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Die Gerüchteküche brodelt

Foda als Veilchen? Kristl als Lösung für das Frühjahr? Ein neuer Sportdirektor im Winter? Vor dem Spiel gegen AEK Athen brodelt die mediale Gerüchteküche – und Ex-Sportdirektor Oliver Kreuzer teilt ordentlich aus.

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Kreuzer sprach mit der Sportwoche über die Situation bei Sturm und fand dabei scharfe Worte: “Was da von Seiten Sturms in der Causa Foda ablief, war wieder einmal dilettantisch. Ein Wahnsinn!

Wie es bei Sturm und Foda weitergeht ist Gegenstand wilder Spekulationen, in erster Linie genährt vom Kurier. Bereits in der Dienstag-Ausgabe wurde von Interesse der Wiener Austria am scheidenden Coach gesprochen. Bereits in der vergangenen Woche soll es ein Gespräch mit Vorstand Thomas Parits gegeben haben. Foda soll auch ein Thema bei der Aufsichtsratssitzung der Austria-AG am 20. Dezember sein. Als  Nachfolgekandidaten in Graz werden Markus Schopp, Günther Neukirchner, Ivica Vastic, Mischa Petrovic und Helmut Kronjäger ins Spiel gebracht.

Die Kleine Zeitung spielt heute insgesamt sechs Varianten durch, wie es bei Sturm weitergehen könnte – ohne allerdings mit Namen zu spekulieren. 1) Foda geht nach dem AEK-Spiel, 2) Foda geht nach dem Ried-Spiel und ein neuer Trainer kommt im Winter, 3) Foda geht nach dem Ried-Spiel und Thomas Kristl übernimmt für das Frühjahr, 4) Ein neuer Sportdirektor kommt im Winter und sucht gleich einen neuen Trainer, 5) Ein neuer Sportdirektor kommt im Winter, Foda bleibt als Trainer bis Mai, 6) Foda und Sturm einigen sich doch noch.

Zum Spiel gegen AEK: Laut Kronen Zeitung fehlt Mittelfeldspieler Manuel Weber wegen einer Grippe. Dafür soll laut “Kleine” Mario Haas sicher zum Einsatz kommen. Foda: “Weil man es einem Spieler wie Mario Haas schuldig ist und ihn in seinem vielleicht letzten internationalen Match entsprechend verabschiedet.

Nicht alles eitel Wonne ist es trotz Tabellenführung bei Gegner AEK Athen. Aus finanziellen Gründen flogen nur 16 Spieler mit nach Österreich, die Kicker würden zudem seit Monaten auf ihr Gehalt warten, die Spielergewerkschaft droht bereits mit Konsequenzen. Es fehlen viele Stars: Gudjohnsen, Liberopoulos, Kafes, Vargas, Lagos und Leonardo. Die Griechen sollen daher heute mit einigen jungen Spielern beginnen.

Krone: Am Sonntag gingen die Wogen hoch, aber vor dem letzten Europa-League-Spiel gegen AEK Athen ist beim Meister doch Weihnachtsfrieden eingekehrt, man versucht wieder an einem Strang zu ziehen. “Ich habe der Mannschaft auch gesagt, dass sie sich von den Geschehnissen der vergangenen Tage nicht beeinflussen lassen und sich nur auf das Match konzentrieren soll”, sagt Franco Foda vor seinem 40. und letzten Europacupspiel auf Sturms Betreuerbank. “Es hat ja etliche Highlights gegeben, zum Beispiel das 1:0 bei Lazio Rom 2002. Es war der erste Sieg eines österreichischen Klubs auf italienischem Boden. Oder auch der 1:0-Erfolg in Charkow samt Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League, in der wir bei Galatasaray Istanbul ein 1:1 erreicht haben”, wirft der Meistermacher einen Blick zurück. Freilich waren unter den 39 Europacupauftritten auch bittere Momente dabei. “Das unglückliche K.o. gegen den FC Zürich im Elfmeterschießen gehört ebenso dazu wie das Ausscheiden heuer in der Champions-League-Qualifikation gegen Borisow.” Mit einem 5:2-Heimsieg im UEFA-Cup gegen Livingston im September 2002 feierte Foda sein internationales Debüt auf der Bank – und mit einem Sieg gegen AEK will er sich mit den “Schwarzen” von der Europa League auch verabschieden.

Kurier: Die Austria jedenfalls soll Foda für ein erstes Sondierungsgespräch kontaktiert haben, wie aus dem engeren violetten Umfeld zu erfahren ist. Ein kluger Schachzug, wenn man bedenkt, dass man mit einem Trainer erst ein halbes Jahr vor Ablauf des Vertrages offiziell verhandeln darf. Da aber Fodas Kontrakt nicht wie üblich Ende Juni, sondern schon ein Monat früher endet, war der 1. Dezember der Stichtag für eine Kontaktaufnahme. Fodas Traum war aber immer ein Engagement in der Deutschen Bundesliga. Zumindest bei Hertha BSC könnte demnächst ein Arbeitsplatz frei werden. In Berlin ist der Sachverhalt ähnlich wie in Graz. (…) In Berlin will man noch einmal mit Babbel reden, an eine Einigung glaubt aber niemand mehr. In der Boulevard-Presse tauchen in der Hauptstadt zwei mögliche Nachfolgekandidaten auf: Mike Büskens, derzeit noch Coach von Greuther Fürth – und eben Franco Foda. Foda war schon vor eineinhalb Jahren einmal bei Hertha im Gespräch, damals entschied man sich für Babbel. Fodas Kokettieren mit deutschen Vereinen in den letzten Jahren hat nur einen Haken: Bis auf Kaiserslautern vor zwei Jahren lag nie ein konkretes Angebot vor. Somit ist der Meistercoach gezwungen, sich auch hierzulande nach Alternativen umzuschauen. Auch Salzburg würde den ehemaligen Teamchef-Kandidaten reizen (zum Artikel).

Sport10.at: Wie bei Foda hieß es bei ihm (Kreuzer, Anm.) zunächst auch, sein Vertrag würde fix verlängert – und plötzlich verabschiedete sich der Deutsche kurz nach dem Meistertitel zum KSC. “Es ist ein absolutes Deja Vu”, sagt der 46-Jährige nach dem Abschied seines Landsmanns und spricht damit aus, was sich viele in Graz denken. Kreuzers Urteil? “So läuft das, wenn ein Verein nicht in der Lage ist, ein Papier aufzusetzen. Wenn alles längst längst besprochen ist und der Klub dann immer wieder Fristen und Termine verstreichen lässt.” (…) Für Kreuzer ist die Arbeitsweise des Vereins skandalös und dementsprechend fällt das Urteil über den Vorstand zwiespältig aus: “Mit Gerald Stockenhuber (Präsident, Anm.) habe ich viele guten Stunden verbracht. Auch Hans Jauk (Vorstandsmitglied, Anm.) schätze ich als erfolgreichen Geschäftsmann. Aber das Problem ist der Fußball: Einen Verein zu führen, die Abläufe zu kennen – da tun sie sich halt schwer.” (zum Artikel)

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