Samstag Abend ist es wieder so weit. Grün-Weiß trifft auf Schwarz-Weiß, Sturm Graz gastiert in Wien bei Rapid. Ein Prestigeduell, bei dem zwei der spielstärksten Mannschaften Österreichs aufeinandertreffen. Und ein Prestigeduell, bei dem die gesangsstärksten Fankurven Österreichs aufeinanderprallen. Tradition tanzt dann mit Offensivgeist am Fußballparkett, wenn sich Leidenschaft und Siegeswille um den Ball matchen und Emotionen von den Tribünen schallen. “Wir haben schon bewiesen, dass wir in Hütteldorf bestehen können”, verweist Abwehrspieler Christian Klem auf die bisher 14 Siege im Wiener Hanappi-Stadion. So zum Beispiel 2007, als Rapid mit 1:5 zu Hause unterging. Oder auf den April 2011, einem 2:0 – Sturms bisher letzter voller Erfolg im grünen Wien, womit man auch den Weg zum dritten Meistertitel der Klubgeschichte ebnete. Und: “Ich bin sicher, dass wir auch am Samstag ein gutes Spiel abliefern werden.”
Der Verletzungsteufel in Graz
Ob auch Klem spielen kann, wird sich zeigen, denn der U21-Teamspieler musste seinem Einsatz in Norwegen Tribut zollen: “Ich bin angeschlagen, die Adduktoren bereiten mir Probleme. Wie es weiter geht, werde ich sehen. Auch was einen Einsatz am Samstag betrifft.” Pech für den 21-Jährigen, der seit letzter Saison ein Stammleiberl hat. Doppeltes Pech für Sturm, denn Klems Back-Up Stefan Stangl wurde erst kürzlich nach Horn verliehen. Allerdings könnte der junge Philipp Hütter dessen Part einnehmen, denn der rechte Verteidiger kann auch über links die Seite dicht machen. Und da Hütter heute seinen 22. Geburtstag feiert, wäre sein Startelf-Debüt in der Bundesliga wohl ein besonders schönes Geschenk.
Sturm-Trainer Peter Hyballa muss insgesamt sieben Akteure vorgeben. Sein Gegenüber Peter Schöttel dagegen nur zwei. Oder vielleicht auch drei. Der Dritte könnte Torjäger Terence Boyd sein, denn der Neuzugang kommt erst heute von seinem Länderspiel-Einsatz aus Mexico City zurück und hat sieben Stunden Zeitverschiebung zu bewältigen. Samstag wird dann entschieden, ob Boyd mit Jetlag spielen kann oder nicht. Sein Ausfall wäre jedenfalls ein herber Verlust für Rapid, denn der US-Amerikaner, der in Deutschland aufgewachsen ist, hält derzeit bei drei Treffern und hat vor allem beim Bundesliga-Auftakt einen starken Auftritt abgeliefert. Auch Sturms Offensivabteilung hat zuletzt geglänzt. Vier gelernte Stürmer sind gegen den WAC aufgelaufen, vier Tore haben die Angreifer erzielt. “Klar, vier Offensive stellen schon ein gewisses Risiko dar. Aber solange wir mehr Tore schießen als der Gegner, kann das sehr erfolgreich sein. Und das haben wir auch gesehen”, so Klem über die Partie der vergangenen Woche.
Mit Selbstvertrauen ins Spiel
Und das 4:1 gegen den Aufsteiger war ein richtig gutes Spiel, findet Klem: “Da war Tempo drinnen, das Umschalten hat sehr gut funktioniert und auch in der Höhe war der Sieg verdient. Das schnelle Gegentor war eigentlich dumm, aber vielleicht gar nicht so schlecht. Wir sind danach aufgewacht, haben gut nach vorne gespielt und Gott sei Dank gleich zwei Tore gemacht.” Doch nicht nur die Grazer nehmen ein Erfolgserlebnis aus der letzten Runde mit, auch Rapid hat gewonnen. Der 2:0-Erfolg in Salzburg pusht enorm, selbst wenn sich der amtierende Meister mit Gegenwehr vornehm zurückgehalten hat. Das letzte Heimspiel – das Derby vor zwei Wochen - ging mit 3:0 verloren. Und gerade deswegen scheint Rapid unausrechenbar zu sein, auch wenn eines klar ist: “Sie haben eine starke Mannschaft, wie eigentlich jedes Jahr. Und zu Hause sind die Rapidler ohnehin eine Macht.”
Wenn das Trainerteam erneut eine derart offensive Ausrichtung wählt, dann müssen auch die offensiven Spieler “unheimlich gut nach hinten arbeiten. Das ist einfach Laufarbeit, das ist Drecksarbeit und das ist Schweinearbeit verrichten”, erklärte Hyballa beim gestrigen Mediabriefing. Spielen also erneut Richard Sukuta-Pasu und Rubin Okotie im Sturm, Darko Bodul als Zehner und Imre Szabics auf der linken Halbposition, heißt es vor allem gegen die Wiener Vorsicht walten zu lassen. Denn immerhin stuft man die Hütteldorfer gefährlicher als den Aufsteiger ein. Doch gerade der Spieler auf der Halbposition muss auch viel in der Defensive mithelfen. “Es ist doch klar: Wenn ein gelernter Stürmer da vorne spielt, dann denkt der sehr offensiv. Das gehört zu unserem Spiel dazu. Aber deswegen fühlt man sich nicht allein gelassen. Es ist die Aufgabe von uns Verteidigern die Aufgaben in der Verteidigung so gut es geht zu lösen”, so Klem. Für den Trainer ist jedoch klar: Die erste Verteidigungslinie beginnt vorne im Sturm.
Defensiv wird die Partie also sicher nicht. Das weiß man von Hyballa, der immer offensiv spielen will. Und das weiß man seit Beginn der Saison auch von Rapid-Trainer Peter Schöttel. Offensive hat er angekündigt, Offensive lässt er auch praktizieren, und zwar in Form eines nach vorne gerichteten 4-2-3-1. Mit vornehmlich Boyd als Solospitze, doch gleich dahinter lauern mit Steffen Hofman, Deni Alar und Guido Burgstaller drei offensive Allrounder, die jederzeit den Abschluss suchen – so wie Sturms Akteure an vorderster Front. Ein Prestigeduell also, das wieder leidenschaftlich offensiv geführt werden soll, geprägt von Gesängen, Tradition - und hoffentlich auch Toren.
Spieldaten
Rapid Wien – Sturm Graz
Bundesliga, 5. Runde
Samstag, 18. August 2012, 18:30 Uhr – Hanappi-Stadion, Wien
Wettervorhersage
Witterung: sonnig
Höchsttemperatur: 28°C
Tiefsttemperatur: 19°C
Schiedsrichter
Oliver Drachta
Roland Brandner (1. Assistent)
Andreas Rothmann (2. Assistent)
Andreas Feichtinger (4. Offizieller)
Mögliche Aufstellungen
Rapid Wien (4-2-3-1)
Königshofer – Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Schrammel – Prager, Kulovits – Hofman, Alar, Burgstaller – Boyd
Ersatz
Novota – Pichler, Katzer, Heikkinen, Ildiz, Trimmel, Schaub
Es fehlen
Drazan (Oberschenkelprobleme), Prokopic (Kreuzbandriss)
Sturm Graz (4-4-2 mit Raute)
Gratzei – Ehrenreich, Madl, Vujadinovic, Hütter – Schloffer, Weber, Bodul, Szabics – Okotie, Sukuta-Pasu
Ersatz
Focher – Dudic, Neuhold, Koch, Bukva, Kröpfl, Schmerböck
Es fehlen
Ciftci (Seitenbandeinriss und Meniskusverletzung im Knie), Feldhofer (Achillessehne), Hölzl (Schambeimentzündung), Kainz (OP nach Bluterguss in der Wade), Kaufmann (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Säumel (Adduktoren)
Fraglich
Klem (Adduktoren)
TV
Sky Sport Austria (Konferenz live ab 18:00 Uhr)
Sky Sport HD Extra (Einzelspiel live ab 18:00 Uhr)

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kann mir kaum vorstellen das Sturm wieder mit sovielen Stürmer spielen wird ausser man will gegen Rapid ins offene Messer laufen und eine hohe Niederlage Riskieren ,gegen WAC ging es gut weil alle Spieler genug platz hatten und Wac gegen Sturm praktisch am Platz nicht vorhanden war . Wac leistete fast 90 min null Gegenwehr , das wird es gegen Rapid mit sicherheit nicht spielen , und warum ist Klem nicht im Kader ?
wenn du den Artikel liest weißt du warum Klem nicht im Kader ist… (Wsl wird er wegen einer Verletzung nicht spielen können…)
Wieviele Restkarten gibt es in Wien noch zu kaufen? Und ab wann werden diese verkauft?
Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass dies die Startaufstellung für morgen ist (tippe eher auf Madl ins DM, dafür Dudic statt Schloffer), aber wenn dem echt so wäre, würde ich diesmal den Haas zumindest mal auf die Bank tun, für alle Fälle, so ist kein einziger Stürmer auf der Bank.
gegen so einen schwachen Verein wie Rapid muss es morgen 3 Punkte geben, und nix anderes. Allein wenn man auf den Kader von Sturm schaut, sieht wir Favorit.
Auch wenn ich mir die Aufstellung so nicht vorstellen kann, würde ich mir diese so wünschen! Natürlich nur vorausgesetzt, dass Weber seine Sache auf der DM Position im Gegensatz zum Mattersburg-Spiel besser macht und Schloffer mit der Halbposition einigermaßen gut zurecht kommt. Denn nachdem Bodul ziemlich sicher auf der Position hinter den Spitzen zum Einsatz kommen wird, muss Schloffer dann wohl, wenn wer wirklich von Beginn an spielt, auf die Halbposition ausweichen.
Aja nochwas: Wäre sehr toll wenn Hütter morgen, wenn Klem dann wirklich nicht fit ist, von Beginn an spielt, noch dazu wäre das dann für ihn ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk!
Klem is angeschlagen aber Hauptsache man gibt den Stangl her, i versteh das alles nicht!
4 Stürmer gegen Rapid is mutig, hoffentlich wird der Mut belohnt!
Auf Sky Sport 5 is das Spiel a zusehen!
Wurde schon vor der Leihe von so ziemlich jeder Internetseite und in jeder größeren Zeitung ganz klar (und zwar von Stangl-Seite) geschrieben:
Stangl wollte unbedingt weg, und so jemanden kann man nicht in der Mannschaft brauchen. Selber schuld, wenn man nach 2 Spielen alles an einen Wechsel setzt, weil man noch nicht zum Einsatz gekommen ist, und dann verletzt sich der einzige, der vor einem war
Dann hätte mal der Sportdirektor mit ihm reden sollen!
Oder der Trainer hätte ihm klar machen können das er seine Einsätze bekommt!
Ach ja Sturm hat keinen GF Sport mehr, der Alte gibt lieber ein Interview nach dem anderen, aber der Job war ihm viel zu anstrengend!
Sturm is ja bekannt das man junge Leute einfach so abgibt zB Prutsch, Hörmann, Stangl, Royer, Kröpfl damals, Tauschmann usw.!
Ich würde hinten Dudic statt Vuja spielen lassen!!!
Ansonsten würde mir diese Formation schon gefallen!
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OFF Topic: Wie lange fällt Hölzl noch aus?
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AUF DIE SCHWOAZEN!!
Hölzl ist lt. Mediabriefing vom DO, erst 2 mal im Mannschaftstraining (und auch da nur jeweil 30 min) dabei gewesen – sprich es wird noch dauern…
@ nordkurve 1 : WAC soll man nicht so unterschätzen- m. E . Waren sie in der 1. HZ leicht technisch überlegen und in der 2. Gleichwertig ! Ich glaube sie werden noch gut punkten !?- Mit Schloffer wären es 5 offensive Spieler was es vor langer Zeit schon gegeben hat und bei Sturm mit Hyballa heute sogar möglich wäre !! Ob sich Hyballa das gegen Rapid traut – die Spieler hat er eigentlich, aber ob diese schon diese schwierigen Aufgaben ausfüllen können …… ???