3728 Tage sind seit dem letzten Auswärtserfolg der Grazer bei den Salzburgern vergangen. Der Kurier (führte unter der Woche auch ein Interview mit Peter Hyballa) und die Salzburger Ausgabe der Kronen Zeitung stellen deshalb sogar die Sinnhaftigkeit eines Antrittes in der Mozartstadt in Frage. Am 17. Juli 2002 gewann man zuletzt in Salzburg. Damals aber noch im alt-ehrwürdigen Lehener Stadion. Imre Szabics war es, der den SK Sturm in der 90. Minute zum Sieg schoss. “Das ist eindeutig zu lange her!”, so der Ungar im Gespräch mit der Kronen Zeitung.
Der Stürmer ist auch heute, zehn Jahre danach, wieder mit von der Partie. Möglich aber auch, dass ihn Rubin Okotie im Angriff ersetzt. Drei Tore unter der Woche im Cupduell gegen Schwechat haben dem Selbstvertrauen des “Maskenmannes” gut getan. Der zuletzt stark spielende Nikola Vujadinovic wird den Grazern hingegen fehlen. Er kassierte in Wiener Neustadt seine fünfte gelbe Karte und ist somit heute gegen Salzburg gesperrt. Dafür rückt Michael Madl vom Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung. Wahrscheinlich also, dass Neuzugang Tobias Kainz heute sein Bundesliga-Debüt feiert. Gleich vom Start weg.
Bei Salzburg dagegen kehrt ein Abwehspieler nach einer Sperre zurück. Isaac Vorsah wird mit Martin Hinteregger wohl die Innenverteidigung bilden. Er ist einer von fünf Neuen, die das erste Saisonspiel in Liebenau nicht miterlebten. Auch wenn die Kleine Zeitung Valon Berisha in der Startformation listet, ein Einsatz des jungen Norwegers ist mehr als fraglich. Er liegt mit Fieber seit Tagen im Bett. Einer der fix dabei sein wird, ist Ex-Sturm-Kicker Christoph Leitgeb. Sein Vertrag in Salzburg läuft noch bis Ende der Saison. Dann ist er 28 Jahre alt. “Das ist wohl meine letzte Chance ins Ausland zu gehen.” Wenn das nicht klappt, sei aber auch ein Wechsel zu seinem Stammverein Sturm Graz ein Thema.
Kronen Zeitung – Steiermark: “Sturm Graz ist immer eine angenehme Partie!” Diesen Ausspruch von Salzburgs Martin Hinteregger würden die Sturm-Kicker heute gerne endgültig unter “Vergangenes” ablegen. (…) Leichte Hoffnung: Roger Schmidts Team hat nur eines von vier Heimspielen heuer (gegen Mattersburg) gewonnen. Aber nur ein Mann ist bei Sturm (neben dem frisch geholten Tobias Kainz) gegen die Salzburger noch ungeschlagen – Milan Dudic, mit einem Sieg und zwei Remis. “Eine schöne Statistik gegen meinen Ex-Klub”, sagt der 32-jährige Abwehrchef, “aber das hat nicht allein mit mir zu tun.” Mit Blick auf die hochkarätigen Importe, die Red Bull im Transferfinish an Land gezogen hat, weiß Milan, dass er sich mit lauten Prognosen von drei Punkten gegenüber seinen Salzburger Freunden Mendes da Silva, Schiemer, Walke, Gustafsson und Co. zurückhalten muss: “Die haben viel Qualität eingekauft, haben jetzt ein sehr dynamisches, junges Team. Vor allem der Slowene Kampl und der Norweger Berisha sind sehr stark. Salzburg verdient sicher großen Respekt – trotzdem haben wir Vertrauen in uns und wollen dort punkten. Wir können natürlich auch gewinnen, aber dazu braucht man dort einen sehr guten Tag.” Weil Ferdl Feldhofer mit Oberschenkelproblemen abwinken musste, wird Michael Madl in die Innenverteidigung zurück rücken – und Tobias Kainz könnte im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen. (…) Beim 0:2 gegen Salzburg im Hinspiel in Graz war Dudic nicht im Einsatz: “An diesem Tag war bei uns alles neu und wir wollten die Welt zerreißen. Wir haben Fehler gemacht, und die Chancen, die wir hatten, haben wir nicht genützt. Außerdem hatte Salzburg den Vorteil, schon ein Spiel in den Beinen zu haben. Seitdem hat sich aber einiges geändert.” Seit damals hat Rubin Okotie (trotz seiner Verletzungspause) bereits sechs Tore gemacht – drei davon zuletzt im Cup gegen Schwechat. (…) In der EM-Arena von Wals-Siezenheim ist Rubin bisher noch kein Tor gelungen: “Umso schöne wäre jetzt eine Premiere!”
Kronen Zeitung – Salzburg: (…) Am 17. Juli 2002 gewann Sturm zum letzten Mal in der Mozartstadt – 2:1 gegen die Austria im Stadion Lehen. In der Ära Red Bull sind die Steirer noch ohne Sieg in Wals-Siezenheim. Seit 2005 gab es in 14 Spielen gleich zwölf Siege der Bullen! Erst in der Vorsaison gab’s einen “Schönheitsfehler”: Sturm holte in der Red-Bull-Arena zwei Mal einen Punkt – das heißt: 8.600 gefahrene Kilometer zwischen Graz und Salzburg für zwei Punkte! “Ich persönlich bin kein großer Freund von Bilanzen. Wenn der Schiedsrichter anpfeift, spielt es keine Rolle, wie die Spiele zuvor ausgegangen sind. Wir gehen unvorbelastet in die Partie”, meint Salzburgs Roger Schmidt, der sein erstes Bundesliga-Spiel als Trainer am 21. Juli 2012 in Graz dank eines Doppelpacks von Jonathan Soriano mit 2:0 gewinnen konnte. Sturm-Coach Peter Hyballa kehrt hingegen heute an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er war im Frühjahr als Trainer der Red Bull Juniors in der Regionalliga West tätig. Und wie schätzt Schmidt den heutigen Gegner ein? “Sturm hat nun sicher eine bessere Balance im Spiel gefunden. In den letzten Partie waren sie auch defensiv gefestigt.” Zuletzt holte die Hyballa-Elf zehn Punkte aus vier Spielen. Schmidt erwartet Sturm jedenfalls offensiv ausgerichtet. “Sie werden nicht hinten stehen. Das passt nicht zu diesem Team!”
Kleine Zeitung: (…) Sturm bekommt es heute in Salzburg mit einem völlig runderneuerten Gegner zu tun. Einem Gegner, der sich vom eingeschlagenen österreichischen Weg abgewandt und wieder einmal den internationalen Weg eingeschlagen hat – zum x-ten Mal. Einer, der beinahe alle Salzburger Umbauarbeiten, sämtliche Trainerwechsel und auch die zahlreichen Sportdirektor-Rochaden unbeschadet überstanden hat, ist Christoph Leitgeb. Der Steirer heuerte vor fünf Jahren beim schwerreichen Hochglanz-Klub an und spielte bei jedem Trainer. „Ich habe mich stets durchgebissen“, erzählt der 27-Jährige, der abseits des Platzes kein Lauter ist. (…) Mit Ex-Trainer Huub Stevens hatte er einst ein Gespräch. Aber da ging es um einen möglichen Wechsel ins Ausland zu Borussia Mönchengladbach. „Stevens hat mir damals jedoch gesagt, das käme noch zu früh für mich, und deshalb bin ich in Salzburg geblieben“, erzählt der Grazer. Den Traum vom Ausland hat er deshalb noch nicht aufgegeben. Aber Leitgeb weiß, die Uhr tickt. Im nächsten Sommer läuft sein Vertrag bei Salzburg aus und er wird 28 Jahre alt. „Das ist wohl meine letzte Chance, ins Ausland zu wechseln. Wenn es im nächsten Jahr nicht klappt, dann klappt es wohl nie mehr“, zeigt sich der 23-fache Teamspieler als Realist. Und wenn es nicht klappt, was dann? „Ich lasse das auf mich zukommen. Vielleicht verlängere ich in Salzburg, vielleicht kehre ich ja auch zu Sturm zurück“, lässt sich ein schmunzelnder Christoph Leitgeb noch nicht in die Karten blicken. Eines gibt er jedoch zu: Sein Ex-Klub liegt ihm immer noch am Herzen. „Ich habe 16 Jahre dort gespielt, das vergisst man nicht.“ Aber man blendet es aus, wenn der Gegner so wie heute Sturm heißt.
Kurier: Es gibt Reisen, die sollte man gar nicht antreten. So eine ist für Sturm Graz die Fahrt nach Salzburg. Seit dort nicht mehr im mittlerweile abgerissenen Stadion im berüchtigten Bezirk Lehen, sondern in der Red-Bull-Arena in Wals-Siezenheim vor den Toren der Stadt gespielt wird, gab es für die Grazer nichts mehr in Salzburg zu gewinnen. 18 Duelle fanden im Salzburger EM-Stadion statt, 15 Spiele endeten mit einem Heimsieg, nur drei mit einem Unentschieden, darunter allerdings beide Spiele in der vergangenen Saison, wobei jenes im August 2011 die Grazer eigentlich hätten gewinnen müssen. Damals war fast die komplette Elf der Salzburger nach einem Europacup-Spiel bei Omonia Nikosia erkrankt. (…) “Diese Bilanzen sind vielleicht ganz interessant für Außenstehende”, erklärte Roger Schmidt. “Aber wenn der Schiedsrichter anpfeift, spielt das letztendlich überhaupt keine Rolle, wir gehen völlig unvorbelastet ins Spiel”, sagt der Deutsche. Schmidt hat übrigens auch eine Heimbilanz – und die ist für Salzburger Verhältnisse ziemlich schlecht: ein Sieg gegen Mattersburg (3:2), zwei Remis gegen Ried (1:1) und Wr. Neustadt (1:1) sowie eine Niederlage gegen Rapid (0:2). Das lustlose Auftreten gegen den Rekordmeister war letztlich der Grund dafür, warum die Salzburger in der letzten Transferwoche noch den Kader radikal umgebaut haben. Salzburg neu überzeugte in den letzten Spielen. (…) Sturm-Trainer Peter Hyballa, der im Februar nach einem 0:0 im letzten Duell der Grazer in Salzburg als Nachfolger des damals angezählten Ricardo Moniz ein Thema war, erwartet ein enges Spiel. “Von den Fehlern abgesehen, waren wir schon im Hinspiel auf Augenhöhe”, erklärte der Deutsche, obwohl es nach 30 Minuten nicht 0:2, sondern eher 1:6 stehen hätte müssen. Die Salzburger hatten neben den zwei Treffern gegen eine völlig inferiore Sturm-Mannschaft Chancen im Minutentakt ausgelassen. (…) Nach dem 1:1 gegen Wiener Neustadt am vergangenen Samstag sei auch ein bisschen Wiedergutmachung angesagt. “Die Punkte müssen wir uns gegen Salzburg wieder holen. Da müssen wir aber auch einen sehr guten Tag erwischen, um zu gewinnen”, sagt der Trainer, der dieses Mal den gesperrten Nikola Vujadinovic ersetzen muss. Aber gerade der serbisch-montenegrinische Bulgare war im Hinspiel der ganz große Unsicherheitsfaktor der Sturm-Elf und gegen Jonathan Soriano völlig überfordert. Der Spanier konnte spielend leicht beide Salzburger Treffer erzielen.
Laola1.at: Nach dem 1:0-Erfolg gegen die Wiener Austria geht Meister Salzburg am Sonntag mit viel Selbstvertrauen ins Heimspiel gegen Sturm Graz. Das Team von Trainer Roger Schmidt scheint nach dem ersten Viertel der Bundesliga Form anzunehmen. Spieler wie Kampl, Berisha oder Nielsen haben das bereits deutlich gezeigt. “Wir haben eine gewisse Konstanz ins Spiel gebracht”, zog Schmidt vor dem Duell mit den “Blackys” durchaus zufrieden Zwischenbilanz. (…) In der Red-Bull-Ära ging noch kein Heimspiel verloren – allerdings sind Kampl und Co. derzeit auf der Suche nach der Heimstärke. In Wals-Siezenheim ist man seit drei Partien ohne Sieg. Schmidt, dessen Team sich im Cup zu einem 3:1 gegen Regionalligist Stegersbach mühte, lässt das eher kalt. (…) Mit den in der laufenden Saison gebotenen Leistungen zeigte er sich nicht unzufrieden. “Zwei Punkte im Schnitt sind nicht schlecht. Aber insgesamt waren wir über die ersten neun Spiele nicht so konstant wie wir uns das vorstellen”, erklärte Schmidt, der gerade hier Verbesserungen ortete: “Wir können jetzt unsere Spielschwerpunkte durchsetzen und dominant auftreten.“ (…) Der Konkurrenzkampf sollte für zusätzliche Motivation sorgen – etwa in der Innenverteidigung, in der der zuletzt gesperrte Vorsah wohl in die Startformation zurückkehren wird. Außenverteidiger Klein, der sich inzwischen einen Stammplatz erarbeitet hat (“Das war am Anfang nicht leicht für mich, aber das kann bei einem Wechsel vorkommen”), warnte vor den Steirern: “Sie haben speziell in der Offensive sehr gute Leute.” Sturms Trainer Peter Hyballa erwartete ein “knappes und enges Spiel” und will sich auch vom 0:2 im Juli nicht beirren lassen. (…) Seine Forderung: “Wir müssen konsequent auftreten, unsere Chancen nutzen. Wir müssen die Räume, die uns Salzburg gibt, gut bespielen.” (…) Hyballa muss auf die verletzten Säumel, Ciftci und Hütter verzichten, für den gesperrten Vujadinovic wird wohl Madl vom defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung rücken. Abzuwarten bleibt, ob Okotie, der sich im Cup beim 5:0 gegen Regionalligist Schwechat mit drei Treffern in Erinnerung rief, von Beginn an eine Chance erhält. (zum Artikel)
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Spielvorschau: Das zweite Umbruchduell
Mediabriefing: “Waren im Hinspiel schon auf Augenhöhe”
Stadion Wals-Siezenheim: EM in der Diskothek

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Historisch schwerster Gegner
In Österreich ! Geld spielt Fußball !! Wir sagten nachher noch immer – ja wenn ……
….ja wenn – alle ausnahmsweise konzentriert mannschaftsdienlich spielen und auf’s “Zaubern” verzichten ist auch gegen den schwersten österr. Gegner zu gewinnen.
will man unter Top 3 kommen , muss man Siegen, bei Niederlage muss man das Saisonziel auf Platz4 bis 8 runterschreiben ist Leider die Realität , in den nächsten 2 Runden 6 Punkte sonst ist der Traum Top 3 nach 11 Runden schon Geschichte
wieso runterschreiben? saisonziel ist seit beginn platz 4
Die nächsten beiden Runden sind für uns sicher Richtungsweisend
Aber eine Niederlage heute wäre auch kein Beinbruch. Für uns ist wichtig gegen die kleinen voll zu Punkten. Lieber gegen die Bullen verlieren und dafür die Gegner von Rang 5-10 zu besiegen.
Aber natürlich Wünsche ich mir heute auch 3 Punkte
Auswärtssieg