Sechs Partien sind nun in der laufenden Bundesliga-Saison gespielt. Drei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber. Beim SK Sturm und bei der SV Ried. Und so ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass beide Teams sich auch in der Tabelle auf einem ähnlichen Platz wiederfinden. Ein Sieg muss her um zumindest die Innviertler zu überholen. Führt man die Serie der laufenden Spielzeit fort, käme nach dem Sieg – vergangenen Samstag gegen die Admira – wieder eine Niederlage. Selbstverständlich will Sturm Graz das verhindern, wie Michael Madl im Gespräch mit Sturm12.at sagt: „Die ‚Serie‘, wie sie genannt wird, wollen wir auf alle Fälle brechen. Wir peilen den Sieg an, wollen vor der Länderspielpause unbedingt die drei Punkte machen und dann ruhig weiterarbeiten.“
Und ruhig weitergearbeitet wird in der Oststeiermark, genauer gesagt in Wenigzell. Dort wird die Mannschaft in der Länderspielpause drei Tage lang residieren und in einem Testspiel auf den Drittplatzierten der höchsten slowakischen Spielklasse, Slovan Bratislava, treffen. Voller Fokus gilt vorerst aber natürlich den Riedern.
Die verlorene Heimstärke
Und das völlig zu Recht. Denn auch wenn der Stadionname der Innviertler keine Sorgen verspricht, waren die Auftritte der Grazer in Ried nicht immer sorglos. Seit dem Bundesliga-Auftakt in der Meistersaison 2010/2011 konnte man den Oberösterreichern keine drei Punkte mehr entführen. Doch die Heimstärke der Mannen von Neo-Coach Heinz Fuchsbichler scheint seit dieser Spielzeit verloren gegangen zu sein. Bereits zwei Niederlagen im eigenen Stadion musste die SV Ried hinnehmen. Gegen Wolfsberg und die Wiener Austria. Und die Rieder wollen sich rehabilitieren. Das ist auch Sturms neuer Nummer 15 nicht verborgen geblieben: “Das macht unser Vorhaben aus Ried drei Punkte mitzunehmen umso schwerer.” Die Rieder seien bekannt dafür, sich nicht nach dem Gegner zu richten. “Die machen ihr eigenes Ding und werden zu Hause auf Sieg spielen”, so der gebürtige Kobenzer weiter. Aber auch die Grazer werden versuchen “ihr Ding durchzuziehen”. Mit welcher Taktik das sein wird, wollte Madl nicht verraten. “Aber der Trainer hat uns gut eingestellt.” Das wird auch nötig sein, um im Innviertel zu bestehen.
Die Rieder-Neuzugänge Mario Reiter und Rene Schicker, die Michael Madl noch aus gemeinsamen Zeiten bei Wiener Neustadt kennt, sollen in der Abwehr für Stabilität sorgen. Aber, und das ist kein Geheimnis, auch hier gibt es noch Abstimmungsprobleme. Und genau da könnte die große Chance von Sturm liegen. Mit Richard Sukuta-Pasu besitzen die Grazer einen Stürmer, der nach seinem Siegestreffer gegen die Admira vor Selbstvertrauen strotzt. Wichtig wird sein, dass Sturms Offensivleute ihn mit brauchbaren Bällen versorgen. Und dass man von Anfang an zu 100 Prozent konzentriert ist. Nicht nur in den ersten 45 Minuten, wie letzten Samstag. Sondern über die gesamte Dauer des Spiels.
Besonders auf Rene Gartler wird man aufpassen müssen. Der ehemalige Stürmer von Rapid Wien wird morgen zum sechsten Mal in der Bundesliga den Dress der SV Ried überstreifen. Schon drei Mal durfte der gebürtige Wiener in der laufenden Spielzeit jubeln. Mit Anel Hadzic fehlt den Riedern aber ein wichtiger Kreativmann. In der dritten Minute der Nachspielzeit war es passiert. Als die Innviertler in Mattersburg alles auf eine Karte setzten um noch den Ausgleichstreffer zu erzielen, sicherte Hadzic hinten ab. Bei einem Versuch per Fallrückzieher zu klären, traf er Patrick Bürger am Hinterkopf. Glatt rot. Und so müssen Ivan Carril und Nacho seine Aufgaben übernehmen. Auch über die Flügel haben die Rieder mit dem jungen Marco Meilinger einen Mann, der für Tempo sorgt und in die Räume starten kann. Egal wer morgen die Position des Rechtsverteidigers bei Sturm Graz bekleiden wird, er wird nah am jungen Salzburger dran sein müssen.
Lazarett lichtet sich und ein möglicher Transfer steht an
Während den Riedern ein wichtiger Mann im zentralen Mittelfeld am Samstag fehlen wird, steht bei Sturm Graz wieder ein anderer im Mannschaftstraining. Jürgen Säumel scheint seine Adduktorenverletzung überwunden zu haben. Ob der zweikampfstarke Mittelfeldmotor der Grazer allerdings in Ried schon im Kader stehen wird, lässt Trainer Peter Hyballa offen. Es ist aber wahrscheinlicher, als das, dass die zurückkehrenden Langzeitverletzten, Andreas Hölzl und Florian Kainz, im Aufgebot sein werden. “Das Spiel kommt wahrscheinlich zu früh. Klar kann man die beiden über 20 Minuten bringen. Nur haben wir nächste Woche in der Länderspielpause sieben Tage Zeit zu trainieren und ich möchte keine Spieler verheizen.”
Aber zurück zu Michael Madl. Auch der kommende Gegner, die SV Ried war am sympathischen Kobenzer dran. Warum er sich gegen die Innviertler entschieden hat? “Ich habe hohe Ziele, möchte Titel gewinnen. Und diese Ziele kann ich mit Sturm Graz erreichen.”
Möglicherweise weiß Madl schon heute Abend, wer ihm beim Erreichen dieser Ziele bei Sturm zur Seite stehen wird. Die Transferzeit geht ja bekanntlich am 31. August um 24 Uhr zu Ende. Fragen ob die Grazer nochmals am Transfermarkt zuschlagen werden, kommentiert Trainer Hyballa mit einem “vielleicht”. Ausgeschlossen dürfte es aber nicht sein. Vor allem nach dem zerschlagenen Transfer des Linksverteidigers Christoph Martschinko (den Wiener Neustadt ein Jahr leihweise verpflichtete), kursieren Gerüchte, dass man sich um einen Spieler auf der gleichen Position umsieht.
Aber auch, dass ein defensiver Mittelfeldspieler kommt, scheint nicht ganz ausgeschlossen. Einig sein sollen sich die Grazer bereits mit Wunschspieler Tobias Kainz. Der 19-Jährige hat allerdings noch einen Vertrag bis 2013 bei Heerenveen in der niederländischen Liga. Unterschrieben ist aber noch nichts, berichtet laola1.at. Die deutsche Bild schreibt, dass der Mittelfeldmann Fanol Perdedaj, der derzeit für die zweite Mannschaft von Hertha BSC seine Fußballschuhe schnürt, eine Option ist. Eine Leihe mit anschließender Kaufoption steht im Raum.
Spieldaten
SV Ried – Sturm Graz
Bundesliga, 7. Runde
Samstag, 01. September 2012, 18:30 Uhr – Stadion Ried, Ried
Wettervorhersage
Witterung: regnerisch
Höchsttemperatur: 17°C
Tiefsttemperatur: 10°C
Schiedsrichter
Christian Dintar
Senad Cerimagic (1. Assistent)
Markus Katona (2. Assistent)
Andreas Heiss (4. Offizieller)
Mögliche Aufstellungen
SV Ried (4-2-3-1)
Gebauer– Hinum, Reiter, Reifeltshammer, Schicker– Ziegl, Carril- Nacho, Zulj, Meilinger- Gartler
Ersatz
Lucic – Rensch, Grössinger, Schreiner, Walch, Trauner, Guillem
Es fehlen
Hadzic (gesperrt), Riegler (Seitenband), Karner (Bandscheibenvorfall)
Sturm Graz (4-2-3-1)
Gratzei – Ehrenreich/Hütter, Dudic, Vujadinovic, Klem – Weber, Madl – Szabics, Bodul, Bukva – Sukuta-Pasu
Ersatz
Focher – Feldhofer, Ehrenreich/Hütter, Säumel, Schloffer, Koch, Kröpfl
Es fehlen
Ciftci (OP nach Knieverletzung), Okotie (OP nach Jochbeinbruch), Neuhold (Adduktoren), Hölzl, Kainz (beide rekonvaleszent)
TV
Sky Sport Austria (in Konferenz, live ab 18:00 Uhr)
Sky Sport 4 (als Einzelspiel, live ab 18:00 Uhr)

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Hey Leute, laut Laola1, soll Sturm kurz vor der Verpflichtung von Tobias Kainz stehen. Könnt ihr mir da einen Sinn dahinter erklären? Wir haben 4 gute Spieler mit Säumel, Weber, Koch und Madl, die diese Position ausüben können. Wäre es nicht etwas sinnvoller sich mal nach einem starken Mann für die Verteidigung (speziell Außenpositionen) umzusehen? Bin verwirrt, sollte Kainz kommen!
Ich denke der Grund ist, dass PH Madl eher auf der IV Position sieht und mit Säumel ein Dauerinvalide im Kader ist. Daher würden mit Weber und Koch nur zwei “gelernte” ZM-Spieler im Kader stehen. Daher würder der Wechsel mM schon Sinn machen. Auf den defensiven Außenposition sind wir laut Hyballa wohl ausrechend besetzt. Ehrenreich/Kaufmann auf rechts und Klem/Hütter auf links. Außerdem kann Vuja auch LV spielen und Hütter ebenso als RV eingesetz werden. Solange wir nicht Europla League spielen sollten diese AV’s mM ausreichend sein!!
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