41. Minute im Heimspiel gegen Wolfsberg: Richard Sukuta-Pasu bekommt von Manuel Weber an der Strafraumgrenze den Ball serviert, legt sich ihn kurz zurecht und schießt die Kugel dann kompromisslos an WAC-Keeper Christian Dobnik vorbei zum zwischenzeitlichen 3:1 ein. Der Torschütze lässt sich von seinen Teamkollegen und von den Sturm-Fans feiern, und dankt es mit einer Tanzeinlage mit Kult-Faktor.
Neo-Blacky Sukuta-Pasu hat bei den Schwarz-Weißen eingeschlagen. Der deutsche Stürmer zeigte in seinen ersten Matches in Schwarz-Weiß nicht nur mit zwei Toren und einem Assist auf, sondern bestach auch durch feine Technik, Schnelligkeit und körperliche Robustheit. Liebenau feierte ihn bereits mit lautstarken“Richi, Richi!”-Gesängen.
Seit gut zwei Monaten kickt der 22-Jährige für die Grazer. Nach langwierigen Verhandlungen unterschrieb der Kaiserslautern-Spieler (hat dort einen Vertrag bis 30. Juni 2015) schließlich einen einjährigen Leihkontrakt. Vor seinem Engagement bei Lautern spielte der 1,90 Meter große und 88 Kilogramm schwere Wuppertaler bereits für Grün-Weiß Wuppertal, Bayer Leverkusen und St. Pauli. Sukuta-Pasu, Sohn einer Französin und eines Kongolesen, durchlief zudem alle Nachwuchs-Auswahlen des deutschen Nationalteams.
Im Interview mit Sturm12.at spricht Sukuta-Pasu über seine ersten Wochen bei den Blackies, was einen guten Stürmer ausmacht, Coach Peter Hyballa und seine Ziele.
Richard, seit knapp zwei Monaten bist du bei Sturm Graz. Was sind deine ersten Eindrücke?
Sehr gut. Das Umfeld ist ganz adäquat hier. Es gibt sehr viele Neue, da müssen sich alle noch etwas einspielen. Aber wir sind da auf einem guten Weg.
Du bist erst im Laufe der Vorbereitung zum Team gestoßen. Wie wurdest von der Mannschaft aufgenommen?
Ich bin sehr gut aufgenommen worden, was ja nicht selbstverständlich ist. Dadurch ist es mir viel leichter gefallen, mich schnell zu integrieren.
Deinem Wechsel nach Graz waren langwierige Verhandlungen vorausgegangen. Warum hast du dich entschieden, den Schritt von Kaiserslautern zu Sturm zu machen?
Ich habe mit Peter Hyballa sehr gute Gespräche gehabt. Das war einer der ausschlaggebenden Gründe, warum ich zu Sturm gekommen bin. Zudem hat mich das Umfeld überzeugt.
Gab es auch andere Angebote?
Sicher gab es ein paar Angebote. Sturm Graz hat mir aber am meisten gefallen, darum habe ich mich entschieden, nach Graz zu wechseln.
Hattest du eigentlich Sturm schon vorher gekannt?
Sicher, Sturm ist ja nicht unbekannt. Sie haben ja früher oft international gespielt. Jeder kennt Sturm Graz.
In deinen ersten Matches für die Schwarz-Weißen hast du bereits mit zwei Toren und einem Assist aufgezeigt. Bist du mit deinen bisherigen Leistungen zufrieden?
Bisher lief es ganz gut. Ich will versuchen, dass es so weiterläuft. Ich habe noch einiges aufzuholen, bin aber zuversichtlich, dass mir das gelingen wird.
“Jeder kennt Sturm Graz.”
Welche Attribute machen für dich einen guten Stürmer aus?
Für mich ist ein guter Stürmer ein moderner Stürmer, der sich selbst seine Chancen erarbeitet, statt im Strafraum auf die Bälle zu warten. Mit diesem Stürmertypus kann ich mich am ehesten identifizieren.
Wo liegen deine Stärken, wo siehst du bei dir noch Verbesserungspotenzial?
Verbessern kann man sich immer und überall. Ich arbeite jeden Tag an mir und versuche mich, in allen Bereichen zu steigern.
In Kaiserslautern verlief es für dich im letzten Jahr nicht nach Wunsch, in 24 Bundesligaspielen konntest du kein Tor erzielen. Woran lag das?
Naja, das ist relativ zu sehen. Es war generell keine gute Saison der gesamten Mannschaft. Für mich gilt: Abhaken und neu beginnen.
Bei “Lautern” hast du meist am Flügel gespielt, bei Sturm stellt dich Hyballa als Mittelstürmer auf. Liegt dir diese Position mehr?
Ja klar, dort fühle ich mich definitiv wohler. Primär sehe ich mich auf dieser Position. Aber ich bin ein flexibler Spieler, ich kann auch auf den Flügeln spielen.
Hyballa ließ in den ersten Spielen zumeist sehr offensiv spielen. Im letzten Match gegen Wolfsberg standen gar vier gelernte Stürmer in der Startelf. Inwiefern kommt dir diese Ausrichtung entgegen?
Klar, das kommt mir sehr gut entgegen. Ich bin ja generell ein offensiver Spieler. Ich halte sehr viel vom Trainer und seiner Philosophie. Ich bin zuversichtlich, dass wir gut spielen werden.
Gegen Wolfsberg haben die vier Offensivkräfte viel rochiert. Ist das intuitiv im Spiel selbst erfolgt, oder habt ihr da Anweisungen von draußen bekommen?
Sowohl als auch. Manche Positionswechsel haben wir in Eigenregie gemacht, je nach Spielsituation.
Sturms Kader ist gespickt mit zahlreichen Offensivspielern, die um einen Platz in der Anfangsformation kämpfen. Wie siehst du den Konkurrenzkampf?
Es gibt sowieso immer Konkurrenzkampf. Es ist gut, wenn jeder im Training immer Gas gibt. Wer gut ist, der wird dann auch spielen.
“Graz hat eine sehr gute Kulisse mit sehr guten Fans.”
Aus den ersten vier Ligaspielen konntet ihr sechs Punkte mitnehmen, zudem gelang der Aufstieg in die zweite Runde des ÖFB-Cups. Wie bewertest du eure bisherigen Leistungen?
Wir haben noch viel nachzuholen, aber das ist normal in so einer frühen Phase der Saison. Wenn wir aber das System praktizieren, wie es gedacht ist, dann werden wir eine gute Saison spielen.
Bis jetzt scheint die Liga recht ausgeglichen zu sein, viele Teams liegen eng beieinander. Was ist für Sturm in dieser Saison möglich?
Ich denke, wir haben ein sehr gutes Team, einen sehr guten Trainer und die passende Philosophie. Wenn wir alles abrufen können, werden wir eine sehr gute Rolle spielen. Wir brauchen uns jedenfalls vor keinem zu verstecken.
Nun hast du schon einige Male im Stadion Liebenau gespielt. Was waren deine bisherigen Eindrücke von der Kulisse?
Natürlich kann man es nicht mit Deutschland vergleichen, aber in Graz gibt es eine sehr gute Kulisse mit sehr guten Fans. Ich habe sehr positive Eindrücke.
Bei den Fans scheinst du schon gut angekommen zu sein. Beflügelt das zusätzlich?
Ja klar. Die Unterstützung der Fans gibt dir die paar extra Prozente, die du brauchst, und motiviert ungemein.
“Das deutsche Nationalteam ist mein großer Traum.”
Was sind deine persönlichen Ziele bei den Grazern?
Mein Ziel ist es, der Mannschaft so viel wie möglich zu helfen und weiterzubringen. Ich will versuchen, gut zu spielen und mich weiterzuentwickeln.
Dein Vertrag läuft über ein Jahr. Natürlich ist es noch etwas früh, in die Zukunft zu denken, aber könntest du dir einen längerfristigen Verbleib bei Sturm vorstellen? Oder bleibt dein Ziel, deutsche Bundesliga zu spielen?
Es ist alles offen. Jetzt bin ich mal ein Jahr hier und will versuchen, das Beste draus zu machen. Alles andere ist sekundär zurzeit, damit kann man sich später befassen.
Für Deutschland hast du sämtliche Nachwuchs-Auswahlen durchlaufen, eine Einberufung ins A-Team blieb dir aber noch verwehrt. Ist das ein großer Traum von dir?
Ja natürlich ist das ein großer Traum. Ich werde weiter Gas geben und meine Leistung zeigen, um dieses Ziel zu erreichen.
Am Samstag seid ihr bei Rapid Wien zu Gast, die gerade Red Bull Salzburg auswärts mit 2:0 bezwungen haben. Wie wollt ihr dort bestehen?
Wir dürfen uns auf keinen Fall verstecken. Wenn wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und unsere Leistung abrufen, können wir dort was mitnehmen.
Werden wir auch dort ein Tor von dir sehen, samt anschließender Tanzeinlage?
(lacht) Ich werde mein Bestes geben und versuchen, dort ein Tor zu machen. Und dann werde ich tanzen.
Das Interview führte David Donnerer


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gutes Interview, hoffe natürlich, dass man ihn länger halten kann, hört sich aber eher nicht so an, dass er will…
btw.11x SEHR GUT vom Richie im Interview laut STRG G Tastenkombination
du meinst wohl STRG+F?
“sondern bestach auch durch feine(r) Technik, Schnelligkeit und körperliche(r) Robustheit.”
Spektakulär nichtssagendes Interview, wobei das sicher nicht beim Interviewer sondern bei Richies Teflon-Gute Laune-Optimismus ohne jegliche Ecken oder Meinungen liegt. Trotzdem, sympathisch wirkt er.
Ein klasser Bursch`, der Richie. Hoffe, er bleibt noch ein zweites Jahr. Ein Interview mit Tumani würde ich noch gerne lesen (Wünsch` dir was).
Mir hat Supa von Anfang an gefallen ! Für mich ist er der Prototyp eines modernen Stürmers mit viel Qualität ! Er ist auch der versprochene Knipser, den scheinbar Hyballa gefunden hat ! Das Optimum für unsere Finanzlage ! Man sieht daran auch, daß ein gutes Management auch bei unseren Dimensionen sich noch verstärken kann.-
Leider hat der nur 1 Jahr Vertrag bei Sturm. Mit solche Talente sollten Länger Verträge gemacht werden, und sie entweder länger in Graz zu sehn, oder mit großen Gewinn weiterzuverkaufen.
Ja. Aber längerfristig wär er FIX nicht gekommen. Und kaufen war sowieso nie drin.
@Atomic911GC.:
Kaiserslautern wollte SuPa den Grazern sogar schenken,damit Sturm mit Ihm das große Geld machen kann.Nur hat Sturm,genau wie auch die Deutschen, schon genug Kohle,deshalb hat man Ihn nur für ein Jahr geliehen !
Aus diesem Grund,haben sich auch die Verhandlungen so in die Länge gezogen !!!!
Ich hoffe ja das er nächste season auch bei uns spielt glauben du ich es nicht so richtig ein spieler mit seinen Potenzial könnte es in der deutschen Bundesliga schaffen aber hoffen darf mann ja noch
Übertreiben brauchts a net. Wenn a in Deutschland solang nix trifft, is a net das rießige Talent.
A typischer Legionär, wenn a gut spielt, is a weg. Mehr is a net!
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