Pressevorschau

Tumani im Mittelpunkt

Wieder hat sich beim SK Sturm abseits des Platzes mehr getan, als auf dem grünen Rasen. Kein Wunder also, dass sich die Medienberichterstattung hauptsächlich um die neue Führungsebene dreht. Das Interesse gilt Neo-Geschäftsführer Ayhan Tumani.

Pressespiegel Sujet

© 2011 Sturm12.at

Jetzt hat Sturm endlich den sportlichen Befreiungsschlag mit drei Siegen ensuite geschafft und es wartet mit Wiener Neustadt der Prügelknabe der vergangenen Bundesliga-Woche – und dann steht doch wieder das Sportliche im Abseits bei der Sturm-Berichterstattung. In einer turbulenten Woche wie dieser aber sicher keine Überraschung. Im Mittelpunkt des Interesses steht der Co-Trainer. Und der Sportliche Geschäftsführer. Also Ayhan Tumani, der beide Funktionen in Personalunion verbindet. Sowohl Kleine und Krone, als auch Laola1.at haben jeweils ein Interview mit Tumani gemacht, inhaltlich unterscheiden sie sich kaum. Auf die möglicherweise komplizierte Situation gleichzeitig Assistent und Chef des Trainers zu sein, antwortet Tumani diplomatisch: “Ich bin ein Trainer und jetzt Geschäftsführer, der dieses Spiel liebt, und meine oberste Maxime ist: ständig dazuzulernen. Der Austausch mit Kollegen und Partnern ist mir ganz wichtig, um nach vorne zu kommen.”

Kleine Zeitung: Ayhan Tumani sieht auf allen Ebenen des SK Sturm sehr viel Potenzial und freut sich auf seine Arbeit als Geschäftsführer. Der 40-Jährige bleibt vorerst im Trainerteam.  (…) Tumani: “Ich bin ein Trainer und jetzt Geschäftsführer, der dieses Spiel liebt, und meine oberste Maxime ist: ständig dazuzulernen. Der Austausch mit Kollegen und Partnern ist mir ganz wichtig, um nach vorne zu kommen.” (…) “Je mehr ich mich mit Sturm beschäftigt habe, umso mehr war mir klar, dass hier ein riesiges Potenzial steckt.” (…) ”Das „nur“ (bezieht sich auf “nur” als Co-Trainer nach GRaz gekommen zu sein, Anm. Sturm12.at) sehe ich wirklich unter Anführungszeichen. Wir sind ein Team. Und wir hatten das Glück, dass wir schnell eine Einheit geworden sind.” (…) ”Wir haben im Verein auf allen Ebenen sehr viel Power und Energie. Jetzt gilt es, die Kräfte zu ordnen.” (…) “Die Vertragssituationen sind klar. Es ist auch klar, dass man bei einigen Dingen schneller handeln muss als bei anderen. Das ist ein ständiger Prozess. Die Kaderplanung der Kampfmannschaft ist ein wesentlicher Teil meiner Arbeit. Wir wollen aber vor allem ein Ausbildungsverein im eigenen Interesse sein.” (…) “Ich will nicht, dass Spieler von uns ausgebildet werden und dann in der U18 weggehen. Davon hat der Verein nichts. Die Eltern müssen aber wissen, dass ihr Kind hier a) eine Topausbildung bekommt und b) ein Trainerteam arbeitet, das auch den Mut hat, einen 18- oder 19-Jährigen in die Kampfmannschaft reinzuschmeißen. Und dafür brauchen wir die besten Trainer in der Jugend.” (Zum Interview)

Kronen Zeitung: “Konsolidieren und vor allem in Ruhe arbeiten” – das ist die Zielsetzung von Sturms neu installiertem General Manager Gerhard Goldbrich. (…) ”Ich bin keiner, der verspricht, dass Sturm 2015 wieder Meister sein wird – das funktioniert ja so nicht. Aber ich hoffe natürlich, dass der Meistertitel irgendwann wieder passieren wird. Was allen aber klar ist: Unser Anspruch muss es sein, international zu spielen.” Und da ja “sportlich alles funktioniert” (O-Ton Goldbrich), besteht auch die seriöse Chance, heute aus Wr. Neustadt drei Punkte mitzunehmen. Von der Kader-Qualität her spricht ja (fast) alles für Sturm; und am nötigen Selbstvertrauen wird’s nach drei Siegen en suite auch nicht hapern. Nur: Auf “kollektives Versagen”, wie es Neustadt-Coach Heimo Pfeifenberger beim 0:6 in Wolfsberg ortete, darf Sturm nicht hoffen. (…) Um zu gewinnen, muss also auch Sturm an die Schmerzgrenze gehen.

Laola1.at: Sturm Graz befindet sich auf der Überholspur. Der Meister von 2011 hat am Samstag eine Fortsetzung seiner zuletzt drei Spiele andauernden Siegesserie im Visier. Die Grazer gastieren beim Abstiegskandidaten SC Wr. Neustadt, der in dieser Saison zu Hause noch nicht gepunktet hat. Vergangene Woche waren die Niederösterreicher bei Aufsteiger WAC mit 0:6 unter die Räder gekommen. Trotz des aktuellen Höhenflugs sieht Sturm die Partie nicht als Selbstläufer. “Nach der Papierform sind wir klarer Favorit. Aber auch ein angeschlagener Boxer kann einen Kinnhaken anbringen”, warnte Trainer Peter Hyballa. Viele K.o.-Schläge hat Wr. Neustadt zuletzt aber nicht ausgeteilt. Im Kalenderjahr 2012 haben die Niederösterreicher noch kein Heimspiel gewonnen. In den vergangenen 21 Ligaspielen gab es saisonübergreifend nur einen Sieg – ein 3:2 Mitte August in Innsbruck. (…)”Wir befinden uns im Abstiegskampf, und diesen kannst du nur bestehen, wenn du in der Defensive stabil bist”, meinte SC-Trainer Heimo Pfeifenberger. (…) Der bisher letzte Heimsieg ist den Niederösterreichern ausgerechnet gegen die Grazer gelungen, am 19. November 2011 mit 3:1. Drei Duelle in Folge mit Sturm haben sie nicht verloren. Pfeifenberger warnte allerdings vor einer “sehr spielstarken Mannschaft”. Zwei Auswärtsspiele hat Sturm in dieser Saison bereits gewonnen – mehr als in der gesamten vergangenen Saison. “In den letzten drei bis vier Wochen haben wir unser Spiel stabilisiert”, erklärte Hyballa. “Unser Spielsystem funktioniert immer besser, der Ball ist keine heiße Kartoffel mehr.” Der Deutsche erwartet ein Geduldsspiel gegen tief stehende und auf Konter lauernde Wr. Neustädter. Verzichten muss er weiterhin auf Mittelfeld-Organisator Jürgen Säumel, der sich wegen Adduktorenproblemen in Deutschland einer Therapie unterzieht. (…) “Wir wollen dem angeschlagenen Boxer auf keinen Fall Erste Hilfe leisten”, versicherte der gesetzte Szabics. “Wir wollen die Serie fortsetzen.” Okotie hat keine guten Erinnerungen an Wr. Neustadt, traf er doch im März per Kopf ins eigene Tor. Das damalige 1:0 in Graz war einer von nur zwei Wr. Neustädter Siegen im Jahr 2012. Den Tiefpunkt stellte das Debakel am Wochenende in Wolfsberg dar, das Pfeifenberger aus den Köpfen bringen musste. “Es war ein kollektives Versagen der gesamten Mannschaft”, erinnerte der 45-Jährige. “Ich hoffe, dass ich nicht noch einmal so ein schlechtes Spiel erleben muss.” (…) Der Deutsch-Türke ist damit gleichzeitig Hyballas Assistent, aber auch dessen Chef. “Das ist einerlei”, meinte der Cheftrainer. “Wenn du verlierst, ist es egal, ob es 23 Co-Trainer oder 84 Manager gibt. (Zum Artikel)

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Kommentare

dabei gibt es noch ein thema abseits des spielfeldes:
von der groß hinausposaunten konstruktion sturm neu sind zwei säulen nicht mehr im werkl. waren sie überfordert ? krank? unfähig? die sturm-führung schweigt sich in beiden fällen aus wie das alte politbüro der udssr. das nährt gerüchte und gerüchte und schadet beiden männern nachhaltig. warum werden dinge nicht beim namen genannt? in oberösterreich zog sich gerade ein grüner spitzenpolitiker wegen eines burn out aus der öffentlichkeit zurück. krankheit ist keine schande. in deutschland haben spö-chefs die führung abgelegt, weil sie mit den aufgaben nicht zurande gekommen sind. sie haben es zugegeben und sind wieder in ihre länder zurückgekehrt. transparenz würde sturm neu und würde auch den direkt betroffenen guttun.

Sollte Houben das Bedürfnis haben, sich der Öffentlichkeit im Allgemeinen und dir, lieber murlasits, im Besonderen anzuvertrauen, dann wird er das bestimmt zu gegebener Zeit tun. Bis dahin gilt, dass auch ein Verein, der in der Öffentlichkeit steht, das Recht hat, in puncto Personalpolitik Diskretion zu wahren.

lieber king, das grinsen, das ich vor mir sehe, wenn ich deine formulierung lese, kannst du dir sparen, es geht dabei nicht um mich, sondern in erster linie um ihn. und es geht um die personalpolitik von sturm. es reicht schon, dass sich die gesamte sturmgemeinde sorgen um gludovatz gemacht hat, und dann feixte er frech und pampig im tv-sender servus, und prahlte, wie vollfit er sei.

Kann man das Thema nicht mal ruhen lassen? Musst du es wirklich wissen?? Was bringt es dir? Mit der Zukunft von Sturm hat es überhaupt nichts zu tun! Rein gar nichts mit der Arbeit der Personen die jetzt am Werk sind. Sportlich werden wir nicht besser und wirtschaftlich nicht schlechter wenn wir es wissen!
Willst du auch noch wissen wann die Herren aufstehen? Was sie zu Mittag essen? Wieviele Kinder sie haben? Wo sie wohnen?
Willst denn du, wenn du deinen Job wechselst, dass es die ganze Welt weiss?
Klar ist, ein Herr Houben und ein Herr Gludovatz stehen “in der Öffentlichkeit” – das heisst aber noch lange NICHT, dass man auch ALLES über sie wissen muss!!

zwischen “alles willen müssen” (das nicht sein muss, da gebe ich dir recht) und eiertanz, wie ihn der präsident bei der pk aufgeführt hat, gibt es noch etwas: eine seriöse information, mit der alle beteiligten gut leben können. geheimniskrämereien führen immer zu gerüchten und faslchen einschätzungen und helfen den betroffenen am allerwenigsten.

Verweigerer says:

Ein kleiner Wehrmutstropfen fehlt mir noch: Wie sieht`s aus mit einem Chefscout? Wollte man da nicht auch noch nachjustieren? Fehler wär`s keiner. Bin gespannt, ob sich da noch was reibt…

Verweigerer says:

Nachtrag: Da war ja mal ein interessanter Artikel mit`n Mählich Roman, der wäre im Scoutingbereich wohl die Idealbesetzung. Treibt sich viel in den unteren Ligen herum und das Auge für gute Nachwuchskicker hat er auch… Vielleicht tritt ja mal jemand an ihn heran bzw. sollte man zumindest nicht auf ihn vergessen.

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