12 Meter

Auftakt unter der Lupe

Der erste Auftritt in der Bundesliga von Sturm Neu ist Geschichte. Erfolgreich war er nicht, Grund zur Frustration gibt es aber keinen. Jedenfalls allemal Anlass genug, das System Hyballa auch im Praxistest genauer unter die Lupe zu nehmen. Was ist neu? Soviel vorweg: Fast alles.

&copy 2011 Sturm12.at

© 2011 Sturm12.at

Nahezu alle, die das Spiel am Samstag in Liebenau gesehen haben, waren sich einig: Eine Partie auf solchem Niveau hat man in dieser Liga schon länger nicht gesehen. Bei Sturm blieb hinsichtlich der Spielanlage kein Stein auf dem anderen. Nicht alles hat geklappt, die grundlegend andere Ausrichtung ist aber (für fast alle) offensichtlich gewesen. Das fängt bei der extrem hoch stehenden Verteidigung an, geht über das komplett neu sortierte Mittelfeld, bis hin zu der Art und Weise der Systemumstellung am Ende der Partie, um noch einen Rückstand aufzuholen.

Im Folgenden sollen nicht in erster Linie die verpatzen ersten 20 Minuten Thema sein, sondern vielmehr das grundlegende Gefüge in den unterschiedlichen Phasen des Spiels. Die hohe Verteidigung und das ständige Pressing gegen den Ball sind das unumschränkte Credo im System Hyballa. Davon weicht er nicht ab, das zieht er durch. So sagt er auch nach dem Salzburg-Spiel den Kollegen von 90minuten.at, er vertrete die Meinung, “dass man bei einer hohen Verteidigung Fehler besser korrigieren kann. Wenn man gleich tiefe Verteidigung spielt, kommt der Ball ja automatisch öfter Richtung Sechzehner. Und wie sollst du Stefan Maierhofer sechs Meter vor dem Tor verteidigen? Wie soll das funktionieren? Das funktioniert nicht. Und deshalb wollen wir den Gegner, so lange es geht, vom Tor weghalten.”

Daran wird nicht gerüttelt, auch wenn man sich genau aus diesem Grund Gegentreffer einfängt, wie geschehen gegen Salzburg am Wochenende. Im Vergleich zu Fodas Zeiten eine Riesenumstellung. Der Mainzer ließ gefühlte 20 Meter weiter hinten verteidigen, spielte dazu mit zwei defensiven Mittelfeldspieler, von denen immer mindestens einer gefühltes “Mittellinien-Übertretungs-Verbot” hatte. In der neuen Raute agiert nur noch Jürgen Säumel defensiv vor der Abwehr, Manuel Weber spielt eine der Halbpositionen und agiert weit offensiver als noch letzte Saison. Die drei offensiven im Mittelfeld, das waren am Samstag noch Darko Bodul hinter den Spitzen und Haris Bukva links, agieren mit viel Freiheit und sie zieht es allesamt in die Zentrale. Die Flügel werden sehr stark von den sehr aggressiv ausgerichteten Außenverteidigern beackert. So viel zur Grundausrichtung.

Als Red Bull dann Stefan Ilsanker wegen gelb-rot verloren hatte, stellte Hyballa mit der Hereinnahme von Rubin Okotie das erste Mal um. Aus dem 4-4-2 mit Raute wurde ein 4-3-3. Vorne war nun der starke Richard Sukuta-Pasu zentral unterwegs, Imre Szabics ging links auf den Flügel und Okotie spielte rechts vorne. Dahinter agierten Darko Bodul und Manuel Weber (später Christoph Kröpfl) und Jürgen Säumel gab dahinter den zentralen Part, allerdings viel weiter vorne als zu Beginn. In dieser Phase zog Sturm ein durchaus sehenswertes Powerplay auf, mit vielen Torschüssen als Folge, allein die Chancen blieben ungenützt. Und am Ende, als es galt alles auf eine Karte zu setzten, wurde aus dem 4-3-3 noch ein 3-4-3. Martin Ehrenreich machte David Schloffer Platz, die Viererkette wurde zu einer Dreierkette, wo nur noch Nikola Vujadinovic ganz hinten blieb. Vorne war das ganze dann ein Konstrukt aus sieben sehr offensiv agierenden Akteuren, wobei die vier Leute im Mittelfeld sehr variabel und rochierend unterwegs waren. Das hatte im Grunde alles Hand und Fuß, allein es funktionierten alle Teile noch nicht ausreichend gut, um gegen Salzburger, die an diesem Tag sehr stark aufgetreten waren, zu bestehen.

Zu den Baustellen: Das war zunächst einmal ein Haris Bukva, der einen sehr schwarzen Tag erwischt hat. Hier bleibt abzuwarten, ob Hyballa gleich gegen die Austria reagiert und Christoph Kröpfl auf der Halbposition auflaufen lässt, oder ob seine erste Elf zunächst einmal gesetzt ist. Abgesehen davon war die offensichtlichste Schwachstelle am Samstag die Außenverteidigung, vor allem auf der rechten Seite mit Martin Ehrenreich. Im Abwehrzentrum gab es zwar Abstimmungsprobleme und individuelle Fehler, hier sehe ich aber Potential für Besserung. Auf der linken Außenbahn war Christian Klem insofern überfordert, weil er vor sich mit Bukva einen Totalausfall auszubügeln hatte. Ehrenreich kam mit der neuen Rolle des offensiven Flügelverteidigers nicht sehr gut zurecht und nach meiner Ansicht, wird es für ihn sehr schwer diese Position dauerhaft qualitativ hochwertig auszufüllen. Das lässt sich auch aus der Erfahrung der vergangenen Saisonen sagen. Ich glaube, Peter Hyballa sehnt hier die Genesung von Andreas Hölzl herbei, der rechts hinten mit Sicherheit zumindest ausprobiert werden wird. Nicht umsonst war die rechte Abwehrseite auch in der Sommerpause bereits ein Thema. Back-up Nummer eins soll derzeit der junge Philipp Hütter sein. Aber auch Leonhard Kaufmann könnte man hier noch versuchen, auch die beiden Innenverteidiger können dem Vernehmen nach außen spielen, passen aber eher nicht so in dieses Konzept, nach meinem Dafürhalten.

Es bleibt abzuwarten, ob Peter Hyballa schon am Samstag in Favoriten umstellen wird, oder ob er damit noch wartet. Eines ist jedenfalls sicher. Die Grundausrichtung wird auch auswärts die gleiche sein. Das hat der Trainer im Vorfeld vielfach angekündigt. Und das war schon beim ersten Auftritt der neuen Sturmmannschaft spürbar, dass es heuer eher weniger oft abwartende und auf Konter lauernde Aufstellungen zu sehen geben wird. Eines hat sich schließlich zur Vorsaison nicht verändert: Wie schon Franco Foda, zeigte sich auch Neo-Coach Peter Hyballa als eher ungemütlicher Verlierer. Bei der Pressekonferenz in den Stadionkatakomben gab er sich dünnhäutig und gar zu patzig. Durch ein paar, zugegebenermaßen nicht besonders einfallsreiche aber harmlose, Fragen ließ er sich zu patzigen und ablehnenden Antworten hinreißen. Jemand, der selbst eine derartige Schlagzahl und Angriffslust in der Kommunikation an den Tag legt, müsste in der Lage sein, da darüberzustehen und das an sich abprallen zu lassen. Niederlage hin oder her, das ist eine Frage der Professionalität und auch dadurch sollte sich Sturm Neu auszeichnen.

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden


Jürgen Pucher (jp)

Geboren 1978 im Spannungsfeld von DSV Alpine und KSV in Bruck an der Mur. Mit den ortsansässigen Fußballvereinen allerdings nichts anzufangen gewusst und bald nach Graz gestürmt. Dort den Fußballklub des Herzens entdeckt und, obwohl die Farbe der Liebe rot ist, war der Verein doch der Schwarze. Nach dem Ausscheiden im Finale des AHS-Cups fünf Jahre als CAD-Techniker Beton angerührt. 2005 wieder in die Offensive gegangen, gereift und aus politischen Gründen einen Vertrag bei Uni Wien unterschrieben. Inzwischen im Sold der ersten Geliebten des Zeus und immer noch Exil-Schwarzweißer zwischen Grünen und Violetten. Um nicht ganz farbenblind zu werden öfter mal in Dornbach beim Sportklub, an dieser Stelle jedoch kehrt die Seele heim und das Geschriebene dreht sich ausschließlich um den SK Sturm.



Kommentare

Haris bukva war in wattens schon totalausfall bzw schlechtester Mann am feld

deswegen hat er das Tor eingeleitet und war sonst auch sicher nix schlechter als ein paar andre herren!?

Hilft alles nichts wenn er meinte es wäre “ok” nicht in die Zweikämpfe gehen und keine Defensivarbeit zu verrichten.

Chrisi2408 says:

Einmal zum Positiven: 29 Torschüsse, so viele wie seit Osim nicht mehr ist ein Wahnsinnswert. Das Spiel war auch durchaus attraktiv. Einzig und allein der Torabschluss war zum verzweifeln. Der Angriff funktioniert meines Erachtens auch schon sehr ansehnlich. SuPa und Imre harmonieren und rochieren sehr gut da vorne.
Was mir nicht aufgefallen ist (außer dann vielleicht gegen 10-Mann), ist das sogenannte Pressing gegen den Ball. Das hat bei Salzburg viel besser funktioniert. Da haben immer mindestens 2-Mann die Außenverteidiger attakiert und wir konnten die erste Halbzeit überhaupt nicht herausspielen, was aber sicher auch am Boden gelegen ist.
Zusätzlich bin ich auch nicht unbedingt ein Freund der Raute. Man hat sofort gesehen wie anfällig wir über die Flügel waren und das liegt auch daran, dass Weber und Bodul meines Erachtens auf den Außenpositionen fehlbesetzt sind. Das Mittelfeld war generell am ausbaufähigsten am Sonntag. Weber wie gesagt auf der Außenbahn fehlbesetzt, Bukva und Bodul leider extrem zweikampf- und defensivschwach. Ich hätte bei solchen Verhältnissen auch Schloffer viel früher wenn nicht sogar von Beginn weg gebracht. Da er bei dem tiefen Boden alleine schon durch seinen Körper enorme Vorteile gehabt hätte (leichter, wendiger,…)
Naja hört sich jetzt alles mies an, hab mich aber schon mehr über Niederlagen geärgert und glaube, dass das System immer besser greifen wird.

madschi1988 says:

Erstmal is das ein guter 12 Meter!
Es stimmt einfach alles.
Ich bin auch kein Freund der Route, weil es einfach zuviel frei Räume gibt.
Noch dazu wenn ein ZM wie Weber RM spielt, dass kann nicht funktionieren.
Am liebsten würde ich ein 4-2-3-1 sehen, oder ein 4-2-2-2.
Auf den AV Position muss noch nachgebessert werden, sonst wirds eng unter den top 4 zu landen.

Tomi1909 says:

Weber spielt nicht RM. Das System beinhaltet keine richtigen Flügelspieler. Das sind “Halbpositionen”, d.h. zentral weder defensiv noch voll offensiv. Die Zehnerpostition hat Bodul.

Tomi1909 says:

EDIT: Eben zentral nach rechts bzw. links versetzt. Natürlich weicht man dann auch oft auf den Flügel aus. Das haben Weber und Bukva sowieso zu selten gemacht, daher waren Ehrenreich und Klem oft ziemlich allein auf weiter Flur!

madschi1988 says:

Wer spielt heutzutage noch mit Halbpositionen!? Ja genau Sturm und sonst keiner!
Das is ein altes System aus der Mottenkiste!
Bis 2005 haben das einige top Teams gespielt, aber dann war Schluss damit!
Einfach auf ein modernes 4-2-3-1 umstellen!
Weber bringt offensiv eh nix zusammen, dann soll er halt hinten dicht machen!

sektor19 says:

Das das System im Mittelfeld “gut aussehen” kann sieht man zb an Werder Bremen. Für dieses System musst du 3 im grunde zentral MF´s haben und einen wie unserem säumel der sie in szene setzt

madschi1988 says:

In den letzten 2 Jahren hat Werder mit diesem System nichts mehr erreicht!
Die Raute is alt und überholt!

Ich finde nicht dass “Halbpositionen” ein veraltetes System sind. Die Idee dass es keine Flügelspieler im Mittelfeld gibt sollte ja eigentlich den Außenverteidigern Platz geben mit nach vorne zu kommen und so eine Überzahl zu erzeugen. Das ist bei den Topklubs doch heute Standard. Dass man dazu natürlich auch die richtigen Außenverteidiger braucht – die man in Österreich schwer finden wird – ist klar, ebenso müssen dann auch die Mittelfeldspieler flexibel genug sein um notfalls in der Verteidigung aushelfen zu können.

madschi1988 says:

Die meisten top Teams spielen ein 4-2-3-1 und da gibt’s Flügelspieler!
Natürlich schalten sich bei diesem System a die AVs ins offensiv Spiel mit ein!
Aber da hast scho recht für die ganzen System braucht man a die Spieler dazu und für eine Raute hat Sturm die Spieler nicht dazu!
Einen Frings, Diego usw haben wir nicht!

Ich glaube das die Raute an und für sich eine gute Sache ist. Sehr variabel.
Zu dem Thema Innenverteidiger: Ich glaube das wir nach den schwächelnden Milan Dudic und Thomas “Totalausfall ” Burgstaller. Zwei qualitativ hochwertige Innenverteidiger haben die sich einfach noch einspielen müssen. Klem fand ich okay da er, wie auch erwähnt, ein bisschen allein auf weiter Flur war.
Weber muss sich ,glaub ich , erst umstellen. Ich bin guter Dinge für die Saison

Black Boy says:

Ehrenreich hat in HZ 1 die Arschkarte gezogen. Auf seiner Seite war eine Mega-Wasserlacke. Bin davor gesessen.

Erklärt wieso er offensiv so schwach war, defensiv müsste einem so etwas eigentlich nützen…..

Donprackus says:

Hinzu kommt, dass Weber (auch wenn er nur Halbposition rechts im MF hatte) nie auf der rechten Seite zu finden war, und Ehrenreich gegen Jantscher und Ulmer zumeist alleine Verteidigen musste. Durch den angesoffenen Rasenteil vor ihm wurde es defensiv natürlich nicht leichter.

Offensiv ist da sicher noch Luft nach oben, da geb ich schon recht, aber auch hier kommt das selbe Problem mit Weber – er hatte auch in den Offensivbewegungen zumeist keine Unterstützung von Weber.

Ich persönlich halte grundsätzlich sehr viel von Weber, allerdings ist er derzeit nicht gerade in Überform (vieleicht wegen seiner Verletzung in der Vorbereitung), und auf den Aussenpositionen ist er definitiv falsch aufgehoben, da er sich eigentlich permanent im Zentrum aufhällt

zwergbumsti says:

Ja genau. Arschkarte??? Bin auch da gesessen. Und der Gegener hat ihm 2 mal mit Ball überlaufen und das mit Wasserlacke. DAS DARF NICHT SEIN.

sektor19 says:

habe ich auch gesehen, dachte örli ist wenigstens schnell, wenn er sonst schon nicht so viel drauf hat, aber so jämmerlich überlaufen lassen ist schon sehr peinlich

archaeopterix says:

Gute Analyse & ins Detail gehend !!- Eine 1. Analyse ist erschwert durch das Sauwetter & Bodenverhältnisse ! Schwächen wurden verstärkt – Stärken eher reduziert ! Der wirkliche Schwachpunkt waren die 29 Torschüsse, wobei nur ” 4 ” !!! aufs Tor gingen lt. TV – Statistik !! Ein echtes Rätsel ! Das angekündigte Pressing habe ich nicht gesehen !!??–Auch bei 1 : 1 haben wir zu schwach und ängstlich attackiert ! Ansonsten war schon viel Handschrift von Hyballa zu sehen !!- Das System von PH spielt in 2 Dimensionen – es fehlt noch die 3. Dimension ……..

Nur aus Interesse – bekommst du Provision für den Einsatz eines Rufzeichens?

Und so nebenbei – das Plenken hilft nicht bei der Leserlichkeit deines Kommentares. Rechtschreibung und Grammtaik sind mir ja total egal, aber falschen Leerzeichen sind ein Graus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Plenk

Um auf den Inhalt einzugehen: Stimme dir bzgl der Effizienz und dem fehlenden Pressing zu. Vorallem in der ersten Hälfte war man auch immer 2-3 Schritte zu weit vom Gegenspielen entfernt. Bissl näher dabeistehen und die hätten auf dem Untergrund auch ihre Probleme gehabt – so hatte jeder Spieler von RB leider genug Zeit und Platz…

sektor19 says:

Die Angst der Spieler vor zu aggressivem Pressing war spürbar, da sie im Hinterkopf hatten das sie sowieso ausgespielt werden, wenn sie das praktizieren…..das gehört aus den Köpfen heraus, oder noch soweit geübt bis sie sich das wirklich trauen.

schorschinho says:

Unfassbar, dass dem neuen Trainer mangelnde Professionalität vorgeworfen wird. Provinzieller geht es kaum.

sektor19 says:

Vielleicht hat er ein Interview von Sturm12 nach dem Spiel abgelehnt?!….
Das bei, zu 90 %, dummen Reporterfragen, ein Mensch mit durch- oder überdurchschnittlichen Intellekt dünnhäutig wird ist eine normale Reaktion und muss nicht näher kommentiert werden.

warst du dabei, sektor19? und wenn jemand dünnhäutig war, schreiben wir, dass er dünnhäutig war. und keine sorge, wir können trennen, zwischen verhalten bei PKs und dem was auf dem Feld passiert. stichwort professionalität

sektor19 says:

war jetzt auch dünnhäutig….sollte eines dieser i-net zeichen dazumachen um den sarkasmus zu kennzeichnen.
aber ab zeile 1 sollte meine meinung doch die allgemeine zustimmung treffen.

gruabnjunior says:

Wenn er dünnhäutig reagiert hat dann bringt doch bitte auch ein Beispiel. Thx! Und solange er nicht gerechte Niederlagen in absurder Weise als “ungerecht” darstellt, kann er gerne dünnhäutig sein (mM).

Markelinho says:

Ja das ist nicht zu glauben das mann Hyballa jetzt schon kritisiert wenn von den 29 Schüssen gegen die Salzburger nur 3 ins tor gegangen wären hätten wir gewonnen also abwarten bei Foda oder osim hat auch nicht alles beim ersten spiel geklabt und jeder weiß was daraus geworden ist.

sektor19 says:

Das Schüsse ins Tor gehen ist einzing und allein die Aufgabe der Spieler selbst.
Den Weg zum Schuss muss der Trainer vorgeben, und das hat zumindest 25 mal funktioniert (lächerliche Versuche von Säumel und Vuja bewusst nicht berücksichtigt)

beatrice says:

Genau richtig! Ich traue Hyballa auch eine ganze Menge zu; wenn man ihm nur selber arbeiten lässt und sich nicht dauernd drein mischt. Alle Torhüter sind auch nicht ganz so gut wie der Salzburger Schlussmann, dann wird’s auch für uns Tore regnen.

Veteran12 says:

Die Niederlage von Sturm geht nur auf die Kappe von Hyballa, ob der eine oder andere Spieler einen schlechten Tag hatte ist irrelevant, so offensiv darf er nicht aufstellen, Düdelingen hat es uns gezeigt….

Ein mMn. inhaltlich grundsätzlich gut gelungener 12 Meter – Einzig die Kritik des Hrn. Pucher am “patzigen” Trainer halte ich für überzogen. Das allgemein etwas Verstimmung aufgrund der Analyse des Abschlusstrainings herrscht sollte man der Ehrlichkeit wegen erwähnen und in dieser Sache auch akzeptieren. Beleidigt können beide Seiten daheim sein, aber bitte nicht auf Kosten von Sturm Neu!!

was auch immer du mit deinem statement sagen willst, sein auftreten bei der PK ist nicht meine privatmeinung, das war für alle beteiligten offensichtlich.

Max Lamot says:

Danke, JP!

Die Lupe ist sehr gut und objektiv gelungen.

Veteran12 says:

Ich finde den Artikel von dem Pucher gut, wenn der Hyballa das Spiel wegen seiner Aufstellung verbockt, muss er die Kritik auch einstecken können!

paprikabomber1909 says:

http://sport10.at/home/fussball/championsleague/1270501/Eine-Katastrophe-fuer-Oesterreich?from=home.fussball.championsleague.sc.p1

Zitat Hinteregger auf die Frage: “Wobei Sturm hat genau so gespielt, wie man gegen euch nicht spielen sollte, wenn man gewinnen will.” – “Das ist richtig”

Neues System hin oder her. “Wir werden hoch verteidigen”. Mit Anssage ins offene Messer gelaufen. Sehr naiv. Pässe in die Zwischenräume der 4er Kette – die Schwachstelle – genauso wurde es auch gemacht. Halte es für naiv von vornherein auf ein System zu beharren und das dann auch noch so rauszuposauen. So spielt man einfach nicht gegen RB Salzburg. Aber gut.

Nix gegen die Raute. Fest steht natürlich dass ein solch radikaler Umbau Zeit braucht. Viel Zeit und die muss man dem Team auch geben. Folgende 3 Ansätze sehe ich:

1) Defensivverhalten der Halbpositionen. Hier muss wirklich in Fleisch und Blut übergehen, wie man sich bei Ballverlust zu verhalten, welche Laufwege man zu gehen und wie man sich im Raum zum Gegner zu bewegen hat. Mir kam vor Weber und Bukva war nicht klar um wen sie sich in der Rückwertsbewegung wirklich kümmern sollen.

2) Zusammenspiel der Außenverteidiger mit den Halbpositionen in der Offensive. Die Außenverteidiger sind jene Spieler die in diesem System über die Flanken kommen und Bälle zur Mitte bringen sollen. Dazu müssen sie auch demensprechend von den Halbpositionen (z.B. durch Doppelpässe) frei gespielt und in Szene gesetzt werden. Die Außenverteidiger müssen wirklich die Linie beackern und gelegentlich durchmarschieren (wie ein Fuchs bei Schalke). Der Ehrenreich probierts und scheitert an seinen Fähigkeiten, der Klem könnte es, hat aber zu selten die Zweikämpfe gesucht und zumeist mit einem Haken zur Feldmitte abgedreht.

3) Defensives Verhalten gegen Angriffe über Außen. Richard SuPa musste oftmals gegen Ulmer bis weit in die eigene Hälfte “nachlaufen”, was ihn einiges an Kraft gekostet hat. Ab der 70ten war der platt.
Außerdem konnte er wie geschrieben nur nachlaufen und selten wirklich stören. Nächster Gegenspieler von Ulmer war dann schon Klem: 1 gegen 1. Sehr riskant. Danach kommt nur mehr der Innenverteidiger der in Not rausschneiden muss. Zudem steht einem offensiven Außenverteidiger wie Ulmer noch ein ebenfalls sehr offensiver Flügel wie Jantscher zur Seite, die leicht eine Überzahlsituation von 2:1 gegen den AV herstellen können.
Für mich die absolute Schwachstelle im System – wie agiert man gegen einen offensiven AV wie Ulmer?

Wird jedenfalls sehr spannend zu sehen, wie sich das System Sturm Neu über die kommenden Wochen weiterentwickelt und vorallem wie viel Toleranz man von Seiten Medien, Fans und Klubführung erfährt, wenn man angenommen nach 3 Spielen mit 0 Punkten dastehen sollte…

gruabnjunior says:

Ich hoffe wir arbeiten vor allem an der Chancenauswertung (Mental-Coach ?!), denn wenn wir das hohe offensive Pressing verinnerlichen wollen müssen wir es in jedem Spiel anwenden, und werden noch viele Konter einfangen. Wir müssen kaltschnäuzig sein, erbarmungslos. Und ich hoffe die anderen Teams bereiten sich auf Sturms Schwächen vor, damit wir sie auch wirklich ausbessern müsen. Habe ein wenig die Befürchtung daß wir sonst locker den EL Startplatz erreichen und erst international plötzlich gezwungen sind zu reagieren. Wenns zu gut funktioniert wird man blind. Wir sollten uns HOHE Ziele setzen, sie aber nicht laut in den Mund nehmen.

Blackfoxx says:

bin deiner Meinung – die zwei AV haben schlecht ausgesehen, allerdings nur darum, weil sie mit offensiven und defensiven Aufgaben aufgrund mangelnder Unterstützung der sogenannten “Halbpositionen” überfordert waren…Für diese Spielweise mit drei Kreativspielern (Bukva, Bodul, Weber) braucht man qualitativ hochwertige Kicker als AV, die wirds bei uns nicht geben – nicht umsonst hat Kristl letzte Saison die Raute mit “gelernten” Flügelspielern (Wolf, Hölzl, Kainz) besetzt.
Meiner Meinung sind drei Freigeister zu viel, ich hoffe Kainz ist gesetzt, wenn er fit ist, dann würd ich ihn quasi als Halbposition rechts, Kröpfl oder Kaufmann links und Bodul zentral aufstellen…somit wären auch die AV etwas entlastet

paprikabomber1909 says:

Sehich so wie du blackfoxx, dass es die AVs schwer hatten aufgrund mangelnder Unerstützung durch die Halbpositionen. Im weiteren bin ich der Meinung, dass beide nicht die Klasse haben, die sie für dieses System mitbringen müssten. Außerdem ist Weber im DM sicher besser aufgehoben als als RZM in der Raute. Wie gesagt, das (Zusammen-)Spiel der Außen (mit den Halbpositionen) sowohl in der Defensive als auch Offensive seh ich als Schlüssel zum Erfolg bei diesem System.

sektor19 says:

Weber muss sich nur einmal von der Foda – Spielweise verabschieden, wo er in 90 Minuten nichteinmal 3 Sprints machen musste. Ist eine reine Kopfsache, die anlagen dazu hat er ohne weiteres.
Würde ohnehin gerne einmal Koch auf der RV sehen. Hat in jeder Anlage (Schnelligkeit, Ballbehandlung, Flanken, Spielverständnis und Zweikampf) mehr als Ehrenreich drauf.

Sashlyrics says:

entweder man machts wie foda und versucht zu reagieren. oder wie PH und versucht zu agieren. mit etwas mehr abgebrühtheit und eingespieltheit gewinnen wir die partie. bei foda hätte es mit glück für ein X gereicht, so hätte man gewinnen können. auf hintereggers aussagen geb ich keinen cent, der ist weder trainer noch in der lage, PH system zu analysieren

jim_panse says:

JÜRGEN PUCHER SCHREIBT:
“warst du dabei, sektor19? und wenn jemand dünnhäutig war, schreiben wir, dass er dünnhäutig war. und keine sorge, wir können trennen, zwischen verhalten bei PKs und dem was auf dem Feld passiert. stichwort professionalität”
-
Dünnhäutigkeit wurde auch Franco Foda regelmäßig vorgeworfen. Kann es sein, dass es sich bei den Beurteilenden Personen einfach um Unverschämte Pseudojournalisten handelt, die nichts besseres zu tun haben als regelmäßig den amtierenden Sturmtrainer zu provozieren und zu untergraben…?

finde den 12meter sehr gelungen! zum thema dünnhäutigkeit bei der pk kann ich nur sagen, dass ich leider das spiel via sky go sehen musste und was hyballa sich von krankl und weber sagen lassen musste (lobhudelei von sbg und schlechtmachen von sturm) hat sogar mich sauer gemachen… das bei der pk danach die nerven schon etwas angeschlagen waren wundert mich nicht, ist er doch auch nur ein mensch…

sektor19 says:

Na was glaubst wie die Haberer – Partie durchgeatmet hat, das Hyballa(!) gegen Salzburg verloren hat.
Wenn Sturm seine Chancen verwertet hätte und da noch als Sieger, oder mit einem X vom Platz geht bleibt denen der Mund offen.Jetzt sind halt die Konzepttrainer so schwach, wie es Krankl, Prohaska und co. schon immer gewusst haben….
Bin mir sicher das wir in dieser Saison, ab Spieltag 5 oder 6 so richtig zurückschlagen werden.

Sashlyrics says:

Schmidt ist aber ebenfalls konzepttrainer

intoXicated says:

Also wenn es die Kommentarfunktion nicht geben würde, wäre diese seite (noch) hochwertiger, als sie ohnehin ist. Das ist ja wahrlich ein Graus, was man hier teilweise an Schwachsinnigkeiten zu Gesicht bekommt.

Solche Vorwürfe kann jeder schreiben aber ohne sie zu untermauern haben sie leider keinen Wert.

@intoXicated – sinnlos ist es keinen direkten Bezug herzustellen…

12ter Mann says:

Sehr gut gelungene Analyse des Spiels, wie ich finde. Wenn man das so liest, macht es extrem viel Lust auf mehr und man glaubt wirklich dran, dass der Knopf irgendwann aufgehen wird und WENN er das tut, hehe dann wird’s lustig :)
Nein, ehrlich. Ich finde es super wie Peter Hyballa spielen lässt (spielen lassen will). Da geht man dann auch mal nach einer Niederlage heim und denkt sich “war ein gutes Spiel”. Was mir am besten gefällt ist dass das Spiel von Sturm Graz viel variabler und unberechenbarer für den Gegner ist/wird. Und das wird sich in unserer Liga bestimmt auszahlen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar