
@svpachern.at
Anel Kocijan ist zurück beim SK Sturm. Mit ihm kehrt auch ein Stück Geschichte zurück, ist er doch Sohn des legendären Tomislav Kocijan, der Mitgestalter der goldenen 90er Jahre bei den Blackies war. Zu Beginn der neuen Spielzeit der Amateure von Sturm Graz sprach Sturm12.at mit Anel Kocijan über seinen Vater, eine familieneigene Philosophie, die Beziehung zu Sturm Graz, seine Anfänge als Fußballer, Höhen und Tiefen innerhalb weniger Jahre, falsche Freunde, Markus Schopp, die Aussagekraft von Testspielen und über das erste Bewerbsspiel gegen Union Vöcklamarkt.
Viele Rückschläge und selbst eine langen Reise in den Untiefen des österreichischen Fußballs ließ den heute 19-Jährigen nicht aufgeben. Im Gegenteil, er wurde dadurch nur stärker, lernte daraus, schaute auf das Positive und nutzte es für sich. Sehr wichtig war während dieser Zeit vor allem sein Vater für ihn, der ihn antrieb sein Talent zu nutzen. Und das tat er.
Seit dem Beginn der Vorbereitung auf die kommende Saison der Regionalliga Mitte zählt Kocijan zum Aufgebot der Sturm Amateure unter Markus Schopp. Gemeinsam mit Mergim Krasniqi und Dominic Rass verbrachte er ein Jahr beim SV Pachern und “haben die Plattform Landesliga perfekt genutzt“, wie der neue Trainer der zweiten Mannschaft in der jüngsten Presseaussendung verlautbarte.
“Mein Vater ist mein Vorbild.”
Mit Jahrtausendwende hast du im zarten Alter von sieben Jahren bei Sturm Graz mit dem Fußball begonnen. Zu dieser Zeit war der steirische Traditionsverein sehr erfolgreich, schien auf nationaler Ebene lange Zeit unantastbar, und auch in der Champions League avancierte man zu einer konkurrenzfähigen Mannschaft. Spricht dein Vater heute noch oft mit dir über diese Zeit?
Um ehrlich zu sein, nicht wirklich. Wenn, dann frage ich ihn, wie er zum Beispiel vor großen Spielen, wie damals jenes von Sturm Graz im Old Trafford gegen Manchester United, die Nervosität abgestellt hat. Ich selbst bin vor wichtigen Spielen immer sehr aufgeregt, und da hat er mir erzählt, dass man immer versuchen sollte an etwas anderes zu denken. Denn wenn man ohne Aufregung in ein Spiel geht, spielt man automatisch besser.
Gibt es vielleicht eine Geschichte die er dir besonders oft erzählt hat?
Geschichten eher weniger. Er gibt mir eigentlich immer Ratschläge, wie ich mich verbessern kann. Er wusste immer, dass ich Talent habe, wusste aber auch, dass ich nur besser werden kann, wenn ich kämpfe und trainiere. Kampf und Training, immer wieder. Zum Beispiel hat sich mein Vater 1997, als er von Salzburg zu Sturm gewechselt ist, schwer verletzt, war daher nicht immer gesetzt. Nur durch den Willen für die Karriere zu kämpfen und durch hartes Training hat er es dann letztendlich wieder so weit gebracht.
Über NK Varadzin, SK Vorwärts Steyr, den Favoritner AC und Austria Salzburg wechselte dein Vater 1997 als zweifacher Meister und Cupsieger zu Sturm Graz. Du warst damals vier Jahre alt. Sind dir Eindrücke von damals geblieben?
Ganz wenig. Ich war damals nocht sehr jung, nur Bilder, Videos und Geschichten – wenn ich ihn danach frage – erinnern an diese Zeit. Manchmal erzählt mir auch meine Mutter davon.
Mit Salzburg und Sturm feierte dein Vater innerhalb von nur sieben Jahren neun Titel in Österreich. Jeweils zweimal gewann er die Meisterschaft und den heimischen Supercup, in der Saison 1998/99 wurde er mit Sturm erstmals Pokalsieger. Zudem nahm er mit den Schwarz-Weißen dreimal en suite an der Champions League teil. Bist du stolz ihn als Vater zu haben?
Von der sportlichen Seite sowieso. Wenn man bedenkt, dass er während einer schweren Zeit von Kroatien nach Österreich gekommen ist, und er, wie ich bereits betont habe, durch Kampf und Training Großes erreicht hat. Er hat nie aufgegeben. Und genau diese Philosophie hat er mir vermittelt und ich lebe sie. Auch ich hatte eine schwere Zeit, als ich im Alter von 15 Jahren den Verein verlassen habe. Aber ich habe ich nicht aufgegeben, immer weitergemacht und bin wieder zurückgekehrt, zu Sturm. Wie meine Zukunft aussieht, kann ich nicht sagen. Aber was ich sicher sagen kann ist: ‘Mein Vater ist mein Vorbild.’
Also war er auch ein Mitgrund dafür, dass du dich letztendlich für eine Karriere als Fußballer entschieden hast?
Eher nein. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie es dazu gekommen ist. Mein Vater hat immer gemeint, dass er micht dahingehend nie beeinflussen oder zu irgendetwas zwingen wird. Vielleicht ist es von alleine gekommen. Ich habe den Fußball immer geliebt, man könnte fast sagen, dass ich den Fußball lebe.
Wie bist du entdeckt worden?
Ich bin damals zu Sturm gekommen, als mein Vater noch beim Verein gespielt hat. Im Grunde ist alles von alleine passiert.
Du trägst seit dieser Zeit auch einen in Österreich sehr klingenden Namen. Zumindest für jene, die diese Zeit aktiv mitverfolgt haben. Hat dir dein Name manchmal Vorteile verschafft?
Mein Vater ist nie zu einem Trainer gegangen und hat sich eingemischt, gesagt, dass er der Kocijan ist und man gefälligst seinen Sohn spielen lassen sollte, selbst wenn ich oft spielen hätte müssen und statt mir andere auf dem Spielfeld gestanden sind. Da hat er immer nur gemeint, dass das schon wird und ich weiter meine Leistung im Training und im Spiel bringen soll. Manchmal ist es auch vorgekommen, dass mich Leute darauf angesprochen haben, ob ich sein Sohn bin. Sonst hat sich diesbezüglich nicht wirklich etwas ereignet.
Welchen Stellenwert hat Sturm bei der Familie Kocijan, einst wie heute?
Sturm ist Teil von unserem Leben. Ich selbst bin bei Heimspielen regelmäßig im Stadion, auch mein Vater sieht sich oft Spiele an. Der Verein wird immer ein Teil unseres Lebens sein. Selbst in Kroatien ist der Name Programm. Ich werde oft gefragt, ob ich es dort schaffe, wie es mir bei diesem Verein ergeht und auch wo die Kampfmannschaft im Moment in der Tabelle steht. Ja, Sturm hat schon einen Namen in Europa.
Heute bist du Stürmer, wie es schon dein Vater einst gewesen ist. Hast du eigentlich schon immer auf dieser Position gespielt?
In der Jugend war ich eigentlich so gut wie immer Stürmer. Für kurze Zeit, da ich über eine gute Technik und Übersicht verfüge, bin ich auch einmal ins Mittelfeld verschoben worden und in der U15, kurz bevor ich den Verein verlassen musste, war ich etwas dicker, daher fehlte es mir an der nötigen Ausdauer und spielte plötzlich in der Abwehr. Später in Gössendorf war ich wieder im Mittelfeld aktiv und erzielte vier Tore. Unter Günther Neukirchner spielte ich dann ebenfalls im Mittelfeld bei der U19-Auswahl von Gratkorn. Damals hat er mich bei einem Spiel einmal gefragt, ob ich es mir auch zutrauen würde als Stürmer zu spielen. Ich bejahte und erzielte in der letzten Minute sogar das entscheidende Tor. Und wenn ich mich nicht irre, habe ich dann in der 1. Klasse 17 Tore in der Meisterschaft für Flavia Solva erzielt, ich war damals 16 Jahre alt. Das war dann wohl auch ein Mitgrund dafür, dass ich dann wieder zu Sturm, zu den Amateuren, zurückkehren durfte.
Nur ein Jahr nach deinem Eintritt in die Jugendmannschaft des steirischen Traditionsvereins wechselte dein Vater zum LASK nach Oberösterreich. Diese Zeit war sicherlich nicht leicht für dich.
Die Zeit war wirklich sehr schwer für mich. Schließlich war es mein Vater, der mir bei so gut wie jedem Spiel zugesehen und mir danach Tipps gegeben hat, die ich im nächsten Training umsetzen sollte. Und plötzlich war dieser Mensch weg und ich habe die Tipps von einer anderen Person bekommen, was natürlich nicht das Gleiche war. In den letzten zwei bis drei Jahren hat er mir aber sehr viel geholfen und ich habe mich während dieser Zeit entwickelt. Es sind immer Kleinigkeiten, die ich im nächsten Training, im nächsten Spiel umsetzen muss.
Während dieser Zeit habt ihr dennoch sehr viel miteinander gesprochen, nehme ich an?
Die Kommunikation hat auch weiterhin jeden Tag stattgefunden, über das Training konnte er jedoch nicht mehr viel sagen. Ich habe jedoch immer versucht ihn stolz zu machen, und ihn nach jedem geschossenen Tor schnellstmöglich anzurufen.
Hierbei aber handelte es sich aber nur um ein Jahr. 2002 wechselte dein Vater zur steirischen TuS FC Arnfels. Eine familiäre Entscheidung?
In Kroatien oder Bosnien ist die Familie sehr wichtig. Eigentlich wollte mein Vater bereits nach einem halben Jahr wieder zurück nach Graz, er hatte einen Einjahresvertrag unterschrieben, und wir haben währenddessen darüber nachgedacht, ob wir zu ihm ziehen. Uns hat es in Graz jedoch immer gefallen, daher ist es so gekommen, dass wir geblieben sind und er zurück in die Steiermark gekommen ist.
“Um ehrlich zu sein, ich wäre bei Sturm untergegangen.”
2007 ging auch deine Ära bei Sturm Graz vorerst zu Ende und setzte sich beim SV Gössendorf fort. War es allein deine körperliche Verfassung, die dir vorerst eine Zukunft bei deinem Jugendverein nicht möglich machte?
Um ehrlich zu sein, ich wäre bei Sturm untergegangen. Bei der U15 und U17 blieb ich ohne Chance auf Spielpraxis und das ist für jeden Spieler das Wichtigste überhaupt. Es war zwar hart für mich, aber rückblickend das Beste was mir passieren konnte.
Doch innerhalb von nur zwei Jahren erfolgte nach dem Wechsel 2008 in die zweite Mannschaft des FC Gratkorn und 2009 in die Kampfmannschaft des SV Flavia Solva die Rückkehr zu Sturm.
Ich hatte damals die Möglichkeit zu Flavia Solva zu wechseln. Eine Mannschaft die damals gut und gerne in der zweiten Liga hätte spielen können, waren zu dieser Zeit etliche ehemalige Zweit- und Drittligaspieler dort aktiv. Unter anderem mein Vater. Damals haben sich mit Benedict Akwuegbu und Manuel Buscsek zwei Stürmer verletzt, und ich hatte damals die Erlaubnis zu wechseln, da ich noch nicht volljährig war. Während der Winterpause war es dann soweit. Und damals avancierte ich zu einem Spieler, der die Saison des damaligen Meisters mitentschieden hat. Bis April bin ich geblieben, soweit ich mich erinnern kann. Dann folgte der Wechsel zurück zu Sturm. Zunächst spielte ich in der Akademie, ein Jahr später stand ich im Kader der Amateure.
Damit hast du die nächste Frage bereits eingeleitet. Du wurdest in die Akademie aufgenommen und nur ein Jahr später von Christian Peintinger mit 17 Jahren in die zweite Mannschaft verschoben. Wie hast du diese zahlreichen Lebensabschnitte in so kurzer Zeit damals wahrgenommen?
Es ist damals schon sehr schnell gegangen, aber im positiven Sinne. Ich habe es geschafft mit Flavia Solva aufzusteigen und hatte es dank meiner zahlreichen Wechsel in die Landesliga und durch die Erfahrungen bei Flavia Solva, wo wie gesagt sehr viele Routiniers der zweiten und dritten Liga gespielt haben, deutlich leichter als meine damaligen Mannschaftskollegen.
Dennoch wurdest du in deiner ersten Regionalliga-Saison lediglich fünfmal eingewechselt, ebenso im heimischen Pokal in dem du mit 34 Minuten dein Optimum dieser Saison absolvieren durftest. Insgesamt hast du es damals auf 122 Spielminuten gebracht. Unter dem Strich ein verlorenes Jahr für dich?
Ich habe nach einem halben Jahr bei Sturm lange überlegt, ob ich gehen soll oder nicht. Damals habe ich mit Christian Peintinger gesprochen und er hat mir gesagt, dass er mir nicht garantieren kann, ob ich zu meinen Spielzeiten kommen werde, da er nicht voraussagen kann, ob und wann von der Kampfmannschaft Spieler abgestellt werden. Er würde mir keine Steine in den Weg legen, würde ich mich für einen Wechsel entscheiden, hat er damals gesagt. Und durch mein Engagement bei Sturm hatte ich es leichter bei Pachern unterzukommen. Dort angekommen, habe ich ein halbes Jahr ebenfalls keinen überragenden Fußball gespielt, da ich zuvor bei Sturm sehr lange nicht mehr zum Einsatz gekommen war. Im Sommer darauf stand ich vor der identen Situation. Ich war wieder bei Sturm, es schien aber weiterhin unsicher, ob ich spielen werde. Und da es mir in Pachern ohnehin gut gefallen hatte, entschied ich mich abermals für eine Leihe. Ich wollte mich beweisen. Ich war mir sicher, wenn ich gut Leistungen bringe, dass ich wieder für Sturm spielen könnte. Zu jeder Zeit. Wenn nicht, dann würde ich meinen Weg über die Regionalliga oder die zweite Liga fortsetzen können. Ich wollte mir immer einen eigenen Namen machen. Nicht Tomislav Kocijan, sondern Anel Kocijan. Zudem gab es mit Kalsdorf einen Verein, der mich immer haben wollte.

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Wie hat es sich damals für dich angefühlt abermals Sturm Graz verlassen zu müssen? Immerhin wusstest du ja nie, ob du noch einmal zurückkommen wirst oder nicht?
Viele haben mir damals einreden wollen, dass es nun endgültig vorbei ist. Ich war damals 18 Jahre alt. Nichts war vorbei, dafür war ich noch viel zu jung. Ich wusste aber, dass ich nur mit guten Leistungen zurückkommen kann. Und wenn nicht, wie ich es zuvor schon gesagt habe, gäbe es ja noch immer die Möglichkeit in der Landesliga zu spielen und Geld zu verdienen, dafür reicht mein Können allemal.
Du hast erwähnt, dass viele davon gesprochen haben, dass es vorbei ist. Von welchen Personen reden wir hier?
Mannschaftskollegen waren es damals nicht. Im Gegenteil. Die haben mich immer verstanden, haben gewusst wie die Situation einzuschätzen ist. Es waren die Neider von anderen Vereinen, die mir schlecht zureden wollten, da ich bei Sturm spielte und sie nicht. Als mein Wechsel zu Pachern unter Dach und Fach war meinten viele: ‘Jetzt ist es vorbei, jetzt bist du so gut wie wir.’
Gab es neben Pachern auch andere Angebote?
Es gab andere Angebote, ja. Hartberg hatte sich damals gemeldet, neben Lafnitz und Gleisdorf auch Kalsdorf und viele andere, aber es war nichts Konkretes dabei. Der Kontakt zu den Vereinen war da, aber nur kurz. Ich habe nie ein Problem gehabt mich mit einem Verein zu einigen, vor allem das Geld hat für mich zu dieser Zeit nie eine Rolle gespielt. Wenn ich einmal in der Bundesliga oder in der Landesliga spiele und etwas älter bin, ja, dann konzentriere ich mich auf das Geld. Ich bin noch jung. Geld spielt ist für mich in dieser Beziehung noch nicht wichtig.
Du hast zwar unter ihm nicht viel gespielt, aber wie viel hast du Christian Peintinger letztendlich verdanken?
Natürlich verdanke ich ihm, dass er mich in die zweite Mannschaft geholt hat. Damals, als ich noch in der U19 gespielt habe, hat er mich bereits zweimal mitgenommen. Es ist ja nicht seine Schuld, dass ich nicht sooft zum Einsatz gekommen bin. Immer wieder wurden Spieler von der Kampfmannschaft abgestellt, die natürlich die Vorzug bekommen haben, und mit David Schloffer, Alexander Rother und mir standen drei Stürmer im Kader. Ich saß meistens auf der Bank. Wenn Schloffer nicht gespielt hat, kam Rother zum Einsatz, und umgekehrt.
“Bei Markus Schopp wird jede Situation mit dem Ball trainiert.”
Inwiefern unterscheidet sich Trainer Markus Schopp von Christian Peintinger?
Bei Markus Schopp wird jede Situation mit dem Ball trainiert, anders als bei Christian Peintinger, der sich auf Reihenläufe beschränkt hat und bei dem der Ball nur selten zum Einsatz kam. Anfangs dachte ich, dass es unter Schopp dadurch nicht so intensiv wird. Im Gegenteil. Die Trainings unter Peintinger waren schon sehr anstregend und extrem, aber es geht noch härter. Der Ball wird hin und her gepasst, jeder kommt während eines Trainings etliche Male an den Ball, und wenn die Müdigkeit eintritt, musst du dennoch konzentriert bleiben. Zudem unterbricht Schopp das Training sehr oft, bespricht mit uns die Situationen, zumeist mit jedem Spieler unter vier Augen. Und selbst wenn man drei Tore in einem Spiel macht, findet er Kritikpunkte. Was gut ist. Den nur wer sich mit dem bisher Erbrachten zufrieden gibt, hat schon verloren.
Durch Peter Hyballa dürfte sich auch die Philosophie der zweiten Mannschaft verändert haben. Während der Vorbereitung sah man große Spiele mit vielen Toren, und auch mit etlichen Gegentoren. Was hältst du bisher davon?
Es ist eine Umstellung, ja. Man muss unter anderem neue Laufwege einstudieren, sich neu einstellen. Aber bezüglich der Vorbereitungsspiele: Unter Osim hat man so gut wie alle Testspiele verloren und dann zum Saisonauftakt den Gegenüber mit 4:0 vernichtet. Die Vorbereitung ist dazu da auszuprobieren. In Gleisdorf beispielsweise, haben wir vor dem Spiel ein Lauftraining absolviert. Bei mir hat danach alles gezwickt, ich konnte mich kaum bewegen, war bereits nach der Aufwärmphase am Spielfeld nicht mehr fähig eine gute Leistung abzurufen. Und auf der anderen Seite der FC Gleisdorf, der an diesem Tag wahrscheinlich gar nichts gemacht hat, vielleicht waren ein paar Spieler arbeiten, aber mehr wird es nicht gewesen sein. Da können solche Niederlagen schon einmal vorkommen. Als Trainer stellt man vielleicht einmal einen neuen Spieler, beispielsweise auf der rechte Außenbahn, auf und der Gegenüber kommt drei, vier Mal über eben diese Seite und ja, dann kassiert man eben schnell ein paar Tore. Wir versuchen einfach Situation einzustudieren und auszuprobieren, die wir dann in der kommenden Saison anwenden können. Während der Saison musst du dafür da sein. Da geht es um drei Punkte.
Der neue Spielstil dürfte dir liegen. Schließlich bist du mit sechs Toren der Führende der internen Torschützenwertung der Vorbereitung. Wie zufrieden bist du mit deiner jüngsten Entwicklung?
Ich bin schon zufrieden. Aber es gibt noch sehr viel zu verbessern. Es geht immer besser. Und ich möchte nicht nur nach Toren gemessen werden. Vielleicht kommt es ja einmal vor, dass ich drei, vier Spiele kein Tor erziele. Aber dann ist es mein Ziel welche vorzubereiten und damit Spiele zu entscheiden.
Zudem wirkten mit Mario Haas, Patrick Wolf, Martin Ehrenreich, Ferdinand Feldhofer unter anderem einige Routiniers des Vereins bei manchen Spielen der zweiten Mannschaft mit. Wie hast du das empfunden?
Manche Spieler sind genervt, wenn immer wieder Spieler der Kampfmannschaft runterkommen. Natürlich hat es wie alles seine Vor- und Nachteile. Aber jeder hat seine eigene Meinung darüber.
Am 5. August um 17:00 Uhr trifft man in der legendären Gruabn auf Union Vöcklamarkt. Ist die Mannschaft bereit für die kommende Saison?
Ja, wir sind bereit. Es sind aber wieder viele Spieler aus der eigenen Akademie zur Mannschaft gestoßen, die noch Zeit benötigen, und für den Fußball in der Regionalliga noch nicht bereit sind. Es ist ein großer Schritt von der Akademie zu den Amateuren zu wechseln. Das Spiel wird schneller, kampfbetonter und man hat oft nur zwei Kontakte Zeit aus einer Situation herauszukommen oder eine neue einzuleiten. Wir sind mit unseren jungen Jahren eine gute Mannschaft, haben zwar weniger Erfahrung als manch andere Mannschaft in der Regionalliga, aber werden immer die bessere auf dem Platz sein.
Ist es für euch etwas Besonderes auf dem ehemaligen Sturm-Platz spielen zu dürfen?
Ja, mit Sicherheit. Bei einem der Testspiele sind wir auf der Bank gesessen und Schopp hat uns von früheren Zeiten erzählt, als er noch auf diesem Platz gespielt hat. Es ist eine Ehre. Wichtig für uns ist aber eher ein guter Rasen. Wir spielen flach und schnell, und wenn der Ball jeden Meter zu springen beginnt, können wir unser Spiel nicht wie gewohnt aufziehen.
Gibt es euch zusätzlichen Mut mit einem Heimspiel in die Saison zu starten?
Für uns ist es ganz wichtig in Graz, daheim, in die neue Saison zu starten. Vor eigenem Publikum sind die Sturm Amateure immer stärker, haben in der letzten Saison, wenn, unglücklich verloren.
Wie erwartest du Union Vöcklamarkt?
Vöcklamarkt verfügt über eine gute Mannschaft, aber für uns ist es enorm wichtig mit einem Sieg in die Saison zu starten. Danach können wir viel befreiter aufspielen. Zudem es gegen Vöcklamarkt noch ‘leichter’ ist als gegen einen der Titelaspiranten Austria Klagenfurt, GAK, LASK oder Pasching.
Abschließend vielleicht dein Tipp?
Ich tippe auf ein 3:1, drei Tore Kocijan. (lacht)
Mit Anel Kocijan sprach Jan Michael Marchart
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Sehr sympatischer Kerl! Hab mich eh shon gewundert warum er zeitweise von der Bildfläche verschwunden ist, da ursprünglich ja schon teilweise darüber geschrieben wurde das er als großes Talent gilt!
Kann mir gut vorstellen, dass er nächstes Jahr zu den Profis aufrrückt. Immerhin laufen ja bei unsern Stürmer einige Verträge nächste Saison aus…
Sympathisches Interview mit vielen Details über seine vielen Stationen bisher ! Interessant zu verfolgen wie sich ein Talent entwickelt und welchen Einflüssen er ausgesetzt ist ! Aber ich glaube er wird seinen Weg machen, da er selbst weiß was er will ! Ich hoffe er macht einen Weg wie Schloffer ? …
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