Sturm Graz zu Gast in Salzburg ist wie ein Hollywood-Liebesfilm: Die Handlung ist zwar unbekannt, das Ende aber vorhersehbar. Diesmal war es zwar wieder so, aber immerhin war das Drehbuch des Sonntagsmatches der neunten Bundesliga-Runde diesmal abwechslungsreicher: Da gab es einen Darsteller in Maske, der das 1:0 für den Außenseiter erzielte, ein Doppelschlag, der einen prompten Führungswechsel direkt vor der Pause brachte, ein Einwechselspieler mit dem Ausgleich, ein falsches (spielentscheidendes?) Abseits und ein bitteres - angesichts der Auwsärtsmisere in Salzburg aber absehbares – Finale. Zum Matchwinner avancierte der Vier-Millionen-Transfer Sadio Mané, dessen schöner Treffer zum 2:1 von der Krone zum Tor der Runde erklärt wurde. Sturm-Trainer Peter Hyballa analysiert in der Kleinen Zeitung: “Wir haben in den letzten fünf Minuten die Mitte nicht mehr zugekriegt.” Die Zeitungen sind sich einig: Der Sieg geht in Ordnung, war aber glücklich. Den letzten Sieg in Salzburg konnten die Blackies zuletzt 2002 feiern.
Kurier: Es bleibt dabei: Sturm kann in der Red-Bull-Arena nicht gewinnen. Im 19. Versuch setzte es im Salzburger EM-Stadion die 16. Niederlage – dank eines späten Treffers von Salzburgs Bestem, Sadio Mané. Zehn Minuten benötigten die Salzburger, um sich in der eigenen Unordnung zurechtzufinden. (…) In der Salzburger Findungsphase hätte es gut und gerne 0:1 stehen können. Doch Okotie, der mit einer Furcht einflößenden schwarzen Maske spielte, ließ eine gute Chance ungenützt (2.). Nach der ersten gefährlichen Aktion – Soriano schoss daneben (10.) – war wieder zu sehen, wie Salzburg künftig erfolgreich sein soll: mit vertikalen Pässen, die dafür sorgen, dass die Weiten eines Fußballfeldes möglichst schnell überbrückt werden. Doch bald war es wieder zu sehen, das größte Manko von Salzburg neu: die Effizienz vor dem gegnerischen Tor. (…) Die Grazer überstanden die Salzburger Sturmzeit schadlos. Und wurden selbst durch Hölzl gefährlich (32.). Drei Minuten später wurden die Salzburger für ihre Ineffizienz bestraft: Okotie durfte nach einem Ulmer-Fehler aus kurzer Distanz ins leere Tor köpfeln (35.). Sturm brachte die Führung aber nicht in die Pause: Soriano verwirrte mit einem Übersteiger die Abwehr, Mané legte kurz ab, Berisha schoss ein – 1:1 (43.). Und Salzburg hatte noch nicht genug: Mané schloss eine herrliche Einzelaktion mit einem Gurkerl für Gratzei ab – 2:1 (45.+1). (…) Die Veränderungen taten dem 45 Minuten intensiv geführten Spiel gar nicht gut, die Partie war plötzlich ein zähe Angelegenheit. Der erste Torschuss ging gleich ins Tor: Florian Kainz konnte aus 20 Metern zum 2:2 einschießen, weil Leitgeb sich wegdrehte, anstatt den Schuss abzuwehren(65.). Salzburg konnte im Gegensatz zur ersten Hälfte nicht noch einmal zusetzen. Und gewann trotzdem – dank einer Standardsituation: Mané war nach einem Ulmer-Freistoß per Kopf erfolgreich – 3:2 (89.).
Kleine Zeitung: Der Blick war stechend. Es war sein typischer Blick, aber in den Augen von Peter Hyballa war die Wut deutlich zu erkennen. Rumms. Die Faust des Sturm-Trainers traf das Plexiglas der Betreuerkabine. Kurz zuvor hatte Sadio Mane mit seinem zweiten Treffer Salzburg 3:2 in Führung gebracht. Die Stadion-Uhr zeigte die 89. Minute und wieder einmal reiste Sturm ohne Punkte aus der Mozartstadt heim nach Graz. “Heute war was drinnen. Das hat sich die Mannschaft nicht verdient”, sinnierte Hyballa nach dem Schlusspfiff. Seit zehn Jahren hecheln die Schwarz-Weißen nun schon einem Sieg in Salzburg hinterher. Dabei sah es am Sonntagnachmittag zwischenzeitlich gar nicht schlecht aus. Rubin Okotie, der “Maskenmann”, hatte die Gäste in der 35. Minute 1:0 in Führung gebracht – zu diesem Zeitpunkt auch gar nicht unverdient, denn die 10.950 Zuschauer in der Red Bull Arena bekamen durchaus engagierte Gäste zu sehen. Und so entwickelte sich von Beginn an eine schnelle, teils spektakuläre Partie, von der Salzburgs Martin Hinteregger am Ende sagen sollte: “Ein unglaubliches Spiel und eine unglaubliche kämpferische Leistung beider Teams.” (…) Erst traf Valon Berisha (43.) nach Vorlage von Mane zum Ausgleich, dann tanzte der Senegalese in der Nachspielzeit gleich drei Sturm-Spieler aus und erzielte das 2:1. “Wir haben in den letzten fünf Minuten die Mitte nicht mehr zugekriegt”, analysierte Peter Hyballa den Einbruch seiner Mannschaft. (…) ”Wir wollten nach unserer Führung weiter nach vorne spielen. Aber die ersten 20 Minuten nach der Pause gehörten Sturm, weil wir völlig den Faden verloren haben. Warum, weiß ich nicht”, gefiel Salzburgs Trainer Roger Schmidt diese Phase des Duells überhaupt nicht. Salzburg erholte sich, fand zurück ins Spiel – auch mithilfe der Unparteiischen. Die hatten in der 79. Minute einen Sololauf von Florian Kainz wegen Abseits’ unterbunden. Eine klare Fehlentscheidung. Das bittere Ende für Sturm folgte auf den Fuß. Christian Klem foulte Hinteregger. Freistoß Salzburg und Mane, der Kleinste im Sturm-Strafraum, war mit dem Kopf zur Stelle. Peter Hyballa wusste, warum es Ende schief gegangen war: “Foul bricht Pressing. Das ist eine alte Fußball-Weisheit. Und wir haben im Finish zu viele Fouls begangen.” (Zum Artikel)
Kronen Zeitung: Lange ist´s her: Am 17. Juli 2002 hatte Sturm letztmals in der Mozartstadt gewonnen. Damals noch im Stadion Lehen gegen die Austria. Gestern nahmen sich die Grazer einiges vor, hatten durch Okotie nach 90 Sekunden bereits die erste gute Chance. Es entwickelte sich eine flotte Partie. Auch deshalb, weil sich Sturm nicht versteckte. Das öffnete Salzburg Räume. So vergab Soriano alleine vor Gratzei mit einem Lupfer (14.). Sturm hatte aber leichte Vorteile. Die Folge: Nach Vorarbeit von Szabics und Hölzl köpfelte Okotie aus kurzer Distanz über die Linie. (…)In der Nachspielzeit der ersten Hälfte zeigte Neuzugang Mane sein Können: Der Senegalese düpierte die Sturm-Abwehr, schoss trocken zum 2:1 ein. Nach Seitenwechsel riss Sturm vorerst die Partie an sich. Zwingende Chancen blieben aber aus. Bis zur 65. Minute: Der eingewechselte Flo Kainz zog von der Strafraumgrenze ab – das 2:2! Salzburg wachte erst in der Schlussphase wieder auf: In der 89. Minute war dann der überragende Mane wieder zur Stelle: Nach Ulmer-Freistoß traf der Vier-Millionen-Neuzugang per Kopf zum 3:2!
Sturm12.at-Links
Selbst um die Früchte der Arbeit gebracht
Offensivspektakel mit negativem Ausgang (Fotogalerie)
Live-Nachlese: Red Bull Salzburg – Sturm Graz 3:2 (2:1)

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Der letzte Sturmsieg – natürlich unter Osim !! – Gegen Salzburg im Heimspiel können natürlich nicht 3 Spieler im Strafraum einem Gegner ” zuschauen “, oder beim Siegestor niemand in seiner Nähe sein – wie der Freistoß kommt sehen auch wir & müßte gegen den kleinsten Gegner attackiert werden – ich glaube dies waren die beiden Dolchstöße, also reine Abwehrfehler – abgesehen von den Fehlern kurz vorher !!
Bleiben wir auf dem Boden !!- wir sind 6 Punkte hinter der Spitze – mit Mattersburg, Neustadt & 1 Punkt gestern wären wir ” vor Salzburg ” !! Wir vergessen zu leicht & schnell – zum Start wurde an Hyballa noch gezweifelt – an der Mannschaft & System ebenso !! Selbst innerste Kreise des Vereines fürchteten, daß wir nach 4 Runden am Tabellenende sind ; die Medien ähnlich !! – Heute ist Hyballa mit seinem Team auf 2 Erfolgswegen zum internationalen Startplatz ! Was will man mehr bei unserem Budget und einer umgebauten jungen Mannschaft mit vielen neuen Spielern und Dauerverletzten !!?? — Auch unsere Wünsche als Fans wurden schon jetzt 100 % erfüllt – Hyballa spielt wie angekündigt offensiv mit variablen Systemen & guter Hand für Wechselspieler ! Man sieht also überal seine neue kreative Handschrift – somit glaube ich, daß es bis Saisonende mit gefestigten vereinsstrukturen mit Optimismus weiter nach aufwärts geht …….
Bin da ganz bei dir