Pressespiegel Sujet
© 2011 Sturm12.at

Pressespiegel

"Sturm wirkte befreit"

Die Wahrheit liegt auf dem Platz: Dieser alten Fußballphrase zufolge haben die Sturm-Spieler die Turbulenzen der vergangenen Tagen gut weggesteckt. Belohnt wird die Leistung beim 2:2 gegen Salzburg mit zuletzt so seltener positiver Berichterstattung.

Pressespiegel Sujet
© 2011 Sturm12.at

Sturm und Salzburg zeigten laut Kurierein für österreichische Verhältnisse erfreulich schönes Fußballspiel“. Auch die anderen Medien lobten durchwegs das Niveau der Partie. Gerade angesichts der generellen Bundesliga-Spielkultur im heurigen Frühjahr sind solche Pressemeinungen hoch einzuschätzen.

Besonders viel Anerkennung gibt es für die Leistung der Sturm-“Notelf” : Die Mannschaft “wirkte nach dem Trainerwechsel eher befreit” (“Kurier”), “versuchte die spielerische Linie vorzugeben” (Kleine Zeitung), “war spielerisch die bessere Mannschaft” (Sport10.at), “zeigte eine aggressive, einsatz- und spielfreudige Reaktion auf die Cup-Blamage” (Kronen Zeitung).

Zur Gänze kann das Unentschieden die Causa Franco Foda aber nicht überdecken. Besondere Beachtung findet die Ankündigung von Präsident Christian Jauk, Foda einen würdigen Abschied beim letzten Saisonspiel angeboten zu haben – dieser habe aber vorerst abgelehnt. Harsche Kritik gab es auf Sky von Heribert Weber: “Paul Gludovatz muss einsehen, dass er nicht der Gottvater der österreichischen Trainer ist.” Gludovatz selbst zeigt sich gegenüber der “Kleinen Zeitung” selbstkritisch: “Wir haben unsere Vorschuss-Lorbeeren verspielt. Die müssen wir jetzt zurückgewinnen.

Der sportliche Geschäftsführer soll übrigens auf dem Transfermarkt bereits aktiv sein: Laut “Krone” besteht Interesse am 23-jährigen kroatischen Stürmer Ivan Kovacec, der 18 Tore für den Regionalliga-Ost-Klub Stegersbach erzielt hat.

Kronen Zeitung: War das ein Finish! Bis zur 93. Minute sah Salzburg in der UPC-Arena wie der glückliche Sieger aus, führte nach Jantschers zwölftem Saisontreffer schmeichelhaft 2:1 – doch dann schlug das beste Heimteam der Liga durch zwei “Joker” zurück: Patrick Wolf – erst sechs Minuten am Platz – versenkte einen Freistoß des eingewechselten Bodul am langen Eck zum 2:2. (…) Für eine Ehrenrunde zu den Fans, die nach der Pause ihren Stimmungs-Boykott beendeten, war die “Notelf” zu müde – im Kabinengang aber waren alle erleichtert: “Hätte nie gedacht, dass ich einmal ein Kopftor mache”, sagte Patrick Wolf, “es war ein mehr als verdientes Remis. Eine Niederlage hätten wir nicht verdient gehabt. Nach dem Cup-Aus ist großer Druck auf uns eingeprasselt, aber wir haben auf die Turbulenzen mit einer guten Vorstellung reagiert. Jetzt wollen wir unser Ziel vom internationalen Bewerb verwirklichen.” “Das war die richtige Reaktion auf den Cup”, sagte Darko Bodul, “wir hätten drei Punkte verdient. Letztlich aber sind wir froh, dass Gott uns noch diese letzte Chance gegeben hat.”

Kleine Zeitung: So herrschte in der UPC-Arena eine eigenartige Atmosphäre. Ein Stimmungs-Boykott wurde verhängt. Stattdessen gab es schriftliche Botschaften an die Mannschaft. “Niederlagen sind nicht immer zu vermeiden, doch Kampfgeist, Leidenschaft und Herz muss jeder echte Schwoaze zeigen” lautete eine. “Nach dem Mittwoch hat’s uns die Sprache verschlagen. In diesem Sinne: Gebt alles und verdient euch unsere Stimme”, stand auf einem anderen Transparent. Eine Mahnung, die sich die Sturmspieler anscheinend zu Herzen genommen hatten, denn die legten einen fulminanten Start hin. (…) Besonders bitter für Sturm: Im Gegenzug (zum nicht gegebenen Okotie-Treffer, Anm.) fiel das 1:1 durch Maierhofer. In der Folge zeigte Sturm, dass man gewillt war, die Sympathien zurückzuerobern. (…) Und doch hätte es am Ende beinahe ein Ende mit Schrecken gegeben. (…) Die Spieler hatten nicht nur einen Punkt geholt, sie hatten sich auch die Stimme der Fans zurückerobert (zum Artikel).

Kurier: Wenn Fetzen fliegen könnten, dann taten sie es diese Woche in Graz. So turbulent die vergangenen Tage waren, so turbulent verlief auch die Anfangsphase im Spitzenspiel: Junior Kainz stellte schon nach drei Minuten nach Vorarbeit von Kröpfl auf 1:0. Kurz darauf wurde ein Treffer von Okotie nach einer Abseitsstellung zu Unrecht aberkannt. Statt 2:0 stand es 1:1. Weil Maierhofer in der achten Minute per Kopf für den Ausgleich sorgte, nachdem es sich Sturms Abwehr gemütlich gemacht hatte. (…) Bukva und Debütant Kröpfl, unter Foda zumeist nur gut bezahlte Spaziergänger, stellten die Salzburger immer wieder vor Probleme, auch wenn manche Pässe im Niemandsland landeten. Und Okotie zeigte sein bestes Spiel im Sturm-Leiberl. Die Fans, die nach der 2:4-Cuppleite Taten sehen wollten, wurden auch nach der Pause belohnt. Sturm spielte weiterhin offensiv, nachdem auch Salzburg brav nach vorne spielte, blieb es ein attraktives Spiel. (…) Thomas Kristl machte nicht nur als Trainer, sondern auch als Philosoph eine gute Figur: “Reibung erzeugt Leistung.” Der Deutsche meinte damit, dass es Konflikte geben muss, damit die Spieler auch brillieren (zum Artikel).

Sport10.at: Die Grazer wollten Wiedergutmachung betreiben. Das ist ihnen gelungen. Es war ein gutes Fußballspiel, das Sturm und Red Bull Salzburg zeigten. Doch beide Teams offenbarten auch ihre Schwächen. So wie die Salzburger nach nur drei Minuten. Die Bullen-Defensive wirkte alles andere als sattelfest. Florian Kainz wusste das auszunützen und schoss zum 1:0 ein. Sturm war jetzt so richtig heiß und hätte wenig später durch Rubin Okotie eigentlich das 2:0 geschossen. Doch der Unparteiische entschied auf Abseits. (…) “Wenn das Abseits nicht gegeben wird, dann wird es schwer für die Salzburger in diese Partie zurückzukommen”, sagt Goalie Sturm-Goalie Christian Gratzei. In der achten Minute hatten die Salzburger ihre erste große Chance. Nach einem Jakob-Jantscher-Eckball traf Stefan Maierhofer, sein erstes Tor im Jahr 2012, sein zehnter Saisontreffer. Gratzei sah bei diesem Treffer nicht wirklich gut aus. “Ich stelle den Anspruch an mich selbst, dass ich diesen Ball halte”, so Gratzei. Es blieb auch danach ein sehr gutes Fußball-Spiel, in dem Sturm die besseren Chancen hatte (zum Artikel).

Sturm12.at
Spielbericht: Mit Herz zum Punkt
Stimmen: Moral und doofe Fehler
Fotogalerie: Gekämpft und gepunktet
Liveticker zum Nachlesen