Neo-Blacky Michael Madl

Die zuverlässige Säule in der Defensive

Neuzugang Michael Madl hat sich in der laufenden Saison zu einem Eckpfeiler bei Sturm Graz entwickelt. Mit großem Laufeinsatz, Kampfkraft und klugen Pässen konnte der 24-jährige Judenburger im ersten Saisonviertel überzeugen. Peter Hyballa sieht ihn noch lange nicht am Zenit.

© 2012 SturmTifo.com

12 Spiele stand Michael Madl in dieser Spielzeit bereits für Sturm Graz auf dem Platz, satte 1048 Spielminuten stehen für den Defensiv-Allrounder zu Buche. Es gab schon Neuzugänge, die sind wesentlich schlechter bei Sturm in die Saison gestartet. Madl, der im Sommer von Abstiegskandidat Wiener Neustadt zu den Grazern wechselte, hat sich aber gleich auf Anhieb in die Mannschaft eingefügt und fungiert seither als zuverlässige Säule in der Defensive der Schwarz-Weißen.

Defensivstark, aber auch mit dem Auge für den Mitspieler
In sechs Matches lief der 24-jährige Judenburger als Innenverteidiger für die Grazer auf, in den anderen sechs räumte er nicht nur als defensiver Mittelfeldspieler vor der Abwehr auf, sondern gestaltete auch maßgeblich das Spiel nach vorne. Beispielgebend sind hier seine beiden feinen Assists, die er bei den Heimsiegen gegen die Admira (3:2) und Wacker Innsbruck (3:0) lieferte. Während Madl gegen die Südstädter Richard Sukuta-Pasu per sehenswertem Fallrückzieher zur 1:0-Führung assistierte, setzte er mit einem Zuckerpass über die gesamte Tiroler Abwehr Imre Szabics ein, der alleine vor Szabolcs Safar nur mehr zum 2:0 einschieben musste.

Aber nicht nur mit Vorlagen drückte Michael Madl dem Spiel der Blackies seinen Stempel auf. Trainer Peter Hyballa lobt ihn im Gespräch mit Sturm12.at als “guten Fußballer, der ein gutes Zweikampfverhalten hat, die Spieleröffnung beherrscht und auch seine Kopfballduelle gewinnt”. Für den Deutschen ist Madl mit einem “Verteidigungs-Gen” ausgestattet, kann aber auch Freistöße schießen. Hyballa scheint zufrieden mit seinem Defensiv-Allrounder, dem er innerhalb der Mannschaft ein hohes Standing attestiert. Angesprochen auf die bevorzugte Rolle von Madl zeigt Hyballa keine Präferenzen. Für ihn kann man den Defensiv-Neuzugang sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld einsetzen, da er beide Positionen spielen könne, so der Deutsche.

“Madl ist ein Kämpfer”
Dennoch sieht Peter Hyballa Madl noch “lange nicht am Limit”. Laut dem Sturm-Trainer hat der Judenburger “im Sprintbereich Luft nach oben, auch vom Mentalen ist noch mehr drinnen. Er muss noch seine Mitspieler mehr mitreißen und auf dem Platz mehr zeigen, dass er Verantwortung übernehmen will”. Hyballa klingt aber zuversichtlich, dass sich Michael Madl noch steigern wird. “Am Anfang hat ihn noch das Training etwas zu schaffen gemacht, aber da hat er sich durchgebissen, weil er ein Kämpfer ist”.

Am Sonntag dürfte Madl beim Heimspiel gegen die Austria erneut von Beginn an auflaufen – diesmal aber wieder wohl im defensiven Mittelfeld, nachdem er bei der 2:3-Auswärtspleite gegen Red Bull Salzburg vergangenen Sonntag den gesperrten Nikola Vujadinovic in der Innenverteidigung vertreten hatte. Und vielleicht klappt es gegen die Austria mit seinem ersten Tor im schwarz-weißen Dress. Vielleicht sogar aus einem direkt verwandelten Freistoß – das wäre etwas, was man in Graz schon lange nicht mehr gesehen hätte.

 

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Kommentare

Solche Neuzugänge wie Madl und SUPA brauchen wir. :
Ich finde Madl als den zweiten Säumel bei Sturm. :)
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NUR WEITER SO UND AM SONNTAG MACHT ER DIE NÖTIGEN TORE. ;)

Meiner Meinung nach auch nur eine Frage von Wochen, bis er als Kapitän aufläuft…

Hoffentlich ist der Jürgen bald fit und dann machen die das Mittelfeld da michi und er und der WEBER is endlich weg vom Fenster der ist für mich einer der sich Null weiter entwickelt hat!!!

Michi Madl = Neuer Kapitän der Schwoazn!!

Ich finde wir sollten unsere österreichische Oasch-Mentalität einmal ablegen und objektiv bleiben.

Madl und Vujadinovic haben sich die ersten Partien ordentlich angepatzt und wurden als Fehlkäufe abgestempelt, als aufgescheuchter Hühnerhaufen und was weiß ich noch alles. Nun haben sie sich gefangen und ein paar gute Spiele gemacht. Vujadinovic wird schon als neuer Gordon Schildenfeld angepriesen und Michi Madl ist unser künftiger Kapitän.

Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Beide haben Potenzial, ich sehe Madl auf Dauer als Sechser, vl. auch mit T.Kainz auf der Doppelsechs. Stimme meinem Vorposter zu, Weber ist für die Katz, mit Ausnahme der Partie gegen den WAC hätte sogar ich vermutlich besser gespielt wie er weil er einfach keine Leidenschaft, keinen Biss, auf gut deutsch keine Eier zeigt. Hätte zB gegen Rapid nicht mal einen Unterschied gemacht wenn wir mit einem weniger gespielt hätten so wenig ist er zeitweise vorhanden. Aber ich denke wiederum auch wer auf die Rückkehr von Jürgen Säumel als großen Heilsbringer wartet ist auf dem Holzweg. Ich kann mich ja täuschen (hoffe, dass ich mich täusche!!!) aber ich persönlich sehe ihn in 2 Jahren gemeinsam mit Klaus Salmutter und Mario Kienzl wochenends nach der Arbeit in der Kurve stehen und unsere Jungs anfeuern… Kann mir durchaus vorstellen dass seine ewigen Verletzungsprobleme chronischer Natur sind und bleiben und sein Körper auf Dauer nicht mehr mitmachen wird. Aber wie gesagt, ich bin ja nicht der Allwissende, muss auch nicht recht haben…

Black Boy says:

Sehr treffend analysiert und kommentiert. Gratulation (um die Uhrzeit hätt ich das nicht zusammengebracht ;-) )

Keine_Flaute says:

V.a. so einen Artikel zu bringen nach der Salzburg Partie, wo Madl nicht nur einmal ordentlich gepatzt hat. Im Mittelfeld wird er sich mittelfristig nicht durchsetzen können, weil die Neuerwerbung Kainz einfach ein besserer Spieler ist und Weber weiter gesetzt sein wird. Langfristig ist auch Sittsam stärker einzuschätzen, bleibt also die IV, wo die Konkurrenz überschaubar ist.

@Keine_Flaute: bin da überhaupt nicht deiner Meinung -> gegen SLZB geht das erste Tor klar auf die Kappe von Dudic, das 2. Tor war einfach eine Klasse Aktion des Salzburger Stürmers und nur sehr schwer verteidigbar, beim 3. Tor war Bodul der dirkte Gegenspieler, welcher die Situation verpennte. Desweitren glaube ich kaum, daß Kainz den Defensivpart im zentralen MF übernehmen wird…

Keine_Flaute says:

Beim ersten Gegentor ist Madl eine Mitschuld zu geben, wäre er so toll wie in diesem Artikel beschrieben, dann verteidigt man auch mal so einen Angriff. Auch das zweite Tor kann ein “ach so toller” Defensivspieler verhindern. Versteh mich nicht falsch, ich halte ihn für einen guten Spieler für unsere Verhältnisse, aber keineswegs auf so hohem Niveau, wie man hier liest.

Bei Tobias Kainz würde ich nicht zu sehr auf seine Statur schauen bzw. seine Körpergröße, der hat sowohl im Spielaufbau als auch im Zweikampf Stärken, genau der richtige Spieler für diese Position in der heutigen Zeit. Hinter einem (leider dauerverletzten) Säumel der stärkste Mann für mich auf dieser Position.

Markelinho says:

der madl ist diese season neben den sukuta pasu der beste Neuzugang

@Keine Flaute: sorry, bezüglich kainz hatte ich einen gedanklichen fehler und bezog mich in meinem posting auf f l o r i a n kainz …

RJSturmGraz says:

Nur so nebenbei…..der letzte direkt verwandelte Freistoß war glaub ich der von Bodul gegen Admira im Cup vor 1-2 Jahren. daher is es für unsere Verhältnisse gar net soooo lange ;)

Black Boy says:

Madel ist eine echte Persönlichkeit. Ein richtiger Kämpfer. Tolle Verstärkung.

Chrisi2408 says:

Madl ist für mich auch eine echte Verstärkung. Ein Fighter vor dem Herrn und in den bisherigen 10 Runden sicher einer der stärksten Sturm-Akteure. Ewig schade, dass Säumel so ein Pech mit Verletzungen hat. War zu Saisonbeginn, ohne zu übertreiben, der mit Abstand Beste von Sturm und die Säule des Spiels. Ich bin auch überzeugt, dass er den Unterschied gemacht hätte und wir mit ihm gleichauf mit dem Führungstrio wären.

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