Manchmal kommt es dem Leser vor, als hätten Journalisten verschiedene Matches gesehen. So berichtet der Kurier: Wenn es den sogenannten offenen Schlagabtausch nicht gegeben hätte, hätte man ihn für dieses Spiel erfinden können. Beide Teams suchten ihr Glück in der Offensive, hatten aber Pech im Abschluss.” Die Krone hingegen spricht von “keinem Fußball-Leckerbissen” vor der Pause und fußballerischer “Magerkost“.
Bei etwas anderem waren sich aber alle Medien einig: Trainer Peter Hyballa schickte dieselbe Elf auf den Rasen wie beim Sieg gegen die Admira vor einer Woche. Da Sturm gewann kann man also sagen: “Never change a winning team” (Kurier). Neben dem Spielerischen gab es natürlich auch etwas über das liebe Geld zu erfahren. Die 900.000 Euro, die Sturm laut Kartnig von einer Lebensversicherung bekommen soll gibt es zwar. Zum Ärger von Präsident Christian Jauk: “Die Meldung ist falsch.” (Kleine Zeitung). Der Verein kann auf die heiß ersehnte Geldspritze erst in fünf Jahren zugreifen.
Kleine Zeitung: (…) Trainer Peter Hyballa setzte gegen die Innviertler auf jene Mannschaft, die in der Vorwoche drei Punkte gegen die Admira geholt hatte. Eine kleine Aufregung gab es im Lager der Schwarz-Weißen allerdings schon vor dem Anpfiff. Eine Meldung in einer Tageszeitung, wonach Ex-Präsident Hannes Kartnig mit einer Lebensversicherung in Höhe von rund 900.000 Euro bei Sturm für einen unerwarteten Geldregen sorgen würde, sorgte bei Sturms Präsidenten für Unmut. „Die Meldung ist falsch. Die Lebensversicherung, die die Sicherheit für das Leasing der Akademie war, wurde zwar heuer frei, aber sie läuft noch rund fünf Jahre. Also gibt es keinen Geldregen“, ließ Christian Jauk ausrichten. Mit dem Ergebnis in Ried hatte er vermutlich mehr Freude. Denn erstmals in der Ära Hyballa konnte Sturm über zwei Siege in Folge jubeln. Ein Erfolg ohne großen Glanz vielleicht, aber das 1:0 war aus Sicht der Gäste durchaus verdient. Die Grazer agierten über weite Strecken des Spiels abgebrüht und kompakt. (…) Zwar vergaben die Hausherren durch Gartler (5.) und Hinum (18.) in der Anfangsphase zwei hochkarätige Möglichkeiten, aber danach kam Sturm immer besser in die Partie. Szabics (24.) und Sukuta-Pasu (29.) ließen Chancen auf die Führung allerdings ungenützt. 49 Sekunden nach Beginn der zweiten Spielhälfte war es aber so weit – Reifeltshammer lenkte eine Hereingabe von Bukva ins eigene Tor. Das war auch schon die Entscheidung. Ried erholte sich von diesem Schock nicht mehr. Sturm verwaltete das Ergebnis clever.
Kronen Zeitung: (…) Am Rasen gab es dann vor der Pause allerdings keinen Fußball-Leckerbissen, beide Teams geizten mit Toren. In der 25. Minute hätte Imre Szabics die Magerkost beenden können, doch der Jubilar, der gestern sein 150. Bundesligaspiel für Sturm bestritt, setzte nach idealem Zuspiel von Sukuta-Pasu den Ball neben das Tor. Nur vier Minuten später hatte Richard Sukuta-Pasu die Chance, der Tor-Diät ein Ende zu setzen, aber der neue deutsche Goalgetter jagte die Kugel nach Zuspiel von Christoph Kröpfl nur ins Außennetz. Zum Glück für Sturm hatten aber auch die Rieder ihr Visier gestern schlecht eingestellt. Rene Gartler setzte einen Kopfball-Aufsitzer völlig alleinstehend neben das Tor (6.) und ein Hammer des Spaniers Ivan Carril schlug knapp neben dem Kasten ein (31.). Nur Sekunden nach Wiederbeginn hatte Thomas Reifeltshammer die Magerkost offenbar satt – nach einem Stanglpass von Haris Bukva lenkte der Verteidiger der Innviertler den Ball bei einem Rettungsversuch unglücklich ins eigene Tor ab (46.). (…) Die beste Möglichkeit hatten jedoch die Hausherren, aber Robert Zulj pfefferte den Ball am langen Eck vorbei (66.) So reichte Sturm ein Eigentor, um die Rieder auf die Bretter zu schicken.
Kurier: Trainer Peter Hyballa setzte auf jene Elf, die in der Vorwoche die Admira besiegt hatte. Der Satz “Never change a winning team” hat gefruchtet. Wenn es den sogenannten offenen Schlagabtausch nicht gegeben hätte, hätte man ihn für dieses Spiel erfinden können. Beide Teams suchten ihr Glück in der Offensive, hatten aber Pech im Abschluss. Gartler, Meilinger und der Spanier Carril vergaben auf der einen Seite, Sukuta-Pasu und Szabics in seinem 150. Bundesliga-Spiel auf der anderen. Aber Tore gibt es ja nie viele, wenn diese beiden Teams einander begegnen. In den jüngsten sieben Spielen gab es lediglich sieben Tore. Unmittelbar nach der Pause traf der Rieder Reifeltshammer. Blöderweise ins eigene Tor. Sukuta-Pasu bediente den starken Bukva, dessen Pass zur Mitte der Rieder Verteidiger unhaltbar für Tormann Gebauer ins eigene Tor bugsierte. (…). Die Grazer, bei denen Dudic wegen einer Leistenverletzung raus musste, feierten erstmals in dieser Bundesliga-Saison zwei Bundesliga-Siege in Folge und dürfen sich auch über eine Finanzspritze freuen. Diese kam ausgerechnet von Hannes Kartnig. 900.000 Euro aus einer Lebensversicherung kamen dem Verein zugute.
Laola1.at: Der SK Sturm bleibt ein ausgesprochen unangenehmer Gast in der Keine-Sorgen-Arena. Die Grazer feierten am Samstag in der 7. Runde einen 1:0 (0:0)-Sieg bei der SV Ried und sind im Innviertel damit schon seit fast dreieinhalb Jahren, seit dem 31. Mai 2009, ungeschlagen. Ein Eigentor von Ried-Verteidiger Thomas Reifeltshammer zu Beginn der zweiten Halbzeit entschied die Partie. Sturm löste Ried, das die dritte Niederlage in Folge kassierte, auf Platz fünf ab und hielt Anschluss an die Spitzengruppe. Sturm-Trainer Peter Hyballa vertraute auf dieselbe Elf wie vor einer Woche, doch den besseren Start hatten die zuletzt wenig erfolgreichen Heimischen. (…) Sturm tauchte erst nach gut 20 Minuten erstmals im Strafraum auf, als Szabics nach Vorarbeit von Sukuta-Pasu knapp verzog (24.). Sukuta-Pasu traf wenig später nur das Außennetz (29.). Unmittelbar nach Wiederbeginn schlugen die Grazer unter Mithilfe von Reifeltshammer aber doch zu. Es waren gerade 50 Sekunden gespielt, als der Rieder Verteidiger einen Stanglpass von Bukva unglücklich ins eigene Tor ablenkte (46.). Ried fand darauf keine Antwort. Die Oberösterreicher kamen nur selten wirklich gefährlich vor das Tor, die beste Chance vergab Zulj (66.). Damit sind die Rieder in der Meisterschaft seit fast zwei Jahren (1:0 am 16. Oktober 2010 in Graz) gegen Sturm ohne Sieg. Sturm kann daher zufrieden in ein Kurz-Trainingslager während der Länderspielpause gehen. (…)
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Stimmen: “Am Ende gibt’s sowieso nur drei Punkte”
Live-Nachlese: Ried gegen Sturm
Bildergalerie: Ende der Serie
Spielbericht: Ein Sieg der Defensive

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Wir werden mit diesem Trainer und dieser Mantschaft noch viel Freude haben!
Aber wir müssen ihnen auch noch Zeit geben!