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Der Kollege Sikora hat den Anstoß zu dieser Geschichte gegeben, mit seiner Rückschau auf die Gruabn-Historie anlässlich der Amateure-Partie am Wochenende gegen Union Vöcklamarkt. Wenn ich, rückblickend auf meine persönlichen Gruabn-Erinnerungen, versuche die Gedanken zu ordnen, wird es eine Mischung aus Nostalgie, lustigen Episoden, skurrilen Begebenheiten und am Ende aber auch eine Geschichte vom Umzug in eine neue Ära, einem logischen und notwendigen Schritt. Eine Gratwanderung.
Denkt man an Spiele in der Gruabn erscheint zunächst das Platzsprecherurgestein Günther Schrey, berühmt-berüchtigt für seine Vesprecher und oft nicht ganz nachvollziehbaren Durchsagen. Besonders die Namen der Spieler bereiteten ihm immer wieder Schwierigkeiten. Dabei wurde in der Aufstellungsdurchsage schon einmal euphorisch die Rückennummer 15, Kurt Wetl, aufgerufen. Mir fällt außerdem ein aufgeregt auf dem Rasen auf und ab laufender Sänger Alex Rehak ein, bei der Präsentation eines der vielen entbehrlichen Sturm-Lieder – übertönt von “Wir wollen Sturm sehen” und beworfen mit Klopapierrollen. Überhaupt ein Spezifikum dieses Fußballplatzes, die wirklich sehr geringe Distanz zwischen Zuschauerraum und Feld. Für die Bierdusche des Spielers an der Outlinie brauchte es keine große Kraftanstrengung, dementsprechend oft ließ sich der eine oder der andere dazu hinreißen. Auch dass Spieler von Fans aus der ersten Reihe beim Einwurf geradezu am Krawattl gepackt wurden, war keine Seltenheit.
Der schnellste Weg in den Zuschauerraum war rauf über die Wiese, unter den Werbewänden durch und runter auf die abbröckelnden Stufen der Stehplatztribüne. Das Ganze bei gut besuchten Spielen durchaus zwei Stunden vor dem Ankick, um einen guten Platz zu bekommen. Damals gab es auch noch die schöne Tradition des “Vorspiels”, meist die U21-Mannschaft. Ein nettes Detail war auch das angrenzenden Studentenhochhaus Hafnerriegel, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf das Geschehen hatte. Es heißt, geschäftstüchtige Studierende hätten ihre Zimmer während der Spiele durchaus auch vermietet. War die Gruabn voll, war das Feeling auf diesem Platz schon sehr speziell. So nah am Geschehen war man sonst in kaum einem Stadion. Auch (Auswärts)Spieler von damals berichten immer wieder, es hätte sich zum Teil schon ein wenig bedrohlich angefühlt, angesichts des so nahen Publikums. Verstärkt wurde das Ganze dadurch, dass der Platz etwas tiefer lag und man eben in die Grube hinuntergehen musste. Hinunter über die Stufen, die vom Klubhaus weggeführt haben. Einem Klubhaus, das nicht viel mehr war als ein besserer Verschlag. Als Pepe Giannini zum ersten Mal zu Gesprächen in Graz eintraf, hat man ihm erklärt das sei nur der Trainingsplatz, damit er nicht gleich wieder heimfährt.
Im Nachhinein neigen die Dinge dazu sich zu verklären. Wenn man aber ehrlich zurückblickt, gab es da schon einiges, was auch richtig nervig war. Wenn man nicht die Möglichkeit hatte, sich auf die überdachte Holztribüne zu setzen – und als Schüler hatte man die aus pekuniären Gründen nicht – war man der Witterung ziemlich gnadenlos ausgesetzt. Wenn man zu ausverkauften Spielen knapp gekommen ist, konnte es sein, dass man nur noch mit sehr viel Nachdruck die Tribüne mehr schlecht als recht entern konnte, weil sie schlicht voll war. Speziell dann, wenn Hannes K. wieder einmal ein paar hundert Karten mehr verkauft hat, als das eigentliche Fassungsvermögen der Gruabn ausmachte. Dann war der Platz an der Klosterwiesgasse in den Pausen und nach dem Match ein großes Klo. Kaum einer nutzte die – ohnehin nur in Ansätzen vorhandenen – sanitären Einrichtungen. Hingeschifft wurde im Grunde überall dort, wo man gerade niemand anderen erwischt hat. Als es dann 1997 in Richtung Süden ging, waren zuerst trotzdem viele gemischte Gefühle da. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Veränderungen sind zunächst negativ konnotiert. Neben der Tatsache, dass Veränderung einfach notwendig sind um nicht zu stagnieren, waren insgeheim schon einige sehr positive Gedanken in den Hinterköpfen. Irgendwie passte dieser Fußballplatz auch schön langsam nicht mehr zu der damaligen Sturmmannschaft. Nach jahrzehntelangem Grasfresserfußball, dem “über den Kampf zum Erfolg”-Credo, wurde inzwischen die jugoslawische Fußballkultur zelebriert. Schön anzusehender Kombinationsfußball hielt unter Ivan Osim Einzug, die alte Blut-Schweiß-und-Tränen-Arena wirkte mehr und mehr deplatziert.
Die Umstände, unter denen es dazu kam, dass Sturm später die Pachtrechte an der Gruabn wieder an die Stadt Graz abgab, sind natürlich traurig und sinnbildlich für eine gewisse Ära wo vieles mit Füßen getreten wurde. Es wäre schön, könnte die Gruabn heute für Nachwuchs- und Amateurspiele genutzt werden. Dem dicken Hannes ist es zu verdanken, dass diese Partien im sterilen Messendorf angepfiffen werden. Nichtsdestotrotz war es für die erste Mannschaft essentiell – und mit Ende des letzten Jahrtausends ohnehin reichlich spät – in ein neues Stadion weiterzuziehen. Der Fußballgeruch der Gruabn begann nach und nach durchaus ein Gestank zu werden, für die Anforderungen eines Profibetriebes einfach nicht mehr anwendbar. Und mit Liebenau wurde eine Heimstätte geschaffen, die für die Bedürfnisse des SK Sturm Graz im Grunde ziemlich gut passt. Die Größe ist (leider) für den Publikumszustrom genau richtig bemessen, mehr kamen und kommen nicht. Und es ist ein reines Fußballstadion, das eine sehr lässige und laute Atmosphäre erlaubt. Die stimmkräftige Nordkurve hätte heute mit der Gruabn, denke ich, keine besondere Freude mehr.
Und nicht zuletzt war der Umzug damals auch sportlich ein Segen. Die Osim-Truppe war spielerisch kurz vor dem Zenit, selbst auf dem sehr schmalen, kleinen Feld am Jakominigürtel wurde teilweise schönstes Kombinationsspiel aufgezogen. Allerdings war es für die Gegner auf dem extrem engen Platz einfacher hinten dichtzumachen und so Sand ins Sturmgetriebe zu streuen. Die erste Saison im Liebenauer Stadion war in etwa so, als hätte man das Monster nun endgültig losgelassen. Reihenweise wurden die Gegner in der neuen Heimstätte an die Wand gespielt und schließlich der erste Meistertitel eingefahren. 19 Punkte Vorsprung auf Rapid standen am Ende zu Buche. Es war eine wirklich euphorische Aufbruchsstimmung, spürbar ab dem Eröffnungsspiel gegen den GAK (das 3:0 von Ivo Vastic wird wohl eine meiner einprägsamsten Fußballerinnerungen bleiben). Es folgten noch ein Titel, Champions League und unzählige, sehr schön anzuschauende Spiele dieser Sturm-Mannschaft. Bevor Größenwahn, Misswirtschaft und Präpotenz die Oberhand gewannen und der Niedergang, schließlich für alle sichtbar, begann.
Das neue Stadion ist die zeitlose Komponente in dieser Geschichte. Inzwischen die logische, nicht hinterfragte Heimstätte der Schwarz-Weißen. Es war ein nicht aufzuhaltender Prozess, dass man über kurz oder lang in ein Fußballstadion für Erwachsene umziehen musste. Das Spielzeug Gruabn hatte ausgedient, man hätte es allerdings für die Nachwelt erhalten sollen. Es ist für eine Traditionsverein mit einem dementsprechend sozialisierten Anhang immer eine Gratwanderung zwischen Nostalgie, Erinnerung und Innovation. Es ist schön, die Erinnerungen an die Gruabn abrufen zu können. Es ist schön, alt genug zu sein, das noch gesehen zu haben. Aber es war zumindest genauso schön, den Umzug mitzumachen. Den Beginn der neuen Ära mitzuerleben. Der große Neuanfang, nachdem die Last der Kartnig-Zeit allen von den Schultern abgefallen war, wäre in einem Stadion wie der Gruabn ganz anders wahrgenommen worden. Das Entstehen der heute vorherrschenden Fankultur, die nach und nach entstandene imposante Nordkurve in Liebenau über die ganze Breite – das wäre am Jakominigürtel so nicht möglich gewesen. Der Süden von Graz riecht mittlerweile auch ziemlich nach Fußball.
Immer wenn etwas beginnt zu riechen, ist es auch schon ein wenig in die Jahre gekommen. Das gilt auch für Liebenau. Die neue Vereinsführung unter Christian Jauk hat die Adaptierung und den Ausbau des Stadions als eines ihrer Kernthemen auf den Tisch gelegt, bei der Generalversammlung letzten Winter. Außerdem soll es langfristig ein Sturm-Stadion werden, man will nicht länger ein Mieter der Stadt Graz sein. Dem Vernehmen nach wäre derzeit nicht einmal Europacup im Süden von Graz möglich. Es bräuchte Anpassungen, sollte Sturm nächste Saison wieder international spielen. Um das Thema ist es in letzter Zeit allerdings still geworden. Eine Arbeitsgruppe soll es geben, aber recht kompliziert soll das auch alles sein, mit dem Sturm-Stadion und allem was dazugehört. Einige sehr naive Personen glauben sogar noch immer, Frank Stronach würde in Graz ein Stadion bauen. Man wird sehen, was der nächste große Schritt in der Causa “Sturm-Heimstätte” sein wird.
Sturm12.at ist ein privates und unabhängiges, journalistisches Medium, das seinen Fokus auf die Berichterstattung über den Fußballklub SK Sturm Graz gerichtet hat. Gegründet wurde Sturm12.at am 20. Februar 2009 von Christopher Houben und Julia Wendl. Das Hauptaugenmerk der Arbeit bei Sturm12.at liegt auf der tiefgreifenden Analyse von Sturm Graz und des österreichischen Fußballs.
ganz ehrlich:
welchen sinn hat dieser 12meter außer der propagierung von eigenen erinnerungen und zeitgleich einem konstanten seitenhieb auf den artikel des kollegen bs?
ein sinnloser artikel, der unter anderem auch mehr oder weniger offen beleidigungen diverser personen beinhaltet (der “dicke hannes” muss genauso wenig sein wie die unterstellung der naivität einiger user)…ja, jp ist (wieder einmal) zur höchstform aufgelaufen.
sollte dieser kommentar gemeldet oder gar gelöscht werden, tut es mir um die meinungsfreiheit leid.
es werden nur kommentare gemeldet oder gelöscht, die gegen die kommentarregeln verstoßen. merkwürdige postings dürfen bleiben, selbstredend…
merkwürdig? klar, dass du den post merkwürdig findest bzw. keine antwort darauf gibst, sondern nur weiterhin beleidigend bleibst.
jp, komm echt mal runter von deinem hohen ross. nur weil du ehrenamtlicher schreiberling für eine internetseite bist, macht dich das nicht besser als den rest und gibt dir dadurch auch nicht das recht, so herabzublicken.
hoppla, jetzt hab ich unabsichtlich auf melden statt antworten geklickt, sorry dafür. inhaltlich antworten mag ich auf das nicht. du findest es sinnlos. sei dir unbenommen. ich finde eine antwort darauf sinnlos. ende, schen gruaß und schens wetter, dir fürs wochenende
ich hoffe doch stark, dass man sich in der gruabn sieht-wenn sie dir nicht allzu sehr…wie hast du es formuliert..ahja, wenn sie dir nicht allzu sehr stinkt.
Also ich sehe das nicht ganz so schlimm. Im Gegenteil, ich mag den Beitrag von BS und lese den von JP als Betrachtung aus einer anderen Perspektive.
Die Sinnfrage bei Beiträgen die nicht allein der Information über Geschehenes dienen, sollte man sowieso nicht stellen. Auch was die “Beleidigungen” angeht, in diesem speziellen Fall kann man das durchaus auch als Stilmittel durchgehen lassen, meiner Meinung nach.
also, mir hat der Bericht wiedereinmal gefallen, aber mann muß ja nicht mit allen Einverstanden sein, deshalb finde ich die Kritik von saurons_mouth auch nicht schlimm, denn wir sidn Gott sei Dank ein freies Land.
Trotzdem, ja ich wiederhole mich ein netter Bericht.
wo is des bitte a netter “bericht” ???
da steht nur drin, dass die gruabn eigentlich scheiße is, der bericht von bs a witz und der rest ka ahnung hat… aber wenn du das als maßstab anlegst, dann ist der bericht ganz toll, richtig.
Warum so grantig?
Ich lese nirgendwo dass die gruabn mist ist, lediglich dass sie ja nicht gerade ein Schmuckkästchen war, und dass er für ein ansprechendes Fussballspiel nicht mehr passend war.
Dieser Satz war absolut entbehrlich: “Einige sehr naive Personen glauben sogar noch immer, Frank Stronach würde in Graz ein Stadion bauen.” Du nimmst den Leuten ihre Träume. Sehnsüchte und Wunschdenken gehören seit jeher zum Fussball dazu genauso wie Bier, Scharmützel oder eine Schnitzelsemmel. Aber mit deinem anschließenden Satz widerlegst du dich eigentlich selber, da offenkundig auch dir die Träumerei nicht abzusprechen ist: “Man wird sehen, was der nächste große Schritt in der Causa “Sturm-Heimstätte” sein wird.”
Ich habe ja keine zwei Sekunden nachgedacht über meinen Nick, als ich mich hier registrierte. Verklären liegt mir absolut fern. Deine Erinnerungen an die Gruabn kommen mir auch sehr bekannt vor. Was mir dabei noch eingefallen ist (bin doch schließlich derjenige der immer “mault” in Liebenau wären MANCHE Fans zu aggressiv gegenüber der eigenen Mannschaft): In der Gruabn war die Atmosphäre für die Gegner respekteinflößend, für die eigenen Spieler in meiner Erinnerung allerdings sehr positiv. Als es sportlich gut lief wurden tatsächlich immer zuviele Karten verkauft, mehr als die Tribüne Menschen fassen konnte. Diese Platzknappheit hatte einige Dummheiten von Hitzköpfen aus der neuen Arena gar nicht erlaubt (20x pro Spiel inbrünstig auszucken gegen die eigene Mannschaft, wegen eines Fehlpasses). Man stand so eng, daß man aufpassen mußte WIE man auszuckt um seinen Nachbarn nicht in Bier zu duschen, war dadurch beherrschter. Es war nicht möglich ein-Bier-nach-dem-anderen zu leeren und somit ohne jede Selbstkontrolle zu enden. Ich bin natürlich froh, daß Sturm umgezogen ist, denn früher oder später hätte sich in der Euphorie über den schönen Fußball mal eine Katastrophe ereignet, in der Menschen durch die Platzknappheit erdrückt worden wären. Alleine aus Sicherheitsgründen also war es notwendig. Ohne die Gruabn zu verklären, (Liebenau würde ich jederzeit ohne zögern als die zehnmal bessere Heimstätte bezeichnen) ist mir einfach gerade dieses Detail aufgefallen: In der gefürchteten Gruabn, in der sich Gegner gefürchtet haben, war die Gesammtstimmung (besonders gegenüber der Heimmannschaft und unter den Besuchern untereinander) friedlicher als im sonst in allen Belangen überlegenen Neubau weiter südlich. Mag auch an der Zeit und einem generell gesellschaftlich sanfteren Klima damals gelegen haben, aber die Gruabn hatte durch die erzeugte Nähe sicher Anteil daran. Die Schulter des Nachbarn spürend war man vielleicht doch “more gentle”. Vielleicht läßt sich dieser erhöhte Respekt ja auch eines Tages in Liebenau wiederherstellen. Soll nicht heißen daß er dort nirgends vorhanden wäre. Aber eben dieses Quäntchen an Geschlossenheit das die Gruabn auch ausgemacht hat…
PS: Schöner 12Meter, finde auch nicht daß die Gruabn oder Menschen beleidigt wurden.
Netter Bericht, der Erinnerungen in mir an meinen einzigen Gruabn-Besuch hervorruft. Dankeschön dafür.
Wo hier auf BS geschimpft wird oder wo hier wer beleidigt wird, lässt sich nicht eroieren.
Es ist immer schön, Geschichten von der guten alten Gruabn zu lesen, vor allem von Leuten, die sie allein schon altersbedingt besten Falls ein paar Jahre erlebt haben. Gehört heute aber zum guten Ton eines “richtigen” Sturmfans, ein paar Gruabn-Schmankerln auf Lager zu haben.
Ich erkenne nur keine Veranlassung für diesen Nostalgieschwenk, nur weil die Amateure ein Meisterschaftsspiel dort austragen? 2007, als die Amateure unter Sturm-Ikone Hannes Reinmayr ihr Comeback dort gegeben haben, hat das auch nur wenige interessiert, dort war zumindest zwischenzeitig ein völliger Umzug geplant. Was aber viel schlimmer ist, als damals die Gruabn verscherbelt wurde, hat es den Großteil der Sturmfans auch nicht interessiert. Deshalb find ich es immer wieder amüsant, wie vielen die Gruabn angeblich so viel bedeutet hat, ob angesehene Literaten, quereinsteigende Funktionäre und gefühlte Tausende von Fans, darum gekämpft haben eine Handvoll, nicht mehr. Deshalb, bei aller schön aufgelisteten, teils erlebten, großteils übernommenen Nostalgiewelle, die Gruabn heute ist nicht mehr die Traditionsstätte des SK Sturm sondern Mahnmahl gegen das Vergessen von gelebter Gleichgültigkeit.
Sehr gute Story! Ich hab in meinen 7 Gruabn-Jahren nicht einmal das “offizielle” Häusl von innen gesehen
“entern” ist schönstes Denglish!
Stell mir den kleinen JP mit Enterhaken und Holzbein vor
Und ich stehe als 9-10 Jähriger dort, der sich reingeschlichen hat und sieht eine große Anzahl von Männern quer durch die Gegend pinkeln. Ein Anblick, den ich so schnell nicht mehr vergesse
Super 12meter !
Geil war´s trotzdem
Danke für die Flashbacks !
Kann mich noch an Spiele wie das legendäre 8:0 gegen FavAC erinnern.
Ein paar hundert Hansln im Stadion. Halbzeit 3:0. In der 2.HZ füllte sich die Gruabn wundersamerweise nach und nach.
Die letzte Saison in der Gruabn war eine Katastrophe. Fans die dem Klub in den schwierigen frühen 90er Jahren die Stange gehalten haben schauten danke zahlreicher Glory Hunter dann und wann durch die Finger. VIEL zu viele Karten wurden verkauft. Wenn man nicht 3 bis 4 h vor Spielbeginn im Stadion war konnte man sich die Spiele abseits der Tribüne anhören. Vereinzelt gab´s solche organisatorischen Aussetzer (oder war´s vielleicht doch kalkulierte Abzocke ?) schon früher. Beim 6:0 gegen Austria im 95er Jahr konnte ich mich wenigstens noch auf die Treppe zw. Längssektor und Dauerkartentribüne schummeln.
Wie im 12meter erwähnt konnten einem die Witterungsverhältnisse mächtig zusetzen.
1993, wieder gegen Austria (diesmal 2:4). 1. Halbzeit hat´s wie aus Eimern gegossen. Hab nach Niederschlagsende damals als pubertierender Spargeltarzan aufgrund der durchnässten Bekleidung wahrscheinlich doppelt soviel gewogen wie sonst üblich. Muss zu meiner Schande gestehen dass ich dieses eine mal während der Halbzeit das Weite gesucht habe. War nah am Kollaps
Erinnere mich an ein Spiel mit wenig Zusehern (weiß nicht ob’s nicht auch geregnt hat) 0:3 gegen den Lask hinten, dann in den letzten 10 Minuten auf 3:3 gestellt. Das war ne Mini Party
Gut in Erinnerung das verlorene Meisterschaftsfinale (glaube 0:1) gegen Austria Salzburg, über-ausverkauft, ich lag AUF dem Dach der Sitzplatztribüne
Die Salzburger hatten viel weiblichen Anhang mit, die kreischten wie auf einem Backstreet-Boys-Konzert wenn Jurcevic Dampf machte. Hatte sogar was, mal ne Abwechslung zur gewohnten Tonlage
Jo, LASK Partie war der Hammer ! War auch ein Spiel der 94/95 Sasion.
Hat ja nicht besonders stabil ausgesehen.
AUF dem Dach bist gelegen ?
Kannst froh sein dass du nicht durchgebrochen bist
OOOOh ja! Das 3:3 gegen den LASK werde ich sicher nie vergessen. Das war eine unglaubliche Partie. Hatte da eine Dauerkarte auf der netten Holztribüne, auf welcher mein Schimpfwortvokabular extrem gefestigt und ausgebaut wurde.
Ja, an das legendäre 3:3 kann ich mich auch noch erinnern. So ein Wunder erlebt man nicht oft. Aber war das nicht gegen Vorwärts Steyr? Ach, was, is doch egal… schon fast 20 Jahre her…
Wennst bei einem der ausverkauften Spiele zu spät oder zu knapp gekommen bist, hats ab dem Pausenpiff geheißen, während die anderen pischeln waren, sich zu positionieren und wenigstens die 2 Hälfte zu sehn. (ein Match im Match)
Aus zuverlässiger Quelle kann ich sagen, dass es bereits gezeichnete Pläne gibt, ob die jetzt durchgehn, oder so angenommen werden, wie sie mir erklärt wurden, kann ich noch nicht sagen, werd aber dran bleiben.
Die Gruabn ist die Gruabn Ja ein schmuckstück ist und war sie eigentlich nie aber sie ist die Gruabn ein Platz wo mann einmahl in der woche seine sorgen vergessen konnte und einfach nur ein Sturm spiel sehen konnte.
Mann hört leiter wirklich zurzeit sehr wenig in sachen Stadion Pacht würde mir wünschen das wir den Wiener gemeinderat hätten dort hätten wir schon das stadion dreimahl gepachtet
“people develop a shared identity by identifying, exploring and agreeing on memories… In the course of taking a picture or creating an album they decide what they want to remember and how they want to remember it.”
Dieses Zitat des Historikers David Thelen habe ich gerade in einen Artikel eingefuegt. Wie passend. In meinem Fotoalben bleiben die Pinkelecken uebrigens auf jeden Fall drin. Wie viele andere Aspekte aus einer Zeit in der der Fussball-Schauen noch nicht so geschniegelt möglich war war wie heute.
Und: Mehr als den Erhalt der Gruabn fuer Sturm wuenscht sich ohnehin kaum einer, ich sehe die Gefahr der Verklaerung nicht sehr gross. Umso groesser war die Gefahr des Vergessens, es ist sehr, sehr gut dass im Zuge des Ama Spiels die Gruabn wieder zum Thema wird. Zeit wurde es!
“Dem dicken Hannes ist es zu verdanken, dass diese Partien im sterilen Messendorf angepfiffen werden.” – Hr. Pucher – ich kenne dich nicht – bist du dick oder dünn?! – ist mir auch vollkommen egal, aber ich finde sowas sollte man nicht zu schreiben, egal wie man zu Kartnig steht. Außerdem sollte man froh über Messendorf sein, lange genug wurde darum gekämpft. Der Artikel ist ganz gut – aber einige Aussetzter sind halt schon dabei. Es kann auch sein dass dies bewußte Provokationen sind, aber sie gefallen mir einfach nicht. Sorry.
sollte man nicht zu schreiben klingt echt besch…… Sorry.
Stimmt Black Boy, diese Ausdrucksweise missfällt auch mir! Leute mit Anstand würden solchen Sh** nicht schreiben. Aber der Pucher hat eben keinen Stil, der wird es nie lernen…
genau DAS habe ich in meinem ersten kommentar angesprochen!!! die antwort von pucher kann man oben nachlesen…
peinlich.
Natürlich ist Liebenau das bessere Stadion! Kann mich gut erinnern, wie erhebend es war, das grandiose Eröffnungsderby in einem solchen Schmuckkasterl zu erleben, das war man als Gruabngänger ja nicht gewohnt. Gerade weil die Gruabn alles andere als perfekt war, hat sie so einen einmaligen Charme gehabt, wenn zur Messezeit im Hintergrund die Achterbahnen blinkten, das hatte schon was. Die alten Steinstufen, der Zaun, “heute Kapfenberg, morgen Uganda”, unvergesslich! Gerade deshalb weckt die Gruabn so eine schöne Erinnerungen.
” Es ist schön, alt genug zu sein, das noch gesehen zu haben.”
*sign*
Sowas von This