12 Meter

Der Kaugummi Sturm neu

Das Warten auf eine endlich mit Köpfen ausgefüllte Sturm neu-Struktur zieht sich mittlerweile wie Kaugummi. Diese Woche soll etwas passieren. Und glaubt man Gerüchten, soll danach dieses Sturm neu schon wieder ganz alt sein.

&copy 2011 Sturm12.at

© 2011 Sturm12.at

Am Samstag probierte Peter Hyballa den wieder genesenen Andreas Hölzl rechts hinten aus. Ein Forderung, die an dieser Stelle das erste Mal vor so langer Zeit gestellt wurde, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann. Das war freilich eine sehr offensive Variante gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner in der Liga. Es hat ganz passabel ausgeschaut, ob das ein Versuch gegen das eher laue Flügelspiel der Innsbrucker war oder ob das auch gegen stärkere Gegner beibehalten wird, wird sich weisen. Interessante Analyse dazu bei den Kollegen von abseits.at.

Sportlich läuft die Geschichte also derzeit durchaus nach Plan, die Rahmenbedingungen und die Geschichten rund um die Vereinsführung werden leider immer chaotischer. Dachte man vor mittlerweile fast zwei Wochen, die Präsentation eines sportlichen Geschäftsführers stünde unmittelbar bevor,  ist bis dato wieder noch immer nichts passiert. Die Bestellung des als fix geglaubten Ayhan Tumani scheiterte dann doch noch an den finanziellen Rahmenbedingungen. Wieder nix, heißt es also – und die Suche zieht sich weiter wie Kaugummi.  Auf Nachfrage bei Präsident Jauk, bekam Sturm12.at gestern dann die Auskunft, in den nächsten Tagen sei mit Informationen zu den Geschäftsführerpositionen zu rechnen.  Man wird sehen, ob in dieser Woche Neuigkeiten auf den Tisch kommen. Vielleicht wird im Zuge dessen auch endlich offiziell kommentiert, wie es mit dem derzeitigen wirtschaftlichen Geschäftsführer Christopher Houben weitergeht.

Sein Verbleib als wirtschaftlicher Geschäftsführer ist mehr als unwahrscheinlich, nimmt man zum Beispiel den genauen Wortlaut von Christian Jauk: “In den nächsten Tagen wird es Informationen zu beiden Geschäftsführerpositionen geben”. Zu beiden? Wenn man eine GF Wirtschaft hätte, wo sich nichts ändert, was müsste man dann dazu sagen? Wer zwischen den Zeilen lesen kann, weiß was das bedeutet. Und als wäre dieser elend lange Suchprozess rund um den GF Sport und die Ungewissheit um die wirtschaftliche Position nicht schon mühsam genug, brachten die beiden großen steirischen Tageszeitungen nun auch noch eine komplett neue Struktur auf den Tisch. Ein Generalmanager mit den untergeordneten Stabsstellen Wirtschaft und Sport solle demnach installiert werden. In diese abgespeckte Variante würden dann auch die Forderungen von Ayhan Tumani passen und sollten die Gerüchte rund um eine etwaige, im Falle seines Abganges,  interne Nachbesetzung von Christopher Houben stimmen, wäre das nach dem Ausschlussprinzip wohl Daniela Tscherk, derzeit verantwortlich für “Sponsoring & VIP-Ticketing” im Verein.

Eine derartige Struktur würde natürlich einige Fragen aufwerfen. Die Analyse beginnt allerdings mit einer simplen Feststellung: Die Struktur von Sturm neu mit zwei GmbHs, zwei haftenden Geschäftsführern und dem angekündigten Vieraugenprinzip wäre zeitlebens ein Stück Papier geblieben und nie umgesetzt worden. Die angedacht Variante wäre niemals nachhaltig  in der Praxis getestet worden. Man würde etwas verwerfen, weil man die Positionen zunächst falsch besetzt hätte und dann nicht den Mut aufbrächte es noch einmal, mit besser geeigneten Kandidaten, zu versuchen. Dann also lieber wieder die Lösung in Richtung “starker Mann”. Offenbar gelingt es dem Verein nicht, jemanden zu finden, der bereit und fähig ist, diese Positionen auszufüllen. Geht man von der Struktur mit einem übergeordneten Generalmanager und zwei ihm unterstehenden Stabsstellen aus, wäre die Abkehr von der Strukturidee an sich nur ein kleines Kapitel der ganzen Story.

Was wäre nämlich dann mit der Überführung des Profibetriebes in eine GmbH? Wer soll dann hier den Geschäftsführer geben? Oder verwirft man dann diesen sehr wesentlichen Teil der Idee Sturm neu wieder? Die Professionalisierung der Vereinsstruktur mit GmbH und allem was dazugehört. Der sportliche Profibetrieb des SK Sturm ist nämlich nach wie vor ein Verein wie eh und je. Warum diese lang angekündigte Umstellung immer noch nicht stattgefunden hat, erschließt sich mir nicht. Wenn es dann einen Generalmanager und zwei untergeordnete Positionen für Sport und Wirtschaft gibt, wie ginge diese Überführung dann noch? Der Generalmanager als Geschäftsführer beider GmbHs bedeutete eine Aufgabe des gepriesenen Vieraugenprinzips. Würden, was sehr unwahrscheinlich wäre, die untergeordneten Personen trotzdem die Geschäftsführer sein, wo fände sich dann der Generalmanager in der Struktur wieder?

Alles recht kompliziert, also. Viele Unsicherheitsfaktoren kämen dazu. Auch wie die Systematik mit dem Aufsichtsrat und dem Vorstand greifen sollte, bliebe zunächst unklar. Käme es zu diesem “Sturm neu nochmal ganz neu”, würde der ausgespuckte Kaugummi Sturm neu am Wegesrand kleben bleiben. Und es stünde unter dem Strich dann in jedem Fall die Frage: Mit welchem Anspruch ist Sturm neu unter Christian Jauk in diese Amtszeit gestartet? Eine neue Struktur zu entwerfen, diese, durchaus glaubwürdig, als Professionalisierungsschub für den Verein zu verkaufen und dann vor der Etablierung wieder zu verwerfen, wäre für mich in höchstem Maße unverständlich. Den Mehrwert der Etablierung eines “starken Mannes” anstelle des verfolgenswerten Systems mit zwei gleichberechtigten Geschäftsführern, müssten Christian Jauk und seine Mannen, Frauen gibt es (noch) keine im Team, erst einmal glaubwürdig erklären. Stelle ich mir das hypothetisch vor, fühlt sich das zunächst nicht gut an. Irgendwo zwischen “den Mut verlieren” und “Rückschritt” sagt der Bauch derzeit. Wir warten gespannt mit mulmigem Gefühl.

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Jürgen Pucher (jp)

Geboren 1978 im Spannungsfeld von DSV Alpine und KSV in Bruck an der Mur. Mit den ortsansässigen Fußballvereinen allerdings nichts anzufangen gewusst und bald nach Graz gestürmt. Dort den Fußballklub des Herzens entdeckt und, obwohl die Farbe der Liebe rot ist, war der Verein doch der Schwarze. Nach dem Ausscheiden im Finale des AHS-Cups fünf Jahre als CAD-Techniker Beton angerührt. 2005 wieder in die Offensive gegangen, gereift und aus politischen Gründen einen Vertrag bei Uni Wien unterschrieben. Inzwischen im Sold der ersten Geliebten des Zeus und immer noch Exil-Schwarzweißer zwischen Grünen und Violetten. Um nicht ganz farbenblind zu werden öfter mal in Dornbach beim Sportklub, an dieser Stelle jedoch kehrt die Seele heim und das Geschriebene dreht sich ausschließlich um den SK Sturm.



Kommentare

mir geht das gejammere schon so auf den Wecker! Lasst die leute doch endlich mal arbeiten! Und wenn es keinen passenden (finanzierbaren) kanditaten gibt, muss man eben wieder was ändern

Das Problem ist, nach außen hin entsteht nicht wirklich der Eindruck, dass gearbeitet wird!

Roger O. Thornhill says:

Gejammere? Man dreht sich – nicht überall, aber in einigen fundamentalen Bereichen – offenbar seit Antritt von “Sturm Neu” (vor 8 Monaten!) im Kreis. Nur darauf wird hingewiesen bzw. das wird hinterfragt.

saurons_mouth says:

@roger: nur wird es langweilig, wenn andauernd darauf hingewiesen wird und das auch noch mithilfe desselben mediums.

Roger O. Thornhill says:

@ sauron: Ich würde es für den falschen (journalistischen) Ansatz halten, aufgrund einer Ereignis-Stagnation den Mantel des Schweigens über eine Situation bzw. ein nicht gelöstes Problem zu breiten. Es ist schon gut, wenn Missstände konsequent hinterfragt werden – solange die Berichterstattung nicht in ein einseitiges, tendenziöses Bashing abdriftet, sondern auch positive Entwicklungen entsprechend vermittelt werden.

saurons_mouth says:

der titel ist schon richtiggewählt, nur muss man diesen auf die letzten fünf 12meter ummünzen..das ewig gleiche thema, immer wieder durchgekaut von jp, wird ebenso zäh wie alter kaugummi.
abgesehen davon wundert es mich sehr, dass die beiden großen steirischen tageszeitungen ganz ohne seitenhieb davonkommen.

“..müssen……erst einmal glaubwürdig erklären.” Ja,darauf wäre ich auch sehr gespannt, jedoch, und da hat sich für mich Sturm-Neu bisher nicht wirklich von Sturm-Alt unterschieden, siehe den Fall “Gludowatz”, befürchte ich weiterhin Sturm-Wieimmer, ungenügend nachvollziehbare Vereinsentscheidungen gepaart mit intransparenter Kommunikation.

Eines sollte man bei dem Ganzen auf und ab bzw. bald passiert etwas auch nicht ausser Acht lassen : ohne die letzten 3 Siege wäre der Druck schon Wahnsinnig hoch, sowohl auf die mannschaft als auch auf die Geschäftsführung. Und in diesem Zusammenhang muss man schon noch mal erwähnen das zb, vor dem Austria Spiel bereits ein Punkt auswärts als minimal Ziel von seiten der Geschäftführung ausgegeben wurde. Jener “Führung” ,die obwohl die Mannschaft ihre Hausaufgaben wohl besser als erwartet ( mögliche 18 Punkte im 1. viertel) gemacht hatte nicht in der Lage war selbst im so lange angekündigten Sturm Neu endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Also hr. Jauk jetzt oder nie, dann vergessen viele auch den Griff ins Klo mitm Paul und das ewig lange ohne GF dastehen.
Aber aber aber das muss jetzt wirklich erledigt werden und nicht wieder 2 Wochen verschoben werden und dann alles übern haufen werfen, weil das kann bei so kritischem Umfeld wohl kaum ohne Folgen bleiben.

Ps. Rapid jammert wegen dem Geisterspiel, is aber noch besser als unser Geistergeschäftsführer oder dauer Urlauber Mr. Houben :-P

Houben hat seinen urlaub schon längst beendet

Keine_Flaute says:

@Pucher
Vieraugenprinzip schön und gut Herr Pucher, in der Wirtschaft bis auf Banken und Großbetrieben kaum gebräuchlich, weil einfach zu teure Struktur und Sturm ist gerade mal ein mittelgroßer Betrieb.

Und auch mit einem Geschäftsführer kann ich das 4 Augenprinzip aufrecht erhalten, indem ich leitenden Angstellten (also im Falle Sturm mit dem angedachten Prinzip den Leitern von Sport und Wirtschaft) (Gesamt)Prokura erteile.

Wichtiger wird sein und da wird selten was geschrieben von sturm12, wie groß der Handlungsspielraum des neuen GF sein wird, welche Summen er ohne Einholung des Okays von Vorstand und Aufsichtsrat unterfertigen darf, gleiches gilt für etwaige Prokuristen.

Zweiter wichtiger Punkt die Weisungsgebundenheit. Entweder können die verantwortlichen Personen viele Entscheidungen autonom treffen ohne Einmischung von Jauk und Kollegen (natürlich nicht immens wichtige Entscheidungen alá neuer Trainer), oder Jauk soll sich öffentlich dazu bekennen, nur einen Büroleiter als GF zu suchen, der nicht mehr als sein haftender Erfüllungsgehilfe ist. Denn Jauk hat es sich ja ganz bequem gemacht, haftet nicht, hat aber trotzdem die Letztentscheidung.

SPITZENPOSTING!!! Sehe ich genau so!

Naja grundsätzlich ist ein GF bei einer GmbH nicht weisungsgebunden gegenüber dem Vorstand. Ob der Vorstand ihn im Amt lässt wenn er nicht das macht was der Vorstand will ist eine andere Geschichte. Aber selbst da muss man die Vertragslaufzeit beachten. Ohne wirklichen Grund können sie den GF nicht entlassen.

saurons_mouth says:

kann man nur unterschreiben, @keine_flaute!

Know-it-all says:

@Pinsa

Der Geschäftsführer einer GmbH ist natürlich weisungsgebunden. In welchem Umfang wird im Gesellschaftsvertrag geregelt. (GmbH-Gesetz §24 Abs.1)

Auch kann ein Geschäftsführer seines Amtes enthoben werden bzw. von sich aus zurücktreten. (GmbH-Gesetz §§ 15 u. 16)

Zum doppelten Geschäftsführer: Eine GmbH muss per se keine zwei Geschäftsführer bestellen. Der grundsätzlichen Struktur von “Sturm Neu” widerspricht diese Neubesetzung meiner Meinung nach nicht.

Was Christian Jauk als alleinigen “Machthaber” angeht: Herr Jauk ist Präsident des Vereins uns somit Vorstandmitglied mit einer Stimme. Dieser Vorstand ist gegenüber der GmbH-GF weisungsbefugt. Im Falle des Falles auch eventuelle Mitgesellschafter. Was Ihre Sorgen um die neuen Strukturen angeht, Herr Pucher, kann ich deshalb nicht ganz nachvollziehen. Aber wahrscheinlich haben Sie besseren Einblick in die tatsächliche Struktur bei Sturm.
Wie auch immer, was ich überhaupt nicht verstehen kann, warum haben sowohl Herr Huben als auch Herr Gludovatz das Handtuch geworfen. Die Geschichte vom körperlichen Zusammenbruch, Gludovatz’ mag ich nicht mehr so recht glauben und die Sache rund um den wirtschaftlichen Geschäftsführer kommt mir schon auch höchst seltsam vor. Ich selbst habe Herrn Jauk vor vielen Jahren kennen gelernt und wenngleich unsere wenigen Kontakte nicht besonders intensiv waren, hatte ich immer das Gefühl einen Mann mit Handschlagqualität vor mir zu haben. Ich denke nicht, dass sich das was geändert hat.

Vor diesem Hintegrund (aus der Entfernung und meiner persönlichen Sicht) kann ich diese Entwicklung einfach nicht nachvollziehen.

Know-it-all says:

Ich meinte natürlich “Herr Houben”. Sorry

Keine_Flaute says:

@pinsa
Christian Jauk hat die Weisungsgebundenheit öffentlich bestätigt.
Aber schauen wir was um 13:00 herauskommt.

Verweigerer says:

Genau. Dann sollte das leidige Thema endlich erledigt sein. Rom wurde auch nicht am 1. Tage komplett erbaut. :-)

Okay davon hab ich nix gehört. Dann ist aber die Frage ob das rechtlich überhaupt möglich ist? Kann man das im Vertrag verankern?

Der mögliche “Houben-Abgang” stimmt nachdenklich! Der GF-Wirtschaft wird wohl am Besten wissen, wie die Finanzen stehen und dass er dafür letztendlich auch haftet. Vielleicht doch nicht so ein billiger Kader, vielleicht doch einige Löcher im Budget, vielleicht doch zu wenige Sponsoren? Viele “vielleicht”, die auch heute unter Garantie ab 13.00 nicht beantwortet werden, weil Sturm-Neu-Neu präsentiert und damit einmal mehr (Stadionumbau) für eine ordentliche Showbühne gesorgt wird. 9 Monate “Arbeit”, viele PK´s, viele Aufreger, aber wir stehen bei Null!!!!!! Also einmal mehr “High Noon” in Messendorf, ginge es nicht um Sturm, man könnte gähnen oder an das grüßende Murmeltier denken.

Verweigerer says:

Sei net so ein Schwarzmaler. Ab 13hundert wissen wir mehr. Und auch danach wird sich die Sonne weiterdrehen. ;-)

merkt ihr nicht? seit sturm neu (vor acht monaten), ist ständig was in bewegung. ob aussenstehender das gutheißen mag oder nicht, ist an dieser stelle sekundär. ich habe nicht den eindruck, hier passiert nichts. damals beim foda rauswurf hat sich jauk auch den fehler eingestanden (wie es passiert ist) dafür zolle ich ihm respekt, das mach nicht ein jeder. ein gutes team zu finden braucht eben zeit. und diese zeit sollen sie sich nehmen. wenn alles steht, dann kommen eh die infos! sportlich passt es zur zeit. wer sich erwartet um den titel mitzuspielen ist sowieso realitätsfremd. also, ich will ein team welches mir noch viele schöne jahre mit meinem herzensklub ermöglicht.
viel erfolg sturm neu

Keine_Flaute says:

Selbstverständlich ist das rechtlich möglich.

@rio
Hör mir doch mal mit den Finanzen auf, warst du auf der letzten GV im Jänner? Sturm ist schuldenfrei, hat keinerlei Kredite offen und das wird sich jetzt auch nicht geändert haben. Ob man es glauben will oder nicht, der Kader ist einfach um etliches (20%) billiger geworden. Ein Großverdiener wie Standfest wurde z.B. einfach nicht nachbesetzt extern, ebenso der Georgier, das sind für Sturmverhältnisse echte Brocken. Cavlina war als 2er Goalie teuer. Mura fällt weg. Und natürlich ist auch der Gehaltsunterschied Hyballa-Foda dramatisch. Ist halt schon so, wennst dir alleine beim Trainer 300.000 so in der Richtung pro Saison sparst, kann man gleich mal seine Personalkosten ordentlich reduzieren.

das “neu” hervorzukehren, wenn neue besen unterwegs sind, ist ein uralter trick. ob eine partei jetzt einen obmann wechselt, eine firma einen neuen chef bekommt, oder rauch wegen eines gewählten papstes aufsteigt – sofort wird das “neu” getrommelt _ und gleichzeitig die vergangenheit schlecht geredet. das ist propaganda. sturm macht da keine ausnahme.
wirklich “neu” war nur, dass gleich zwei posten mit sehr hoher verantwortung (haftung) mit leuten besetzt wurden, die (und das habe ich hier schon gleich nach ihrer bestellung geschrieben – und jede menge hiebe von “neu”-verblendeten erhalten) das rüstzeug dazu nicht hatten. einen verdienten trainer kann man auch im pensionsantrittsalter als manager installieren – wenn er zeit bekommt, sich vor amtsantritt weiterzubilden und in die materie einzusteigen. das gleiche gilt für einen in erster linie journalistisch tätigen mann, der immerhin eine allgemeine im erweiterten sinn kaufmännische ausbildung besitzt. über nacht ohne intensive persönliche vorbereitung die seite zu wechseln – das würde auch andere überfordern. hier handelt es sich nicht um posten in einem sparverein, sondern bei einem ex-meister mit millionenbudget. meine hoffnung für heute: bitte nicht wieder unerfahrene leute in das eiskalte wasser werfen!!!

ups ist schon passiert daniela tscherk geschäftsführerin wirtschaft – wieder wer im eiskalten wasser. goldbrich geschäftsleiter, naja, tumani geschäftsführer sport – immerhin. also wieder durchwachsen….

Nicht Geschäftsführer, geehrter Murlasits, Goldbrich ist Generalmanager! “Einer der erfolgreichsten Manager des Landes” (Zitat Wustinger) ……. armes Land, dieses Steiermark! -:) Tumani kannte vor dem Co-Trainerposten keiner, als Manager-Sport feiert er Premiere – gratuliere! GF-Wirtschaft nimmt nun eine junge Dame ein, die hoffentlich leicht “lenkbar” und trotzdem haftbar ist. Toll, was in der bisherigen kurzen Zeit so alles erreicht und umgesetzt wurde. Jetzt können wir uns in Ruhe wieder den Stadionplänen zuwenden ……. Löwinger in Schwarz/Weiß!

Jetzt wird es gefährlich! Dieser erneute Versuch von Sturm Neu, eine biedere Minimallösung als die lange gesuchte und endlich gefundene 12er-Version eines der größten Fußballvereine Österreichs zu präsentieren, ist nicht redlich. Wie es auch nicht redlich ist, nicht zu gemachten Fehlern zu stehen. Ich stehe nicht an, einiges in der ersten Euphorie einer Aufbruchsstimmung, von Wünschen und Sehnsüchten getrieben, verklärt gesehen und in Teilbereichen schlicht falsch beurteilt zu haben. Wie auch – unfehlbar sind andere. Dass man aber beim SK Sturm Graz noch immer nicht bereit zu sein scheint, ein wenig realistischer vor die Öffentlichkeit zu treten, zuzugeben, dass gewisse erhoffte Lösungen nicht machbar waren und lieber Stadion-”Luftschlösser” baut und Potential-Schwindel betreibt, ist bitter und enttäuscht. Ehrlichkeit und Respekt, Demut und Anstand wären ein erster positiver Schritt in die richtige Richtung. Einigkeit wäre ein weiterer. Allein mir fehlt nach vielen Jahren der Glaube daran und das von so vielen erhoffte und ersehnte Sturm Neu scheint weiter entfernt denn je. Trotzdem wünsche ich dem heute präsentierten Dreierteam nur das Allerbeste – im Sinne von und für Sturm Graz – und wünsche eine erfolgreiche Arbeit. PS: Erfreulich, dass mit Daniela Tscherk eine Frau eine wichtige Funktion beim SK Sturm Graz übernehmen darf. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht zwischen internen Hahnenkämpfen und Positionsrangeleien zerrieben wird.

gruabnjunior says:

word

gruabnjunior says:

Wahnsinn, nachdem ich zunächst ein paar Kommentare hier las, wollte ich das Lesen dieses 12Meter schon aufschieben. Jetzt bin ich froh ihn doch gelesen zu haben. (Manche hingegen scheinen nur die Überschrift gelesen zu haben, die tatsächlich eher die Speed-Suderei suggeriert) Nach der heutigen bekanntgabe (Jürgen, tolle Antizipation btw) haben sich mir genau die selben Fragen gestellt. Gut (voraus-)analysiert, bin sehr gespannt ob/wie die aufgeworfenen Fragen nun beantwortet werden.

Der liebe Jürgen hat da gar nichts “toll antizipiert”, sondern einfach nur den Artikel der Kleinen von gestern gelesen. Aber diese Quellenangabe ist ihm angesichts seines “innigen Verhältnisses” zur Kleinen natürlich nicht zuzumuten. ;)

wenn du die verlinkung zur kleinen und den verweis im text nicht findest, kann ich nichts machen.

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