Sturm hatte gestern viel Mühe in Wiener Neustadt, schlussendlich schaute nach mäßiger Leistung nur ein 1:1-Remis heraus. Zwar war man praktisch über das gesamte Spiel die tonangebende Mannschaft gewesen, doch eine Unachtsamkeit des ansonsten soliden Christian Gratzei brachte die Grazer noch um den Sieg.
Es mangelte den Blackies im Duell mit dem Vorletzten der Bundesliga nicht nur an der nötigen Durchschlagskraft im Spiel nach vorne, sondern vor allem auch an der Effizienz. Die Schwarz-Weißen ließen bereits in Durchgang eins einige gute Chancen ungenützt. Alleine Richard Sukuta-Pasu fand gestern drei Topchancen vor, vermochte aber daraus kein Kapital zu schlagen.
Auffällig viel ging bei den Steirern beim Match gegen Neustadt über die rechte Seite, wo vor allem Rechtsverteidiger Andreas Hölzl in der ersten Halbzeit viel Dampf machte. In seinem zweiten Match auf dieser Position zeigte der 27-jährige Tiroler eine anständige Leistung, die von starken Impulsen im Spiel nach vorne, aber auch einigen Problemen im Defensivbereich gekennzeichnet war.
Szenen seines Spiels
Offensivstark
Alleine in der ersten Hälfte schaltete sich Hölzl oft ins Angriffsspiel der Schwarz-Weißen ein, kombinierte vor allem mit seinem Vordermann Haris Bukva und Stürmer Imre Szabics gut. Beispielgebend für seinen Offensivdrang war sein Vorstoß in der 20. Minute, seine scharfe Flanke konnte aber gerade noch von der Neustädter Abwehr zur Ecke geklärt werden.
Defensivprobleme
Man merkte dem Tiroler an, dass er noch etwas Anpassungszeit benötigt, wenn es um die Defensivaufgaben auf der Rechtsverteidiger-Position geht. Bereits in Minute drei etwa ließ er sich vom starken Christopher Martschinko austanzen, dessen Flanke fast zu einem Kopftor von Daniel Wolf geführt hätte. Nach dem Seitenwechsel hatte Hölzl weiter einige Mühe mit Martschinko, das Stellungsspiel des Tirolers war da nicht immer optimal.
Wie sah Andreas Hölzl seine eigene Leistung?
Wie sah Peter Hyballa die Leistung von Hölzl?
Zum Hinschauen
Ganz sicher sein Offensivspiel. Da war Hölzl meist einen Schritt schneller als sein Gegenspieler, lief immer wieder gut in Position und schlug einige gefährliche Flanken, die nur mit Mühe von den Neustädtern entschärft werden konnten. Er forderte viele Bälle und konnte vor allem in Durchgang eins die Rolle eines modernen Außenverteidigers erfüllen.
Zum Wegschauen
Stellungsspiel und Zweikampfverhalten waren gestern noch am ehesten die Schwächen von Hölzl – beispielgebend wie oben genannt die Situation mit Martschinko in Minute drei. In der zweiten Hälfte konnte der Tiroler zudem nicht mehr für so viele Impulse nach vorne wie vor dem Seitenwechsel sorgen, war ingesamt mehr mit Defensivarbeit beschäftigt.
Seine Statistik
Mit mehr als 72 Prozent angekommener Pässe war seine Passquote durchaus solide. Hölzl hatte auch mit 88 Ballkontakte fast die meisten seines Teams (Nikola Vujadinovic kam mit 96-mal am öftesten an die Kugel), schlug immerhin sechs Flanken und gab eine Torschussvorlage. Er gewann 15 Zweikampfduelle, sieben verlor er.
User-Kritik
Schön ist es, den sympathischen Tiroler wieder in der Startaufstellung zu sehen. Ob er dort auch hingehört wird sich erst in nächster Zukunft zeigen. Gegen Tirol und Wiener Neustadt hatte er nie einen Gegnenspieler, der ihm weit überlegen war. Für mich, lässt sich nach zwei Spielen noch nicht sagen ob das Experiment Andi Hölzl als rechter Außenverteidiger aufgegangen ist. Offensiv genügt er sicherlich den Ansprüchen, die an einen modernen Außenverteidiger in unserer Liga gestellt werden dürfen, ob er sich defensiv auch behaupten kann wird sich gegen schwerere Gegner zeigen und vielleicht wissen wir schon nach den nächsten zwei Runden ob wir hier noch Handlungsbedarf haben, oder unseren langersehnten, offensiver Außenverteidiger gefunden haben. (Sturm12.at-User “hurricano” – via E-Mail)
Voll ok. (Christian Deutsch – via Facebook)


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Bitte führt die Spielerbewertung für das gesamte Team wieder ein!
This!
ja bitte
Finde die neue Rubrik “Im Fokus” zwar nicht schlecht, (vorallem Hyballa und den jeweiligen Spieler selbst zu seiner Leistung zu befragen finde ich eine gute Sache) doch ich würde auch lieber gern eine Bewertung fürs gesamte Team lesen…
+1
100% agree!
Man muss auf den AV Positionen unbedingt nachbessern, am besten gleich im Winter!
Sowohl ein RV und LV muss geholt werden!
Hölzl und Klem gehören ins MF!
Vielleicht kennt da Hyballa noch ein paar gute Spieler aus da BVB Jugend!
Ich denke Hyballa legt mehr wert auf das Offensivtalent als auf das Defensivtalent eines Außenverteidigers. Da gehört einfach zu seinem Stil. Vielleicht ist es auch einfacher einen so laufstarken Außenspieler wie Hölzl defensiv besser auszubilden als z.B. einen Ehrenreich offensiv. Was Klem betrifft, finde ich dass der immer besser wird, man sieht schon richtig gute Ansätze – stabil müsste er halt wieder werden. Verstehen tue ich nicht warum Hyballa die Mannschaft mit der Einwechselung Bodul geschwächt hat – da hätte ein Schloffer vermutlich engagierter gespielt.
Bin gespannt auf die Aufstellung im Cup. Da bekommt hoffentlich der eine oder andere die Chance sich zurückzukämpfen bzw. für Spielpraxis – z.B. Kaufmann, Schloffer, Kainz Florian, Kainz Tobias, Haas und Neuhold und sollte er wieder fit sein Hütter.