Die Zahlen lesen sich beeindruckend: 15 Zähler in den ersten fünf Ligaspielen, souveräner Tabellenführer (drei Zähler vor Parndorf) und ein Torverhältnis von 34:1 illustrieren die Qualität der Sturm-Damen in der heurigen Spielzeit der zweiten Frauenliga Ost, in der es nach dem vergangenen Lehrjahr nun mit dem Aufstieg in die Bundesliga klappen soll. Die schwarz-weißen Damen wirbeln sich also zurzeit nicht nur durch die gegnerischen Abwehrreihen, sonst machen auch hinten dicht und lassen nichts anbrennen. “Es ist alles aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt haben”, zeigt sich Frauenfußball-Verantwortlicher Mario Karner im Gespräch mit Sturm12.at mit dem Saisonstart der Sturm-Damen zufrieden.
Der Saisonauftakt am 5. August verlief bekanntlich nach Maß, daheim wurde Nachzügler ASK Baumgarten mit 12:0 in der Gruabn geputzt. Auch das folgende Match gegen die starken Neulengbach Juniors, die sich in der Vorsaison noch vor den weiblichen Blackies klassiert hatten, konnte daheim mit 3:0 souverän gewonnen werden. Die Sturm-Damen blieben in der Folge in bestechender Form – nach einem klaren 5:0 auswärts beim ASV Hornstein konnte zuhause ein mit Bundesliga-Akteurinnen gespicktes USC Landhaus 1b knapp mit 2:1 bezwungen werden. Zu guter Letzt schossen die Grazerinnen auswärts Wiener Neustadt/Gloggnitz problemlos mit 12:0 ab – Sturm12.at berichtete.
Aufstieg im Cup erst in der Verlängerung
Auch im Ladies Cup konservierte das Damenteam seine bestechende Form, wenngleich es ein hartes Stück Arbeit war, ehe der Aufstieg in die zweite Runde gelang. Der ebenbürtige “Lokalrivale” 1. DFC Leoben/GAK verlangte den weiblichen Blackies am 26. August in Messendorf alles ab, das Match musste nach einem 2:2 in regulärer Spielzeit erst in der Verlängerung entschieden werden. Und da hatten die Sturm-Damen das glücklichere Ende für sich, weil Christina Fischler in der 97. Minute den 3:2-Siegtreffer erzielte.
Vielfältige Gründe für Erfolgslauf
Die Gründe für den Erfolgslauf der Schwarz-Weißen sind vielfältig. Beim Auswärtsmatch in Wiener Neustadt etwa zeigte sich ein eingespieltes Team, das mit sicherem, schnellen Kombinationsspiel, konsequenten Spielzügen über die Flügel und feiner technischer Klinge dem Gegner den Nerv zog. Eine durchaus effiziente Chancenauswertung, körperliche Robustheit und überragende Einzelspielerinnen taten ihr Übriges zur souveränen, schnörkellosen Performance der Sturm-Damen. Beispielgebend für die starke Leistung der weiblichen Blackies war Teamspielerin und Neuzugang Heike Manhart, die nicht nur fünf der zwölf Tore erzielte, sondern auch die Fäden im Mittelfeld zog und mit gelungenen Dribblings immer wieder drei, vier Gegenspielerinnen auf sich zog und so Platz für ihre Kolleginnen auf dem Feld schaffte.
“Haben durch Neue an Qualität dazugewonnen”
Auch Mario Karner sieht Manhart als wichtiges Puzzleteil im derzeitigen Damen-Gefüge. Zudem habe man durch die anderen beiden Neuerwerbungen, Teamtorfrau Anna-Carina Kristler (die jüngst beim 3:1-Sensationserfolg gegen Dänemark in der EM-Quali im Tor stand) und Stürmerin Alexandra Veronik, “an Qualität dazugewonnen. Sie bringen viel Erfahrung mit und können auch schon einmal ein Spiel entscheiden”, sagt Karner. Trotzdem sei das Team im Schnitt noch sehr jung, fügt er hinzu. “Wir haben uns nur punktuell verstärkt, weil Kontinuität wichtig ist. Unser Ziel ist es, dass wir ein Team entwickeln, dass dann in der Bundesliga auf Anhieb gut mitspielen kann”, so Karner.
Er lobt im Vergleich zum Vorjahr, dass man gegen Außenseiter wie Hornstein auswärts nicht mehr Remis spiele, sondern solche Partien nun klar gewinnen würde. Karner ist sich zwar bewusst, dass es eine “gewisse Schere in der Liga” gebe, wenn man etwa an das 12:0 zuletzt gegen Wiener Neustadt denke. Es gebe aber auch einige starke Teams in der Liga – vor allem Parndorf und DFC Leoben/GAK zählt der Frauenfußball-Verantwortliche zum Kreis der Mitfavoriten um den Aufstieg. “Zurzeit kann uns niemand das Wasser reichen, ich hoffe das bleibt so. Dazu trägt auch unser Trainerteam um Josef Glauninger bei, das immer wieder verschiedene taktische Varianten probiert, wodurch wir unberechenbarer werden”, meint Karner.
“Lokalrivale” DFC Leoben/GAK zu Gast
Neue taktische Varianten könnten gefordert sein, denn in den nächsten zwei Matches warten harte Brocken auf die Sturm-Damen. Am Freitag um 19:30 Uhr ist zunächst der DFC Leoben/GAK beim ersten “Derby” in Messendorf zu Gast, gegen den man sich im Cup erst in der Verlängerung durchsetzen konnte. “Wir haben unsere Lehren aus dem Cup-Match gezogen. DFC Leoben/GAK ist ein konterstarkes Team, da müssen wir aufpassen und hinten gut stehen. Vorne gilt es, effizient zu sein und unsere Chancen zu nützen”, gibt Karner die Marschroute für die kommende Bewährungsprobe vor. Ein voller Erfolg wäre für die weiblichen Blackies Gold wert, denn dann hätten sie nach sechs Spieltagen bereits sieben Zähler Vorsprung auf einen direkten Konkurrenten.
Schwerer Brocken im Cup
In der Woche drauf, am 30. September um 16 Uhr in Messendorf, liegt die Messlatte noch einmal eine Spur höher, denn da treffen die schwarz-weißen Damen in der zweiten Cup-Runde im nächsten “Derby” auf LUV Graz – Bundesliga-Team und im Vorjahr erst im Cup-Finale gescheitert. “Die nächsten zwei Wochen sind entscheidend. Zuletzt hat sich im Cup gegen den GAK gezeigt, dass wir verwundbar sind. Wir werden gegen sie eine Topleistung abliefern müssen, um zu gewinnen. Gegen LUV Graz wird sich dann zeigen, ob wir auch gegen stärkere Teams bestehen können”, sagt Karner. Man darf also gespannt sein, ob die Sturm-Damen es auch gegen Top-Teams schaffen, ihre bestechende Form zu konservieren.

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gibt es schon genaue spieltermine für die beiden derbys?
Diesen Freitag um 19:30 geht es gegen den GAK, am Sonntag den 30. September dann gegen LUV Graz in Messendorf
danke!
schade, dass ich das cupspiel nicht sehen kann.. fallt wieder mal blöd mit einem KM-spiel zusammen..
Ist das Spiel gegen den GAK nicht für die Gruabn als Ort angesetzt?
Richtig, gegen LUV wird aber in Messendorf gespielt
Mein Irrtum, das Spiel gegen den GAK findet, ebenso wie das Cup-Match gegen LUV, in Messendorf statt
Es wäre schön, wenn alle im Verein so ein souveränes Auftreten an den Tag bringen würden. Da können sich einige Herren nur von der Arbeitshaltung einiges abschauen
Werd mir wohl auch bald ein paar Damenspiele geben!
Zur Zeit ist’s als Sturmfan wohl am besten sich nur auf die sportliche Ebene zu konzentrieren: in der Bundesliga läufts gut, die Amateure spielen guten Fußball und die Damen sind zZ sowies sehr sehenswert
Ich glaube unsere Damen haben mehr Qualität !! …..