Vor dem Saisonauftakt von Sturm Graz im ÖFB-Cup gegen die WSG Wattens blickt Sturm12.at auf die Geschichte des Traditionsvereins. Viele Jahre 2. Liga und somit auch die Nummer-zwei-Position im Bundesland scheinen die Tiroler von Beginn an gefestigt zu haben. Daran änderten auch die Spielgemeinschaften mit Wacker Innsbruck nichts.
Gefestigte Größe mit Swarovski
Die Wattener Fußballgeschichte begann 1930. Als SC Wattens. Nach 23 Jahren im Tiroler Unterbau stiegen die Grün-Weißen erstmals in die zweithöchste Spielklasse (damals Arlbergliga) auf, in der man sich auch nach der Einführung der Regionalliga West als zweithöchste Stufe 15 Jahre lang hielt, ehe 1968 – als SV Wattens - der bisher einzige Aufstieg in die 1. Liga (damals Nationalliga) gelang. Drei Saisonen hielten sich die Wattener, erzielten teils beachtliche Ergebnisse, wie ein 7:1 gegen den 1. Simmeringer SC, oder die Siege über Wacker Innsbruck und Sturm. Im Schnitt kamen besonders im ersten Jahr rund 4.000-5.000 Zuseher, zum Schlager gegen die Landeshauptstädter sogar bis zu 10.000 ins Alpenstadion. Trotz eines achten Platz (von 16 Teams) 1970/71 blieben aber die Zuschauer aus und auch das Geld wurde knapp. So war die logische Folge eine Spielgemeinschaft mit dem Meister aus Innsbruck einzugehen. Von da an war Wattens bis 1981 quasi nur am Papier vorhanden – als Spielgemeinschaft Wattens-Wacker Innsbruck, kurz SWW.
Vier Meistertitel und vier Cupsiege gab es in der Zeit bis zur Auflösung der SPG 1986. Währenddessen übernahm Wattens unter dem heutigen Namen WSG (Werkssportgemeinschaft Wattens) wieder den eigenständigen Spielbetrieb und schaffte 1981 zumindest für drei Saisonen den Aufstieg in die 2. Division. Durch die Ligasystemumstellung 1985 ging es wieder bis 1989 in die Regionalliga, ehe sich die Tiroler bis 2001 (mit zwei einzelnen Saisonen Unterbrechung) in der zweiten Liga etablierten. Dies war der Werkssportgemeinschaft auch durch das Geld des in der Stadt beheimateten Kristallvertriebs Swarovski möglich, der neben der Bundesligamannschaft aus Innsbruck nun einen Ausbildungsverein in der zweithöchsten Spielklasse förderte. Junge Talente, wie Roland Kirchler oder Robert Wazinger wurden nun für höhere Aufgaben in der Landeshauptstadt aufgebaut. Man wuchs zur fixen Nummer zwei im Bundesland, die man auch heute noch ist.
Heimkehrer auf der Bank
Noch heute ist Wacker Innsbruck ein Kooperationsverein der WSG. Swarovski ist immer noch allgegenwärtig. Vom Klublogo bis zu Präsident Gernot Langes-Swarovski. Und Kirchler und Wazinger sind auch wieder da. Diesmal als Trainer. Seit 2005 spielen die Grün-Weißen wieder in der Westliga. Zuvor löste man die nach dem FC-Tirol-Konkurs eingegangene Spielgemeinschaft mit Wacker Tirol nach dem Aufstieg auf und musste in der Tiroler Liga neu beginnen. Kirchler formte die letzten Jahre eine junge, Tiroler Mannschaft, die trotz zweier Relegationsteilnahmen wieder am Aufstieg scheiterten. 2011/12 setzte es gegen den SV Horn ein Gesamtscore von 1:9 in den Aufstiegsspielen, nachdem man die dreißig Meisterschaftsspiele zuvor ohne Niederlage blieb.
Sturm hat durchaus gute Erinnerungen an Wattens. 2009, beim letzten Aufeinandertreffen im Cup, siegten die Grazer dank eines Klemen-Lavric-Elfers 1:0. Und auch in den sechs Spielen zuvor (1968-1971) siegten die Blackies viermal, bei nur zwei Niederlagen. Auch wenn die Gäste am Freitag klarer Favorit sind und den Aufstieg schaffen, dem Tiroler Fußball sei es zu wünschen, dass in naher Zukunft wieder ein zweiter Traditionsverein im Profifußball unterkommt und für Furore sorgen kann.

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Für die Spieler die Nagelprobe vor dem Salzburg Schlager …..
Aufstieg ist Pflicht. Außerdem wie wir Cupsieger wurden, haben wir auch gegen Wattens das Erstrundenspiel bestritten. Vielleicht ein gutes Omen.
Wird sicher nicht leicht – aber es darf keine Ausreden geben! Wenn man im Cup was reissen will muss man solche Gegner besiegen. Egal wie.