich an die fast 200 Ablehnungen gegen ihn noch vor einigen Monaten gut erinnere in diesem Forum !! Am liebsten hätten wir Fans ja doch einen Hofnarren an der Spitze, der uns zusammen mit den Medien etwas vorgaukelt !? Wenn dieser den Verein absaufen läßt und im Gericht landet zeigen wir den Daumen nach unten …. und wünschen uns einen neuen Luftikus …..

patrick2310 says:

Sorry aber Sturm wirtschaftet von alle Bundesligaklubs in Österreich glaub ich am schlechtesten..
Alleine das man Meister wird und dann einen Verlust hat kanns net sein.. Weil normal decken die Sponsoren einen gewissen Betrag wenn man Meister wird?? Bei Sturm anscheinend nicht..
Und warum Sturm weniger Sponsoren hat verstehe ich nicht?? Es gehen viel mehr Leute Sturm zusehn, siehe Abos und man war letzte Saison Meister… Also wenn nicht jetzt wann dann!??

bianconero says:

Muss ich wiedesprechen. Sturm wirtschaftet gut. Schau dir die Zahlen an die Sturm12 vor kurzem erklärt hat. Worum es hier geht, ist dass Sturm sein Potential nicht ausschöpft. Wir wirtschaften auf einem Level der weit unter jenem ist den wir erreichen könnten. Daran erregen sich die Gemüter (zumindest sollte es so sein).

12ter Mann says:

Es is eigentlich unglaublich, was sich der Vorstand so erlaubt. Wir Fans leben für diesen Verein und was unsere Freizeit angeht, liegt einem richtigen “Hardcore-Fan” wohl nichts mehr am Herzen! Und dann hat man einen Vorstand, der mit einem richtigen “Is-mir-eh-alles-wurscht” Gefühl an jegliches Thema (Vertragsverhandlungen, Fananliegen, Auswärtsfahrten, Vermarktung, Ticketing, AG-Sache) herangeht. Wir haben einen Vorstand, der das Werkl Sturm Graz gerade so am laufen hält, mit dem geringsten Aufwand.
Es ist ein Armutszeugnis für einen Vorstand, wenn man als Meister (!!!) keine Sponsoren und kein Geld auftreiben kann, GANZ EGAL ob Wirtschaftskrise oder nicht. Wer als Meister nachher vermutlich weniger Geld in der Kasse hat als zuvor, der muss sich schämen.
Und allein wie man mit dem Logo-Thema umgeht: Wir Fans werden für absolute Idioten gehalten, wir werden nicht ernst genommen und was wir sagen und vorschlagen, sind sowieso alles unrealistische Gedanken! Hallo? Wir Fans sind die, die dem Verein am wenigsten Schaden wollen, da schadet der Vorstand dem Verein zZ weitaus mehr!
Sollte eine Abstimmung bei der kommenden außerordentlichen Generalversammlung vom Vorstand blockiert werden, dann MUSS etwas gegen den Vorstand passieren, denn jeder Verein hat auch Vereinsstatuten und es gibt bestimmt so eine Art “Vereinsgesetze” in Österreich, die jeder Verein einhalten muss.

Was mich viel eher fasziniert ist, dass wir (die Dauerkritiker der sportlichen Führung) über Monate hinweg verunglimpft wurden, was wir uns nur erlauben, auch nur leiseste Kritik anzubringern…kaum wirds publik, machen alle mit. Aber sonst nur schön brav ja und amen sagen!

Der Hudlepack, der da gedreht wird ist aber nicht unbedingt das Ergebnis der sportlichen Führung!

Was soll man machen? Gibts personelle Alternativen zum jetzigen Vorstand? Wen wollts denn statt dem “halben Hemd” als Präsidenten haben,der sich den Job auch antut? Und dasselbe gilt für den restlichen Vorstand

Ritter2011 says:

Das ist aber auch das Problem. Man sollte gar niemanden mehr brauchen, der sich im Vorstand die “Arbeit antut”. Gäbe es zwei verantwortliche, einen Geschäftsführer und einen sportlichen Leiter, hätte der Vorstand nur noch representative Aufgaben bzw. müsste nur noch die Rahmenbedingungen vorgeben. Das gibt es bei Sturm aber nicht. Bei der Austria zB gibt es mit Thomas Parits einen “General Manager” und mit Markus Kraetschmer einen Manager. Die ziehen die Fäden, arbeiten hauptamtlich und haben alles fest in der Hand. Bei Sturm mischt der Vorstand einfach zu viel mit. Ein sportlicher Leiter kann sich gar nicht entfalten, weil der Vorstand erst wieder “hineinwerkt”. Das sind Stukturen wie in der 1. Klasse. Die späte Kaderzusammenstellung hat man ja nicht der sportlichen Führung, sondern dem “vorsichtigen wirtschaften” zu verdanken. Vorstand will natürlich keinen “Fehler” machen, das geht auf Kosten der Zukunft. Denn man wird “weiterwursteln”

eines muss hier auch noch gesagt werden, um den etat zu erhöhen braucht man nur den schriftzug aus wappen und namen nehmen und auch die fanartikel können von den fanklubs designt werden bzw fanklubvertreter könnten neue vorschläge einbringen und ich glaube, dadurch entgeht dem verein auch ein bombengeschäft, denn jeder weiss dass die kurve eigene artikel hat!

auch wenns vl einigen nicht passt aber das ist wahrscheinlich das einzige, das der verhasste lokalrivale wirklich gut vorgemacht hat ;) auch den online-shop sollte man endlich professionell gestalten, was hier solange dauert ist ohnehin unerklärlich, hier geht sicher auch einiges verloren! im marketing hat sturm ohnehin einiges aufzuholen, auch der fanshop ist eine “hundehütte” im gegensatz zu den getviolet megastores von vereinen wie dortmund, arsenal und co ganz zu schweigen. vor allem dortmund, hatten grossartige aktionen mit gratis glühwein fans angelockt, bei sturm wird nicht mal daran gedacht, bei dortmund vertreibt man sich auch sogar über facebook hochprofessionell, das ist bei sturm auch nur so eine halbernsthafte sache, man könnte sich doch einiges abschauen!

12ter Mann says:

100 % agree!!! Ich hab Sturm jetzt schon mind. 5 mal wegen dem Online-Shop geschrieben und jedes Mal heißt es “Dauert noch, wird aber super!” und das hört man nun schon seit fast einem ganzen Jahr!! Gerade vor Weihnachten könnte Sturm Graz über einen professionellen Online-Shop bestimmt einiges dazuverdienen.
Und dass es irgendwann auch nur mal ansatzweise so wird wie in Dortmund, davon träum ich auch. Dort is es einfach ein Paradies für Fans!!
Also ich muss dir recht geben, Sturm entgeht nicht nur durch den Schriftzug im Logo viel Geld, sondern mindestens genauso viel durch miserablen Fanservice, Fanshop, Online-Shop, Webauftritt und Kreativität an Fanartikeln.

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