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Zwei Neue

Nach Pavlov kam Okotie

Das Transferfenster ist geschlossen und Sturm Graz hat zwei neue Stürmer. Srđan Pavlov und Rubin Okotie gehen zumindest bis Saisonende auf Torjagd für den amtierenden Meister. Bei Okotie dauerte es allerdings bis wenige Sekunden vor Mitternacht.

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Ein nervenzerfetzender Abend hat um kurz vor Mitternacht des 31. Jänner 2012 ein überraschendes Ende genommen. Sturm Graz verpflichtete mit Srđan Pavlov und Rubin Okotie zwei neue Stürmer, beide bis Saisonende, einer mit Option auf ein weiteres Jahr.

Pavlov, der in Kapfenberg die Koffer packen musste, wurde zunächst offiziell als Roman Kienast-Ersatz präsentiert. Er erhielt einen Vertrag bis Saisonende mit Option bis Sommer 2013. Für Franco Foda ein Wunschspieler: “Wir hatte einige Stürmer auf unserer Wunschliste und haben uns nun für Srdjan Pavlov entschieden. Er kennt den österreichischen Fußball, passt gut zu uns und kann uns ganz sicher weiterhelfen.”

Der 28-Jährige begann seine Karriere in Österreich 2006 beim ASK Köflach, wechselte im Sommer 2008 zum DSV Leoben, ehe es ihn ein halbes Jahr später nach Kapfenberg verschlug. Dort wurde er vorerst aber, angeblich wegen Unstimmgkeiten mit Ex-KSV-Coach Werner Gregoritsch, bereits im September 2009 zu den Amateuren abgeschoben. Zwar kämpfte er sich rund zwei Monate später wieder zurück in die Profimannschaft, einen fixen Stammplatz hatte Pavlov jedoch bis zum Schluss nicht mehr. Seinen ersten Bundesliga-Treffer erzielte der Serbe übrigens im Februar 2009 beim 3:1-Auswärtssieg des KSV bei Sturm.

Okotie kommt. Kommt nicht. Kommt doch.

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Wesentlich spannender war die Situation bei Rubin Rafael Okotie. Der Ex-Austrianer, zurzeit beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag und an St. Truiden in Belgien verliehen, geisterte zunächst als Gerücht in Graz umher. Plötzlich, kurz nach 15 Uhr, verkündete Nürnberg auf seiner Homepage den Transfer zu Sturm. Aber – erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Ein Dementi des Sturm-Präsidenten Christian Jauk später und Okotie war weiterhin Spieler von St. Truiden. Doch schlussendlich: Der Transfer nach Graz klappte. Zehn Minuten nach Mitternacht, die Presseaussendung von Sturm Graz: “Nach stundenlangen Verhandlungen, die bereits gescheitert schienen, unterschrieb Rubin Okotie einen Leihvertrag bis Ende der laufenden Meisterschaft.”

Zwar ohne Option auf Verlängerung, aber immerhin. Es war der angekündigte Top-Transfer. “Wir sind froh, dass es uns im Finish der Transferzeit noch gelungen ist, mit Srdjan Pavlov und Rubin Okotie zwei Stürmer von Format an Land zu ziehen, mit denen wir fürs Frühjahr sehr gut aufgestellt sind”, kommentiert Franco Foda den Last-Minute-Transfer.

Für den 24-jährigen Okotie ist es bereits der dritte Wechsel innerhalb von 18 Monaten. 2010 wechselte er von der Wiener Austria zum “Club” nach Nürnberg, 2011 wurde Okotie nach Belgien verliehen. Nach nur einem halben Jahr, neun Einsätzen und einem Tor für St. Truiden wechselte der 188 Zentimeter große Stürmer nun also nach Graz.

Pavlov und Okotie sollen übrigens noch heute Mittwoch bei Sturm in Belek eintreffen und könnten schon am Freitag im Rahmen eines Camp-Testspiels ihre Debüts für Sturm geben.