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Auch Hans Lang muss gehen

Das Ende der Ära Foda und vor allem die Umstände beschäftigen die Medien weiterhin. Mit Hans Lang soll währenddessen der nächste Abschied fix sein. Bei den Spielern wollen einige trotz Verletzung heute gegen Salzburg auflaufen, mit Manuel Weber ist hingegen eine weitere Schlüsselfigur fraglich.

Pressespiegel Sujet

© 2011 Sturm12.at

Am Tag nach der Beurlaubung von Franco Foda streuten die Verantwortlichen bei Sturm Asche auf ihr Haupt. “Das ist nicht der Stil von Sturm und nicht die Art und Weise, wie wir mit verdienstvollen Leuten umgehen“, sagte Präsident Christian Jauk (am Donnerstag “beruflich im Burgenland unabkömmlich“) gegenüber der Kleinen Zeitung. Auch die beiden Geschäftsführer Paul Gludovatz und Christopher Houben sehen in der Nicht-Verschiebung der Pressekonferenz einen Fehler.

Im Kreise der Trainer und Spieler bedauert man gegenüber den Medien den Abgang von Foda. “Das hat sich Franco Foda nicht verdient“, sagt etwa Interimscoach Thomas Kristl. Ähnlich klingt Kapitän Manuel Weber in der  Kronen Zeitung: “Das war nur die Schuld von uns Spielern – nicht von Franco Foda, der uns auch seit Bekanntwerden seines Abgangs im Sommer immer professionell eingestellt hat. So einen Abschied hat er nicht verdient.

Während sich die Aufregung um Foda noch nicht gelegt hat, soll der nächste Abgang – der weniger Wellen schlagen wird – bereits feststehen: Laut “Kleine ” und “Krone” wird Sportkoordinator Hans Lang Sturm zu Saisonende verlassen. Gludovatz in der “Kleinen”: “Unsere Arbeitsgebiete wären ja praktisch ident.”

Auch die Frage, wer ab Sommer neuer Cheftrainer wird, taucht natürlich wieder auf. Der Kurier schreibt Markus Schopp die Favoritenrolle zu. Dieser kokettiert offen mit dem Amt: “Es gab zwei Gespräche mit Gludovatz, die aber eher von der allgemeinen Auffassung eines Trainers handelten. Die positive Stimmung der Fans gegenüber meiner Person ist ein Vorteil, die Frage ist, ob der Vorstand auch die notwendige Geduld aufbringt, wenn es zu Beginn nicht so läuft.”

Das Spiel gegen Red Bull Salzburg rückt angesichts der Turbulenzen in den Hintergrund. Am meisten beschäftigt sich noch die “Krone” mit dem Sportlichen, und hier vor allem mit der langen Verletztenliste. Nach Auskunft des Blattes sollen Darko Bodul, Florian Kainz und Christian Klem trotz Schmerzen durchbeißen. Mit Weber könnte jedoch ein weitere Schlüsselspieler ausfallen: „Ich hab’ in Mattersburg eine Gesäßmuskelzerrung aufgerissen, die sich gegen Hartberg verschlimmert hat.

All diese Sorgen hat man bei Gegner Salzburg nicht. Dort wird bereits fleißig für die kommende Saison eingekauft. Die Verpflichtung von Christopher Dibon ist fix, jene von Florian Klein soll nur noch Formsache sein, und seit gestern ist auch der beim AS Monaco unglückliche Nacer Baracite in einigen Zeitungen ein Thema.

Kleine Zeitung: Das Gewitter war schon am Abend davor aufgezogen. Der Abschied von Franco Foda, dem Sturm-Erfolgstrainer, war sachlich begründbar – nur der Ablauf war, gelinde gesagt, unglücklich und erhitzte viele Gemüter. (…) Jauk: Auch wenn eine “hochemotionale Angelegenheit”, wie eben eine vorzeitige Beurlaubung, extrem schwierig vollkommen ruhig über die Bühne zu bringen sei: “Wir wollten versuchen, die Emotionen bei allen Beteiligten klein zu halten. Das ist uns leider nur teilweise gelungen.” Nur in der Sache selbst gibt es kein schlechtes Gewissen: “Das Präsidium wollte die Saison mit Franco Foda beenden, wie es vereinbart war – und das erfolgreich. Das Ziel war ein internationaler Startplatz. Aber in der Meisterschaft war es holprig und die Hoffnung des Cups hat sich zerschlagen. Deshalb waren wir – die beiden Geschäftsführer und das Präsidium – der Meinung, dass wir reagieren müssen!” Nur der Zeitpunkt habe eben nicht gepasst. “Künftig würde ich trotz Grundsatzbeschluss, die Dinge rasch zu vollziehen, nur einen Tag auswählen, an dem ich auch verfügbar bin. Sonst ist die Chance, Missverständnisse aufzubauen, zu groß. Und diese Chance wurde von einigen auch genutzt.” (…) Gludovatz: “Im Prinzip hatten wir keine Wahl. Ich hätte ja Franco nicht an diesem Tag das Training leiten lassen können und ihn erst einen Tag später beurlauben.” (zum Artikel)

Kronen Zeitung: Seine (Kristls, Anm.) Interims-Ära begann gestern turbulent! Das 2:4 im Cup gegen Hartberg hat die Sturm-Fans kräftig in Rage gebracht: 100 verhinderten gestern zehn Minuten lang den Start des Abschlusstrainings. Erst nachdem die Spieler trotz Regens Rede und Antwort gestanden hatten, hörten die Beschimpfungen auf. Präsident Jauk räumte zwar ein, dass bei der Art der Foda-Ablöse Fehler gemacht wurden, findet den Schritt aber richtig. Es soll am Ende keine Vorwürfe geben, dass für das internationale Ziel nicht alles versucht worden wäre. Fodas Ablöse war allerdings schon zuvor beschlossen, wird im Umfeld gemunkelt. Sturm wolle sich einfach seine hohen Punkteprämien bis Saisonende sparen. Thomas Kristl, der bei Nürnberg und Saarbrücken gespielt hat, unter Peter Neururer “Co” bei Hannover und Chef bei Amberg und Regensburg war, möchte in den letzten sieben Runden noch in die Top-Drei vorstoßen: „Das war vor Saisonbeginn unser Ziel, daran hat sich nichts geändert. Es wird zwar alles andere als leicht, aber wir sind nur drei Punkte hinter dem Dritten.“ Mit Einzel- und Gruppengesprächen versucht er, die Cup-Blamage aus den Köpfen zu bekommen: „Die Mannschaft steht jetzt in der Pflicht – eine Reaktion ist das Mindeste, was die Fans erwarten können! Vielleicht ist’s gar nicht schlecht, dass wir gegen Salzburg schnell wieder die Chance haben zu zeigen, dass wir uns auch besser präsentieren können.“ Allerdings: „Durch die vielen Ausfällen, haben wir momentan große Probleme – besonders in der Abwehr.“

Kurier: “Ich bin zu lange im Profi-Geschäft, deshalb kann mich nichts überraschen”, sagt Franco Foda einen Tag nach seiner Entmachtung als Sturm-Coach. Dennoch sind mehr Fragen als Antworten aufgetaucht. Der Deutsche hätte gerne bis Saisonende weitergearbeitet. “Die Mannschaft hat noch gute Chancen auf einen internationalen Startplatz. Dass man im Cup ausrutschen kann, hat auch Manchester United zuletzt in England bewiesen.” Paul Gludovatz, der neue Sportdirektor, meint dazu in der Austria-Presseagentur (APA) allerdings: “Nach so einer Niederlage muss man sich vor die Mannschaft stellen. Es kann nicht sein, dass man danach die eigenen Spieler niedermacht. Man muss Mitverantwortung übernehmen.” (…) Gludovatz hatte ihm am Donnerstag vorgeworfen, dass er mit der Trennungsmeldung nicht wie vereinbart bis 17 Uhr gewartet hätte. “Um 13 Uhr hat es schon ein Medium veröffentlicht, nach dem Gespräch mit Gludovatz warteten schon Journalisten auf mich, die alles wussten”, rechtfertigt sich Foda. (…) Auf dem personellen Plan von Gludovatz steht ein Team von insgesamt vier Trainern für Kampfmannschaft und Amateure. Dass Schopp ein Kandidat ist, sei irgendwie logisch. “Ein Insider ist sicher nicht schlecht, und wenn ein Ausländer darunter ist, kann es auch nicht schaden.” Die Spielerflut ist Gludovatz ein Dorn im Auge, auf zirka 38 Spieler soll das Aufgebot für Profis und Amateure abgespeckt werden. Gludovatz: “Sturm hat zuletzt nur angehäuft und nie abgegeben, eine Bugwelle vor sich hergeschoben. Das muss sich ändern.” (zum Artikel)

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Kommentare

Saphyrus says:

Weber verletzt. Jetzt kommt Mura!

archaeopterix says:

Ein Trainerwechsel über Nacht führt immer zu Imponerabilien & Überraschungen die nicht minutenweise planbar sind wie der Start einer Raumkapsel !!! ….

madschi1988 says:

Der arme Lang Hansi ;)
Jetzt kann er wieder zum GAK gehen!

Ritter2011 says:

Warum wird Lang immer dem GAK zugeschrieben? Gott, der war doch auch 20 Jahre bei Stumr *aufdenkopfgreif*

saurons_mouth says:

bin sehr gespannt auf die startaufstellung…
vielleicht bekommen ja neuhold (trotz matura wird er wohl 90 min spielen können) und weinberger ihre chance!
was allerdings die krone mit florian kainz und schmerzen meint, ist mir neu! gestern hat er nix erwähnt, dass er net spielen kann..

Saphyrus says:

du hast ka matura oder?

saurons_mouth says:

kennst mich? weißt es?? na also, dann bleib amal schön ruhig..
mei matura ist mehr wert als dei ganzes leben.

Saphyrus says:

weil du keine hast! kein wunder mit 13!

saurons_mouth says:

so wie du dich aufführst, kannst du nicht viel älter sein…

terrencehill says:

also bei dem ganzen gludo-houben bashing (teils zurecht, teils überzogen) muss schon einmal angemerkt werden, welch oportunistischen würste die herren kallinger bzw. saubach sind. der herr kallinger setzt einen drauf und schreibt doch tatsächlich “nach foda flog lang”. wtf?! das ist üble hetz-propaganda was da jetzt abgeht. die option des herrn lang ist einfach nicht gezogen worden. sein vertrag läuft mit 31. mai aus. man hat ihn nicht vor die tür gesetzt oder rausgehaut. da jetzt noch extra die stimmung aufzuheizen ist ganz unterste schublade. und über den herrn saubach und seine undifferenzierten auswüchse braucht man sowieso keine weiteren worte verlieren…

die müssen doch auch nur zeitungen verkaufen bzw. interessante berichte bringen. Schlimm stünde es um Sturm, wenn das Medienecho nicht so wär, wie es ist…

12ter Mann says:

Na endlich, Hans Lang ist Sturm Graz ja wirklich nur auf der Geldtasche gelegen! Ich wüsste nicht eine positive Sache, die er in seiner Zeit geleistet hat. Auch wenn man ihn gefragt hat, was sein Aufgabengebiet ist, hat er meistens sehr schwammig geantwortet. Ein richtiger Schritt, seinen Vertrag nicht zu verlängern.

Verweigerer says:

Richtig, die Arbeit von Hans Lang “schnupft” der Gludo aus dem Ärmel mit. Das würde sich sonst wirklich überschneiden. Und in Punkto Nachwuchsarbeit, Spielersichtung, “Netzwerken” udgl. hat PG um Etliches die Nasenlänge voraus. Ich finde den Schritt in Ordnung und absolut nachvollziehbar. Herr Lang, auf Wiedersehen!

JoeBlack says:

Positiv ist auf jeden Fall, das die neue Führungsriege anscheinend auch Fehler eingestehen kann. Aus Fehler soll und muss man lernen, aber dafür ist es entscheident diese auch zugeben zu können!

Keine_Flaute says:

Bei Handy Lang wurde nicht wie oben behauptet einfach nicht die Option gezogen, sondern man trennt sich schlicht und einfach von ihm. Der war unbefristet bei Sturm unter Vertrag.

kaninoat says:

Mura- nein danke !

Zu Lang: es wäre fahrlässig diesen Vertrag zu verlängern – durch den Sportdirektor ist seine Funktion nun unbrauchbar.

zu heute: schaut nach einem noch letzteren Aufgebot aus, als wir gewohnt sind. Aber vielleicht ist gerade die Erfolgsmöglichkeit – den die jungen werden wenigsten rennen. Also einen Weinberger heute nicht im Kader zu haben wäre fahrlässig, das Problem ist nur wenn Weber tatsächlich ausfällt dann haben wir echt ein Problem – mit Koch haben wir eh schon einen Totalausfall im Mittelfeld aufgestellt. Also die Aufstellung heute wird spannend. Komisch nur, dass plötzlich soviele Verletzte sind…. kommt mir das nur eigenartig vor oder haben die Spieler einfach keine Lust zu spielen bzw. zu arbeiten?

archaeopterix says:

Schade um Hans Lang ! Glaube nicht, daß Gludovatz die ganze Kleinarbeit von Lang machen kann oder soll !? Außerdem ist Lang besonders erfahren in allen Jugendangelegenheiten bis Scouting wie seinerzeit Burschi Jarz mit dem er schon zusammenarbeitete ! Sturm sollte sich das wirklich gut überlegen, denn alles kann er nicht kosten und seine Arbeiten sind nichts für einen Geschäftsführer Gludovatz oder Houben !!!! …..

Keine_Flaute says:

Handy Lang ist nach dem Konkurs gekündigt worden weil die Leistung als Sportdirektor nicht gepasst hat. Im Jugenbereich mag er durchaus in Ordnung gewesen sein, dass war Kurt Riedl aber auch, nur ist der Handy Lang in seiner ersten Amtsperiode schon “abgehoben”, weil er unbedingt Sportdirektor werden musste und nicht zurückstecken konnte und in die Jugendabteilung zurückzugehen.

Mit Burschi Jarc braucht man ihn aber bitte nicht in einem Atemzug nennen, der hat seine Arbeit kostenlos gemacht und Sturm immer nur gegeben und gegeben. Solche Personen findet man heute bei professionellen Mannschaften leider nicht mehr.

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