So ein Cupabend kann für den Favoriten schnell zur Geduldsprobe werden. Das hat man zum Beispiel in Runde eins im Spiel von Sturm gegen Wattens gesehen. Auch als die Spieler gegen Schwechat zur Pause in der Kabine verschwanden, schien ein ähnlicher Spielverlauf wie Mitte Juli denkbar. Zwar waren die Schwechater bei weitem nicht so bissig und gefährlich wie die Wattener, Sturm war aber da wie dort feldüberlegen ohne lange Zeit brandgefährliche Aktionen herausgespielt zu haben.
Es war die Konsequenz im Spiel nach vorne, oder wie es Peter Hyballa nannte, das “seriöse Spiel”, das letztendlich zum Erfolg führte. In Schwechat schneller und deutlicher als in Wattens. Sturm nahm diese zweite Cuprunde zu keinem Zeitpunkt zu wenig ernst. Und das wirkte sich letztendlich deutlich auf das Ergebnis aus.
Ernst nahm seine Rolle als Sechser auch der letzte Neuzugang der Grazer. Tobias Kainz feierte sein sein Pflichtspieldebüt in Schwarz-Weiß. Nach einem Probegalopp für die Amateurmannschaft beim 0:2 gegen Villach stand er erstmals im Aufgebot der Kampfmannschaft.
Szenen seines Spiels
Auch wenn sich Sturm in der ersten Halbzeit im Spiel nach vorne schwer tat, war Tobias Kainz immer daran beteiligt. Er versuchte immer wieder geschickt die Bälle zu verteilen und machte einen ballsicheren Eindruck. Nach der Pause sollte es dann in der gesamten Mannschaft im Offensivspiel besser klappen.
Wie sah Tobias Kainz seine eigene Leistung?
“Ich glaube, dass meine Leistung okay war. Ich bin nicht mit allem zufrieden und gehe selbstkritisch damit um. Es gab noch vieles, das ich besser machen kann. Grundsätzlich bin ich sehr froh, dass ich beginnen und über 90 Minuten spielen durfte. Es hat Spaß gemacht. Die erste Halbzeit war schwer gegen einen Regionalligisten, der sich voll reinhaut, aber in der zweiten Halbzeit hat unsere Leistung gepasst, daher sehe ich die fünf Tore und den Sieg auch als verdient an.”
Wie sah Peter Hyballa die Leistung von Tobias Kainz?
Zum Hinschauen
Für seinen ersten Auftritt in der Kampfmannschaft wirkte Kainz relativ unaufgeregt und ballsicher. Auch seine technischen Fähigkeiten blieben nicht im Verborgenen. Man hatte den Eindruck, als würde es nicht lange dauern, bis er sich bei seinen neuen Kollegen zurechtfindet.
Zum Wegschauen
Mit Fortdauer der Partie war er nicht mehr ganz so präsent wie noch zu Beginn und ist daher etwas untergetaucht – was zum Teil auch an der defensiven Unterforderung lag. Auch in punkto Passsicherheit gibt es bei ihm noch Luft nach oben.
User-Kritik
“Mein Eindruck war, dass er sich anfangs viele Fehlpässe geleistet hat, sich aber immer mehr gesteigert hat mit Fortdauer der Partie (wie die ganze Mannschaft)! Aber er legte viel Laufbereitschaft an den Tag, war meistens nahe am Gegenspieler dran und wird, denk ich, mit ein paar Spielen mehr noch besser an die Mannschaft herangeführt und kann so sein Talent sicher besser zur Geltung bringen! Es bedarf nur an Geduld!” (Erik Drobnick – via Facebook)
“Sehr beweglich und agil,denke schon dass er eine Bereicherung ist!” (Siegi Siegi S. – via Facebook)


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Teile die Meinung des Autors sowie der zu Wort kommenden nicht. Habe in Schwechat das Spiel anders gesehen, siehe mein Kommentar im Spielberichtsartikel. Dass Hyballa sagt, sie wären nie unkonzentriert gewesen, ist genauso unsinnig wie Kainz in den Himmel zu loben, der gegen einen schwachen Gegner nicht ausreichend ballsicher war, und der sich noch klar steigern muss, falls er gegen einen starken BL-Gegner ran will. Ich drück ihm aber die Daumen, wünsche ihm nichts mehr als eine schnelle Entwicklung.
Da stimme ich dir zu. Vor allem war er sehr Zweikampfschwach. Nur nah am Mann sein bringt nix wenn er nicht verhindern kann das der Ball weiter gespielt wird.