Es war das erste Bundesliga-Spiel von Beginn an nach seiner schweren Kopfverletzung, die er im Spiel gegen Rapid Wien erlitten hatte. Unauffällige zehn Minuten beim Unentschieden in Neustadt und ein Tripplepack beim 5:0-Erfolg im Cup gegen Schwechat. Das reichte, um gestern vom Start weg dabei zu sein. Und er zahlte dem Trainer das Vertrauen zurück. Eher unerwartet zu einem so frühen Zeitpunkt, würde man den Medien Glauben schenken. Denn da geisterte nämlich fälschlicherweise ein Heilungszeitraum von acht bis zwölf Wochen herum. Sturm-Arzt Athanasius Puskurus widerlegte dieses Gerücht allerdings schnell wieder. Er prognostizierte dem 25-Jährigen, er könne nach vier bis sechs Wochen zurückkehren.
So war es dann auch. Allerdings mit Gesichtsmaske. “Die ist super, da kann nix passieren. Deswegen kann ich mich auch voll in die Kopfballduelle bzw. Zweikämpfe reinhauen”, so Rubin Okotie im Gespräch mit Sturm12.at. Und genau per Kopf war er in der 35. Minute zur Stelle. Doch leider half auch sein vierter Saisontreffer in der laufenden Bundesliga-Spielzeit nichts. Das lange Warten auf einen Sieg in Wals-Siezenheim geht weiter. Auch weil man in der Defensive gegen die wieselflinken Salzburger Flügelspieler oft alt aussah. Doch vor allem, weil man sich beim späten Gegentreffer, der die Niederlage besiegelte, “zu dumm anstellte”. Da waren sich alle Sturm-Spieler einig.
Szenen seines Spieles
Treffer zur kurzzeitigen Führung
Schon kurz nach dem Anpfiff zur ersten Spielhälfte hätte sich Rubin Okotie in die Torschützenliste eintragen können. Nach schönem Zusammenspiel mit Christoph Kröpfl ließ er Franz Schiemer mit einem Haken nach links alt aussehen. Sein Abschluss ging allerdings über den Kasten von Keeper Alexander Walke.
Zehn Minuten vor der Pause war es dann aber soweit. Nach einer Aktion, die er selbst einleitete, spielte Imre Szabics schön auf den mitaufgerückten Andreas Hölzl. Der mit der butterweichen Flanke in die Mitte. Da stand er, der Maskenmann. Goldrichtig. Und brauchte aus knapp fünf Metern nur mehr einzunicken. Das war das 1:0 für die Grazer. Die Zuseher auf der Salzburger Tribüne waren sich sicher, dass Okotie im Abseits stand. War er aber nicht, wie später TV-Bilder zeigten.
Kopfballduelle
Sein Tor erzielte er per Kopf. Allerdings kann man nicht behaupten, dass diesem ein Kopfball-”Duell” vorausgegangen wäre. Auch wenn er im Interview nach der Partie behauptete, er könne ohne Probleme in die Kopfballduelle und Zweikämpfe gehen, so merkte man schon, dass er Situationen, in denen er seinen Kopf hinhalten müsste, eher mied. Er zog es vor, die hohen weiten Bälle, die auf ihn kamen, mit der Brust herunterzunehmen. Was auch verständlich ist, so kurz nach seiner Kopfverletzung.
Prallen lassen und in die Tiefe gehen
Normalerweise charakteristisch für sein Spiel, ließ er das gewohnte Prallen und in die Tiefe gehen gestern vermissen. Dafür rackerte er vor allem in der ersten Halbzeit unermüdlich, ließ sich ab und zu auch zurückfallen und holte sich die Bälle auch selbst aus dem Mittelfeld.
Wie sah Rubin Okotie seine eigene Leistung?
Wie sah Peter Hyballa die Leistung von Okotie?
Zum Hinschauen
Auf alle Fälle seine Leistung in der ersten Hälfte. Nicht nur aufgrund seines Treffers zur zwischenzeitlichen Führung. Er sorgte vom Start weg für Unruhe in der Verteidigung der Salzburger. Wie schon zuvor erwähnt, war er sich nicht zu schade weite Wege zu gehen. Er war dynamisch, wechselte häufig die Seiten mit Sturmpartner Richard Sukuta-Pasu.
Zum Wegschauen
War sein Engagement anfangs kaum zu übersehen, ließ er selbiges in den zweiten 45 Minuten anscheinend in der Kabine. Vorbei wars mit der Lauffreudigkeit aus der ersten Halbzeit. Fairerweise muss man auch dazu sagen, dass er offensiv auch zu wenig brauchbare Bälle von seinen Mitspielern bekam. Vielleicht war das auch der Grund, dass sich gegen Ende des Spiels unnötige Aktionen seinerseits häuften. Vor allem die vermeidbare gelbe Karte in der 75. Spielminute wegen Ballwegschießens. Nur drei Minuten später nahm ihn Trainer Hyballa vom Feld. Begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert der Salzburger Zuseher.
Seine Statistik
Kurioserweise gab Okotie außer seinem Treffer keinen einzigen Torschuss ab. Also keinen Schuss, der auf das Gehäuse des Salzburg-Torhüters Walke kam. Hinter Michi Madl hatte er allerdings die beste Passquote bei Sturm Graz. Von zwölf Pässen, kamen zehn zum eigenen Mitspieler. Interessant auch: Er bekam von Laola1.at die mit Abstand beste Bewertung aller Sturm-Akteure.
User-Kritik
Rubin hat stark begonnen, ist aber mit Fortdauer der Partie etwas untergegangen. Gut war, dass er seine Torgefährlichkeit mit einem schönen Treffer bestätigen konnte, jedoch müssen von einem Stürmer seines Formats mehr gefährliche Schüsse Richtung Tor kommen.
Das Zusammenspiel mit Hölzl und Bukva hat noch Mängel, diese Achse ist noch nicht so stark, wie sie sein könnte. Hat oft den Ball gefordert, aber nicht bekommen.
Mit der Auswechslung hat Hyballa allerdings ein gutes Händchen bewiesen-Rubin war gestern einer der Top-Kandidaten für eine unnötige Gelb-Rote Karte, da er sich gegen Ende seiner Einsatzzeit zu sehr vielen unnötigen Aktionen und Fouls hinreißen hat lassen.
(Josef Schuster – via Facebook)
Schwach! Er sollte (wenn er schon so gerne 1 gegen 1 geht) viel öfter von der Seite reinziehen, als immer nur gerade aufs Tor. Ansonsten hab ich gestern nicht einmal gesehen, dass er mal klatschen lässt und dann in den Raum startet – wozu ein Stürmer mMn verpflichtet is. Jochbeinbruch hin oder her, Tikitaka kann nur so funktionieren! (Stefan Wilfing – via Facebook)


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Die Laola Bewertung kann ich nicht ganz nachovllziehen. Er hat meines Erachtens nach eine mittelmäßige Partie gespielt. Mir sind vor allem viele 1:1 Situationen aufgefallen bei denen er für seine Verhältnisse oft hängen blieb und nicht so stark am Ball agierte wie z.B. Sukuta-Pasu. Dadurch haben sich gerade in guten Situationen schmerzhafte Ballverluste ergeben. Aber fürs BL-Startdebüt nach der Verletzung wars schon okay. Ich freu mich schon wieder drauf wenn er wieder voll da ist! Dann sollten auch die Dosen einmal fallen!
SWG
“Vor allem die vermeidbare gelbe Karte in der 75. Spielminute wegen Ballwegschießens.”
So ein Schwachsinn – er hat den Ball nicht mal berührt, von wegschießen kann keine Rede sein. Die vielen unnötigen Aktionen konnte ich nicht erkennen.
Stimmt! Er hat den Ball nicht berührt, was da PK gesehen haben mag?
Wenn du die TV-Wiederholungen gesehen hättest, hättest du bemerkt, lieber gruabnjunior, dass Okotie mit dem Foulpfiff nicht einverstanden war und dann mit dem Fuß den Ball berühren/wegschießen wollte, woraufhin der Schiedsrichter wieder einmal überempfindlich die Karte zeigte.
Wenn wir schon so genau sind dann wollte er den Ball nicht berühren oder wegschießen sonder Vorsah davon abhalten den Ball schnell weiter zu spielen
er hat den ball nicht weggeschossen sondern den dosen-spieler am ausführen des freistosses gehindert….dafür gabs (leider zurecht, wenn auch kleinlich) gelb.
Rubin ist einer der besten gefährlicher Spieler von uns ! Er hat enorme Spielmoral & Kreativitàt ! – Was ist aber 2013 mit ihm, SuPaSu & Bodul !?? – Haas wird auch aufhören- bleibt Ciftici ; bei den Amateuren sehe ich weit und breit keinen adäquaten Ersatz !! Die neuen GF müßten schon heute mit dieser vordringlichen Arbeit konkret beginnen – die Zeit verrinnt !Wenn man erst wieder im Frühjahr zu suchen beginnt, wird man wieder einmal mit einer uneingespielten Mannschaft starten …..
Jetzt werden mich alle beschimpfen, aber ich finde Okotie ist besser als Sukuta-Pasu….
sagen wirs so der okotie ist nicht weit vom Sukuta-Pasu weg
@Markelinho, in einem Interview sagte Hyballa Sukuta “Pasu ist unser bester Stürmer” und das find ich nicht, aber vl hast recht….
OK beide Vorredner ! @ Für mich sind beide einmal symphatisch & passen für unsere Verhältnisse auch gut ! SuPa ist noch robuster – für uns beide Klassestürmer ohne Allüren & Sturm – Kampfgeist ! – Mein Sorgenkind ist Bodul – könnte mit seinen Qualitäten unser Dreigestirn werden- die besten in Österreich !? Vielleicht sehe ich ihn nicht richtig, oder verstehe zu wenig, aber mein Strohhalm ist noch immer was er gezeigt hat bei uns, daß auch Foda von ihm viel hielt, ebenso Hyballa !! Also hoffe ich auf ein Wunder durch unser Trainerteam & deren praktisches & psychologisches Können ???? ……….
@archaeopterix: Du hast schon recht, Bodul ist unbestritten einer der mit ganz wenig wahsinnig viel heraus holen kann, soll heissen er ist immer in der Lage ein Spiel in wenigen Minuten zu drehen (zum positiven natürlich), nur weiss man nicht wann das ist und wieviel Zeit bis dahin noch vergehen muss…
wenn er nicht will spielst halt mit einem Mann weniger…. ich möchte bei ihm nicht Trainer sein und glaube auch das er als Mensch eher ein gemütlicher “wird schon irgendwie gehen” Typ ist… wie gesagt ich kann mich auch täuschen ist nur meine Meinung.
Der Darko hätte soviel Talent was er kann haben wir alle letzte season gesehen aber wenn bei ihm nicht alles passt spielt er wie eine Zickige diva ich hoffe das im der Hyballa die diva austreiben kann