Franco Foda
© 2011 SturmTifo.com

Foda kontert

"In meinen Verträgen gab es immer eine Ausstiegsklausel"

Franco Foda war “fast schockiert”, als er die Presseaussendung des Vereins von heute Nachmittag las. Die von Präsident Stockenhuber angeführten Vertragsdetails entsprechen nicht der Wahrheit, so der Noch-Trainer von Sturm.

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Das verbale Duell zwischen Franco Foda und Gerald Stockenhuber geht in die nächste Runde. Nachdem der Präsident in einer Pressemitteilung am Sonntagnachmittag behauptete, dass die Vertragsverlängerung mit Foda an einer Klausel scheiterte, die dem Deutschen jederzeit einen Ausstieg aus dem Vertrag ermöglicht und dies nicht im Sinne des Vereins wäre, folgte am Abend der Konter von Franco Foda im Fernsehsender sky.

“Fast schockiert”
“Generell hat mich diese Aussendung fast schockiert, weil Vertragsdetails nicht in die Öffentlichkeit gehören. Ich habe keine Details bekanntgegeben, deswegen war ich sehr überrascht. Auch, weil sie nicht der Wahrheit entsprechen”, so Foda der weiters auch noch festhält: “In meinen letzten Verträgen gab es immer eine Ausstiegsklausel.”

Was diese Aussendung jetzt bewirkt, wollte Foda nicht klar sagen. Ob er sich noch einmal umstimmen lässt? “Man soll man nie “nie” sagen. Aber aufgrund dieser Aussage ist es sehr schwer vorstellbar”, so der Noch-Trainer. Genauso ist plötzlich auch ein vorzeitiges Ende seiner Ära noch im Winter denkbar. Das liege aber nicht an ihm. “Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich jetzt alles probieren werde. Ich will die Mannschaft dahin bringen, dass sie nächstes Jahr international vertreten ist. Alles andere kann ich nicht entscheiden.”

Im Interview mit der Kleinen Zeitung geht Franco Foda näher auf die Ungereimtheiten zwischen ihm und dem Vorstand ein. “Einige haben mit dem Erfolg den Sinn für Realität verloren. Sie dachten, wir müssen immer Meister werden und haben dabei vergessen, wie viele Verletzte wir hatten.” 

Wie schon auf sky tut er nochmals seine Verwunderung über die Presseaussendung des Vereins kund und hat eine klare Botschaft an den Präsidenten. “Herr Stockenhuber soll bitte bei der Wahrheit bleiben und sich an Gespräche erinnern, bei denen Herr Jauk dabei war. Ich habe schon im bestehenden Vertrag eine Ausstiegsklausel. Ich werde Teile meines Vertrages auch offenlegen, wenn es notwendig ist.”

Foda gibt sich zudem überraschend sentimental und durchaus wehmütig. “Für mein Herz ist es brutal. Es wird auch noch die eine oder andere Träne bei mir geben, da bin ich mir sicher. Auch wenn Trennungen Teil des Fußballgeschäfts sind, trifft es mich.”