Rubin Okotie steht im Mittelpunkt der Medien vor der heutigen Partie gegen Rapid Wien. Nicht nur weil es beim letzten Duell in Hütteldorf ein unrühmliches Nachspiel gab. Nein, auch wegen der Topform in der sich der 25-Jährige zur Zeit befindet. Mit drei Toren in vier Partien, sowie eine Einberufung ins Nationalteam nach dreijähriger Abstinenz scheint die harte Arbeit Früchte zu tragen. Auf die faule Haut zu legen kommt für Oktotie aber nicht in Frage. “Ich will und muss mich weiter verbessern.”
Trainer Peter Hyballa “turnt” die Kulisse in Wien-Hütteldorf an. Trotz Personalmangel auf der Position des linken Aussenverteidigers. Christian Klem wird heute aufgrund einer Bauchmuskelzerrung wohl passen müssen. Für ihn könnte Philipp Hütter sein Debüt in der ersten Elf geben. Aber auch Gegner Rapid wird auf eine Stammkraft verzichten müssen. Terrence Boyd dürfte heute nicht von Anfang an stürmen. Er blieb Freitagnacht nach dem verspäteten Rückflug aus Mexiko beim Zwischenstopp in Madrid hängen. Bleibt er Joker, beginnt Deni Alar, der gute Erinnerungen an Sturm Graz hat.
Neben der Vertragsverlängerung von Imre Szabics und einer zugesicherten Tätigkeit nach Karriereende im Verein, der Leihe von Patrick Wolf an den Kapfenberger SV, einer möglichen Verpflichtung des Linksverteidigers Christoph Martschinko, berichtet zum sport10.at davon, dass Rapid-Keeper Lukas Königshofer sich vor den Freistößen von Michael Madl nicht “anscheißen” wird. Wir werden sehen…
Kronen Zeitung – Steiermark: Das 1:1 am 22. April wird Rubin Okotie wohl nie mehr vergessen. Zuerst wurde der ehemalige Austria-Spieler von Rapid-Anhängern wüst beschimpft, dann sorgte ausgerechnet das große Feindbild der Westtribüne in der 61. Minute fürs 1:1. Der große Schock für Sturms Torschützen folgte aber nach dem Match: Als Okotie in den Mannschaftsbus einsteigen wollte, kam ein irrer Rapid-Rowdy herangestürmt und attackierte Okotie mit einem Schlag ins Gesicht. “Ich hege deswegen keine Rachegedanken und habe vor dem Hit auch kein mulmiges Gefühl. Ich freue mich auf dieses Match, Duelle gegen Rapid sind für mich immer etwas Besonderes”, betont Okotie der sich mit einem Doppelpack gegen den WAC für Rapid “aufwärmte”. (…) Die Einberufung samt Kurzeinsatz im Nationalteam hat sein Ego aufpoliert. “Es war toll, nach drei Jahren wieder im Team dabei zu sein. Mir ist’s vorgekommen, als wäre ich nie weggewesen.” Sorgen hat hingegen sein Trainer, ihm sind die Spieler für die linke Abwehrposition ausgegangen: Denn Klem fällt mit einer Bauchmuskelzerrung aus, Stangl hat den Klub verlassen und der Wechsel von Linksverteidiger Martschinko von Salzburg zu Sturm ist noch nicht finalisiert. Daher könnte Philipp Hütter, der gestern seinen 22. Geburtstag feierte, sein Debüt in der Startelf geben. Als “Notnagel”, denn auch er ist ein Rechtsverteidiger.
Kronen Zeitung – Wien: Die Kulisse von mindestens 16.500 Zuschauern (nur 850 Karten für die Nord- und Südtribüne liegen heute an den Kassen) bedeutet für Peter Hyballa eine Extra-Motivation, die er sicher auf seine Mannschaft übertragen könne. Überrollen die Grazer mit ihrer Offensivvariante (drei gelernte Stürmer hinter Spitze Sukuta-Pasu) nach Aufsteiger Wolfsberg auch Rapid, schlagen sie auswärts wie bei der Austria (1:0) zu? “Daheim werden wir uns anders zu wehren wissen als Wolfsberg. Indem wir selbst dominieren”, blieb Trainer Peter Schöttel gelassen, obwohl er den Grazern “richtig viel Qualität” in der Offensive zugestand. In der Defensive sah er Schwächen, bei denen man ansetzen könnte. (…) Terrence Boyd blieb beim verspäteten Rückflug aus Mexico City bei der Zwischenlandung in Madrid hängen, meldete sich bei Teammanager Deringer via SMS, bat, Schöttel mitzuteilen, sich glänzend und topfit zu fühlen, topmotiviert für den Einsatz von Beginn an zu sein. Schöttel wartet ab, wie sich Boyd heute beim “Aktivieren” präsentiert. Bleibt er Joker, beginnt Deni Alar an vorderster Front. (…) An Sturm hat er gute Erinnerungen: erstes Bundesligator für Kapfenberg zum 3:3 in der 93. Minute. (…) Mit PAOK (Chefscout Fritz Riedmüller spionierte beim Test gegen Xanthi) beschäftigt sich Schöttel ab morgen. Vier Chartermaschinen sind voll – 650 Fans unterstützen Rapid.
Kleine Zeitung: Wenn die Mannschaft des SK Sturm heute (18.30 Uhr) im Hanappi-Stadion eintrifft, wird es wohl einen besonderen Schutz für die Grazer Spieler geben (müssen). Nach der jüngsten Begegnung in Hütteldorf, als Sturm die Heimreise antreten wollte, wurde Rubin Okotie auf dem Weg zum Bus von einem „Fan“ attackiert. (…) Aktuell befindet sich der 25-Jährige in Hochform. In den jüngsten vier Runden hat er drei Mal getroffen und wurde zuletzt wieder in die österreichische Nationalmannschaft einberufen. „Zurzeit läuft es wirklich gut. Aber ganz ehrlich: Ich habe noch nichts erreicht. Ich muss jetzt hart weiterarbeiten. Ich will und muss mich noch verbessern“, sagt Okotie. (…) Wenn Trainer Peter Hyballa eine Trainingseinheit beendet, bleibt Okotie auf dem Platz und schießt minutenlang aufs Tor oder tänzelt vor dem Eckigen mit dem Ball umher. (…) Aber nicht immer schien für den einstigen Deutschland-Legionär die Fußball-Sonne. In Nürnberg konnte er sich nicht wirklich durchsetzen. „Ich hatte schlimme Knieprobleme und die lösten eine Kettenreaktion im ganzen Körper aus. Somit war ich ständig irgendwie verletzt“, sagt Okotie. Derzeit ist er fit wie nie und dies wirkt sich positiv auf seine Leistungen aus. „Ich kann noch mehr. Und ich hoffe, ich werde es auch zeigen“, sagt Okotie. Heute gegen Rapid muss man, darf man sich nicht verstecken, muss aber auch als Offensivspieler konzentriert Defensivarbeit machen. Ins offene Messer werden die Grazer nach Auskunft von Peter Hyballa jedenfalls nicht laufen. (zum Artikel)
Kurier: Nein, Peter Schöttel hat kein Seminar gegen Stressabbau besucht. Der Rapid-Trainer ist aber vor dem heutigen Spiel gegen Sturm besonders locker und entspannt. “Wir hatten eine Woche, in der wir endlich durchschnaufen konnten.” Nicht der einzige Vorteil einer europacupfreien Woche. “Einige Spieler konnten obendrein ihre Wehwehchen auskurieren.” (…) Schöttel wird etwas ernster, wenn er an den Gegner denkt. “Sie sind offensiv sehr stark, das haben sie gegen Wolfsberg bewiesen. Wir gehen dennoch davon aus, dass wir das Spiel machen, müssen aber dabei sehr diszipliniert spielen, Sturm kann sehr gut umschalten”, sagt der Coach, der auch nach dem 2:0-Sieg in Salzburg noch Steigerungspotenzial sieht. “Wir haben am Ende viel zu viel zugelassen.” Ob Terrence Boyd, der beim 1:0-Sieg der USA in Mexiko das Siegestor auflegte, spielt, entscheidet sich vormittags. Der Stürmer saß gestern bis zum Abend am Flughafen in Madrid fest. “Er sagt, er sei fit und will unbedingt spielen”, sagt Schöttel. Bis auf den verletzten Prokopic sind alle Mann an Bord, nicht alle werden im 18-Mann-Kader unterkommen. Schöttel: “Ich hoffe, es reist keiner ab, der nicht dabei ist”.
sport10.at: Wenn Sturm-Stürmer Rubin Okotie am Samstag den Rasen des Hanappi-Stadions bei der Partie gegen Rapid (18:30 Uhr) betreten wird, sind ihm Pfiffe und Schmähungen der Fans garantiert. Aufgrund seiner Treffer für die Austria, seines aufreizenden Spielstils und den Provokationen gegen die Westtribüne ist er zum absoluten Feindbild geworden, kassierte nach dem 1:1 im Frühjahr sogar einen Schlag ins Gesicht durch einen Rapid-Fan.(…) Rapid-Coach Peter Schöttel ist nicht verborgen geblieben, dass ausgerechnet die größten Feindbilder der Rapid-Fans im Hanappi-Stadion außergewöhnlich starke Leistungen abgeben. (…) “Diese Geschichten sind unangenehm, als Trainer habe ich da schon schlimme Erfahrungen gemacht. Jene Spieler, die von den Fans am meisten beschimpft und verhöhnt wurden, haben uns am meisten wehgetan. Das waren Maierhofer, Okotie und Kienast. Spätestens 20 Minuten nach den Beschimpfungen durften sie jubeln”, so der Rapid-Coach. Vor allem einem Spieler hätte er die zuletzt starken Leistungen nicht in der Form zugetraut: “Ich muss sagen, dass mich Rubin Okotie sehr überrascht hat. Er spielt sehr stark, obwohl er so lange verletzt war und ist richtig gut drauf. Er hat es sich sein Comeback im Nationalteam verdient, weil er ein anderer Stürmertyp ist als diejenigen, die schon im Team waren.” (…) Aus sportlicher Sicht wird das Duell Rapid gegen Sturm aber nicht nur wegen Rubin Okotie, sondern auch wegen Michael Madl interessant. Der Verteidiger stellte mit seinen Hammer-Freistößen bei Wr. Neustadt Königshofer vor arge Probleme. Angst hat der 23-Jährige trotzdem nicht: “Aus 30 Metern stelle ich generell keine große Mauer auf, da ist mir komplett wurscht wer schießt. Letztes Mal hatte ich Pech, dass der Ball abgelenkt wurde. Ich kenne seine Schüsse, aber anscheißen werde ich mich vor keinem und schon gar nicht vorm Mecki.” (zum Artikel)
Laola1.at: Für Sturm-Coach Peter Hyballa jedenfalls bedeutet das Duell mit dem Rekordmeister einen emotionalen Schub. “Auf ein Spiel wie gegen Rapid habe ich Bock. Das turnt mich an. Bei so einem Spiel werde ich stärker, das versuche ich auch auf die Spieler zu übertragen”, erklärte der Deutsche. Mit Okotie, Szabics, Bodul und Sukuta-Pasu bot er zuletzt vier gelernte Stürmer in der Startelf auf und hatte damit den richtigen Riecher. Dass sein Team dabei aber auch Defensivschwächen offenbarte, blieb auch Hyballa nicht verborgen. “Um die Defensive zu stärken, müssen auch unsere Stürmer mehr arbeiten. Dabei meine ich Laufarbeit, Drecksarbeit und Schweinearbeit”, forderte der 36-Jährige, der weiter auf die verletzten Kaufmann, Säumel, Ciftci, Hölzl und Kainz verzichten muss. (…) Schöttel, der bisher auf Rotation setzte, ließ sich nicht in die Karten blicken, eines konnte er aber versprechen: “Wir werden sicher nicht so agieren wie Wolfsberg, die haben die Gefahr nicht so richtig erkannt.” (…) Auch Goalie Lukas Königshofer, der seinen Kasten in drei von vier Saisonpartien bzw. in sechs der jüngsten sieben Spiele in der Bundesliga sauber hielt (“Die Defensive funktioniert sehr gut”), ist sich der Gefahr bewusst. “Sie haben sensationell agiert”, meint der 23-Jährige zur jüngsten Vorstellung der “Blackies”, “aber sie haben hinten auch Probleme”. Terrence Boyd, der am Mittwoch beim 1:0-Sieg der USA über Mexiko per Fersler den Assist lieferte, saß in Madrid fest und landete erst am Freitagabend in Wien. Für ihn könnte Deni Alar vom Mittelfeld auf seine Lieblingsposition als Solosturm aufrücken. (…) Statistisch gesehen, ist Rapid klarer Favorit. Seit dem Jahr 2000 haben die Wiener in 48 Spielen 23 Siege bei 13 Unentschieden gefeiert, das letzte Duell der Vorsaison endete am 22. April im Hanappi-Stadion durch Tore von Guido Burgstaller und Rubin Okotie 1:1. (zum Artikel)
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Spielvorschau: Offensiver Schlagabtausch – Volle…
Media Briefing: “Das ist Schweinearbeit verrichten”
Gerhard-Hanappi-Stadion – Die “Kathedrale des Fußballs”

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Daheim oder auswärts – Rapid war immer eine schwere Hürde ! Die Einstellung von Hyballa ist schon richtig – auch die Spieler müssen alles geben ! Wenn man vorne mitspielen will, muß man agieren wie Klassemannschaften und darf nicht als Ausrede gebrauchen : wir hatten einen schlechten Tag etc. ……..
Also je ein Tor von Madl und Okotie sind ja quasi aufglegt, und sollten auch reichen.
Auf ein 1-2!