Die meisten von ihnen versuchen ihr Glück zur Zeit in den unteren Spielklassen bei Vereinen nicht unweit von Graz. Einer jedoch scheint den Durchbruch geschafft zu haben…
Silvije Cavlina
Als der Kroate im Sommer 2010 ablösefrei aus Linz kam, fragten sich einige Sturm-Fans, ob es wirklich nötig sei, einen routinierten Nicht-Österreicher, der womöglich noch einem der jungen Sturm-Eigengewächse den Platz verstellen könnte, zu holen. Der mittlerweile 35-Jährige jammerte nie, dass er meistens auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. Und wenn er dann einmal zum Einsatz kam, überzeugte er die Kritiker mit starken Leistungen. Speziell im Herbst 2011, als Christian Gratzei aufgrund eines Meniskuseinrisses einige Monate außer Gefecht war, war auf den Routinier im Kasten von Sturm Graz stets Verlass. Doch am Ende der Saison musste auch er die Koffer packen und für Johannes Focher, ein junges Torhütertalent aus Deutschland, Platz machen. Wo und ob Silvije Cavlina seine Karriere als aktiver Fußballer fortsetzen wird, ist noch ungewiss. Dass der Routinier das Zeug zum Bundesliga-Torwart hat, hat er in schwarz-weiß immer wieder unter Beweis gestellt.
Dominic Pürcher
Kam er in der Meistersaison noch auf stolze 19 Einsätze, so waren es in der vergangenen Spielzeit nur sieben. Trotz seiner wenigen Einsatzminuten konnte der 24-jährige Schladminger, der zahlreiche österreichische Jugendauswahlen durchlief, im Frühjahr auf seiner angestammten Position als Innenverteidiger durchaus überzeugen. Als Peter Hyballa als Chef-Trainer bestellt wurde, durfte man durchaus mutmaßen, dass Pürcher aufgrund seiner Schnelligkeit vielleicht eine Rolle in den Überlegungen des neuen Trainers spielt. Falsch gedacht. Pürcher zog es ebenso, wie drei seiner Kollegen zum Bundesliga-Absteiger und steirischen Nachbarn in die zweithöchste Spielklasse nach Kapfenberg. Dort wird er mit Thomas Burgstaller, Joachim Standfest und Marvin Weinberger der Projekt Wiederaufstieg in Angriff nehmen.
Thomas Burgstaller
Seit der abgelaufenen Saison war er den Sturm-Fans ein Dorn im Auge. Oft konnten sie nicht nachvollziehen, warum der 1,92-Hüne immer wieder in der Startelf stand. Nach dem katastrophalen Herbst 2011 und einer kurzen Nachdenkpause, die im der damalige Trainer Franco Foda gönnte, stabilisierten sich in der Frühjahrssaison die Leistungen des gebürtigen Linzers. Trotzdem standen die Zeichen von Anfang an auf Abschied. In den vergangenen Jahren neben Schildenfeld noch ein souveräner Innenverteidiger, ließ er sich in der abgelaufenen Saison zu sehr von der Unsicherheit seiner Mitspieler anstecken. Obwohl er mit dem Fuß den wichtigen Ausgleichstreffer im Herbst gegen AEK Athen erzielt und damit den Grundstein für den Sieg in Griechenland gelegt hat, liegen seine Stärken eindeutig in der Luft. Vielleicht kann er diese bei den Falken aus Kapfenberg häufiger ausspielen.
Joachim Standfest
Nach zwei Jahren und einem Meistertitel verlässt der 32-jährige Rechtsverteidiger Sturm Graz. Alles in allem bot er solide Leistungen, jedoch fehlte ihm der Offensivdrang. Standfest fiel nur ganz selten auf, trotzdem ließ er auch ein Mal sein Genie aufblitzen. Unvergessen sein Ferserl-Tor im ersten Bundesligaspiel für den SK Sturm bei den Riedern im Innviertel. Durch den neu eingeschlagenen Weg und der damit verbundenen Kaderverjüngung fand der gebürtige Leobner keinen Platz mehr in der Elf von Neo-Coach Peter Hyballa. Da dem Routinier die Nähe zur Familie besonders wichtig ist, entschied er sich für einen Verein aus der Steiermark. Die Umstellung in Kapfenberg dürfte ihm nicht sehr schwer fallen. Beinahe die gesamte Verteidigung ist ihm bekannt.
George Popkhadze
Nachdem das Frühjahr führ ihn sowohl als auch für Sturm Graz alles andere als befriedigend verlief, war der Abschied des Georgiers nicht sonderlich überraschend. Anders als seine österreichischen Abwehr-Kollegen, zog es den Linksverteidiger aber nicht in die Obersteiermark, sondern nach Aserbaidschan zum Hauptstadtklub FK Baku. Dort erhielt der 25-Jährige einen Vertrag bis zum Sommer 2013 und hofft nach dem 0:0 im Hinspiel gegen ND Mura 05 auf das Erreichen der zweiten Runde der Qualifikation zur Europa-League.
Samir Muratovic
Was wurde alles nach der Demontage von Samir Muratovic im Frühjahr spekuliert. Er selbst wollte ja noch beim SK Sturm bleiben und sich weiter beweisen. Die Grazer planten aber nach einigen lustlos-wirkenden Einsätzen und unglücklichen Wortmeldungen nicht mehr mit dem begnadeten Kicker aus Bosnien. Mit ziemlich jedem Verein in der Steiermark, der in den obersten drei Spielklassen angesiedelt ist, wurde der 36-jährige Offensivspieler in Verbindung gebracht. Schlussendlich verschlug es ihn nach Gratkorn. Der dortige Kunstrasen dürfte seiner Spielweise entgegenkommen.
Sandro Foda
Als Trainersohn hat man es bekanntlich nicht gerade leicht. Mit selbigem Schicksal hatte der junge, gebürtige Mainzer seit jeher bei Sturm Graz zu kämpfen. Trotzdem kam er auf ein paar Einsätze in der Europa-League. Jetzt versucht er sein Glück beim GAK-Bezwinger aus Hartberg, wo er hoffentlich vorurteilsfrei sein Talent zeigen kann.
Marvin Weinberger
Er war so etwas wie das ewige Talent des SK Sturm. Oft als interner Schützenkönig der Vorbereitungsspiele, kam er dann im Bundesliga-Alltag unter dem ehemaligen Trainer Franco Foda nur selten zum Zug. Erhielt er seine Chance, nutzte er diese auch. Nach guten Leistungen fand sich der junge Steirer aber trotzdem auf der Ersatzbank wieder. Die Fans des SK Sturm hatten jedoch die Hoffnung, dass Weinberger der Knopf unter Coach Hyballa aufgehen und sich zu einer fixen Größe im Sturm entwickeln könnte. Er selbst hatte diese anscheinend nicht und verließ Sturm Graz in Richtung Kapfenberg zur Mission Wiederaufstieg.
Roman Kienast
Im Frühjahr 2010 noch wie der Phönix aus der Asche gestiegen, zog es den ehemaligen Norwegen-Legionär nach einem Meister- und Cup-Titel mit den Grazer schon im Winter nach Wien Favoriten. Nach einigen starken Partien im Frühjahr, passte er sich den eher mäßigen Leistungen der Veilchen an. Trotzdem reichte es für einen Platz vor seinem ehemaligen Arbeitgeber. Nach einer Verletzung im Sprunggelenk musste sich der groß-gewachsene Stürmer am Ende der vergangen Saison einer OP unterziehen, steht mittlerweile wieder aber voll im Saft.
Mario Kienzl
Nach der Meistersaison trennten sich die Wege des 26-Jährigen und seinem Stammverein Sturm Graz. Eher unglücklich wurde der Eigenbauspieler gegangen. Sein Weg führte ihn ins kleinste Nachbarland Österreichs, nach Liechtenstein zum FC Vaduz. Anfangs durfte der Ex-Kapitän dort sogar noch vom Einzug in die Europa-League träumen. Nach dem überraschenden Sieg gegen Novi Sad, war dann aber in der nächsten Runde gegen Hapoel Tel Aviv Schluss, der angepeilte Aufstieg in die Schweizer Super League wurde verpasst. Der ehemalige Coach des FC Lustenau, Eric Orie, setzte nicht mehr auf den gebürtigen Grazer, dazu kamen noch Verletzungen und perfekt war das Seuchenjahr. Weiterhin in Liechtenstein zu bleiben ist für den ehemaligen österreichischen Nationalspieler kein Thema, auch eine Rückkehr zu Sturm Graz stand kurz im Raum. Daraus wurde aber nichts. Mal schauen wohin ihn seine Reise führt.
Gordon Schildenfeld
Als Wundertüte 2009 leihweise gekommen, verließ der Innenverteidiger den SK Sturm als Fixbestandteil der kroatischen Nationalmannschaft in Richtung Frankfurt. Nach 2 erfolgreichen Jahren in denen der 26-Jährige mit den Grazern Meister und Pokalsieger wurde, folgte der sofortige Wiederaufstieg in die Deutsche Bundesliga mit der Eintracht aus Frankfurt. Ob der Abwehrchef der Frankfurter allerdings eine Partie in der höchsten Spielklasse Deutschlands absolvieren wird, ist ungewiss. Nach starken Leistungen bei der EM in Polen und der Ukraine steht der Kroate angeblich kurz vor einem Wechsel in die russische Hauptstadt zu Dynamo Moskau. Bereits vergangenen Samstag hätte Schildenfeld ins Trainingslager der Eintracht nachreisen sollen, er selbst bat allerdings um weitere zwei Tage Bedenkzeit. Die gewährte ihm Frankfurt.
Timo Perthel
Im Juli 2011 endete der Leih-Vertrag des 23-Jährigen Ex-Bremers. Nach Ende der österreichischen Meisterschaft durfte der Deutsche noch die Meisterschale in Händen halten, bevor es ihn wieder zurück in die Heimat zu Hansa Rostock verschlug. Mit den Wikingern reichte es allerdings nicht zum Klassenerhalt in der 2. Deutschen Bundesliga und so unterzeichnete er im Juni diesen Jahres einen 2-Jahres-Vertrag beim MSV Duisburg.












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Burgstaller hat gegen AEK Athen getroffen, nicht gegen Panathinaikos.
Cavlina, Phertel waren die einzigen die in Ordnung waren. Alle anderen patzten sich teilweise schrecklichst an. Kapfenberg wird wohl das Ziel nicht auf den Wiederaufstieg setzten, sonst hätte man einen Burgstaller nicht verpflichtet.
Ist ausgebessert, war wohl ein Freud’scher Verschreiber.
ich denke für kapfenberg und die 2. liga reichts, was der burgi drauf hat. mitn pürcher an der seite sowieso und ansonsten hat kapfenberg ja noch mehr personal. gespannt bin ich, wie sich weinberger tut, hoffe dass ihm der knopf aufgeht und er genug einsatzzeit bekommt
Schildenfeld wechsel nach moskau fix!
Hat das Bollwerk ein Lieferservice?
schade das wir nicht den schildenfeld länger hallten konnten um die ablöse summe noch ein wenig in die höhe zu treiben
“… kann auf einen Platz in der Europa-League hoffen”
Mit der Austria?? Eventuell vor dem TV-Gerät – oder war das “hoffen” für die kommende Saison zu verstehen?
Er steht zwar nicht oben, aber wo treibt sich der Johnny Ertl eigentlich herum?
aktuell vereinslos
Auf der Insel
Aha. Besten Dank.
Der Johnny – einer von uns! Vielleicht wird`s ja was in 1 – 2 Jahren… ??? Gedanklich sollte man ihn immer noch in der Hinterhand haben!
http://sport10.at/home/fussball/international/764370/Ertl_Bin-fuer-die-Bundesliga-zu-jung
“…Mit den Wikingern reichte es allerdings nicht zum Aufstieg in die 2. Deutsche Bundesliga…”
Perthel ist doch mit Rostock abgestiegen oder ?!
weiß man ob wir beim transfer von flashgordon auch noch bissl was abbekommen?
nein, natürlich nicht…
Da bekomm’ ma sicher noch einen feuchten Händedruck
Cavlina wechselt zu Inter Zapresic lt. transfermarkt.at
schade das ekrem dag zu Gaziantepspor gewechselt ist ich hätte in wircklich gerne wieder bei sturm gesehen
“wo er hoffentlich vorurteilsfrei sein Talent zeigen kann.”
Welches “Talent”? Hatte er je eines? Und mit 22 Jahren ist man im Normalfall schon aus dem Talentealter draußen. Sowieso eine österreichische Krankheit
Geh bitte, Sandro Foda ist ein Protektionskind, der von seinem Vater sowohl in die Amateur- als auch in die Kampfmannschaft gehievt wurde, dass er jemals in der Ersten im Kader stand ist das Ergebnis der Freunderlwirtschaft, die unter Foda (nichts gegen ihn!) gang und gebe war. Vom Potenzial her wird er auch in Hartberg scheitern, und ich denke da dürfte mir jeder zustimmen der ihn bei unseren Amateuren ein paar mal spielen sehen hat. Dort war er nämlich auch nur ein Mitläufer!
Silvije Cavlina hat übrigens einen neuen Verein, er spielt in Kroatien für Inter Zapresic
quelle: transfermarkt.at