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Rätseln über Sturms System

Sturms neues 4-1-4-1-System sorgt in Wien-Hütteldorf für etwas Unruhe – ein Umstand, der Thomas Kristl wohl nicht ungelegen kommt. Weniger gelegen kommt der Streit zwischen Sturm und Rapid um nicht erhaltene Tickets für schwarz-weiße Fans.

Pressespiegel Sujet

© 2011 Sturm12.at

Erstmals seit langem wird bei Sturm wieder über das System auf dem Platz gesprochen und nicht über jenes abseits davon. Thomas Kristl hat gegen Salzburg mit seinem 4-1-4-1 alle überrascht und Peter Schöttel merklich irritiert, wie einige Medienberichte zeigen. Kristl versteht es gut, aus seinem System weiterhin ein Geheimnis zu machen, wie der Sturm12.at-Trainingsbericht vom Samstag zeigt. Bei Rapid ist nur die Frage offen, ob Steffen Hofmann spielen kann – die Tendenz geht zu Nein.

Ein Streitthema im Vorfeld ist die Anzeige, die Sturm gegen Rapid bei der Bundesliga eingebracht hat. Grund: Man habe zu wenig Tickets für seine Fans bekommen. Die Kronen Zeitung hat bei Rapid-Klubleiter Andy Marek nachgefragt: “Bis Donnerstag hatte Sturm Zeit, Tickets zu ordern. So steht es in den Statuten, jetzt ist’s zu spät.” Bruno Hütter vom SK Sturm sagt hingegen: “Rapid hat ohne Rücksprache nicht die angeforderten 1500 Tickets, sondern uns nur 1075 zur Verfügung gestellt und betont, dass sie noch einen Puffer haben, falls wir mehr brauchen. Denn wollten wir Freitag in Anspruch nehmen.”

Die Frage nach dem künftigen Trainer wird heute nur im Kurier kurz thematisiert. Als Favoriten werden diesmal Marco Pezzaiuli (den vor wenigen Tagen die Grazer Woche groß ins Spiel brachte) und Peter Stöger genannt.

Kleine Zeitung/Interview mit Thomas Kristl: Wir sind ein Trainerteam und wir machen im Großen und Ganzen dieselbe Arbeit wie zuvor. Die Trainingsinhalte haben sich nicht geändert. Der einzige Unterschied ist, dass ich jetzt die Letztentscheidung habe. Das ist es. Gegen Salzburg sind die Spieler wieder gelaufen, haben gekämpft und gerackert. Kein Vergleich zur Cup-Pleite gegen Hartberg. Unsere Mannschaft hat bisher immer auf schlechte Spiele mit einer guten Leistung reagiert. Das hat nichts mit dem Wechsel des Trainers zu tun.(…) Ganz wichtig: Wir müssen mit derselben Leidenschaft und demselben Einsatz spielen wie gegen Salzburg (zum Artikel).

Krone: Vor einem Jahr ballerte Sturm die Hütteldorfer mit einem 2:0-Sieg im Hanappistadion endgültig aus dem Titelrennen und machte selbst einen großen Schritt Richtung Meisterteller. Ob Kristl seiner Truppe die DVD vom damaligen Triumph als zusätzliches Doping vor Augen führt, ließ der Bayer offen. “Es war ja doch ein total anderes Spiel, aber mein Team muss genauso mutig auftreten wie damals.” Und ja keinen Schlaftabletten-Fußball auftischen wie beim letzten Auftritt in Hütteldorf, als man erst in der Rapid-Viertelstunde munter wurde. Da führten die Hausherren schon mit 3:0, der Bodul-Doppelpack kam zu spät. Das wahre Gesicht des Meisters wird man erst heute sehen. Das Salzburg-Spiel mit dem vorangegangenen Wirbel um den Rauswurf von Franco Foda und der Cup-Blamage gilt noch nicht als echter Gradmesser. (…) “Unverständlich. Er hat den Pokal geholt, ist Meister geworden. So geht man mit einem Franco Foda nicht um.” Kopfschütteln bei Mario Sonnleitner. Drei Saisonen verteidigte er für die Foda-Truppe, ehe er 2010 nach Hütteldorf übersiedelte. Und sich zum Abwehrchef gemausert hat. In den letzten 20 Partien spielte er durch. “Wir wurden oft gescholten, jetzt haben wir die beste Abwehr der Liga”, nickt “Sonni” zufrieden. “Ein wichtiger Schritt. Aber es muss noch mehr kommen. Wir brauchen noch mindestens 16 Punkte. Ohne Risiko wird man nicht Meister.”

Kurier: Das 2:2 gegen Salzburg brachte zwar nur einen Punkt für Sturm, aber positive Erkenntnisse. Zum einen, dass die Einstellung stimmt, zum anderen, dass der Kader sicher nicht zu klein ist. Christoph Kröpfl und Haris Bukva durften gegen den Titelfavoriten ihr Können präsentieren. Nach dem auch gegen Rapid am Sonntag Säumel, Feldhofer, Pürcher, Dudic, Szabics verletzungsbedingt ausfallen werden, dürfte das Duo auch in Hütteldorf zum Einsatz kommen. Interimscoach Thomas Kristl hofft, den Aufwärtstrend mitnehmen zu können. “Wenn wir nicht wieder in das alte Strickmuster zahlreicher Auswärtspartien zurückfallen, dann können wir auch aus Hütteldorf etwas mitnehmen.” Der Deutsche beobachtete am Sonntag das 0:0 im Wiener Derby und erhielt dabei nach eigenen Angaben keine neuen Aufschlüsse (zum Artikel).

Die Presse: Rapid-Trainer Peter Schöttel ist sich über die Bedeutung der Partie im Klaren. „Wir wissen, dass es für uns und für Sturm ein entscheidendes Match ist“, sagte der Wiener und verlangt von seinen Kickern eine Steigerung im Vergleich zur Derby-Nullnummer. „Dass wir uns im Vergleich zum Austria-Spiel verbessern müssen, ist klar. Ich wünsche mir, dass von Beginn an der Funke überspringt.“ (…) Neben dem drohenden Ausfall des Spielmachers (Hofmann, Anm.) bereitet dem Rapid-Coach auch die Systemumstellung von Sturm Kopfzerbrechen. Beim 2:2 gegen Salzburg spielten die „Blackies“ unter Thomas Kristl ein 4-1-4-1, während dessen Vorgänger Franco Foda konsequent auf ein 4-4-2 gesetzt hatte (zum Artikel).

Sport10.at: Aus dem altbekannten und oft bewährten 4-4-2-System wurde binnen kürzester Zeit eine 4-1-4-1-Formation, die Gegenüber Peter Schöttel vor ein riesengroßes Fragezeichen stellt. “Ich weiß nicht, was uns am Sonntag erwarten wird. Ich nehme an, dass einige Stammspieler in die Startformation zurückkehren werden und mir ist klar, dass sich nach den Turbulenzen in den vergangenen Wochen alle Spieler beweisen wollen.” Das System bleibt aber bis wenige Minuten vor dem Anpfiff eine große Unbekannte. “Franco hat meistens nach einem 4-4-2-System aufgestellt, wobei Imre Szabics und Roman Kienast eher als hängende Spitzen agiert haben. Gegen Salzburg hat Rubin Okotie alleine vorne gespielt, außerdem spielte mit Matthias Koch nur einer direkt vor der Viererkette.” Prunkstück beim Remis gegen Salzburg war das äußerst variable Vierermittelfeld mit Florian Kainz, Haris Bukva, Christoph Kröpfl und Andreas Hölzl: “Sie waren ständig unterwegs und haben viel Leidenschaft mitgebracht.” Am Sonntag muss Schöttel versuchen, genau das zu unterbinden, auch wenn er betont, sich vor allem auf die eigenen Stärken konzentrieren zu wollen (zum Artikel)

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Kommentare

murtalfront says:

Ich htte hier einen interessanten Mann für die nächste Saison: http://www.transfermarkt.at/de/andrew-wooten/profil/spieler_67407.html
5 Bundesligaeinsätze, 1 Tor dazu in der 3.Liga 24 Spiele und 20(!) Tore..
Noch dazu wäre er ablösefrei zu haben.

11mariohaas11 says:

wie kommt man auf so einen ??
nur weil er gestern könig otto eins eingeschenkt hat ?!
Da würd ich mich eher um einen jungen guten IV umschauen. Ich denke vorne wird man ohnehin mit Bodul, Szabics, Okotie in die neue Saison gehen.

koksschlumpf says:

murtalfront, bitte geh wieder weiter fifa spielen und verschone uns von transfermarkt.at.
danke

madschi1988 says:

Einfach Gerson und Nathan Júnior vom KSV holen und alle Probleme san gelöst!

Nathan Junior hat für den ganzen Hype um seine Person eine eher überschaubare Torausbeute und selbst das eine Tor war ein Elfer, gestern hat er zu dem einen Elfmeter im Landesliganiveau versemmelt. Gerson soll ja bei Hamburg und Rapid am Zettel stehen und selbst wenn nicht, unter 500k spielt sich da wohl nichts ab, die wird Sturm weder zahlen können noch wollen.

Was ich voll arg finde, sollte wir heute 3 Punte einfahren sind wir in der Tabelle dritter!!!!!!!!!!!!!

saurons_mouth says:

eh klar, wie unser system heißt: SIEG!!!

archaeopterix says:

Heute trennt sich die ” Spreu vom Weizen” …….

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