540 Minuten stand Neo-Blacky Nikola Vujadinović, seines Zeichens Innenverteidiger, in dieser Saison bereits für Sturm Graz auf dem Platz. In allen sechs Spielen, fünf in der Bundesliga und eines im Cup, lief der 26-jährige Montenegriner mit bulgarischem und serbischem Pass im Abwehrzentrum auf.
In seiner noch recht jungen Karriere spielte der in Belgrad geborene Vujadinović bereits für acht verschiedene Vereine. Er kickte bis 2004 im Nachwuchs von Roter Stern Belgrad, ehe er beim Lokalrivalen FK Rad Belgrad anheuerte. Von 2007 bis 2008 stand er in Diensten des bulgarischen Spitzenklubs ZSKA Sofia, bevor der italienische Topklub Udinese auf ihn aufmerksam wurde und ihn für eine Million Euro verpflichtete.
Vujadinović unterzeichnete bei Udinese einen Fünfjahresvertrag, konnte sich aber dort nicht durchsetzen. Zwischen 2009 und 2012 wurde er daher dreimal verliehen, unter anderem zum schottischen Traditionsverein Aberdeen. In diesem Sommer wechselte Vujadinović ablösefrei zu Sturm.
Im Interview mit Sturm12.at spricht der 26-jährige Montenegriner über seine ersten Eindrücke, seine Beweggründe für den Wechsel, sein Spielverständnis und seine Ziele bei den Schwarz-Weißen.
Nikola, seit drei Monaten bist du bereits bei den Grazern. Was sind deine ersten Eindrücke von deinem neuen Klub?
Ich fühle mich sehr wohl hier. Mit meinen Teamkollegen und dem Coach läuft es gut, ich fühle mich fit und es macht viel Spaß, vor den tollen Fans zu spielen. Das Umfeld ist sehr professionell. Es war die richtige Entscheidung, hierher zu diesem großen Verein zu wechseln.
Wie wurdest du von der Mannschaft aufgenommen?
Sehr gut, bereits vom ersten Tag an. Milan Dudić, den ich schon lange kenne, hat mir außerdem mit der Sprache geholfen.
Warum hast du dich entschieden, zu Sturm zu wechseln?
Nachdem ich meinen Kontrakt mit Udinese aufgelöst habe, wollte ich eine richtige Veränderung – ein neues Land, einen neuen Klub. Sturm hat mir ein sehr gutes Angebot gemacht, darüber war ich sehr froh. Es ist ein wichtiger und großer Verein, der konstant um Titel und das internationale Geschäft spielt. Sturm verdient das wegen seiner Fans, dem Klub und der Geschichte.
“Es war die richtige Entscheidung, zu diesem großen Verein zu wechseln.”
Gab es auch andere Optionen?
Ja, es gab einige Angebote aus der Ukraine, unter anderem von Chernomorets Odessa und Karpaty Lwiw. Dort hätte ich mehr Geld bekommen können, das war mir aber nicht wichtig. Für mich war Sturm insgesamt das beste Offert.
Kanntest du vor deinem Wechsel Sturm und die österreichische Bundesliga?
Natürlich, in Serbien habe ich oft Spiele der Bundesliga angesehen. Die großen Klubs wie Sturm, Rapid, Austria und Salzburg kannte ich vor allem, weil sie oft in europäischen Bewerben gespielt haben.
Du hast bereits einige Matches in der Liga absolviert: wie siehst du das Niveau im Vergleich zu den Ländern, wo du bisher gespielt hast?
Es ist ein anderer Fußball hier in Österreich, etwa im Vergleich zum Kick n’Rush in Schottland oder dem Catenaccio in Italien. Hier wird ein dynamischer, schneller Fußball gespielt, bei dem die Teams seltener mit hohen Bällen operieren. Das gefällt mir.
Du bist erst 26 Jahre alt, hast aber bereits für recht viele Vereine gespielt, wie etwa Udinese, Aberdeen oder ZSKA Sofia. Was konntest du von deinen bisherigen Erfahrungen mitnehmen?
Ich habe bei jedem Verein viel gelernt und konnte mich so weiterentwickeln. Ich denke, dass ich mit meiner Erfahrung jungen Spielern in ihrer Entwicklung helfen kann.
In den letzten drei Jahren wurdest du von Udinese dreimal verliehen, warst also ständig in Bewegung. Sturm hat dich nun für zwei Jahre geholt. Bist du froh, wieder Kontinuität zu haben und länger bei einem Verein bleiben zu können?
Natürlich, damit bin ich sehr zufrieden. Ich denke gar nicht über einen nächsten Schritt nach, sondern möchte mich einzig auf Sturm konzentrieren und hier meine Leistung bringen. Das ist alles was zählt.
Bisher hast du für Sturm im Abwehrzentrum verteidigt. Coach Peter Hyballa meinte aber bei deiner Verpflichtung, dass du auch eine Option als Linksverteidiger wärst. Was ist deine bevorzugte Position?
Ich fühle mich wohler im Zentrum, das ist meine Lieblingsposition. Ich habe zwar bereits bei Sofia und Aberdeen links in der Abwehr gespielt, was ok war, doch die Innenverteidigung liegt mir mehr.
“Du musst als Innenverteidiger 90, 95 Minuten voll konzentriert sein.”
Was glaubst du sind wichtige Qualitäten, die ein Innenverteidiger haben sollte?
Es ist eine sehr physische Position, bei der man 90, 95 Minuten voll konzentriert sein muss. Fitness, Größe und Kraft sind natürlich wichtig, auch ein gutes Passspiel. Es ist keine einfache Position zu spielen. Wenn deine Mannschaft ein Tor bekommt, spricht man sofort über die Verteidigung und gibt dir die Schuld. Dennoch gefällt es mir, dort zu spielen.
Als welche Art Innenverteidiger siehst du dich?
Ich spreche nicht gerne über mich selbst. Das Einzige, was ich sagen kann, dass ich kein besonders großer Fan langer Bälle bin – so wie es oft beim Kick n’Rush der Fall ist. Das Fußballspielen beginnt in der Verteidigung, dort muss man den Angriff effektiv aufbauen, etwa mit Kurzpässen.
Sturm hat zurzeit mit dir fünf Innenverteidiger im Kader, die um einen Platz in der Startelf kämpfen. Wie siehst du den Konkurrenzkampf auf deiner Position?
Ich glaube, wir haben eine gute Verteidigung. Ich respektiere all meine Mitspieler, etwa Dudić, der viel Qualität hat. Wer seine Leistung bringt, der wird spielen. Oft spricht man nur von der Verteidigung, wenn ein Spiel verloren wurde – dabei geht es um das ganze Team.
Abschließend: was willst du in deiner Zeit bei Sturm erreichen?
Ich will mein Bestes geben und Sturm helfen, Titel zu gewinnen und in Europa zu spielen.
Das Interview führte David Donnerer


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Reden kann man viel, ist ja nicht unsympathisch der Vuja, aber m.M.. leider zu langsam und fehleranfällig. Habe mir ehrlich gesagt mehr von ihm erwartet.
Nach 5 Spielen…?
Das grösste “Problem”, das Sturm zurzeit hat, sind seine Fans und die Medien, welche verschiedene und auch grosse Erwartungen haben! An die Spieler, an den Trainer und die Verantwortlichen
Klar ist, dass viel geredet wird. Wir wollen es ja aber auch hören. Können dann aber nicht damit umgehen, weil wir keine Geduld haben.
Nach 20 Spielen können wir gerne weiter reden.
Also seine Zweikampfwerte inkl gewonnener Kopfballduelle und die Passgenauigkeit generell sind schon beeindruckend, nur leider hatte er bis jetzt in jeder Partie (ausser WAC und Cup) einen echt argen Schnitzer dabei! Wenn er die abstellen kann, ist er die Verstärkung die ich mir erhofft habe!
@ Geraldo:
Genau so sehe ich das auch, seine Schnitzer waren bis jetzt immer ein Genickbruch für die Mannschaft. Da hätte ich lieber das ein noch Neuhold die chance bekommen hätte, solche Fehler verzeihe ich einem jungen Echten Sturm Nachwuchs mehr. Vielleicht versucht man es einmal ihn auf die Außen zu setzten, da brennt es ja eh Lichterloh, also was soll schiefgehen?
Naja, hoffen wir das beste und warten noch ab.
Wenn im Mittelfeld 20 Fehler,sprich unnötige,un-erzwungene Ballverluste in der vorwärts Bewegung passieren,brennt bei ihm 20 mal der Hut ! Wenn er sich dann 2 Schnitzer leistet,ist er noch immer um 90% weniger fehleranfällig,als seine Kollegen vor ihm ! Natürlich sieht man die Auswirkungen bei einem IV extremer,aber man muss auch die Anderen mitverantwortlich machen,und nicht alles auf das letzte Glied in einer Fehlerkette schieben !
@Bernd: den Neuhold kannst dann fordern, wenn er vom BH zurück is
Ich finde Eure Einzelinterwievs und Portraits von unseren Spielern einfach klasse !!
Ich glaube er ist in der Nach – Dudic – Ära der richtige Mann neben Neuhold !?-
Auch ich sehe ihn mit Neuhold zusammen,da man Madl sehr variabel einsetzen kann.Vielleicht auch mal als RV,wenn Säumel fit ist ?
Habe mir, aufgrund der Vorschlußlorbeeren, eigentlich auch mehr erwartet, wenngleich Kopfballspiel und Zweikampfwerte hervorragend sind; bis dato, hatte er in jedem Spiel einen fürterlichen Bock, welcher seine Leistung zunichte machte. Wenn er dies abstellen kann, könnte er zu einer Verstärkung werden.
Vujadinović is a guter Mann! Der gehört fix in die IV mit Madl zusammen!
RV Hütter und LV Klem auch wenn ich den Stangl als LV lieber sehen würde! Vielleicht kann man ihn ja in der Winterpause zurückholen und ihm einen Vertrag anbieten!
Naja gestern hat er zwar eingenetzt aber wieder beim 2:1 nicht gut ausgesehen. Sowohl er als auch Madl haben sich bisher regelmäßig angepatzt und hatten keinen guten Start, aber ich bin guter Dinge, dass beide viel mehr können und sich noch fangen werden.
Aber was das Interview betrifft – ich meine mich erinnern zu können, dass ein gewisser Hr. Popchadse ähnliche Sprüche getätigt hat vor einem Jahr. Wie das ausging weiß man ja.