Am 05. August (Sonntag, 17 Uhr in der Gruabn) erfolgt der Saisonauftakt für die Mannschaft der Sturm Amateure. Das Spiel gegen den Überraschungsvierten der vergangenen Regionalliga Mitte-Saison UVB Vöcklamarkt steht unter dem Motto ” Neubeginn mit vielen Unbekannten”.
Wie jedes Jahr bestimmte auch in diesem Sommer bei den Sturm Amateuren ein reges “Kommen & Gehen” die Zeit zwischen Saisonende und Ende der Fußballunterhaus-Transferzeit. Bewährte Stammspieler wie Marvin Weinberger, Christian Kluge und Dean Maric verließen den Verein, andere wie Philipp Hütter oder David Schloffer machten den erhofften Entwicklungssprung und etablierten sich während der Vorbereitungszeit als vollwertige Kaderspieler der Kampfmannschaft von Sturm Graz. Dem Betreuerduo Markus Schopp und Günther Neukirchner obliegt es nun in relativ kurzer Zeit wieder eine spielstarke und wettbewerbsfähige Mannschaft zu bilden, die in einer der wohl am stärksten besetzten Regionalliga Mitte-Meisterschaften zu bestehen hat. Von den Neuzugängen konnten in den Vorbereitungsspielen vor allem der mit zahlreichen Testspieltoren glänzende Anel Kocijan und die blonde Tormannhoffnung Lukas Waltl überzeugen. Trotzdem bleibt es abzuwarten, wie schnell es Markus Schopp und seinem Co. Neukirchner gelingt, eine kompakte Stammelf zu finden, die gegen Mannschaften wie den LASK, den GAK, Austria Klagenfurt, Gratkorn oder den Red Bull-Ableger Pasching Punkte für den angestrebten Klassenerhalt zu erspielen versucht. Besonders spannend scheint hier der angedachte Versuch, die sicherlich weitaus jüngste und unerfahrenste Mannschaft der Regionalliga Mitte kontinuierlich mit zwei, drei Spielern des (noch immer) sehr großen Kaders der Kampfmannschaft zu verstärken.
Professionelle Einstellung
Dieser angedachte Weg könnte ein wirklich guter und erfolgreicher sein, wenn es dem gesamten Betreuerstab des SK Sturm Graz gelingt, die betroffenen Spieler von der Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen. Dann läge es wirklich nur mehr an der professionellen Einstellung der potentiellen Kandidaten, die sich einerseits Spielpraxis und mit herausragenden Leistungen möglicherweise neue Perspektiven erspielen könnten und sich zudem der reizvollen Aufgabe stellen müßten, junge Spieler zu führen und zugleich zukünftige Konkurrenten zu unterstützen. Eine ebenso herausfordernde wie sinnvolle Aufgabe, die ein “Sich-Hängen-Lassen” wohl als Alternative ausscheiden läßt bzw. beim Vereins-Arbeitgeber einen allfälligen Nachdenkprozess in Gang setzen müßte.
Ob dieses angedachte Modell nun der Realitätsprüfung standhält oder nicht – mit Lukas Waltl, Florian Sittsam, Reinhold Ranftl, Daniel Schmölzer, David Schnaderbeck und Marc Andre Schmerböck gibt es einen spielstarken und schon ligaerprobten Mannschaftskern, der Qualität hat und zweifellos wettbewerbsfähig erscheint. An der ambitionierten und zielorientierten Umsetzung des oft gebrauchten Schlagwortes “Karriereplattform” und der primären Aufgabe Nachwuchsspieler in ihrer Weiterentwicklung zu fördern und sie Schritt für Schritt an die Profis heranzuführen, wird auch die Arbeit von Markus Schopp und Günther Neukirchner in erster Linie zu messen sein.
Regionalliga Mitte – Attraktiv wie nie
Auch für diese Meisterschaft gilt der Aufruf – besuchen sie die Spiele der Sturm Amateure im TZ Messendorf und machen sie sich selbst ein Bild von der Nachwuchsarbeit beim SK Sturm Graz. Sollte das Interesse für den Sturm-Nachwuchs (bedauerlicherweise) keine ausreichende Motivation für den Besuch der Spiele sein, so präsentiert sich heuer die Regionalliga Mitte so stark wie nie zuvor und bietet auch genug “Namen”, die den einen oder anderen Ausflug nach Messendorf attraktiv erscheinen lassen. Während sich Gratkorn mit den Ex-Blackies Samir Muratovic, Dominik Hassler und Diego Rottensteiner verstärkte, beim Red Bull-Ableger Pasching neben Spielern wie Mössner, Casanova und Kovacec auch die Ex-Blackies Thomas Krammer und Mark Prettenthaler auflaufen, der Aufsteiger Wallern immerhin Herwig Drechsel und Peter Vorisek zu bieten hat, der LASK unter Neo-Trainer Karl Daxbacher mit Klapf, Harding, Hieblinger und Fabiano den sofortigen Wiederaufstieg anstrebt, hat man in Klagenfurt noch immer nichts dazu gelernt und ließ den neuen “starken Mann” Peter Svetits Spieler wie Fidjeu-Tazemeta, Akoto und Eder verpflichten, die es wohl nur temporär zu bestaunen geben wird…
Gruabn Seitenblicke
Das Testspiel der Sturm Amateure gegen den Wiener Stadtligisten Favoritner AC bot wieder einmal die Möglichkeit die altehrwürdige Spielstätte des Grazer Traditionsvereins zu besuchen. Ein auf dem Weg der Genesung befindlicher Andreas Hölzl war hier ebenso unter den Zusehern anzutreffen, wie ein relaxter Jürgen Säumel, ein seinen Sohn beobachtender Präsident Christian Jauk, Ex-Trainer Robert Pflug und Sponsoring-Lady Daniela Tscherk. Wer fehlte war die breite Masse an Zusehern, die sich per social media und in diversen Foren immer gerne für Gruabn-Besuche ankündigt. Zu sehen gab es einen 6:2 Sieg – der vor allem von der 53 Minuten im Einsatz befindlichen “Ersatz”-Profitruppe rund um Feldhofer,Koch und Haas erspielt wurde, die für alle sechs erzielten Treffer verantwortlich zeichnete – und eine Werbetafel des “Nightclub Luna Bar”, der den “Charme” der alten Fußballzeit verströmte.
Sturm12.at ist ein privates und unabhängiges, journalistisches Medium, das seinen Fokus auf die Berichterstattung über den Fußballklub SK Sturm Graz gerichtet hat. Gegründet wurde Sturm12.at am 20. Februar 2009 von Christopher Houben und Julia Wendl. Das Hauptaugenmerk der Arbeit bei Sturm12.at liegt auf der tiefgreifenden Analyse von Sturm Graz und des österreichischen Fußballs.
Um alle Unklarheiten zu bereinigen – das Auftaktspiel der Sturm Amateure findet am 05.08. um 17 Uhr in der Gruabn statt. Das Korrekturlesen kann immer noch ein wenig optimiert werden!=)
Ich persönlich freue mich sehr auf die neue Saison in der RLM. Die Gegner sind (für die 3. Liga) wirklich attraktiv, einige Ex-Blackies sind zu sehen, aber vor allem ist der Kader der Sturm Graz Amateure so interessant wie lange nicht mehr. Sehr große Hoffnungen setze ich in Anel Kocijan, den man bei guter Entwicklung bestimmt in 1, 2 Jahren auch mal in der Kampfmannschaft sehen könnte.
Wenn Zeit ist, bin ich sicher in Messendorf um mir die Spieler unsere Amateure anzusehen.
@HM: Du hast zwar von “zwei, drei Spielern des (noch immer) sehr großen Kaders der Kampfmannschaft” als Verstärkung geschrieben. Beim 6:2 Sieg waren aber in Hälfte 1 doch Rund 9 “Profis” im Einsatz. Meine Frage nun:
Da du näher dran bist als ich, wie siehst du das im Laufe der Saison? Denkst du wirklich es soll bei den „nur“ zwei bis drei bleiben? Ich will jetzt keine Panikmache schieben, doch mit eben dem von dir erwähnten (noch immer) sehr großen Kaders der Kampfmannschaft, kann ich mir vorstellen es wird weiterhin so bleiben!? Kann sein, dass man zu zuversichtlich war, gewisse Spieler (Wolf?) an den Mann zu bringen.
Auch wenns ein Testspiel war und diese 9 Spieler nur Praxis sammeln sollten: Im besten Fall werden sie dies die ganze Saison machen müssen? Ich bin ja auch dafür, jede Position doppelt zu besetzen und eben diese Ersatz-Spieler immer wieder zum Zug kommen zu lassen. Habe aber den Eindruck, dass man Gefahr laufen könnte, diese Spieler einfach bei den Amateuren „abzustellen“. Wo wir ja beinahe wieder dort wären, wo wir die letzen Jahre waren UND das Gejammere dann wieder von vorne los gehen könnte.
Bin mir unsicher ob die folgenden Regeln mittlerweile schon verankert wurden bzw. ob die Einforderung eben dieser Regeln der Ostliga-Vereine auch für Mitte/West übernommen werden würde:
(1) Jeweils mit Ende der Sommer- und Winterübertrittszeit ist von jedem Verein, dessen Amateurmannschaft an einem Meisterschaftsbewerb teilnimmt, eine Amateure-Kaderliste bei seinem Landesverband zu hinterlegen und von diesem zu veröffentlichen.
(2) Spielberechtigt für die Amateurmannschaft sind ausschließlich Spieler, die auf der aktuellen Amateure-Kaderliste nominiert sind.
(3) Spieler, die auf der Amateure-Kaderliste nominiert sind, sind für Spiele der Kampfmannschaft nicht spielberechtigt.
(4) In der Amateurmannschaft dürfen höchstens 4 Spieler, die nicht mehr für die U23 spielberechtigt sind, am Spielbericht nominiert werden. Die Torleute sind von dieser Beschränkung ausgenommen.
Wünschenswert wäre die eine oder Ausnahmeregelung, nur wenn man überhaupt keine Regeln einführt bzw. sich nicht an ein “Gentlemen Agreement” hält, dann passiert es so wie bei der Admira, die einfach mal so 6 Profis runterschicken um den Abstieg zu vermeiden.
Mann und Frau sollte zu diesem Artikel noch ergänzend erwähnen, dass die Sturm-Damen (oder doch -Frauen?) im Vorspiel zum Sturm-Regionalligaauftakt, Beginn 14:30 Uhr, ebenfalls ihr erstes Meisterschaftsspiel in dieser Saison gegen ASK Baumgarten bestreiten – also doppelter Grund am Sonntag den 5.8.2012 die Gruabn zu besuchen, oder?
Damenfußball? Noch dazu auf Anfänger-Niveau? Dann doch lieber Spitzensport auf Top-Level aus London in der Glotze.
Anfänger-Niveau ist das längst keines mehr!
Aber jedem das seine.
Netter Schlussatz. Ich hab’ die Werbung fuer die “Haiti Bar” ueber droehnende Gruabn Lautsprecher aus den 90ern noch immer im Ohr…
Dieses Thema von hm wirft brisante Fragen auf ! Ich habe auch die Bedenken von @ tom- tom .-
Wenn die Liga so stark eingeschätzt wird,so wäre es vernünftig wenn Ersatzspieler der Ersten die Amateure verstärken als Führungsspieler in jeder Formation, also 2 – 3 Verstärkungen ! – dies wäre sinnvoll .- Ansonsten würde auch Karriereplattform nicht mehr stimmen und zu verkaufen sein …… Andrerseits sollten die Jungen auch nicht dauernd gegen den Abstieg kämpfen ……