Mit drei Punkten aus drei Spielen hat Aufsteiger WAC einen durchaus respektablen Start in seine erste Bundesliga-Spielzeit hingelegt. Nach der knappen 0:1-Auftaktpleite daheim gegen die Austria wurde die SV Ried auswärts überraschend mit 2:0 bezwungen. In der Vorwoche mussten sich die Kärntner Meister Red Bull Salzburg nur mit 0:2 in der heimischen Lavanttal-Arena geschlagen geben, wobei man der Millionentruppe über weite Strecken ebenbürtig war.
Trainer des WAC ist der Kroate Nenad Bjelica, der als Aktiver unter anderem für den 1.FC Kaiserslautern, die Admira und den in Konkurs gegangenen FC Kärnten kickte. Im Interview mit Sturm12.at lässt er den Saisonstart Revue passieren, spricht über seine bevorzugte Spielweise und das Auswärtsspiel am Samstag im Stadion Liebenau bei Sturm Graz.
Herr Bjelica, nach drei Spielen stehen für Ihr Team drei Punkte auf dem Konto. Welche Schlüsse ziehen Sie aus den ersten Matches in der Bundesliga?
Wir sind recht gut gestartet, vom Spielerischen her war das schon positiv. Es hätten schon ein, zwei Punkte mehr sein können, aber ich bin dennoch durchaus zufrieden. Der Saisonbeginn gibt uns Hoffnung für die kommenden Spiele.
Gegen die Topklubs Austria und Salzburg war man auf Augenhöhe, dennoch ging Ihr Team als Verlierer vom Platz. Was hat noch gefehlt?
Es lag vor allem an der Chancenauswertung, hier müssen wir noch besser werden. Salzburg hat seine wenigen Chancen eiskalt und clever genützt, das macht eine Spitzenmannschaft aus. Wir haben aber in diesen beiden Spielen eine gute Leistung geboten.
Welche Art von Fußball wollen Sie mit Wolfsberg zeigen? Was ist Ihre Spielphilosophie?
Wir wollen attraktiv offensiv spielen und egal gegen wen, sei es Salzburg, Austria oder Rapid, auf Sieg spielen. So haben wir bereits in der Ersten Liga gespielt und werden es auch in der Bundesliga weiter tun.
Gibt es ein fixes System, in dem Sie bevorzugt spielen lassen?
Ich lasse meistens im 4-4-2-System spielen, entweder mit zwei Spitzen ganz vorne oder einer hängenden Spitze.
Die Admira klassierte sich in der Vorsaison als Aufsteiger auf dem sensationellen dritten Platz. Sind die Südstädter ein Vorbild für Wolfsberg?
Sie sind schon ein Vorbild, ihre Leistung in der vorigen Saison war sehr gut. Natürlich wäre es schön, wenn wir gleich in unserem ersten Jahr Dritter werden würden, aber unser vordergründiges Ziel ist der Klassenerhalt. Mit 40 Punkten wären wir durch, das ist unsere Zielsetzung.
Im Sommer hielten sich bei Ihrem Team Zu- und Abgänge die Waage. Unter anderem holte man erfahrene Bundesligakicker wie Michael Liendl oder Christian Thonhofer. Ist Ihr Einkaufsprogramm in dieser Transferperiode abgeschlossen oder planen Sie noch weitere Verpflichtungen?
Nein, wir haben unsere Planungen schon abgeschlossen. Unser Kader ist gut besetzt und sollte die kommenden Aufgaben meistern können.
Auffällig ist bei Ihrer Mannschaft der recht hohe Anteil an spanischen Spielern (Anm. derzeit vier), ähnlich wie bei Ried. Was zeichnet diese Spieler aus?
Unsere Spanier sind technisch sehr gute Fußballer, charakterlich top und absolute Teamplayer. Sie haben sich schnell integriert, es gab kaum Anpassungsschwierigkeiten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei ihnen war für uns sehr vorteilhaft.
Wolfsberg ist in Österreich ein noch recht unbekannter Verein, im Gegensatz zu Traditionsklubs wie Sturm, Rapid oder Austria. Wie soll der Bekanntheitsgrad gesteigert werden?
Man kann Tradition nicht über Nacht kaufen, wie es in Klagenfurt versucht wurde. Wir sind nach 80 Jahren erstmals in die Bundesliga aufgestiegen und wollen uns dort etablieren. Die Tradition soll Jahr für Jahr verbessert werden, damit wir eine gute Basis für die Zukunft schaffen.
Kärnten stand zuletzt aufgrund von Korruptionsskandalen oftmals negativ in den Schlagzeilen. Fußballerisch gesehen bleiben der Konkurs vom FC Kärnten und der Verfall des EM-Stadions in Klagenfurt in Erinnerung. Kann der WAC zu einer Imagebesserung Kärntens beitragen?
Wir haben mit diesen Sachen nie zu tun gehabt, Wolfsberg war niemals von der Politik abhängig. Wir werden einfach unsere Leistung bringen. Wenn dadurch das Bild von Kärnten ein wenig verbessert wird, so soll das von mir aus sein. Schuld an den jetzigen Vorgängen sind wir jedenfalls nicht, das betrifft ganz andere Leute.
Nun gastiert Ihr Team bei Sturm Graz. Die Grazer haben zuletzt eine bittere 1:3-Pleite in Mattersburg einstecken müssen. Sehen Sie es als einen möglichen Vorteil für Ihre Mannschaft, dass Sturm seiner Form noch etwas hinterher läuft?
Sturm ist ein großer Verein, wir haben großen Respekt vor ihnen. Wir werden auf unsere Stärken schauen und ihre wenigen Schwächen, die sie haben, versuchen auszunützen. Ich denke, dass wir aus Graz etwas mitnehmen können.
Sturm agierte in den ersten Saisonspielen teils sehr offensiv. Was für ein Match erwarten Sie?
Ich glaube, dass beide Teams offensiv agieren werden und wir ein sehr interessantes, attraktives Spiel sehen werden. Ich hoffe auf ein volles Haus und die Unterstützung unserer Fans.
Abschließend: Wie geht das Spiel aus?
Ich möchte kein Resultat tippen. Wir hoffen immer auf einen Sieg, obwohl es gegen Sturm ein schweres Spiel wird. Ich erwarte mir aber einen Sieg meiner Mannschaft.
Das Interview führte David Donnerer

Sturm12.at ist ein privates und unabhängiges, journalistisches Medium, das seinen Fokus auf die Berichterstattung über den Fußballklub SK Sturm Graz gerichtet hat. Gegründet wurde Sturm12.at am 20. Februar 2009 von Christopher Houben und Julia Wendl. Das Hauptaugenmerk der Arbeit bei Sturm12.at liegt auf der tiefgreifenden Analyse von Sturm Graz und des österreichischen Fußballs.
Neija ausverkauft wirds wohl nicht werden, aber 12-13000 könnten es werden wenn noch ein paar Karten verkauft werden!
mich stimmt bedenklich, dass der aufsteiger-trainer, quasi, keine angst vor uns hat. des taugt ma nix…
Herr Bjelica erwartet sich einen Sieg bei Sturm, scheint ein grosser Sprücheklopfer zu sein , erwarten können sich nur die Sturmfans einen Sieg gegen den Aufsteiger zu hause , natürlich ist jede spiellausgang möglich , und das 12-13000 Zuschauer heute kommen ist eher ein Traum , wenn 9 bis 10000 kommen ist das ja schon Realistsich
Nein 11-12 000 sinds sicher, schauma mal wieviele dann wirklich im Stadion sind
Ried als stabile Mannschaft war sicher über die Niederlage gegen WAC sehr überrascht ! Außerdem haben sie gegen Wolfsburg sensationell gespielt – also müssen auch wir sehr aufpassen & mir gefällt nicht, daß überall von einem Sturm – Sieg geschrieben und gesprochen wird ……..
Ich habe so und so ein sehr schlechtes Gefühl für heute…..
Das ist so ein Spiel wo alles passiern kann…. im grunde eigendlich e jedes in der Bundesliga^^
Wird eine Hopp oder Tropp Partie …
in Österreich ist alles möglich, der letzte hat schon oft gegen den ersten auswärts einen Kantersieg gefeiert, von dem her ist jedes Ergebnis möglich.
Max678 höre nie mehr auf dein Gefühl